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Europa

Auftragseingänge zeigen immer deutlicher den anstehenden Konjunkturabschwung

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Wie in den letzten Monaten auch sehen die Umsätze (!) im Verarbeitenden Gewerbe noch gut aus. Sie steigen von November auf Dezember 2018 um 2,7%. Auch die erste hier gezeigte Grafik, wo man die Umsätze seit 2010 sehen kann, zeigen für 2018 und Anfang 2019 einen schönen Anstieg.

Aber schaut man sich die zweite Grafik an, sieht es immer düsterer aus. Sie zeigt die Auftragseingänge, welche ja die zukünftige Umsatzentwicklung widerspiegeln! Sie gehen immer weiter den Bach runter, vor allem die Auftragseingänge aus dem Ausland. Von November auf Dezember ist es ein Rückgang um 1,6%. Von Dezember 2017 auf Dezember 2018 ist es ein Rückgang um satte 7%!

Also, halten wir uns alle fest für ein holpriges Konjunkturjahr 2019. Vielleicht wird es viel holpriger, als man es jetzt noch glauben möchte.

Auftragseingänge

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Europa

Genehmigte Wohnungen zeigen: Bauboom könnte vor dem Ende stehen

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„Bauboom vor dem Ende“ bedeutet nicht, dass plötzlich keine neuen Wohnungen mehr gebaut werden. Es bedeutet nur, dass das Wachstum erlahmt, und weniger neu gebaut wird als noch im vergangenen Jahr. Genau dies könnte in den nächsten Monaten passieren. Noch läuft der Bauboom auf vollen Touren (hier unser Artikel aus letzter Woche). Alle Teilbereiche des Baus legen (noch) gigantische Umsatzzuwächse hin. Aber das Wachstumm bei der Zahl der Genehmigten Wohnungen ist seit Monaten rückläufig.

Und so zeigt auch die heute früh vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Zahl für Januar-Mai 2019, dass die Zahl neu genehmigter Wohnungen im Vergleich zu Januar-Mai 2018 um 2,4% rückläufig ist. Sie sinkt von 139.586 auf 136.257. Man bedenke bitte auch: In dieser Zahl sind Einfamilienhäuser, Flüchtlings-Wohnunterkünfte etc mit eingerechnet. Schauen wir also mal auf die mit Abstand wichtigste Kategorie, die „normalen“ Wohnungen in Wohnblocks (Wohngebäude mit 3 oder mehr Wohnungen). Hier sinkt die Zahl der Genehmigungen im Jahresvergleich sogar um 4,1%, von 71.731 auf 68.795.

Zeigen Maßnahmen wie staatlich verbotene Mieterhöhungen in Berlin so schnell schon Wirkung auf die bundesweite Anmeldung für den Bau neuer Wohnungen? Oder merken Investoren, dass das Maximum in der Immobilien-Preisspirale erreicht ist? Das sind natürlich rein spekulative Thesen! Auf jeden Fall geht die Zahl der neu genehmigten Wohnungen seit mehreren Monaten tendenziell zurück. Und das, obwohl dringend neue Wohnungen benötigt werden. Es mag ja optisch noch so schön sein, dass die Mieten in Berlin erstmal nicht steigen. Aber dadurch entsteht keine einzige neue Wohnung! (Kommentar am Rande).

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Europa

Deutsche Konjunktur: Signale trüben sich ein – und doch erwartet man einen Aufschwung zu Jahresende

Beinahe im Wochenrhythmus trüben sich Indikatoren für die deutsche Konjunktur ein – und dennoch gehen Konjunkturforscher von einer Rückkehr des Wachstums aus

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Es ist ein Phänomen, für das ich keine triftige Erklärung habe. Beinahe im Wochenrhythmus trüben sich Indikatoren für die deutsche Konjunktur ein, werden Gewinnwarnungen herausgegeben, Wachstumsraten reduziert und dennoch gehen Konjunkturforscher und Wirtschaftsinstitute von einer Rückkehr des Wachstums zum Ende des Jahres aus.

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Deutsche Konjunktur: Aktuelle Einschätzungen

Es häufen sich Gewinnwarnungen und Absenkungen der Jahresprognosen bei Konzernen. Dazu gab die Industrie bereits den Abbau von tausenden Stellen in naher Zukunft bekannt: BASF, BMW, Daimler, Ford, Lufthansa, Siemens, ThyssenKrupp, um nur einige zu nennen. Kaum ein Unternehmen aus den Bereichen Automobilindustrie plus Zulieferer und Maschinenbau blieb davon bisher unberührt. Der Handelskonflikt, der jetzt schon über ein Jahr andauert, hinterlässt in der deutschen Konjunktur immer tiefere Spuren . Hierzu ein paar Statements von deutschen Konjunkturforschern:

„Das zweite Halbjahr hat begonnen, und von der allgemein erwarteten Belebung der Konjunktur in Deutschland ist nichts zu sehen“, kommentierte Commerzbank-Konjunkturexperte Ralph Solveen die Lage. Chinas Schwäche und der Strukturwandel führen dazu, dass Maschinenbauer und Chemieindustrie sich beklagen, dass sich Kunden aus der Autobranche mit Bestellungen zurückhalten.

Ein gemischtes Bild für die deutsche Konjunktur sieht der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher: „Wir sollten in Deutschland nicht in Panik über die sich abschwächende wirtschaftliche Entwicklung verfallen. Die Grundlage der deutschen Wirtschaft ist nach wie vor sehr solide.“ Die Stärke sei nach wie vor der Bauboom und die Konsumfreude. Die konjunkturelle Schwäche führe allerdings zur Verunsicherung bei den Menschen, „damit zu weniger Konsum und dadurch wiederum zu weniger Wachstum“, so Fratzscher. Die Bundesregierung sollte sich darauf vorbereiten und ein nachhaltiges Investitionsprogramm beschließen, um einen langfristigen Impuls zu setzen.

Viel skeptischer hingegen die Einschätzung für die deutsche Konjunktur des Ifo-Konjunkturchefs Prof. Dr. Timo Wollmershäuser. Für ihn gibt es bereits „erste Anzeichen, dass sich die Industrieschwäche auch auf andere Wirtschaftsbereiche überträgt“. Die Stimmung bei den industrienahen Dienstleistern, etwa in der Logistik, habe sich bereits deutlich eingetrübt. Die Auftragsbücher vieler Unternehmen würden noch eine zeitlang reichen, aber sollten keine nennenswerten Neubestellungen eingehen, müssten Hersteller ihre Produktion drosseln. Das habe dann auch Folgen für die Beschäftigten.

Laut einer Umfrage des Ifo-Instituts ist die Zahl der Industrieunternehmen, die mit Kurzarbeit rechnen, gestiegen: 3,8 Prozent der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe haben Kurzarbeit eingeführt, 8,5 Prozent rechnen damit in den kommenden drei Monaten. Das wäre ist der höchste Wert seit 2013. Allerdings bemerkt der Leiter des Bereichs Konjunkturforschung und -prognosen auch: Derzeit rechne das Ifo-Institut aber damit, dass sich die Industrie gegen Ende des Jahres allmählich wieder erhole.

Auch der Chef der Bundesarbeit für Arbeit, Detlef Scheele, schlägt in dieselbe Kerbe. Er sieht die konjunkturelle Situation anders als vor 10 Jahren. Er gehe davon aus, dass sich dieEintrübung der deutschen Konjunktur über drei, vier Quartale hinzieht und es dann wieder aufwärts geht.

Fazit

Warum also geht man von einer sich erholenden Wirtschaft im letzten Quartal 2019 aus? Es gibt keine griffige Erklärung, allenfalls ein paar erste Stabilisationszeichen und einen stark steigenden Baltic Dry Index. Ein Sammelindex und Frühindikator für die Frachtraten und die Preise von Vorprodukten, wie Kohle, Eisenerz, Zement, Kupfer, Kies, Dünger und Getreide. Zumeist also Güter, die für die Herstellung von Waren erforderlich sind, die erst Monate später als fertige Produkte auf den Markt kommen.

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, sagt man, wohl zurecht, aber aus den Augen sollte man den Vogel (Baltic Dry Index) dennoch nicht lassen.

 

Erholt sich die deutsche Konjunktur wirklich im 2.Halbjahr?

Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Wirtschaftsministerium pessimistisch – Dax ernüchtert

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Der Dax hatte heute aufgrund der Daten aus China einen guten Start in den Handelstag – aber dann kamen doch sehr pessimistische Aussagen für die deutsche Wirtschaft aus dem deutschen Wirtschaftsministerium und dämpften damit die Party am deutschen Aktienmarkt!

So heißt es heute im monatlichen Berich über die Lage der deutsche Wirtschaft aus dem Wirtschaftsministerium:

  • „Die Industriekonjunktur entwickelt sich weiterhin schleppend; der Gegenwind von der Auslandsnachfrage bleibt spürbar. Die aktuelle Datenlage lässt auch eine ruhigere Gangart im Dienstleistungsbereich erwarten. Damit deutet sich für das zweite Quartal eine schwache konjunkturelle Grundtendenz an.
  • Die Produktion in der Industrie ist im Mai moderat gestiegen, während die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe kräftig gesunken sind. Das Baugewerbe verzeichnete ebenfalls spürbare Einbußen.
  • Stützend wirken die steigenden Einkommen der privaten Haushalte und die fiskalpolitischen Impulse.
  • Am Arbeitsmarkt macht sich die schwächere Konjunktur allmählich bemerkbar: Der Beschäftigungsaufbau setzt sich mit gedrosselter Dynamik fort. Die Arbeitslosigkeit stagnierte im Juni.“

Besonders der letzte Absatz läßt aufhorchen: der im Grunde seit Anfang 2018 begonnene Abschwung der vorherigen Hochkonjunktur der deutschen Wirtschaft kommt nun also auch zunehmend am deutschen Arbeitsmarkt an – was einmal mehr den nachlaufenden Charaker des Arbeitsmarkts unterstreich. Auch das zuvor völlig heiß gelaufene Baugewerbe laut Wirtschaftsministerium mit ersten Bremsspuren!

 

Und das Wirtschaftsministerium weiter:

 

„Nach einer überraschend starken Entwicklung der deutschen Wirtschaft im ersten Quartal deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren auf eine verhaltene Entwicklung im zweiten Vierteljahr hin.[1] Die Signale aus dem Dienstleistungssektor legen nahe, dass das starke Wachstum zum Jahresauftakt im zweiten Quartal etwas nachlassen dürfte. Zudem hält die industrielle Schwächephase weiter an. Die Industrieproduktion hat sich zuletzt zwar auf niedrigem Niveau etwas erholt, zeigt aber schon seit dem Jahreswechsel 2017/18 eine abwärtsgerichtete Tendenz.

Die schwache Auftragslage und das eingetrübte Geschäftsklima signalisieren, dass die deutlich gedämpfte Industriekonjunktur anhalten dürfte. Zuletzt verzeichnete das Baugewerbe ebenfalls kräftige Produktionsrückgänge, allerdings von einem sehr hohen Niveau aus. Auch wenn die Dynamik am Arbeitsmarkt im Zuge der konjunkturellen Abschwächung inzwischen nachlässt, kommen von ihm nach wie vor merkliche binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte.

Die Beschäftigung nimmt weiter zu, wenn auch verlangsamt, und Einkommenszuwächse stimulieren den privaten Konsum. Der Staat sorgt für fiskalische Impulse und fördert damit neben dem privaten Konsum auch die staatlichen Konsum- und Investitionsausgaben. Nach der sich abzeichnenden verhaltenen Entwicklung im zweiten Vierteljahr könnten die Auftriebskräfte wieder stärker zum Tragen kommen, wenn sich das außenwirtschaftliche Umfeld wieder beruhigen würde. Derzeit bestehen jedoch erhebliche Abwärtsrisiken, nicht zuletzt durch die Handelskonflikte, den Brexitprozess und geopolitische Spannungen.

Die Weltkonjunktur befindet sich angesichts der genannten Risiken derzeit in einer Schwächephase. Im April waren sowohl bei der globalen Industrieproduktion als auch beim Welthandel rückläufige Entwicklungen zu beobachten. Die industrielle Erzeugung verlief dabei in den entwickelten Volkswirtschaften und in den Schwellenländern schwach.“

 

Keine guten Perspektiven für die deutsche Wirtschaft

 

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