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Aktuelle ifo-Daten Autoindustrie: Stimmung sinkt – „Erste Anzeichen der Enttäuschung über neue Bundesregierung“

Die Stimmung in der Autoindustrie sinkt. Man erkennt laut ifo-Institut erste Anzeichen der Enttäuschung über die neue Bundesregierung.

Autoproduktion
Foto: Nataliehora-Freepik.com

Quasi täglich hört man derzeit Katastrophenmeldungen aus der deutschen Autoindustrie. Nicht täglich von Autoherstellern – aber dafür bei den Zulieferern. In der 20 Uhr Tagesschau hört man davon nichts. Aber wer Regionalblätter beachtet vor allem in in NRW und Baden-Württemberg, der stößt ständig auf Insolvenzen, Betriebsschließungen oder Produktionsverlagerung bei deutschen Autozulieferern. Heute meldet sich das ifo-Institut mit neuen Umfragedaten aus der Autoindustrie. Gab es vorher verbesserte Werte, so sinkt die Stimmung jetzt schon wieder.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die deutsche Autoindustrie ist demnach im September wieder merklich gefallen, nach jeweils starken Anstiegen im Juli und im August. Er sank auf minus 21,5 Punkte, nach minus 15,8 Punkten im August. Dieser Rückgang ist vor allem auf deutlich pessimistischere Geschäftserwartungen in der Autoindustrie zurückführen, so ifo. „Hier schimmern erste Anzeichen der Enttäuschung über die neue Bundesregierung durch“, so sagt es aktuell die ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. „Die Unternehmen hatten gehofft, die Regierung würde durch wesentliche Strukturreformen den Standort Deutschland wettbewerbsfähiger machen. Diese Hoffnungen sehen sie bislang nicht bestätigt“.

Die Unternehmen der deutschen Autoindustrie bewerteten ihre Geschäftslage laut ifo im September schlechter: Der Indikator fiel auf minus 19,9 Punkte, nach minus 16,9 Punkten im August. Vor allem aber waren sie merklich pessimistischer, was die Geschäfte in den nächsten Monaten anbelangt: Die Geschäftserwartungen fielen im September auf minus 23,1 Punkte, nach minus 14,8 Punkten im August.

Die Exporterwartungen in der Autoindustrie stiegen immerhin auf 16,7 Punkte, den höchsten Wert seit April 2023. „Der Rückgang im Geschäftsklimaindex im September lässt sich also nicht auf die unsichere Situation im Außenhandel zurückführen, sondern spiegelt vielmehr die anhaltende gesamtwirtschaftliche Schwäche in Deutschland wider“, so die Einordnung des ifo-Instituts.

Grafik zeigt ifo-Daten zur Stimmung in der deutschen Autoindustrie



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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3 Kommentare

  1. Wie agil Elon Musk ist, sieht man am Streichen der ePrämie von 7.500$ in den USA.
    Dann wird einfach über eine vorhandene Roboter-Montagelinie in Gigafactories weltweit ein Modell geschickt, welches abgespreckt diese Prämie mehr als wettmacht. Dann wird zwar am Einstiegsmodell recht wenig verdient – aber immer noch – und die höherwertigen Produkte genießen die pro Stück gefallenen Kosten.
    Deutsche Autohersteller reagieren da mit Projektgruppen und Designstudien zu neuen Modellen, die dann in 3 Jahren auf den Markt kommen.
    Die „Experten“ bezweifeln den Erfolg von Tesla mit dem Modell, aber wie oft liegen diese Experten gerade in D falsch. Ich persönlich halte Elon für ein Universalgenie, der unglaublich schnell reagiert und Dinge voraussieht, die andere eventuell auch sehen, aber nicht umsetzen. D hat auch in China seit 5 Jahren alles gesehen.

  2. Bundeskanzler Friedrich Merz versucht erneut, die Öffentlichkeit hinter die Fichte zu führen. Im Rahmen einer Pressekonferenz zum Koalitionsausschuss der Bundeskanzler Friedrich Merz-Bundesregierung/Koalition versuchte er die Unstimmigkeiten innerhalb der Koalition in Sachen Antriebstechnologie der Automobilindustrie dahingehend als Erfolg zu verkaufen, daß die Antriebstechnologie beim aktuellen Automobilgipfel vereinbart werden soll.

  3. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Und trotzdem steht der DAX Performance Index auf All Time High…fast 25 000 Punkte…mehr als das Dreifache der Jahrtausendwende…!

    Damals… unter Schröder… verdienten die Konzerne noch prächtig und heute…?

    Finde den Fehler…!

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