Die Aktien vieler Autohersteller verzeichnen am Montag starke Kursverluste, nachdem US-Präsident Trump am Wochenende Zölle gegen Kanada, Mexiko und China verhängt hat. Sollten die US-Importzölle wie geplant am Dienstag in Kraft treten, wären eine Reihe von Autoherstellern betroffen, vor allem jene, die in Mexiko produzieren. Trumps Zölle können über Jahrzehnte gewachsene Lieferketten in Frage stellen. Der erste Schock sitzt daher tief. Die europäischen Auto-Aktien von VW, BMW und Stellantis fallen, aber auch asiatische Hersteller geraten unter Druck.
Autohersteller unter Druck
Volkswagen AG und Stellantis NV führten den größten Intraday-Rückgang bei europäischen Automobilaktien seit April an, da die neuen Zölle von US-Präsident Donald Trump die Verkäufe ihrer Fabriken in Mexiko zu beeinträchtigen drohen, so berichtet Bloomberg.
VW, das im vergangenen Jahr mehr als 500.000 Fahrzeuge aus Mexiko in die USA exportierte, verlor im frühen Handel 6,7%, während Stellantis, der zweitgrößte europäische Hersteller in Mexiko, 7% einbüßte.
Trumps Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Waren aus Mexiko und Kanada, die am Dienstag in Kraft treten sollen, stellen jahrzehntelange Lieferketten in Frage, insbesondere für Automobilhersteller aus aller Welt, die Produktionszentren in Mexiko aufgebaut haben, um vor allem den US-Markt zu beliefern. Deutsche Automobilzulieferer betreiben mehr als 330 Standorte in Mexiko, während mexikanische Autohersteller dort mehrere Fabriken besitzen, in denen im Jahr 2023 716.000 Autos produziert wurden.
Trump-Zölle: Auto-Aktien brechen ein
Die Aktien der Luxusautohersteller BMW AG und Mercedes-Benz Group fielen ebenfalls um 6,5% bzw. 5,3%, bevor eine leichte Erholung einsetzte. Das BMW-Werk in San Luis Potosi beschäftigt rund 3.700 Mitarbeiter und exportierte im vergangenen Jahr 95.151 Fahrzeuge aus Mexiko in die USA.

Nach Angaben der mexikanischen Statistikbehörde hat VW im vergangenen Jahr 526.535 Fahrzeuge aus Mexiko in die USA exportiert. Das Unternehmen hat große Produktionsstätten in Orten wie Puebla und San Jose Chiapa und beschäftigt dort Tausende von Menschen.

Die Daimler Truck Holding AG brach im deutschen Leitindex DAX nach der Ankündigung der Zölle um 5,8 Prozent ein. Die deutsche Marke Freightliner ist mit rund 90.000 verkauften Fahrzeugen pro Jahr Marktführer auf dem US-Lkw-Markt. Das Unternehmen baut einen Großteil der in die USA gelieferten Freightliner-Lkw in Mexiko, mit Werken in Santiago Tianguistenco und Saltillo, Coahuila. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen Teilevertriebszentren in Kanada und Mexiko.
Autohersteller in Asien
Japans größte Autohersteller setzen auf Nordamerika als wichtigen Markt und verkaufen dort Autos, die in Mexiko nahe der US-Grenze hergestellt oder montiert werden. Die Aktien von Toyota Motor, Honda Motor und Nissan Motor fielen am Montag alle um mindestens 5%.
Der südkoreanische Autohersteller Kia mit einem Werk in Mexiko beendete den Tag mit einem Minus von 5,8%.
Chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen, die ihre Präsenz auf dem US-Markt ausbauen wollen, wie Li Auto und XPeng wurden ebenfalls von den neuen Zöllen getroffen und ihre Aktien fielen in Hongkong. Noch besteht Hoffnung, denn Trump hat angekündigt, am Montag noch einmal mit Kanada und Mexiko zu verhandeln, bevor die Zölle am Dienstag in Kraft treten. Eine Einigung in letzter Minute könnte die Zölle möglicherweise noch verhindern oder reduzieren. Es könnte aber für die europäischen Hersteller noch schlimmer kommen, denn Trump hat auch der EU mit 10%-Zöllen gedroht.
FWM/Bloomberg
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Daimler-Ceo müsste aktuell weiterhin Prof. Dr. h. c. Jürgen Erich Schrempp sein, und das Flugzeugmuster Concorde weiterhin im Flugplan von Air France vorhanden sein. Schrempp würde umgehend einen Flug buchen, und mit Mach zwei, also mit doppelter Schallgeschwindigkeit in etwas über zwei Stunden in den USA sein, dort tagsüber mit dem 47. US-Präsidenten Donald John Trump das Thema Zölle erörtern, und am selben Tag erneut mit Mach zwei, also mit doppelter Schallgeschwindigkeit wieder zurückfliegen.