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Autoindustrie: Eklatante Lücke zwischen Ist-Zustand und Erwartungen

Viel zu viel auf Lager? Deutsche Autoindustrie mit massiven Problemen

Die deutsche Autoindustrie kämpft nach wie vor mit massiven Problemen. Auf den ersten Blick geht es um die Auswirkungen der Coronakrise. Und vorher, da gab es natürlich keine Probleme? (Ironie) Ganz aktuell sieht man eine eklatante Lücke zwischen dem Ist-Zustand (düstere Absatzzahlen) und den Erwartungen in der Autoindustrie. Das ifo-Institut hat heute nämlich die aktuellsten Umfrageergebnisse unter den Autobauern veröffentlicht.

Autoindustrie mit schlechter Lage, aber rosigem Ausblick

Und siehe da: Die „Geschäftserwartungen“ der Autoindustrie in Deutschland sind im Juli den zweiten Monat in Folge deutlich gestiegen, auf +43,7 Punkte im Juli, nach +26,9 Punkten im Juni. Aber: Die aktuelle Geschäftslage wird mit drastischen Minuswerten angegeben. Der Ist-Zustand befindet sich im Juli immer noch bei minus 81,9 Punkten, nach minus 65,5 Punkten im Juni. So erwähnt ifo auch, dass die Entwicklung des Personalbestandes „besorgniserregend“ bleibe. Die Personalplanung der Autobauer sei nur schwach auf minus 53,3 Punkte gestiegen, nach minus 54,4 im Juni. Das sei noch immer schlechter als während der Finanzkrise, als der Indikator im April 2009 auf minus 50,0 Punkte sank.

Und was gibt es Positives zu vermelden aus der Autoindustrie? Zitat ifo:

Die Autobauer erwarten auch eine Zunahme ihrer Exporte; der Indikator stieg auf 40,8 Punkte nach 17,3 Punkten im Juni. Die Nachfrage gegenüber dem Vormonat hat leicht angezogen, auf plus 63,2 Punkte nach plus 52,1 Punkte im Juni. Die gestiegene Nachfrage konnte oft aus dem Lager bedient werden. Der entsprechende Indikator fiel auf plus 30,6 Punkte im Juli nach plus 40,2 im Juni. Der Auftragsbestand stieg auf 25,5 Punkte nach 13,3 Punkten im Juni. Die Produktionserwartungen stiegen den dritten Monat in Folge; auf plus 50,6 Punkte nach plus 48,8 im Juni.



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