Allgemein

Neue Meldungen Autoindustrie im Absturz – Bosch und Ford mit verstärktem Stellenabbau

Der Abbau in der deutschen Autoindustrie verstärkt sich. Aktuell melden Ford und Bosch den Abbau von Produktion und Arbeitsplätzen.

Foto: Bloomberg

Die jüngste Argumentation mancher Grüner war schon atemberaubend – ein verzögerter Ausstieg aus dem Verbrenner würde Arbeitsplätze in der deutschen Autoindustrie gefährden. Da kommt man wirklich nicht mehr mit. Aber gut, so viel zu meiner „kleingeistigen“ Weltsicht. Aktuell gibt es neue Horrornachrichten aus der deutschen Autoindustrie. Der Stellenabbau setzt ich weiter massiv fort. Und was man oft kaum wahrnimmt: Viel schlimmer als bei den großen Autobauern ist der Stellenabbau im Hintergrund, nämlich ei den unzähligen Zulieferern, die in der breiten Öffentlichkeit fast gar nicht wahrgenommen wird! Jetzt sind Ford und Bosch mit weiteren Streichungen an der Reihe


Werbung
70 %+ Trefferquote bei Silberinvestitionen, jetzt 11 % Gewinn in 2 Tagen.

Autoindustrie im Sturz – Ford baut in Deutschland ab – zu wenig Nachfrage nach Elektroautos

Ford und Robert Bosch bauen weitere Arbeitsplätze in Deutschland ab und unterstreichen damit die schwierige Situation, in der sich die europäische Autoindustrie aufgrund der schwachen Nachfrage und hohen Kosten befindet, so Bloomberg News aktuell. Weiter wird berichtet: Ford wird aufgrund der geringer als erwartet ausgefallenen Nachfrage nach Elektroautos weitere 1.000 Stellen in seinem Kölner Werk für Elektroautos abbauen, wie das Unternehmen heute mitteilte.

Bosch spart in allen Bereichen

Auch der Mega-Zulieferer Bosch kündigt tiefere Kosteneinschnitte an und warnt, dass seine Mobilitätssparte angesichts des zunehmenden Wettbewerbs und der schwachen Verkaufszahlen mit einem jährlichen Defizit von rund 2,5 Milliarden Euro konfrontiert sei. „Wir werden unsere Portfolio- und Strukturanpassungen daher fortsetzen und intensivieren”, erklärte Bosch in einer per E-Mail verschickten Stellungnahme. „Dazu gehören Kosteneinsparungen in allen Bereichen – von Material und Logistik bis hin zu Investitionen und Arbeitsplätzen.”

Autohersteller unter enormem Druck


Werbung



Diese Maßnahmen verdeutlichen die zunehmende Belastung der deutschen Autoindustrie, da Autohersteller und Zulieferer mit einem stagnierenden europäischen Automarkt zu kämpfen haben und gleichzeitig Milliarden in neue Technologien investieren. Mehrere Zulieferer sind mit ungenutzten Kapazitäten konfrontiert und stehen unter dem Druck der Autohersteller, ihre Preise zu senken, obwohl ihre eigenen Inputkosten steigen. Volkswagen und die Porsche reduzieren Personal und Produktion, um die schwachen Verkäufe in China und die Kosten der US-Zölle auszugleichen.

Ford hat in Europa stetig Einsparungen vorgenommen, die Produktion zurückgefahren, Personal abgebaut und Betriebe geschlossen, um ein Geschäft zu rationalisieren, das seit langem hinter seinem nordamerikanischen Zweig zurückbleibt. Der Autohersteller gab bekannt, dass er das Werk in Köln ab Januar von derzeit zwei auf eine einzige Produktionslinie umstellen wird.

„In Europa liegt die Nachfrage nach Elektroautos weiterhin deutlich unter den Prognosen der Branche”, erklärte der US-Autohersteller und fügte hinzu, dass er sich mit den Arbeitnehmervertretern über die Kürzungen beraten werde.

Bosch hat unterdessen bereits mit der Umstrukturierung in Deutschland begonnen und baut Arbeitsplätze ab und senkt die Produktionskosten, um die Rentabilität angesichts der verzögerten Einführung von Elektro- und autonomer Fahrtechnologie zu sichern. Das deutsche Unternehmen erwartet für seinen Geschäftsbereich Mobility, der Produkte wie Kraftstoffinjektoren und Fahrerassistenzsoftware herstellt, in diesem Jahr weiterhin ein moderates Wachstum – knapp unter 2 % bereinigt um Währungsschwankungen – das jedoch deutlich hinter den bisherigen Erwartungen zurückbleibt.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

3 Kommentare

  1. Dem Benziner-Comeback bei Porsche, in dessen Zusammenhang sich der Sportwagenhersteller an einer entsprechenden Nachfrage orientiert, und damit dem Prinzip unserer Wirtschaftsordnung Soziale Marktwirtschaft folgt, weiterhin eine glückliche Hand. Welchen politischen Willen Bundeskanzler Friedrich Merz hierbei im Rahmen eines von ihm geplanten Automobilgipfels, incl. Zulieferer zum Ausdruck bringen wird, bleibt abzuwarten.

    1. @Holger Vosss
      Porsche China 2023: ca 80k
      Porsche China 2024: 57k
      Weswegen? Genau, weil man in China eAutos kauft. Und weil Porsche da konkurrenzfähig ist. War übrigens 2023 der größte Markt. Porsche orientiert sich also nicht an der Nachfrage. Die will nämlich elektronisch.
      Absturz Porsche einfach erklärt

      1. „In Europa liegt die Nachfrage nach Elektroautos weiterhin deutlich unter den Prognosen der Branche”

        Die jüngste Aktion, China E Autos Software Juristerei zu unterstellen, hilft bestimmt als vertrauensbildende Maßnahme für die E Autos. wer will schon ein teures Auto, dass womöglich morgen still gelegt wird.

        Achje, Amis nehme Zölle, Chinesen kaufen nur E…

        D.h. wir Vorzeigeklimaproffesoren werden weiter Verbrenner fahren müssen. Tesla geht ja auch nicht wegen MAGA und so…

        eieieiei

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage

Die mobile Version verlassen
Place this code at the end of your tag:
Place this code at the end of your tag:
Capital.com CFD Handels App
Kostenfrei
Jetzt handeln Jetzt handeln

76% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld.