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Autoindustrie in Deutschland: So katastrophal ist die Lage

Claudio Kummerfeld

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am

Deutsche Autoindustrie in einer katastrophalen Situation

Die Lage für die deutsche Autoindustrie ist viel katastrophaler, als man denken würde. Denn man hört ja aktuell schon wieder vom Produktionsstart in einigen Standorten der deutschen Hersteller. China fährt wieder hoch, und auch andere Ländern lockern ihre Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Also, kann die Autoindustrie nun wieder schrittweise die Produktion hochfahren, und die Nachfrage der Konsumenten steigt parallel dazu wieder an? Schon der gesunde Menschenverstand sagt: Dieser Corona-Schock sitzt so tief, dass viele Verbraucher lieber erstmal Geld auf die hohe Kante packen, also sich einfach so gleich wieder ein neues Auto zu kaufen. Da müssen die Hersteller und Händler schon extrem hohe Rabatte anbieten, um die Halde und die ganz frisch produzierten Autos loszuwerden? (Thema Deflation statt Inflation).

Umfragedaten zur Autoindustrie in Deutschland

Aber zur Aktualität. Das ifo-Institut zeigt anhand heute früh veröffentlichter Umfragedaten auf, wie katastrophal die Lage in der deutschen Autoindustrie tatsächlich ist. Die Geschäftslage der deutschen Autoindustrie habe sich dramatisch verschlechtert. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage hervor. Demnach stürzte der Index zum aktuellen Geschäft im April auf minus 85,4 Punkte, von minus 13,2 Punkten im März. Das war der größte Absturz und der tiefste Wert, seitdem diese Zahlen für das wiedervereinigte Deutschland erhoben werden. In der Finanzkrise war dieser Index im April 2009 auf minus 82,9 Punkte gefallen, so ifo. Hier weitere Aussagen im Wortlaut:

„Wir haben noch nie so schlechte Zahlen für diese Schlüsselbranche ermittelt“, sagt der Leiter der ifo Befragungen, Klaus Wohlrabe. Der Auftragsbestand verschlechterte sich weiter. Der Index fiel im April auf minus 76,7 Punkte, nach minus 10,1 im März. Parallel füllten sich die Lagebestände deutlich. Der entsprechende Index stieg auf plus 40,5 Punkte, nach plus 14,6 im März. Die Kapazitätsauslastung stürzte ab auf 45 Prozent. Das ist ebenfalls der tiefste Stand seit der Wiedervereinigung.

Der Index der Produktionserwartungen fiel auf minus 44,2 Punkte, von minus 36,2 im März. Die Exporterwartungen fielen im April auf minus 64,9 Punkte, nach minus 43,9 im März. Die Geschäftserwartungen für die nächsten Monate wurden noch düsterer. Der Erwartungsindex fiel auf minus 45,7 Punkte im April, nach minus 34,6 im März.

18 Kommentare

18 Comments

  1. Avatar

    asisi1

    4. Mai 2020 13:13 at 13:13

    Was will man denn erwarten?
    Ein Volk das sich freiwillig die Grünen und die SED wählt, muss dann eben wieder zu Fuss gehen!

  2. Avatar

    Scheer

    4. Mai 2020 13:50 at 13:50

    Halte dagegen.
    Derzeit sind nicht die Grünen und die SED die führenden Faktoren in der Regierung.
    Vielleicht sind Sie Ihrer Zeit vorraus, aber zur Zeit sind es die CDU und die SPD.

    • Avatar

      Jürgen Kohl

      4. Mai 2020 15:55 at 15:55

      Zumindest die Kanzlerin ist die SED

    • Avatar

      Roy harmuth

      5. Mai 2020 13:42 at 13:42

      Was erwartet denn die Auto Industrie von einem, das mann sich gleich ein neues Auto kauft, um Gottes Willen, sie bauen nur scheiße ein in den Autos, ich sage nur Mercedes Benz (cls 350) Bj 2005 steuerkette , Mercedes baut dort scheiße ein und kommt nicht mal für auf nicht mal auf Kulanz, Frechheit absolut. Ich habe sonst auf Mercedes geschwört aber nach der Sache nicht mehr. Aber egal welches Auto mann kauft, der Kunde bleibt der tester, und wenn etwas kaputt geht ist der Kunde schuld und muss dafür bluten.

      • Avatar

        sabine

        5. Mai 2020 16:49 at 16:49

        Das Problem ist, daß die Gewinnmargen immer kleiner werden. Z.B. die 500 US-Milliardäre haben ja irgendwoher ihr Geld, aber sicher nicht aus Produktionen, sondern aus Finanzspielereien. Und dieses Abschöpfen von Geld muß die arbeitende Masse irgendwo kompensieren, herausholen aus dem Markt / vom Verbraucher.
        – Indem man in Billiglohnländern produziert
        – Billigarbeiter einstellt (Bei einem mir bekannten Autozulieferer war ein deutscher Name am Band, von 70)
        – Billigzusatzteile kauft, an der Entwicklung jeden Cent spart.
        Und dann kommt halt schlechte Ware dabei raus. Noch hält der Name etwas, aber das Desaster mit dem Billigstahl und Wasser(öko)lack bei Mercedes war doch schon früher 1990-200x
        https://www.c-klasse-forum.de/forum/index.php?thread/55542-mercedes-lernt-es-nicht-rost-am-204/&pageNo=9
        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Anzahl_an_Milliard%C3%A4ren

        Es ist wie mit den Billionen Schulden. Wir leben von der Zukunft, so auch bei der Herstellung von Waren, billig produzieren und den guten Namen und das Vertrauen zerstören. Brauch dann wieder, bis der gute Name wieder da ist.

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        Petkov

        5. Mai 2020 20:03 at 20:03

        Eigentlich war es weniger die Steuerkette, sondern die Ausgleichswelle, die von der Steuerkette angetrieben wird. Habe so ein Fahrzeug für einen Verwandten gekauft, von echten Profis reparieren lassen und das Auto fit für das zweite oder dritte Leben gemacht. Da hat das Zahnrad der Welle Karries bekommen. Der Rest war und ist grundsätzlich nicht schlecht.

        Aber man sollte sich die Frage stellen, ob die erwartete Perfektion von solchen hochkomplexen Aggregaten überhaupt eine faire und realistische Erwartungshaltung ist. Sie sind offensichtlich ein gebildeter Mensch und haben sicherlich schon viele Forenbeiträge geschrieben. Trotzdem ist Ihr Posting keineswegs frei von Rechtschreib- oder Punktuationsfehlern. Und Ihre Arbeitsleistung allgemein ist sicherlich ebenfalls nicht stets perfekt. Sollte das der Fall sein, dann hätten sie einen extrem einfachen Job, der sie nie herausfordert. Das gilt für uns alle.

        Die Aussage, dass irgendeine Industrie alle Kunden pauschal verarscht, ist vielleicht nicht vollkommen abwegig, aber eben zu undifferenziert und somit nicht zielführend. Das konstruktive Element, worauf man eine Diskussion aufbauen kann, fehlt gänzlich.

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    Josef Schwarzbauer

    4. Mai 2020 14:10 at 14:10

    In Österreich müssten VW deutlich günstiger verkauft werden. Kein Wunder, dass die Exportschlager aus Übersee immer beliebter werden. So lange wir wissen, dass reichere Länder wesentlich weniger dafür zahlen, umso weniger deutsche Autos werden am Heimkontinet verkauft!!!

  4. Avatar

    Müller

    4. Mai 2020 14:46 at 14:46

    Und plötzlich sind die Verkaufszahlen von Tesla gar nicht mehr so schlecht im Vergleich zu VW und den anderen Hersteller.

  5. Pingback: The situation is so catastrophic | En24 News

  6. Avatar

    Schneider

    4. Mai 2020 18:48 at 18:48

    Tja, die Fachleute hier schon wieder.
    Stand vor der Krise!
    Wie viele Neuwagen, Fastneuwagen standen wie Blei bei den Händlern. Totes Kapital, bei dem ich mich immer gefragt habe, wer zahlt hierfür die Kosten.
    Jetzt, wo in diesem Bereich die Nachfrage gänzlich weg bricht (Firmenkundengeschäft) platzt die Blase. Was in Ansätzen schon vorher zu erkennen war, beschleunigt sich jetzt nur: massenhafte Pleiten von Händlern, und damit allerdings auch ein Problem für die Banken.
    Diese Gesellschaft hat in ihrem „Aufschwung“ vom Prinzip Hoffnung gelebt. Allerdings auf Kosten der so genannten „unqualifizierten“ Arbeitskräfte.
    Jetzt ist es eben vorbei.

  7. Pingback: Aktuelles vom 4. Mai 2020 – Teil 2 | das-bewegt-die-welt.de

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    ubalze

    4. Mai 2020 21:07 at 21:07

    @Schneider: Richtig! Vor Corona war die Lage auch schon sehr angespannt im Autoverkauf. Durch Tageszulassungen und Rabattschlachten hat man sich die Situation schön geredet/gerechnet.
    Wie viele Ex-Leasing Fahrheuge und unverkäufliche Neuwagen standen und stehen denn immer noch auf Halde?
    Die Krise ist das Eine, die Misswirtschaft der großen Konzerne das Andere. Dem Konsumenten wird verkauft, was Geld bringt….ohne Rücksicht auf Anstand (Dieselbetrug) und Respekt dem Kunden gegenüber.
    In meinem konkreten Umfeld haben sich alle, wirklich alle von den deutschen Herstellern nach diversen Katastrophen mit ihren Fahrzeugen und dem Servicegebaren der Händler abgewand. Entweder unsere etablierte Automobilindustrie ändert ihr Verhalten, oder in 3 Jahren fahren hier nur noch Autos aus China. Ich rede übrigens nicht von Rabatten, nur von der gnadenlosen Arroganz unserer Hersteller. Motto“ Der Kunde muss, wenn nötig mit Druck der Politik, unsere Produkte kaufen!“…..nee, muss er nicht!

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    md

    5. Mai 2020 01:38 at 01:38

    ich finde das jedes jahr mal die komplette industrie für 2 monate stehen sollte. hey, ich meine wir haben doch in den letzten jahren gesehen das die nachfrage zurückging. wie firmen anfingen ihre produktverkaufszahlen nicht mehr veröffentlichen zu wollen ( zb apple ) das einfach mittlerweile die nachfrage fehlt und auf halde produziert wurde. also könnte doch eine weltweite jährliche 2 monatiger stillstand der industrie vereinbart werden. oder ist das nicht möglich. und wiederum für die umwelt und das klima auch etwas positives. und jeder wüsste warum alles steht.
    nur mal so meine querdenker überlegung.
    vg md

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    Michel

    5. Mai 2020 09:02 at 09:02

    Kein Wunder bei unserer Regierung und unserer Presse. Merkel als Ökokommunistin weis genau, wie man ein Volk unterdrückt und ausbeutet und es dazu bringt, das auch noch gut zu finden. Mit der Presse zusammen. Die redet uns ein, wir wären reich, es gäbe einen von Menschen gemachten Klimawandel und die Luft in deutschen Städten sei wegen Diesel Pkw schlecht. Lauter Lügen, aber wenn man sie den Menschen jeden Tag aus fast allen Medien aufdrängt, dann glauben es viele. Wir haben so ziemlich die höchsten Abgaben und Steuern weltweit, wo soll da noch Geld Autos herkommen? Und warum sind Deutsche Autos in den USA viel besser ausgestattet und dann auch noch viel billiger?

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    Peer Teer

    5. Mai 2020 09:35 at 09:35

    Die Auto Industrie war schon vor Corona faktisch pleite… Diesel skandal, E-Auto Flopp, völlig überteuerte Modelle ect. ect.. Das umstellen auf diese E-Auto Utopie war wohl der anfängliche Genickbruch und Corona gibt den Gnadenstoss. Aber zurecht. Und nicht nur bei der Auto Industrie. Das System „Alles wird auf Pump künstlich am Leben gehalten“ bricht jetzt zusammen. Und ich gebe meinen Vorrednern recht, wir werden von linken SED Kräften und grünen Aposteln regiert und in den Abgrund geritten. Aber auch gut so, denn der deutsche Michel wird erst wach, wenn er total am Boden liegt…

  12. Avatar

    Der Licher

    5. Mai 2020 10:53 at 10:53

    Der Fahrzeugmarkt steht, die armen Aktionäre sind dem Hungertod nahe und die Regierung soll es richten.
    Ach ja! Die Regierung ist ja am Missmanagement schuld. Aber Hauptsache die Novelle der StVO, die ja eine wahre Führerscheinvernichtungsmaschine sei, kann bejammert werden.

    Die Arroganz einiger Bonzen geht mir gehörig auf den Sack.

    Und nein … Ich bin kein Ökofaschist, der in Birkenstock Sandalen und seinen Namen tanzend zum Einkaufen läuft und auch die Friday For Future Bewegung ist eine Generation zu jung für mich.
    Dennoch kein Grund diese ganze „Misere“ kritisch zu hinterfragen.

  13. Avatar

    PK

    5. Mai 2020 12:54 at 12:54

    Haha

    Thema Angebot und Nachfrage!

    Stehen eigentlich genauso viele Leute ohne Auto doof auf irgendwelchen Plätzen rum wie produzierte aber nicht genutzte Autos.
    Es wird nur weiter produziert damit die Löhne oben bleiben.
    Wären diese an die tatsächlichen Zahlen gekoppelt hätten weniger ne große Fresse.
    Das is Dumping…

  14. Avatar

    R. R

    5. Mai 2020 15:02 at 15:02

    Wenn man Milliarden über Milliarden Strafen zahlen kann und immer noch Milliarden Überschüsse einfährt stimmt was nicht. Die sollen mal überlegen ob ne kleinere Gewinnspanne die Wirtschaft ankurbelt. Mein Auto ist 3 Jahre alt. Die nächsten Jahre ist sicher nix neues geplant.egal welche Rabatte. Nei ü 50% komm ich evtl. Ins Grübeln. Sonst sicher nicht.

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Corona-Hilfen: Ausfallzahlungen im November, und eine ganz wichtige Änderung!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Neue Corona-Hilfen vom Bund

Aufgepasst liebe Selbständige und Unternehmer, es tut sich was bei den Corona-Hilfen des Bundes. Es ist ja inzwischen bekannt, dass die Bundesregierung betroffene Unternehmer mit bis zu 75 Prozent der Umsätze aus November 2019 entschädigen will, wenn sie jetzt im November 2020 durch Betriebsschließungen Umsatzeinbußen erleiden. Dies soll für Betriebe mit weniger als 50 Mitarbeitern gelten. Für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern gibt es gestaffelt Erstattungen von 70 Prozent und weniger. Vor allem die Gastronomie wird wohl profitieren, aber auch Freizeiteinrichtungen, und womöglich deren Zulieferbetriebe. Details werden gerade noch geklärt. Diese Corona-Hilfen sind sehr wichtig. Sonst hätte dieser neue kleine Lockdown, der ab Montag startet, wohl endgültig viele Unternehmen finanziell ruiniert.

Die genauen Details der neuen Hilfen sollen laut Olaf Scholz noch veröffentlicht werden auf https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Noch ist die Seite nicht auf aktuellem Stand, aber aus den ganz frischen Aussagen der beiden Minister hört man, dass die beiden Ministerien genau in diesem Minuten die Details ausarbeiten. Also sollte man morgen oder am Wochenende diese Seite mehrmals besuchen und nach neuesten Infos Ausschau halten. Anträge sollen schnell bearbeitet werden. Wir empfehlen die nächsten Tage auch immer einen Blick zu werfen auf die Webseiten des Bundeswirtschaftsministeriums und des Bundesfinanzministeriums.

Corona-Hilfen mit kleinem, aber sehr wichtigem Detail

Aber ein wichtiges Detail bei den Corona-Hilfen wird für viele Unternehmer eine große Erleichterung darstellen, um jetzt weiter durchhalten zu können. Denn bisher galt die ziemlich unsinnige und unfaire Regelung, dass die KfW-Schnellkredite in der Coronakrise nur für Unternehmen zugänglich waren, die mindestens 10 Mitarbeiter haben. Jetzt liest man im offiziellen Infotext des Bundeswirtschaftsministeriums (siehe hier), dass der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten zugänglich gemacht werden soll. Diese winzige Änderung bei den Corona-Hilfen kann für viele kleine Unternehmer die Rettung bedeuten, zumindest in Sachen Liquiditätshilfe. Hier weitere Details im Wortlaut vom Ministerium:

Es hat sich als unvermeidlich erwiesen, für die Dauer der nächsten vier Wochen auch viele Unternehmen zu schließen, um auf diese Weise Kontakte im erforderlichen Umfang zu reduzieren. Das betrifft unter anderem Gastronomiebetriebe, Bars, Clubs und Diskotheken, aber auch Dienstleistungsbetriebe, Messen, Kinos, Freizeitparks oder Fitness-Studios. Viele von ihnen haben Vorbildliches bei der Umsetzung von Hygiene- und Abstandskonzepten geleistet und seit Ausbruch der Pandemie schwere Umsatzrückgänge hinnehmen müssen.

Die Bundesregierung wird diese Betriebe umfassend unterstützen, um ihnen den Fortbestand in dieser schweren Zeit zu erleichtern:

Wir gewähren den von temporären Schließungen erfassten Unternehmen eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, die bis zu 75 Prozent des Umsatzes des Vorjahresmonats erfasst;

Wir werden die Leistungen der Überbrückungshilfe verlängern und für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche wesentlich verbessern;

Wir öffnen den KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten;

Die Regelungen gelten unter anderem für Unternehmen, Selbständige und Soloselbständige. Insbesondere auch in der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft.

Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, dass wir unsere Unternehmen nicht allein lassen, sondern zielgerichtet unterstützen. Hierzu stellen wir Mittel bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro bereit.

Hier weitere aktuelle Aussagen aus der vorhin gelaufenen PK von Olaf Scholz und Peter Altmaier, in Kurzform zusammengefasst:

Der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft will man auch über den November hinaus eine Perspektive aufzeigen. Und auch der Gastronomie will man helfen die anstehende harte Zeit zu überstehen. An Einzelheiten arbeite man jedoch noch. Auch will man eine Verlängerung der „Überbrückungshilfe III“ bis ins nächste Jahr hinein erreichen. Und bis zu 300.000 Euro sollen auch über Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereitgestellt werden können.

Hier die PK im Video:

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Christine Lagarde: Headlines zur EZB-Pressekonferenz – sehr dovish!

Markus Fugmann

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am

Die wichtigsten Aussagen der EZB-Chefin Christine Lagarde auf der EZB-Pressekonferenz – wie wird sie sich zu den ökonomischen Perspektiven durch die neuen Lockdowns äussern?

– Lagarde und Vize de Guindos betreten den Saal – beide mit Mundschutz..

– Neue Corona-Welle: Wirtschaft verliert an Fahrt, klare Verschlechterung des Ausblicks, vor allem im Dienstleistungsbereich

– Konsumenten halten sich zurück

– Inflation geringer aufgrundd fehlender Nachfrage

– FMW: jetzt das Übliche Loblied auf die EZB-Maßnahmen (gähn..)

– Risiken klar abwärtsgerichtet

– EZB wird im Dezember auf die neue Entwicklung reagieren und dabei auch Wechselkurs berücksichtigen

– Corona-Maßnahmen bringt „headwinds“ für wirtschaftlichen Ausblick (FMW: wo ist bloß die viel besungene „V-Erholung“?)

– Inflation dürfte negativ bleiben wegen deutscher Mehrwertsteuersenkung und niedrigem Ölpreis (FMW: Brent Öl fällt gerade erstmals seit Mai unter die Marke von 37 Dollar)

– Banken zeigen bei Kreditvergabe strengere Kriterien aufgrund steigender Risiken

– jetzt kommt der schon rituelle Aufruf Lagardes zu fiskalischen Maßnahmen, diese sollten zielgerichtet sein

– Lagarde jetzt über „Next Generation EU“ – wie Daniel Stelter sagen würde die „Klimaplanwirtschaft“

– Lagarde „hat“ fertig, jetzt kommen Fragen, natürlich alle virtuell..

—-

– Lagarde: für nächste EZB-Sitzung im Dezember werden alle Instrumente untersucht – das wird bereits vorbereitet, damit die EZB bei der Erholung (der Vermögenspreise…?) helfen kann

– FMW: Lagarde bisher sehr dovish, das bringt auch den Ölpreis so unter Druck, der Euro jetzt unter 1,17

– Lagarde: morgen kommen BIP-Zahlen, diese „könnten positiv überraschen“ (Prognose ist +15%), aber für das 4.Quartal sieht es nicht gut aus

– Lagarde zu Inflation: wir die derzeit negative Inflation nicht Deflation, weil es ein Sondereffekt der Pandemie ist

– Lagarde: Dass die Staaten der Eurozone Anleihen mit Gemeinschaftshaftung ausgeben, hat die Wahrnehmung der Eurozone verändert

– Lagarde: haben auf dieser Sitzung nicht über Veränderung der Geldpolitik diskutiert

Hier der Live-Feed zur EZB-PK:

Chrstine Lagarde - die Aussagen auf der EZB-Pressekonferenz

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Hans-Werner Sinn: Warum die Inflation ausbleibt, und wann sie kommt

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Der ehemalige Chef des ifo-Instituts, hoch angesehene und bekannteste Ökonom Deutschlands Hans-Werner Sinn (hier jüngst im Gespräch mit Marc Friedrich) hat aktuell der Mission Money ein ausführliches Interview gegeben. Ein echter zweiter Lockdown müsse in Deutschland vermieden werden, so der Appell von ihm.

Die deutsche Wirtschaft wird laut Hans-Werner Sinn die zweite Corona-Welle überleben. Aber es werde eine große Pleitewelle geben. In einem ersten Schritt würden zahlreiche Unternehmen in die Insolvenz gehen, die bis jetzt dank ausgesetzter Insolvenzpflichten viel neue Schulden angehäuft hätten. Und erst in einem zweiten Schritt würde es dann die Banken hart treffen, weil die ja in Folge der Insolvenzen die Kreditausfälle zu verkraften hätten.

Hans-Werner Sinn mit Schwerpunktthema Inflation

Ein zentral wichtiges Thema im folgenden ausführlichen Interview ist die möglicherweise anstehende Inflation in Europa und Deutschland. Hans-Werner Sinn äußert sich hierzu ausführlich. Vor Corona habe die Geldmenge der EZB 3,2 Billionen Euro betragen, seitdem sei bis heute 1 Billion Euro dazugekommen. Bis Sommer 2021 werde die Summe auf 5,4 Billionen Euro anwachsen. Es entstehe ein gigantischer Geldüberhang.

Hans-Werner Sinn erklärt ausführlich seine große Sorge vor der anstehenden Inflation. Zunächst erklärt er ausführlich, warum es bislang trotz Geldschwemme keine Inflation in Form von Preisexplosionen gebe (ab Minute 23 im Video). Seine Ausführungen dazu sind hochinteressant. Das zusätzlich geschaffene oder besser gesagt in den letzten Monaten nicht ausgegebene Geld sei nicht aktiv, weil es herumliege. Bei den Bürgern auf den Sparkonten oder im Tresor. Bei den Banken liege es laut Hans-Werner Sinn herum zum Beispiel auf deren Zentralbankkonten. Es werde nicht vollständig als Kredit an Wirtschaft oder Verbraucher herausgereicht. Daher wirke die gestiegene Geldmenge nicht inflationär. Denn in Krisenzeiten würden sich die Menschen nicht trauen Geld auszugeben.

Aber nach der Krise, wenn es zum Beispiel einen Impfstoff gegen Corona gebe und die Wirtschaft wieder boomt, dann steige auch wieder der Optimismus bei den Menschen. Gewerkschaften würden höhere Löhne verlangen, die Unternehmen würden die Preise anheben usw. Die Inflation könne dann sehr leicht über das 2 Prozent-Ziel der EZB ansteigen. Dann müsse die EZB die Zügel anziehen. Aber dann stehe man vor einem gewaltigen Problem. Hierzu wollen wir die wirklich sehr interessanten und aufschlussreichen Ausführungen von Hans-Werner Sinn nicht vorwegnehmen. Schauen Sie bitte das Video! Nur so viel. Er erläutert auch dann möglicherweise anstehende Folgeeffekte wie dann platzende Luftbuchungen und ein Bankensterben.

Hans-Werner Sinn
Hans-Werner Sinn. Foto: https://www.hanswernersinn.de/de/Bildarchiv

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