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Aktien

Automarkt: Trump bald mit Zöllen, Japan überholt Deutschland, Tesla mit brutalem Absturz

Redaktion

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Das schlägt gerade ein wie eine kleine Bombe. Wie die WiWo aktuell meldet, könnte US-Präsident Donald Trump möglicherweise schon kommende Woche Zölle auf importierte Autos verhängen. Der Untersuchungsbericht des Handelsministeriums liege auf dem Tisch des Präsidenten, so verlautbart die Meldung unter Berufung auf EU-Kreise. Trump werde die Zölle womöglich schon kommende Woche nach dem G20-Treffen in Buenos Aires beschließen. Diese Info hat die Aktienindizes vorhin leicht einsacken lassen (Dax -45 Punkte), und den Euro um 30 Pips gegen den US-Dollar. Momentan entspannt sich die Lage minimal, aber nächste Woche könnte es in dieser Angelegenheit hoch her gehen!

Japaner überholen Deutschland

Laut der Unternehmensberatung „EY“ haben japanische Autobauer die Deutschen im letzten Quartal überholt und nehmen den Spitzenplatz ein bei Autoabsatz, Umsatz und Gewinn. Toyota zum Beispiel ist die Nummer 1 mit 2,68 Millionen verkauften Autos vor VW mit 2,4 Millionen und GM mit 1,98 Millionen. Vor allem profitieren die Japaner von ihrer schwachen Währung, welche die Autos im Ausland billiger macht.

Die Japaner legen bei der Profitabilität zu, während die 16 führenden Autobauer weltweit insgesamt weniger Gewinn machen (-3,3%). BMW war bisher der profitabelste Hersteller, gibt diesen Platz aber ab an Suzuki und Toyota. Sie erwirtschafteten 8,7% und 7,9% Marge vor BMW mit 7,1%. Von den US-Herstellern brauchen wir gar nicht erst zu sprechen. GM hatte erst gestern angekündigt 7 Werke dichtmachen zu wollen um massiv Kosten zu sparen – und das, obwohl GM sich vor gar nicht mal so langer Zeit durch eine Insolvenz einen tollen gesunden Neustart verpasst hatte.

Tesla

Und Tesla? Eigentlich läuft doch alles super seit den jüngst verkündeten Quartalszahlen, die sensationell gut ausgefallen waren. Aber jetzt kommen massive Sorgen auf die Tagesordnung. Laut chinesischem Automobilverband hat Tesla im Oktober gerade mal 211 Autos in China verkauft, was im Jahresvergleich ein Minus von 70% darstellt. Von Tesla gab es dazu bisher keine Aussage. Das ist mal ein Absturz! Könnten die nächsten Quartalszahlen Anfang 2019 diesmal eine fette negative Überraschung bringen? Die Aktie von Tesla notiert heute „nur“ mit -1,7%.

Toyota - globaler Automarkt
Ein neues Toyota-Modell. Foto: Mirai.PNG: Maskrosen derivative work: Mariordo – This file was derived from: Mirai.PNG: CC BY-SA 4.0

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Jj

    27. November 2018 18:47 at 18:47

    Doch es gibt eine (ganz kurze)Aussage von Tesla:

    UPDATE: Tesla says report of major decline in China Oct sales is ‚wildly inaccurate‘

    Quelle:
    https://www.marketwatch.com/story/teslas-china-sales-fell-70-in-october-as-trade-conflict-weighed-reuters-2018-11-27

  2. Avatar

    Beyer Thorsten

    30. November 2018 09:33 at 09:33

    Was bedeutet denn „Minus 70%“? Doch nur, dass es vorher auch unter 1000 Stk waren. Also bei der Flut der aktuellen Vorbestellungen gar keine Rolle spielt. Der Chinesische Markt ist nicht leicht denke ich, aber Tesla zu einem „Made in China“ Produkt zu machen, ist in diesem Fall die beste Option.
    Wir werden die Aktie bei 410€ sehen zu den nächsten Quartalszahlen. Nicht zuletzt wegen der Solar-Sparte, die mit dem Start über Monate überausgelastet sein wird.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Corona belastet die Aktienmärkte

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Verschärfung der Coronakrise belastet heute die Aktienmärkte.

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Aktien

Volkswagen meldet 10 Milliarden Euro Gewinn – dazu noch ein interessanter Vergleich

Claudio Kummerfeld

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Volkswagen Logo

Volkswagen hat vor wenigen Minuten per Ad Hoc-Meldung vorab Daten für das Gesamtjahr 2020 veröffentlicht. Trotz der beispiellosen andauernden Covid 19-Herausforderungen habe Volkswagen im 2. Halbjahr 2020 seine Robustheit bewiesen. Die Auslieferungen an Kunden des Volkswagen-Konzerns erholten sich im 4. Quartal weiter stark, überstiegen sogar die Auslieferungen des 3. Quartals 2020. Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich. Auch der ausgewiesene Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft entwickelte sich sehr positiv, so das Unternehmen in seiner Mitteilung.

Basierend auf vorläufigen Zahlen erwartet man für das Geschäftsjahr 2020 ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen (Dieselthematik) von rund 10 Milliarden Euro, dazu einen ausgewiesenen Netto-Cash-flow im Automobilgeschäft von rund 6 Milliarden Euro. Die gesamten finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2020 sowie der Ausblick wird Februar veröffentlicht. Die Volkswagen-Aktie reagiert positiv mit einem Kurssprung von 158,60 Euro heute Vormittag auf aktuell 169,28 Euro.

Interessant zum Thema Autohersteller ist folgende Grafik. Sie zeigt den gigantischen Börsenwert von Tesla (links) in Relation zu den anderen großen Autobauern, die natürlich weitaus größere Mengen produzieren. Tesla hat derzeit mehr Börsenwert als die folgenden acht größten Autobauer zusammen. Sind das noch gesunde Dimensionen bei Tesla? Da muss Elon Musk noch ganz schön viele Autos verkaufen, um mit realen Umsätzen zur Börsenbewertung aufzuschließen.

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Aktien

Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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