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Außenhandels-Desaster der USA: Diese EU-Analyse ist wie gemacht für Donald Trump

Abseits von anderen Themen war und ist es eines der Hauptanliegen von Donald Trump, das giganitsche Außenhandelsdefizit der USA (pro Jahr gut 500 Milliarden Dollar) abzubauen. Wie auch immer man das erreichen will – irgendwas will man…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Abseits von anderen Themen war und ist es eines der Hauptanliegen von Donald Trump, das giganitsche Außenhandelsdefizit der USA (pro Jahr gut 500 Milliarden Dollar) abzubauen. Wie auch immer man das erreichen will – irgendwas will man tun um diesen Defizit-Berg abzubauen. Man exportiert schon seit Jahren deutlich weniger, als man importiert. Dadurch fließt netto Geld ab ins Ausland für Waren, die die Amerikaner konsumieren. Da es diesen Netto-Geldabfluss gibt, muss dieser Betrag durch immer neue Schulden finanziert werden.

Diesen Umstand hat Trump (wie viele andere Kritiker vor ihm) vor allem daran festgemacht, dass das böse Deutschland so viel produziert und exportiert. Als hätte Donald Trump die folgende Analyse in Auftrag gegeben nach dem Motto „seht her ich doch habe Recht“, hat die EU-Statistikbehörde Eurostat diese Woche eine Analyse präsentiert, die ganz einfach die Außenhandelsschwäche der USA als das zeigt, was sie ist: Ein wirkliches Desaster für die US-Volkswirtschaft, das langfristig zu immer mehr Schulden und Verarmung führt!

Besonders brisant sind die folgenden Zahlen, weil sie in Relation zu anderen wichtigen Volkswirtschaften gesetzt werden, und grafisch dargestellt sind. Eurostat hat nämlich analysiert, wie die Exporte und Importe der gesamten Autoindustrie aussehen. Also nicht nur Autos und LKWs, sondern auch Traktoren, Motorräder, Autoteile und Zubehör. Also alles was wirklich in der Automobil-Industrie gemacht wird, und nicht nur das reine Endprodukt Auto. Dazu hat man noch die EU-Zahlen verglichen mit denen der USA, von Japan, Mexiko, China, Kanada und Südkorea. Also alles Länder, die im weltweiten Automarkt eine Rolle spielen bei der Produktion.

Wie der Chart schon beim Anschauen von weiter Entfernung zeigt, haben nur die USA einen dicken Balken unter dem waagerechten Strich in der Mitte. Im Jahr 2016 haben die USA nämlich in der Branche im Wert von 109 Milliarden Euro exportiert, aber für sage und schreibe 254 Milliarden Euro importiert. Dadurch entsteht in der Automobilbranche ein US-Defizit von 145 Milliarden Dollar (dadurch der große Abwärtsbalken).

Die EU hat im Jahr 2016 in der Autobranche im Wert von 192 Milliarden Euro exportiert, aber nur im Wert von 77 Milliarden Euro importiert – daher ein Überschuss von 115 Milliarden Euro. Somit fließt netto auch ordentlich Geld in die EU! Japan ist nach der EU der weltweit zweitgrößte Exporteur in der Autoindustrie mit 127 Milliarden Euro Volumen! Die USA sind der größte Importmarkt für EU-Waren aus dem Automobilsektor mit 25% Anteil.

Die Türkei ist das Land, aus dem mit 20% am meisten Automobil-Waren in die EU importiert werden. Danach folgen Japan mit 19%, die USA mit 14% und Südkorea mit 10%. China hat 8% Anteil. Abgesehen von Einzelfällen hat Donald Trump also im großen Bild recht, dass die USA ein echtes Problem haben. Doch wenn hier keine unfairen Methoden angewendet werden, und dieses Defizit durch fairen freien Handel und die Nachfrage der Verbraucher zustande kommt, was soll man dann noch sagen? Entweder müssen die US-Produkte besser werden, oder man schottet seinen Markt mit Importzöllen ab?


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Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Christoph

    23. Juni 2017 14:54 at 14:54

    Es ist nicht alles falsch was Trump sagt…Dass Deutschland eine Währungsmanipulator ist z.B…..natürlich ist es die EZB, die den Euro schwächt, aber trotzdem. Würde EUR/USD da sein, wo er hingehört…1.35 bis 1.4…dann würde sich das Problem mittelfristig von ganz alleine lösen. Aber man lässt die Märkte ja nicht machen.

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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am

Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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