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Autoindustrie leidet unter Lieferengpässen – Zulieferer mit glasklaren Aussagen

Produktion in der Autoindustrie

Dass die gesamte Industrie und speziell die Autoindustrie unter dem weltweiten Chipmangel leidet, und dass auch viele andere Komponenten schwer lieferbar und zumal noch im Preis deutlich gestiegen sind, ist kein Geheimnis mehr. Heute hat der Autozulieferer Hella im Rahmen seiner Absenkung von Umsatz- und Gewinnprognose auch glasklare Aussagen zu den Lieferproblemen getroffen.

Der Unternehmensausblick für das laufende Geschäftsjahr 2021/2022 wird aufgrund deutlich reduzierter Markterwartungen infolge sich weiter verschärfender Versorgungsengpässe insbesondere bei Elektronikkomponenten gesenkt. Auch wenn man sich in den ersten drei Monaten seines Geschäftsjahres (1. Juni bis 31. August 2021) erneut besser entwickelt habe als der Markt, so sei der Start ins neue Geschäftsjahr sehr herausfordernd gewesen.

Trotz voller Auftragsbücher bekomme man die Engpässe in den globalen Liefer- und Logistikketten insbesondere mit Blick auf bestimmte Elektronikkomponenten immer mehr zu spüren. Durch pandemiebedingte Produktionsstillstände bei einigen Chiplieferanten in Asien habe sich die Situation in den letzten Wochen weiter verschärft. Infolgedessen sei nach jüngsten Prognosen mit einem deutlichen Rückgang der weltweiten Fahrzeugproduktion zu rechnen. Darüber hinaus würden auch die Belastungen auf der Kostenseite steigen, unter anderem durch weiter anziehende Material- und Rohstoffpreise.

Neueste Marktprognosen renommierter Branchendienstleister und Marktanalysten gehen laut Hella-Aussage inzwischen davon aus, dass die weltweite Fahrzeugproduktion im laufenden Geschäftsjahr 2021/2022 (1. Juni 2021 bis 31. Mai 2022) um mehr als acht Prozent zurückgehen wird. Im Juli 2021 sei noch ein Wachstum von fast vier Prozent erwartet worden. Angesichts dieser deutlichen Korrektur nach unten hat man nun auch bei Hella die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/2022 gesenkt. Das Unternehmen erwartetet für diesen Zeitraum nunmehr einen Umsatz von rund 6,0 bis 6,5 Milliarden Euro (bisher erwartet rund 6,6 bis 6,9 Milliarden Euro) sowie eine bereinigte EBIT-Marge von in etwa 5,0 bis 7,0 Prozent (bisher erwartet in etwa 8 Prozent).



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