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Europa auf der Kippe aufgrund steigender Kosten für alles - von Energie bis zu Krediten Automarkt: BMW und Stellantis warnen vor Folgen der Inflation

Automarkt BMW Stellantis Inflation

Die Inflation zwingt die Notenbanken mit Zinsanhebungen gegenzusteuern – das schwächt die Konkunktur und wirkt sich dann auch deutlich auf den Automarkt aus, wie aktuell aus Zahlen und Aussagen sowohl von BMW als auch von Stellantis hervorgeht.

Gestern hatte die Fed erneut die Zinsen um 0.75% angehoben und mit Aussagen von Fed-Chef Powell auf der Pressekonferenz Hoffnungen auf ein absehbares Ende der Zinsanhebungen zunichte gemacht. Mit den Zinsanhebungen aber steigen die Belastungen für die Konsumenten – sowohl Fed-Chef Powell als auch EZB-Präsidentin haben klar kommuniziert, dass eine Rezession die Folge sein könnte.

Für Konsumenten heißt das: sie verlieren Kaufkraft durch die Inflation, gleichzeitig engen die Zinsanstiege ihre finanzielle Spielräume ein. Und das wird sich auch auf den Automarkt auswirken, wie nun BMW und Stellantis klar gemacht haben.

Die Inflation in Europa beginnt, die Autohersteller einzuholen, so berichtet nun Bloomberg.

BMW und Stellantis warnen vor Folgen der Inflation

Stellantis NV sagte am Donnerstag, dass die Verbraucher in Europa ihre Autokäufe leicht zurückfahren, und schloss sich damit der Warnung der deutschen BMW AG an, dass die Region aufgrund steigender Kosten für alles, von Energie bis hin zu Krediten, auf der Kippe steht.

Stellantis und BMW meldeten am Donnerstag steigende Umsätze und Gewinne, und die Mercedes-Benz AG hob im vergangenen Monat zum zweiten Mal in Folge ihren Ausblick für das laufende Quartal an. Dennoch nimmt der wirtschaftliche Gegenwind durch INflation und steigende Zinsen für den Automarkt zu. Die Volkswagen AG senkte letzte Woche ihre Absatzprognose für das Jahr und verwies auf die knappe Verfügbarkeit von Halbleitern und anhaltende logistische Probleme.

Die Nachfrage in Europa wird sich „leicht abflachen“, da einige Märkte eine zweistellige Inflation verzeichnen, sagte BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter in einem Telefonat mit Reportern. Der Trend ist in den nordeuropäischen Ländern ausgeprägter als in den südlichen Ländern, einschließlich Frankreich und Italien, wo die Kostensteigerungen weniger stark ausgeprägt sind.

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BMW sank in Frankfurt um bis zu 6,5%, der stärkste Rückgang innerhalb eines Tages seit August, und lag um 12:17 Uhr um 4,8% niedriger. Stellantis fiel in Paris um bis zu 3,2%.

Automarkt: Logistik-Probleme

Bislang wurde die Automobilindustrie durch die aufgestaute Nachfrage vom Abschwung abgeschirmt, da Teileengpässe und Logistikprobleme die Produktion weiterhin belasten.

Der Fahrzeugbestand von Stellantis hat sich seit Jahresbeginn um 54 % auf 275.000 Einheiten erhöht – Aufträge, die den Hersteller von Ram-Pickups und Fiat-Autos in nächster Zeit stzen sollten, so Finanzvorstand Richard Palmer. Dennoch sagte der Geschäftsführer, dass er die Entwicklung der zukünftigen Aufträge „sorgfältig“ beobachten werde.

„Das makroökonomische Umfeld ist eindeutig sehr herausfordernd, insbesondere in Europa“, sagte Palmer in einem Telefonat mit Reportern. „Es würde mich nicht überraschen, wenn die Nachfrage bis Mitte nächsten Jahres etwas nachlassen würde.

BMW meldete im dritten Quartal einen Gewinn, der über den Erwartungen lag, da höhere Preise für die Spitzenmodelle des Autobauers die stagnierenden Auslieferungen ausgleichen konnten. Der Hersteller bestätigte jedoch nur seine Prognose für das Gesamtjahr, was einige Investoren enttäuschen könnte, die eine Erhöhung der Prognose erwartet hatten, so RBC-Analyst Tom Narayan in einer Mitteilung.

BMW rechnet derzeit nicht mit Produktionsunterbrechungen aufgrund von Energieengpässen in diesem Jahr und sieht einen Anstieg der Fahrzeugauslieferungen im laufenden Quartal gegenüber den drei Monaten bis September. Das tirfft am Automarkt auf eine nachlassende Nachfrage.

BMW beendete ein eigentlich positives Quartal für die europäischen Automobilhersteller mit der Warnung, dass die schnell wieder aufflammende Coronavirus-Pandemie die durch die starke Nachfrage in China angetriebene Absatzerholung zunichte machen könnte.

Während sich die Aussichten für den Automarkt verdüstern, stehen die Autohersteller unter Druck, ihre ehrgeizigen Pläne zur Einführung von Elektroautos zu finanzieren. Stellantis strebt bis 2030 mehr als 75 vollelektrische Modelle mit einem jährlichen Absatz von 5 Millionen Fahrzeugen an und will in dieser Zeit zweistellige Renditen erzielen.

BMW geht davon aus, dass der Absatz von Elektrofahrzeugen wie dem Geländewagen iX3 im nächsten Jahr um 70 % steigen wird, nachdem er sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres mehr als verdoppelt hat.

Letzten Monat gab der deutsche Automobilhersteller bekannt, dass er 1,7 Milliarden Dollar in den Ausbau seines US-Werks in South Carolina investiert, um bis zum Ende dieses Jahrzehnts sechs neue EV-Modelle für den lokalen Markt zu bauen.

FMW/Bloomberg



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6 Kommentare

  1. Die letzten Sätze dieses Beitrages sagen zusammenfassen aus, wo es hingeht.

    Ich habe eine Rot/Grüne Regierung schon einmal mitgemacht. Die grünen Pazifisten, die aus der Nato austreten wollten, und die Bundeswehr abschaffen wollten, haben, kurz nachdem sie an der Regierung waren, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien begonnen und Deutschland wurde dann in den nächsten Jahren wirtschaftlich „zum armen Mann Europas“. Dann wurden zur Gegenfinanzierung die Hatz 4 Gesetze in Kraft gesetzt, und Deutschland entwickelte sich zum Billiglohnland. Für die Industrie, natürlich ein Lottogewinn.
    Gottseidank hatte ich Deutschland schon im Jahre 2000 verlassen.
    Nun sehen wir wieder, was Rot/ Grün, mit Anhängsel Gelb, in nicht einmal einem Jahr an der Regierung, in Deutschland angerichtet haben.
    Hervorstechend die grünen Chaoten, die fasst alle in ihrem Leben noch nie irgend etwas gearbeitet haben, und nicht nur in der Reihe dummes Zeug erzählen, sondern die Bürger ganz bewußt und dreist belügen.
    Ideologen versprechen immer den Himmel auf Erden, und liefern die Hölle. Die Zwischenstation bis zur Hölle sind immer, nach den Versprechen, Mangel, Lügen, Schlange stehen, Hunger und Gewalt. Im Moment befinden sich die Ideologen in dem Stadium der Lüge.
    Mal sehen, wo Deutschland im nächsten Jahr um diese Zeit steht. Konzernleitungen, die ihren Aktionären gegenüber verantwortlich sind, haben keine andere Wahl, als die Produktion in ein Land zu verlegen, in dem die Energie billiger ist, und wo sie außerdem noch mit Steuervorteilen angelockt werden. Wer als Mittelständler auch ins Ausland gehen kann wird das auch tun.
    Man, was bin ich froh, dass ich weit weg bin.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

    1. Prost Helmut.
      Gemach, Gemach ich bleib hier.
      Trink hier mein Bier.
      Intressant ist, das die Grünen, Harz IV mitgetragen haben.
      Die Stimmenverluste musste alleine die SPD tragen.
      So tickt das Wahlvolk.
      Das Grüne Wahlvolk befindet sich Hauptsächlich im Angenehmen, Reicheren, Akademischen Kastenbereich. Inkl. Pfaffen.
      Das Buch der PFAFFENSPIEGEL, ab 1891, vorher Historische Denkmale des christlichen FAN AT ISMUS 1845. von Otto von Corvin.
      Es ist ein gepfefferte polemisches Werk.
      Oberflächlich? Geschichtsklittetung? Von der Deutschen National Sozialistischen VERBRECHERBANDEN REGIERUNG gegen die Kirchen genutzt. Um das gleich Vorweg zu nehmen.
      Die Jugend ist immer der Schlüssel.des Fanatismus, der KIRCHEN, DER POLITIK.
      Bitte jetzt nicht Steinigen.
      Was anderes.
      Viel wichtiger find ich die Inflation der Paprikachips von Funny Frisch.
      Von 175g runter auf 150g.

      Die ALLGEMEINE VERPACKUNGSINHALTSINFLATION, gell, das ist ein langes Wort. Das können wir.
      UPS das Wort RINDFLEISCHETIKETIERUNGSÜBERWACHUNGSGESETZ wurde leider abgeschafft.

      1. Hallo Alibi,
        das ist ja der Witz, Sekten werden immer von ihren Mitgliedern gewählt und unterstützt.
        Sollte es passieren, dass mit Hilfe der Grünen in Deutschland komplett alles in den Teich gesetzt wird, dann haben sie aber immer noch die selbe Anzahl von Mitgliedern, wenn nicht sogar noch mehr. So nach dem Motto: Es ist zwar alles schiegegangen, aber jetzt wissen wir wie es geht. Und die Gläubigen halten zu ihrer Sekte.

        Viele Grüße aus Andalusien Helmut

      2. Jetzt kommt ein Durcheinander.
        VERPACKUNGSINHALTSDEFLATION ?
        Oder VERPACKUNSINHALTSTÄUSCHUNG ?
        Eines kann nur gut sein.
        Weniger Naschwaren Essen ist, weil es um ZUSÄTZLICHE, ÜBERFLÜSSIGE NAHRUNSAUFNAHME geht, nicht schlecht.
        Aber es schmeckt uns, und es macht süchtig, süchtig, süchtig……..
        Ich würde auch mehr Naschen aber…DISZIPLIN, DISZIPLIN, DISZIPLIN………

    2. Wenn Helmut und ALBI zu philosophieren beginnen, wird es echt skurril.
      Hier prallt ein Schwarzes Loch auf einen riesigen Neutronenstern. Ein Quasar auf einen Pulsar.
      Hier gelten die Gesetze der Physik nichts mehr, hinter diesem Ereignishorizont vermischen sich Paprikachips von Funny Frisch auf subatomarer Ebene mit rot-grüner „Hatz 4“.
      Das Ergebnis sind neue Schwermetalle in GROSSBUCHSTABEN, die ihre überflüssigen Neutronen in Teichen der Lüge absorbieren.
      Sensationell, unvorstellbar und dennoch real!

    3. Genau so war es und ist es jetzt auch.
      Alles Gute für Stellantis
      Peugeot Citroën. DS

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