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Europa

Auftragseingänge Industrie: So schlimm sind die Rückgänge

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die Auftragseingänge der deutschen Industrie sind durch die Coronakrise verständlicherweise brutal eingebrochen. Heute sieht man den Wert für den Monat Mai. Laut Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts ist es im Jahresvergleich ein Rückgang von 29,3 Prozent. April war der große Shut Down-Monat, und im Mai hätte es schon wieder aufwärts gehen müssen? Im (nach unserer Meinung) weniger wichtigen Monatsvergleich sehen wir heute einen Zuwachs von 10,4 Prozent von April zu Mai, wobei der Erwartungen bei +15 Prozent lagen. Die Grafik zeigt jeden Monat als einen Balken. Man sieht: Da ist noch eine Menge aufzuholen von den Verlusten aus März und April. Zumal die jetzigen Zuwächse der Auftragseingänge sich ja auf die tieferen Ausgangswerte beziehen!


source: tradingeconomics.com

Chart der Auftragseingänge im Langfristverlauf

Hier weitere Details der Statistiker im Wortlaut:

Die Corona-Krise prägt somit seit einigen Monaten die Entwicklungen im Verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, ist der Auftragseingang im Mai 2020 saison- und kalenderbereinigt um 30,8 % zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Aufträge aus dem Inland im Mai 2020 um 12,3 %, die Auslandsaufträge erhöhten sich um 8,8 %. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 20,9 % zu. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland stiegen um 2,0 % gegenüber April 2020.

Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im Mai 2020 mit 0,4 % leicht über dem Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Anstieg um 20,3 %. Im Bereich der Konsumgüter stiegen die Aufträge um 4,7 %.

In der Automobilindustrie ist der Auftragseingang – nach sehr niedrigen Aufträgen im April 2020 – im Mai wieder deutlich angestiegen. Er liegt aber noch gut 47 % niedriger als im Februar 2020.

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source: tradingeconomics.com

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Verbraucherpreise Eurozone

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Deutsche Verbraucherpreise für Juli im Detail

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