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Autokrise schon voll in Börsenkursen eingepreist? Blick auf eine Zuliefer-Aktie

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Beispielbild Neuwagen vor Weitertransport - Autokrise in Kursen eingepreist?

Heute früh hatten wir das Thema bereits besprochen. Es gibt womöglich erste Anzeichen einer Stabilisierung in der deutschen Konjunktur. Aber kommt die kräftige Rezession doch noch? Das weiß man natürlich erst, wenn es soweit ist. Die Autokrise, die ist jedenfalls derzeit Realität. Vor allem Zulieferer mussten zuletzt und müssen derzeit Stellen streichen und vor allem massiv (siehe hier) auf das Instrument der Kurzarbeit zurückgreifen, wenn man gut ausgebildete Stammbelegschaft im Betrieb halten möchte, für die Zeit nach der Autokrise. Aber abgesehen davon, ob die Krise derzeit auf dem Höhepunkt ist oder nicht.

Der Börsianer stellt sich dazu noch ganz andere Fragen. Die wichtigste Frage des einzelnen Börsianers (egal ob Institutioneller oder kleiner Privatanleger) lautet: Ist so eine Autokrise bereits voll und ganz in den Kursen der Autoaktien berücksichtigt? Sind das Kaufkurse? Denn die Börse kauft ja immer die Zukunft. Ist die Krise in den Kursen schon voll drin, könnte man jetzt kaufen, weil man davon ausgeht, dass die Absatzzahlen der Hersteller in sechs oder zwölf Monaten wieder ansteigen. Gefühlsmäßig könnte man (wenn man denn will) heute sagen: Die Aktie des Autozulieferers Schaeffler bietet heute ein Zeichen, dass alles Negative der Autokrise schon im Kurs enthalten war.

Schaeffler gibt Hoffnung mitten in der Autokrise

Denn Schaeffler hat heute Quartalszahlen geliefert, die nicht gut waren. Dennoch stieg die Aktie heute um satte 11,6%. Die Börsianer kauften die Aktie heute nach dem Motto „Die Zahlen waren schlecht, aber halt nicht so schlecht wie erwartet“. In den ersten neun Monaten lieferte Schaeffler 10,84 Milliarden Euro Umsatz nach 10,71 Milliarden Euro vor einem Jahr. Währungsbereinigt ging der Umsatz in diesem Zeitraum leicht um 0,1 Prozent zurück. Eine durchaus respektable Zahl, wenn man bedenkt, dass auch Schaeffler von der Autokrise gut getroffen wurde. Beim Gewinn (EBIT) liefert Schaeffler heute für die ersten neun Monate 795 Millionen Euro nach 1,15 Milliarden Euro vor einem Jahr.

Zwar weniger Gewinn (und stagnierender Umsatz), aber immer noch verdammt gut in der Gewinnzone, möchte man sagen! Das freut die Börsianer heute! Morgen früh meldet BMW seine Quartalszahlen. Gibt es dann die nächste hoffnungsfrohe Nachricht für die Autohersteller, und die ganze Branche bekommt einen weiteren Push für ihre Kurse? By the way… hier noch der Hinweis. Erst Ende Juli hatte Schaeffler eine deftige Warnung herausgegeben. Danach war die Stimmung natürlich im Keller. Jetzt mit halbwegs guten Daten bekommt man die Stimmung natürlich von der Erwartungshaltung aus wieder gut nach oben!

Hier weitere aktuelle Aussagen von Schaeffler im Wortlaut zu den Zahlen und zum Ausblick:

„Auch im letzten Quartal wird unser Fokus konsequent auf eine starke Kosten- und Kapitaldisziplin gerichtet sein. Wir werden die Capex-Quote im Vergleich zum dritten Quartal weiter zurückführen und uns auf die Generierung von Cash Flow konzentrieren“, sagte Dietmar Heinrich, Finanzvorstand der Schaeffler AG.

Die Netto-Finanzschulden reduzierten sich zum 30. September 2019 auf 2.842 Millionen Euro, wodurch das Gearing-Ratio, also das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zu Eigenkapital, auf rund 103,1 Prozent (31. Dezember 2018: rund 83 Prozent) zurückging. Die Bilanzsumme belief sich zum 30. September 2019 auf 13.127 Millionen Euro (31. Dezember 2018: 12.362 Millionen Euro). Der Konzern beschäftigte zum selben Stichtag 89.036 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31. Dezember: 92.478), was einem Rückgang um 3,7 Prozent entspricht.

Die Schaeffler Gruppe rechnet für das Jahr 2019 auf Basis der angepassten Prognose vom 29. Juli 2019 mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum um minus 1 bis 1 Prozent, mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 7 bis 8 Prozent und mit einem Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten von 350 bis 400 Millionen Euro.

„In einem anhaltend schwierigen Marktumfeld haben wir im dritten Quartal gut abgeschnitten. Unsere Maßnahmen zur Flexibilisierung greifen, die Transformation gewinnt an Fahrt und die Effizienzprogramme in unseren drei Sparten werden konsequent umgesetzt. Wir sind als Vorstand zuversichtlich, dass wir unsere Prognose für das Jahr 2019 erreichen werden“, sagte Klaus Rosenfeld, Vorsitzender des Vorstands der Schaeffler AG.

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