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Aus dem Tagebuch eines einfachen Traders: Achtung! Trading-Verluste erzeugen Albträume! (Satire)

Markus Fugmann

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am

Von Jürgen Sprenzinger

Es ist schon komisch: Immer dann, wenn ein Trading-Tag anstrengend und nervig war, träume ich in der anschließenden Nacht einen unglaublichen Bockmist. Wenn der Tag dann auch noch mit Verlusten verbunden war, dann werden es manchmal sogar Albträume. Vielleicht entspringt das einer gewissen nervlichen Überbelastung – ich weiß es nicht. Eigentlich sollte man sich in Erinnerung rufen, dass man mit dem Trading grundsätzlich keine Emotionen verbinden sollte – doch leider weichen Theorie und Praxis manchmal stark von einander ab …

Vor ein paar Tagen hatte ich diesen Traum:

Der Zug hatte Verspätung. Bereits seit 30 Minuten stand ich mir an diesem kalten Bahnsteig die Füße in den Bauch. Ich wusste: Ich komme zu spät – und das ausgerechnet zu dieser wichtigen Besprechung – peinlich …

Endlich kam er. Ich stieg ein. Der Wagen war vollgestopft mit Menschen, dennoch konnte ich einen Sitzplatz ergattern. Der Zug fuhr an und eben wollte ich mein Handy aus der Tasche ziehen, als ich ein paar Meter weiter vorne vier Herren stehen sah. Sie glichen sich wie ein Ei dem anderen: grauer Trenchcoat, grauer Hut, schwarze Schuhe. Jeder von ihnen hatte eine Sonnenbrille auf der Nase.

Die sind wohl geklont und sehen aus, als wären sie einem Agentenfilm entsprungen, dachte ich halbwegs belustigt – dennoch war mir bei ihrem Anblick nicht sonderlich wohl …

Einer der Männer blickte sich nach mir um, musterte mich auffällig und gab den anderen durch eine leiche Kopfbewegung ein Zeichen. Sofort wandte ich den Blick von den Männern ab und sah aus dem Fenster. Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, dass einer der Typen auf mich zukam und sich neben mir aufbaute. Stumm und mit unbewegtem Gesicht starrte er mich von oben an.

Ich war innerlich nervös, versuchte aber, mir nichts anmerken zu lassen und einen möglichst ruhigen Eindruck zu machen. Plötzlich beugte sich der Mann zu mir herab und raunzte mir mit einem eisig klirrendem Unterton in der Stimme ins Ohr: „An der nächsten Station steigen wir aus!“

„Es wäre aber die falsche Station“, antwortete ich.

„Das ist völlig egal. An der nächsten Station steigen wir aus!“, entgegnete der Mann energisch.

„Und weshalb?“

„Sie stehen unter dringendem Verdacht, dass …“, knurrte der Typ.

„Ich? Na, jetzt hören Sie mal! Weshalb? Ich habe noch nie etwas verbrochen!“, unterbrach ich den Mann und versuchte, möglichst überzeugend zu wirken.

„Das werden Sie dann schon sehen!“, erwiderte der Mann mit eiskalter Stimme.

„Ich stehe jetzt auf und hole den Zugbegleiter“, versuchte ich mir Respekt zu verschaffen.

Nun standen auch die anderen drei um mich herum.

„Das wird Ihnen nichts nutzen!“, sagte einer der Männer und ich wunderte mich. Er besaß die gleiche Stimme wie der, der zuerst mit mir gesprochen hatte. Automatisch stellte ich mir die Frage, wie diese absonderliche Tatsache wohl möglich sei, kam aber zu keinem Ergebnis.

„Dann sagen Sie mir bitte zuerst einmal, wer Sie sind und was Sie von mir wollen! Das ist mein gutes Recht!!“, schrie ich nun laut und mit sich überschlagender Stimme. Die anderen Fahrgäste sahen erschrocken auf, einige schüttelten den Kopf.

„Wir sind Agenten – besser gesagt, Geheimagenten.“

„Ach nein, wirklich?“, erwiderte ich und fuhr fort: „Na gut. Dann bin ich Papst Franziskus!“

„Maul halten!“, herrschte mich einer der Männer an. „Wenn Sie Schwierigkeiten machen, dann …“ Dabei öffnete er seinen Mantel einen Spalt und ich konnte eine Pistole in seinem Gürtel stecken sehen.

Jetzt lief mir der kalte Schweiß über den Rücken. Hilfesuchend sah ich nach den anderen Fahrgästen um – doch die schüttelten nur verständnislos den Kopf und schauten dann furchtsam in eine andere Richtung.

„Sie sagten, Sie seien Geheimagenten. Na gut. Und für wen arbeiten Sie?“, versuchte ich, das Gespräch wieder in Gang zu bringen.

„Wir sind Geheimagenten der Firma Reckitt Benckiser – Sie wissen schon: Die, die das Sakrotan herstellen.“

„So, so“, erwiderte ich. „Und seit wann braucht die Firma Reckit Benckiser Geheimagenten?? Und das in einem Zug der Deutschen Bahn?“ Ich war nun wahrhaft erstaunt.

„Seit dem letzten Lokführer-Streik haben wir einen Vertrag mit der Deutschen Bahn AG“. Die Antwort kam unisono von allen vier Männern.

„Ist ja nicht zu fassen“, meinte ich und fragte: „Und was wollen Sie nun ausgerechnet von mir??“

„Wir haben eben festgestellt, dass Sie heute noch nicht geduscht haben – und Sie haben Fußpilz!“

„Stimmt, ich hatte heute keine Zeit dazu, weil ich etwas in Eile war. Aber das ist doch keine Straftat“, meinte ich und versuchte ein Grinsen. „Doch – wie haben Sie das festgestellt?

„Unsere Sonnenbrillen – “, flüsterte einer der Männer, „unsere Sonnenbrillen haben eingebaute Sensoren, die uns bei Nichtduschern und Fußpilzträgern sofort in Alarmzustand versetzen.“

„Nicht zu fassen, was es heutzutage alles gibt“, meinte ich.

Einer der vier Männer fuhr fort: „Wir setzen Sie davon in Kenntnis, dass es seit Neuestem unzulässig ist, einen Zug der Deutschen Bahn AG zu benutzen, wenn man nicht geduscht hat. Zumindest hätten Sie sich aber vorher mit Sakrotan desinfizieren müssen, denn Sakrotan beseitigt nämlich 99 Prozent aller Bakterien. So aber müssen wir Sie verhaften, denn Sie sind nicht steril! Außerdem, guter Mann: Fußpilz in einem Zug der Deutschen Bahn AG ist ein No Go, merken Sie sich das!“

Zwischenzeitlich hatte der Zug gestoppt, die vier Männer zerrten mich nach draußen. Schweigend standen sie um mich herum, bis der Zug abgefahren war.

„Und was jetzt?“, fragte ich etwas ängstlich.

„Sind Sie mit einer Verwarnung von 30 Euro und einer sofortigen Fußwaschung mit anschließender Desinfizierung einverstanden?“, fragte mich einer der Männer und fügte hinzu: „Wir buchen den Betrag auch gerne von Ihrem Brokerkonto ab.“

„Was passiert, wenn ich nicht damit einverstanden bin?“, wollte ich wissen.

„Dann bringen wir Sie umgehend in die chemische Vollreinigungsanlage der Firma Reckitt Benckiser. Aber wir warnen Sie: Die hat noch kaum ein Mensch überstanden! Und anschließend kommen Sie in die Sakrotan-REHA. Die beseitigt dann das restliche eine Prozent der Bakterien, die Sie noch auf der Haut haben. Greift Ihr Gewebe vermutlich ziemlich stark an. Sie sollten es sich also gründlich überlegen!“

Ich hörte ein lautes Klingeln. Die Männer sahen sich erstaunt an und waren plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Völlig allein stand ich an den Gleisen der Station, schüttelte den Kopf und wunderte mich.

Es klingelte erneut. Ich öffnete die Augen und schaltete meinen Wecker ab. Heute war ich ihm fast dankbar, dass er mich aus diesem eigenartigen Traum gerissen hatte …

Eines ist sicher: Ich lege beim Traden zukünftig längere Pausen ein!

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Aktien

Aber CFDs sind Termingeschäfte? Verbände für steuerliche Bevorzugung von Optionsscheinen

Claudio Kummerfeld

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am

Aktives Trading mit CFDs und Optionsscheinen könnte problematisch werden

Was sind CFDs? Die „Contracts for Difference“ erlauben gehebelte Wetten auf steigende und fallende Kurse. Die CFDs können Anleger zeitlich unbefristet lange halten. Und Optionsscheine? Die haben einen fest definierten Ablaufzeitpunkt. Und wie definiert man Termingeschäfte? In Kurzform: Dies sind Börsengeschäfte, bei denen die Erfüllung des Vertrags (Abnahme und Lieferung der Ware) zu einem späteren Termin erfolgt. Also sind Optionsscheine doch Termingeschäfte, und CFDs irgendwie nicht so richtig?

Egal. Wenn der Gesetzgeber eine Feststellung trifft, dann ist das eben so – weil es nun mal der Gesetzgeber ist? So wurde vor Kurzem die seit Anfang Januar gültige Novellierung des Einkommensteuergesetzes beschlossen, wonach Verluste aus „Termingeschäften“ nur noch bis zu 20.000 Euro pro Jahr mit Gewinnen aus Termingeschäften verrechnet werden dürfen. Dadurch wird die bizarre Realität entstehen, dass Anleger Steuern auf Gewinne zahlen müssen, obwohl sie effektiv in einem Börsenjahr im Handel keinen Gewinn erzielt haben (wir berichteten schon mehrmals). Danke Olaf Scholz, darf man da schon mal im Voraus sagen.

Klar zu sein scheint, dass die CFDs in die Kategorie der Termingeschäfte fallen im Sinne dieser Novelle des Einkommenssteuergesetzes – wohl ganz einfach, weil der Gesetzgeber es so will. Aber auch Optionsscheine, die per Definition doch viel eher Termingeschäfte sind? Wie man derzeit munkelt, wird das Bundesfinanzministerium noch eine Klarstellung für die ausführenden Steuerbehörden veröffentlichen, aus welcher hervorgehen könnte, dass auch Optionsscheine als Termingeschäfte zu betrachten wären. Das würde den Kreis der betroffenen Anleger deutlich erweitern.

Lobbyarbeit für Optionsscheine – von CFDs ist keine Rede

Aber halt. CFDs werden fast komplett von angelsächsischen und Offshore-Anbietern angeboten. Optionsscheine sind die Kinder der deutschen Bankenbranche. Und drei Mal darf man raten, wer den besseren Draht zu BaFin, Bundesfinanzministerium, Staatssekretären etc haben könnte? Diese Woche sieht man vom Deutschen Derivate-Verband, der Börse Stuttgart und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) einen offiziellen Appell an das Bundesfinanzministerium (siehe hier), worin man eindringlich dazu auffordert Optionsscheine bezüglich dieser Neuregelung nicht als Termingeschäfte einzustufen. Man möchte also erreichen, dass Anleger auch weiterhin unbegrenzt Verluste aus Optionsscheinen mit Gewinnen aus Optionsscheinen verrechnen dürfen.

Gibt der Gesetzgeber dem nach, wäre dies ein glasklarer Vorteil für die Anbieter von Optionsscheinen, und ein riesiger Nachteil für die ausländischen CFD-Anbieter. Und wer ist denn Mitglied im Deutschen Derivate-Verband? Eben nicht die CFD-Anbieter, sondern so ziemlich alle deutschen Anbieter von Zertifikaten und Optionsscheinen, wie Deutsche Bank, Deka, Hypo, LBBW, DZ, Baader usw. Für CFDs bitten sie nicht um eine Ausnahme, sondern nur für Optionsscheine. Und die DSW? Hat sie die CFDs schon aufgegeben, und hofft nun noch darauf, wenigstens noch die Optionsscheine vor diesem Steuerirrsinn retten zu können? Aus dem Appell zitieren wir hier auszugsweise im Wortlaut:

Der Deutsche Derivate Verband (DDV), die Börse Stuttgart und die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) appellieren an das Bundesfinanzministerium, die Linie aus dem Juni 2020 beizubehalten und Optionsscheine nicht als Termingeschäfte einzuordnen. Im Entwurf des Anwendungsschreibens des BMF vom Juni 2020 wurden Optionsscheine nicht als Termingeschäfte klassifiziert und damit eine klare, angemessene Abgrenzung erreicht. Damit wird vermieden, dass Anleger in der Depotgestaltung beeinträchtigt werden und zudem aufwendige individuelle Veranlagungen vornehmen müssen. Anderenfalls drohen schwere steuerliche Nachteile, nachträgliche Steuerzahlungen und Unsicherheiten für hunderttausende von Anlegern. Für Termingeschäfte sieht das Jahressteuergesetz, das seit Jahresbeginn gilt, eine begrenzte Verlustverrechnungsmöglichkeit nur mit anderen Termingeschäften und Erträgen aus Stillhaltegeschäften vor.

Marc Tüngler, DSW-Hauptgeschäftsführer: „Die steuerliche Neuregelung der Verlustverrechnung ist ein weiterer herber Schlag für Privatanleger und führt zu massiven Verunsicherungen. Vom Grundsatz her halten wir die Regelung insgesamt für verfassungswidrig. Der Entwurf des BMF-Schreibens war immerhin ein fairer Vorschlag, wie die Anwendung zumindest in Bezug auf Optionsscheine zu regeln ist, und würde betroffenen Anlegern eine Perspektive geben. Wenn das BMF jetzt von diesem ursprünglichen Entwurf abweicht, weckt das Unverständnis und offenbart einmal mehr die feindliche Gesinnung gegenüber Privatanlegern.“

Würden Optionsscheine jetzt durch das Anwendungsschreiben des BMF den Termingeschäften zugerechnet, wird die neugeschaffene Unwucht im Steuerrecht weiter dramatisch verschärft.

Es gibt gute sachliche Argumente dafür, warum Optionsscheine steuerlich als sonstige Finanzinstrumente und nicht als Termingeschäfte zu klassifizieren sind. Die Klassifizierung sollte anhand der Erfüllungsweise von Optionsgeschäften vorgenommen werden. Diese ist bei Optionsscheinen „Zug-um-Zug“, sie sind daher bei der steuerlichen Behandlung den Kassageschäften zuzurechnen, und nicht den Termingeschäften. Diese Einschätzung wird auch von Wissenschaftlern geteilt.

Eine Studie der WHU aus dem vergangenen Jahr zeigt, dass hunderttausende von Privatanlegern von einer solchen Klassifizierung betroffen wären. Zudem stellt die Studie der WHU fest, dass 68,8 Prozent der Nutzer von Hebelprodukten wie Optionsscheinen diese zur Absicherung einsetzen. Die Beschränkung der Verlustverrechnung erschwert es Anlegern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.

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Ölpreis: Aufwärtstrend geht weiter? Was macht Biden? API-Daten lassen aufhorchen

Claudio Kummerfeld

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am

Eine Öl-Pumpe in der Wüste

Der Ölpreis war seit dem 5. Januar im Aufwärtstrend. Nach einer Mini-Pause ging es Anfang dieser Woche weiter nach oben, von unter 48 Dollar im WTI-Öl am 5. Januar bis auf derzeit knapp unter 53 Dollar. Zahlreiche Gründe für die jüngst gestiegenen Preise und womöglich auch weiter anziehenden Preise hatten wir die letzten Tage genannt.

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Positiv für den Ölpreis zu werten waren die inzwischen seit fünf Wochen fallenden Lagerbestände für Öl in den USA, die großen Stimulus-Hoffnungen an den neuen US-Präsidenten, und vor allem die zusätzlichen freiwilligen Kürzungen der Öl-Fördermenge durch Saudi-Arabien (minus 1 Million Barrels pro Tag für Februar und März).

Gestern Abend wurden die privat ermittelten API-Lagerbestände für Öl veröffentlicht mit einer Wochenveränderung von +2,6 Millionen Barrels. Die API-Daten gelten stets als Vorschau auf die am folgenden Tag vermeldeten offiziellen Lagerdaten. Diese Woche verschieben sich viele Konjunkturdaten in den USA um einen Tag nach hinten, weil am Montag Feiertag war. Die offiziellen Lagerdaten aber verschieben sich aufgrund der gestrigen Amtseinführung von Joe Biden um noch einen weiteren Tag nach hinten auf Freitag Nachmittag. Bis dahin könnte der Ölpreis also zittrig bleiben, in der Vorschau auf möglicherweise steigende Lagerbestände in den USA.

Was bringt Joe Biden für den Ölpreis?

Positiv für die Öl-Bullen ist zu werten, dass Joe Biden gestern im Rahmen diverser präsidialer Dekrete die Keystone XL Pipeline gestoppt hat, deren Bau in den USA noch nicht begonnen hat. Damit wird zukünftig nicht noch mehr Öl aus Kanada in Texas ankommen. Grundsätzlich ist dies vorsichtig positiv für den Ölpreis zu werten, da die Angebotsmenge geringer ausfallen dürfte. Aber na ja… werden die Kanadier ihr Öl dann nicht anderweitig auf dem Weltmarkt anbieten?

Also, bringt Joe Biden tendenziell für die nächsten Jahre dank dem Pipeline-Stop und sicherlich diversen schärferen Umweltgesetzen die Öl-Förderung in den USA zu einem Wachstumsstop, oder sogar zu einer Schrumpfung? Das wäre gut für alle Trader, die einen höheren Ölpreis sehen wollen. Aber da gibt es noch die andere Seite der Medaille. Man darf annehmen, dass sich die Beziehung zwischen den USA und dem Iran unter dem neuen US-Präsidenten entspannt. Sollten die US-Sanktionen gelockert werden, dürfte der Iran wohl zügig mehr Öl fördern und auf dem Weltmarkt verkaufen. Denn das Land braucht wohl jeden Petro-Dollar. Dies wäre folglich schlecht für den Ölpreis. Also ist es nicht so einfach zu beantworten, ob Joe Biden nun gut oder schlecht für einen potenziell weiter steigenden Ölpreis zu betrachten ist. Schaut man auf den Chart 30 Tage zurück, dann ist der Ölmarkt noch im Aufwärtstrend. Die Grundstimmung ist vor allem wegen dem möglichen anstehenden Mega-Stimulus in den USA positiv.

Chart zeigt Kursverlauf im Ölpreis in den letzten 30 Tagen
Chart zeigt Ölpreis-Verlauf in den letzten 30 Tagen.

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Christine Lagarde: Headlines der PK der EZB: entscheidende Fragen unbeantwortet

Markus Fugmann

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am

Hier die wichtigsten Aussagen von Christine Lagarde auf der heutigen Pressekonferenz der EZB – im offiziellen Statement bislang wenig Neues:

– Lagarde beginnt mit warmen Wünschen für 2021

– Impfungen wichtiger Meilentstein

– Industrie weiter robust, Dienstleistung weiter schwach, wenngleich weniger schwach als in der ersten Corona-Welle

– Inflation bleibt niedrig

– Kurzfristig überwiegen die Risiken

– Wirtschaft der Eurozone dürfte auch im 4.Quartal geschrumpft sein

– Pandemie wird auch 1.Quartal 2021 belasten

– es wird trotz Impfungen noch dauern, bis Herdenimmunität erreicht ist

– Impfungen und Brexit-Deal sind ermutigend, aber übergeordnet bleiben die Risiken bestehen

– Headline-Inflation dürfte bald ansteigen, auch wegen deutscher Wieder-Anhebung der Mehrwertsteuer

– Inflation dürfte mittelfristig anziehen, Inflationserwartungen sind gestiegen

– Kreditvergabe: Banken etwas vorsichtiger geworden

– Europäische Länder sollen schnell beschlossene EU-Hilfsmaßnahmen in ihren Parlamenten beschließen, um Erholung anzuschieben

– Lagarde „hat fertig“, jetzt Fragen

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– Lagarde: positiv sind Impfungen, dass der Brexit-Dealk zustande gekommen ist, dazu bessere Aussichten auf Kooperation mit der neuen US-Regierung

– schärfere Lockdowns wegen Mutationen durchaus möglich

– Frage nach Zombiefirmen: bislang weicht Lagarde einer Antwort aus – da redet sie minutenlang herum, aber die Frage zielte letztlich auf die negativen Konsequenzen der EZB-Politik, und das ließ sie (wieder einmal!) unbeantwortet!

– Frage nach (unausgesprochener) yield curve control der EZB (Berichte darüber, dass EZB versucht, die Renditen für Anleihen vor allem italienischer Anleohen nicht zu stark gegenüber deutschen Anleihen als Benchmark steigen zu lassen:: wieder keine konkrete Antwort von Lagarde!

– Frage nach digitalem Euro: was soll der für die Menschen bringen? Lagarde: ein digitaler Euro würde das Bargeld nicht ersetzen (FMW: echt??)
Lagarde: wir wollen in Sachen Digitaleuro sehr transparent sein (FMW: wohl eher pseudo-transparent..)
Lagarde:Einführung des digitalen Euros würde noch Jahre dauern; viele Fragen darüber noch offen und schwierig, wenn er käme, wäre er für alle gut, nicht nur für Elite

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