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Bärbel Bas im Klassenkampf – 15 Wirtschaftsverbände halten dagegen

Bärbel Bas hat den Kampf gegen die Arbeitgeber ausgerufen. Nun halten 15 Wirtschaftsverbände mit einem Offenen Brief dagegen.

Foto: Sven Teschke. CC BY-SA 3.0 de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en
Foto: Sven Teschke. CC BY-SA 3.0 de https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en

Wirtschaftsverbände schreiben einen Brandbrief an Bärbel Bas! Aber spulen wir ein paar Tage zurück: Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat am letzten Wochenende de facto den Klassenkampf gegen die bösen Fabrikanten, die Kapitalisten, die ausbeuterischen Arbeitgeber ausgerufen. Zwar nutzte sie nicht das Wort Klassenkampf, aber sie sprach ganz klar vom Kampf, den sie nun aufnehmen wolle. Und aus ihren Aussagen war unmissverständlich zu verstehen, dass die Arbeitgeber ihre Gegner sind.

Bärbel Bas ausgelacht nach politischem Offenbarungseid

Es dürfte abgesehen von ihrer sozialistischen Grundhaltung nun auch ein beleidigtes, angekratztes Ego dazukommen. Denn letzte Woche war Bärbel Bas zu Gast auf dem Arbeitgebertag. Dort wurde sie während ihrer Rede vom Publikum laut ausgelacht – denn sie hatte gesagt, die Übernahme höherer Kosten für die Rente durch den Steuerhaushalt würde die Renten-Beitragszahler nicht zusätzlich belasten – denn das Geld kommt ja nur vom Staat? So durfte man ihre Aussagen verstehen. Das Gelächter kam, weil den anwesenden Unternehmern natürlich klar war, dass die Renten-Beitragszahler auch Steuern zahlen!

Verbände schreiben Brandbrief

Das konnte Bärbel Bas nicht verknusen. Dann verkündete sie kurz danach – am letzten Wochenende – bei den Jusos den Klassenkampf gegen die Arbeitgeber. Aber volle Pulle, nicht mal eben so in einem Nebensatz. Wir gegen die, Gut gegen Böse. Der Sozialist braucht eben ein klares Feindbild für seinen Klassenkampf. Jetzt haben sich 15 Unternehmensverbände in einem Offenen Brief an Ministerin Bärbel Bas gewandt, über den The Pioneer zuerst berichtet hat. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie den Text.

Dass eine Volkswirtschaft erfolgreicher ist, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer + Regierung am selben Strang ziehen, statt sich als Feinde zu betrachten – das sollte eigentlich einleuchten. Von daher gehen jetzt die Verbände gegen Bärbel Bas auf die Barrikaden. Dazu passend auch der Titel des Offenen Briefs „Respekt gegenüber dem Mittelstand als Fundament unseres Gemeinwesens“.

Mit großer Verwunderung und Sorge haben wir Ihre jüngsten Aussagen beim Bundeskongress der Jusos am vergangenen Wochenende zur Kenntnis genommen, so die Verbände. Sie sprechen im Offenen Brief die Ministerin unter anderem damit an, das sie folgendes sagte:

„Da saßen sie, meistens waren es Männer, in ihren bequemen Sesseln, der ein oder andere im Maßanzug und die Ablehnung war deutlich zu spüren.“… sowie weiter: Ihnen sei klar geworden „gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen“.

Dazu die Verbände in ihrem Brandbrief: Diese Worte treffen nicht lediglich die Personen, die an diesem Tag im Saal saßen. Sie treffen Millionen von Selbständigen, Unternehmerinnen und Unternehmern im Mittelstand, ebenso ihre Beschäftigten, Auszubildenden und Familien. Denn sie alle sind es, die tagtäglich Werte schaffen, Arbeitsplätze sichern, Innovationen hervorbringen und damit die Grundlage all jener sozialen Leistungen legen, die unser Gemeinwesen ausmachen — einschließlich derjenigen Sozialpolitik, die die Bundesregierung aktuell weiter ausbaut.

Weiter schreiben die Verbände (auszugsweise): Wenn eine Bundesministerin öffentlich den Eindruck vermittelt, Unternehmerinnen und Unternehmer seien
Gegner, gegen die „gemeinsam gekämpft“ werden müsse, dann stellt dies einen Bruch mit dem Geist von sozialer Marktwirtschaft, partnerschaftlichem Dialog und gesellschaftlichem Respekt dar. Und es ist ein Affront gegenüber denjenigen, die dieses Land mit ihrer Arbeit, ihren Investitionen und ihrem Risiko
überhaupt am Laufen halten.

Kommentar

Man kann es wirklich nur betonen: So wie Bärbel Bas aufgetreten ist, so wie sie sich geäußert hat, geht es nicht. Es ist nämlich ein klares Bekenntnis zu einem sozialistischen Klassenkampf, zum Kampf von Gut gegen Böse, der am Ende nur noch mehr Unternehmer aus dem Land treibt, noch mehr Innovationen abwürgt, noch mehr unternehmerische Schaffenskraft ablehnt. Die Tendenz der SPD geht nun immer stärker in Richtung noch höherer Steuern, Abgaben, Regularien. Dass die von linker Seite versprochenen Wohltaten für die angeblich unterdrückten Arbeiter auch erstmal erwirtschaftet werden müssen, dass Unternehmer Umsätze und Gewinne machen müssen? Soweit dürfte die sozialistische Gedankenwelt nicht reichen.



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41 Kommentare

  1. „Dort wurde sie während ihrer Rede vom Publikum laut ausgelacht – denn sie hatte gesagt, die Übernahme höherer Kosten für die Rente durch den Steuerhaushalt würde die Renten-Beitragszahler nicht zusätzlich belasten – denn das Geld kommt ja nur vom Staat? So durfte man ihre Aussagen verstehen. Das Gelächter kam, weil den anwesenden Unternehmern natürlich klar war, dass die Renten-Beitragszahler auch Steuern zahlen!“

    Das Gelächter ist ja auch beleidigend. Es unterstellt Fr. Bas, dass sie keine Ahnung hat. Und das kann man aus dem Satz so einfach nicht belegen, noch mal:

    – denn sie hatte gesagt, die Übernahme höherer Kosten für die Rente durch den Steuerhaushalt würde die Renten-Beitragszahler nicht zusätzlich belasten –

    Das stimmt wenn man den Bezug zu den Beitragszahlern herstellt, also außer Acht lässt, dass natürlich auch die Steuer irgendwo herkommen muss.

    Und ich sehe hier keinen Grund etwas anderes anzunehmen als dieser Satz sagen sollte. Die Rente wird nicht durch eine weitere Erhöhung der Rentenbeiträge stabilisiert.

    Ey Leute, jeder weiß, dass es nicht anders geht.

    Und genau aus dem Grund gibt es auch eigentlich keinen Ansatz für die junge Union hier eine Generationenungerechtigkeitsdebatte aufzumachen. Wenn die Rentenbeiträge nicht steigen, gibt es die Ungerechtigkeit nicht. Die Steuerlast tragen alle gemeinsam.

    Das Kriegsbeil haben eindeutig die Arbeitgeber ausgegraben, nicht Fr. Bas.

    Ich rechne RotRotGrün wieder Chancen ein, vielleicht auch mit BSG. Es sei denn die CDU bekennt sich zur Rentengarantie (was Hr. Merz eigentlich schon so ausgesprochen hat, was richtig ist).

    Die Arbeitgeber haben wohl aktuell nur 18 Freunde in der Union + Fr. Reiche, die das moderne Lohnsklaventum wieder aufleben lassen möchte. Sie will die Teilzeit in einer alteren Bevölkerung bekämpfen am besten abschaffen. Dass sie hier vor allem Frauen diskriminiert…
    Und am besten länger arbeiten…

    Also ich empfehle die Theorie an die Realität anzupassen. Machne meinen, es geht auch umgekehrt.

    Wenn die CDU hier falsch agiert, schmeißt sie der Wähler raus. Jede Wette!

    1. „Ey Leute, jeder weiß, dass es nicht anders geht.“

      Theoretisch bleibt zusätzlich nur noch die Erhöhung des Renteneintrittalters. Das geht (1.) nur graduell, (2.) hat das auch beträchtliche Nachteile gegenüber den Jüngeren, denn es werden Arbeitsplätze blockiert. Das Lachen der Arbeitgeber (AG)war wirklich beschämend, wie dumm kann man sein? Zumal die AG nicht betroffen sind, auch der AG-Anteil an der RV ist ein Lohnanteil, der durch die Produktivität der Arbeitnehmers – also indirekt von ihm – bezahlt wird.

      Ich mag weder Frau Bas noch ihre Partei sonderlich, aber in diesem Punkt hat sie Recht. Die Vorstellung das hätte was mit Abgabenlust zu tun, ist schwachsinnig. Die Ansprüche der Boomer sind reell und nachweisbar. Nur hatte man nicht vorgesorgt, also muss man nachsorgen. Das wird ohne Zuschüsse nicht gehen.

      1. Praktisch relevant ist nur die Erhöhung der Produktivität.
        Die hundert Warenkörbe für die hundert Einwohner werden von fünfzig Leuten produziert statt wie bisher vonsechzig.
        Dann sind zehn Rentner mehr kein Problem.

        Geld ist im Prinzip unwichtig.
        Was die Rentner und Nicht-Rentner brauchen, ist beheizbarer Wohnraum mit Strom, Lebensmittel, Kleidung, PKW, öPNV u.s.w.
        Solange eine hochproduktive Volkswirtschaft das produziert, ist das Geld für die Verteilung Nebensache.

        Umgekehrt: Eine Wirtschaft, die nichts mehr produizert, ausser Geld …

        Gegenwärtig legt Deutschland die Axt an die Produktivität seiner Wirtschaft.
        Wenn ich mich nicht irre.

        1. @Di Palma
          „Die hundert Warenkörbe für die hundert Einwohner werden von fünfzig Leuten produziert statt wie bisher vonsechzig.
          Dann sind zehn Rentner mehr kein Problem.“

          Rein rechnerisch und theoretisch vielleicht … denn das würde voraussetzen, dass die Arbeitgeber die Löhne (und damit die Sozialabgaben) dieser 50 AN entsprechend um 20 % erhöhen, und nicht ihre Boni und die Dividenden der Shareholder 😏
          Die Lohnsumme müsste also im Trend um Produktivität + Inflationsziel wachsen.

          Die Vergangenheit hat allerdings mehr als deutlich vor Augen geführt, dass Produktivitätssteigerungen nicht durch Steigerung der Reallöhne und damit der Binnennachfrage ausgeschöpft werden. Ganz im Gegenteil: ‚Moderate Lohnpolitik‘ und Niedriglohnsektor führten zwar zu vergleichsweise geringer deutscher Lohnstückkostenentwicklung, hohen Exportüberschüssen und saftigen Gewinnen – die Reallöhne stagnierten dagegen über Jahrzehnte und das Rentenniveau sank seit den 80er Jahren um 10 %.
          https://www.datawrapper.de/_/XSekv/

          Spinnt man Ihren Gedanken aus Utopia weiter, wird irgendwann die maximale Produktivität erreicht, indem eine KI und ein paar Roboter alle 60 AN ersetzen. Somit wären dann 60 neue Frührentner bzw. 100 Beschäftigungslose kein Problem mehr. Schöne neue Welt!

          Mehr Beitragszahler durch Einbeziehung von Beamten, Politikern und Selbständigen sind eine Scheinlösung, weil sich damit auch die Anzahl der Leistungsempfänger erhöht.
          Mehr Kinder, wie von den Herren Sinn und Krah vorgeschlagen, verschlimmern selbst in deren konservativer Logik erst einmal das Problem, weil die arbeitende Bevölkerung ja nicht nur die Rentner finanziert, sondern auch die Kinder. Solange diese noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind, müssen sie von ihren Eltern und/oder der Allgemeinheit mitgetragen werden. Für die gesamtwirtschaftliche Belastung ist daher nicht das Verhältnis zwischen Jung und Alt entscheidend, sondern das Verhältnis zwischen der erwerbstätigen Bevölkerung und dem Teil, der von ihr abhängig ist. Statt für mehr Kinder müssten Sinn und Krah also eigentlich für mehr Migration werben – zumindest im kurz- bis mittelfristigen Zeitrahmen.

          Welche Optionen stehen also prinzipiell zur Verfügung (ohne eine Wertung vorzunehmen und Gerechtigkeitsdebatten zu entfachen)?

          – Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren, die vor allem gut bezahlten männlichen Industriefachkräften zugutekommt
          – Aufschieben der bzw. Verzicht auf Mütterrente, die reine Wahlkampf- und Klientelpolitik der CSU ist
          – Anpassung des Rentenniveaus an Inflations- statt Lohnentwicklung
          – Anpassung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung (😉 keine Sorge: Dachdecker ist ein typischer Beruf für geringqualifizierte Männer am Einstieg ins Erwerbsleben, der meist schon bis zum Alter von 40 bis 50 Jahren aufgegeben wird)
          – Reduzierte Wochenarbeitszeit ab 50 Jahren bei körperlich belasteten Berufsgruppen, dafür aber eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit – sofern gesundheitlich möglich
          – Förderung von Umschulung und Fortbildung dieser Berufsgruppen in weniger belastende Dienstleistungsberufe
          – Mehr qualifizierte Migration in den Arbeitsmarkt

          1. Eine Menge gutes Diskussionsstoff. Nur einen Einwurf zum ersten Absatz: Es ist richtig, dass in den Jahren von 1971 bis heute, zuletzt mit abnehmender Tendenz, die Gewinne zugunsten des Kapitals und zu Lasten der Arbeit verteilt worden sind. Das lag daran, weil der Faktor Kapital für die Gewinnerzielung wichtiger geworden ist, und Arbeit im Überfluss im Angebot war. Allerdings gibt es eine zweite Verwerfung durch die Abkoppelung des Geldes von Golddeckung: die Finanzwirtschaft profitierte zu Lasten der Realwirtschaft

            Vorausgeschickt also, dass ich Ihre Analyse in keiner Weise bestreite, behaupte ich aber, dass das am Kern Renten – Problems vorbeigeht.

            Denn egal, ob die Kapitalseite oder die Arbeitsseite sich den Gewinn der verbesserten Produktivität einsteckt, beide werden das als das Ergebnis ihrer Arbeitsleistung ansehen und nicht einsehen, dass sie davon überproportional abgeben sollen.
            Das ist die menschliche Grundverfassung, an der der Kommunismus jedes mal zuverlässig scheitert. Lenin hat deswegen ja den Sozialismus als Übergangsform benannt, in dem der darin lebende Mensch sich ändern soll, um fähig zu sein, im Kommunismus zu leben. Hat nicht funktioniert, obwohl man es nun wirklich über Generationen versucht hat.

            Darüber hinaus ist es auch nicht funktional. Wir arbeiten ja nicht im luftleeren Raum. Wenn unser Kapital die Gewinne an sich ziehen kann, dann auch das Kapital der Konkurrenten. Dann benötigt aber unsere Kapitalseite das neu gewonnene Kapital auch, um im Produktivitätswettlauf weiter mithalten zu können.
            Ebenso auf der Seite der Arbeit. Wenn die Arbeiter die Oberhand haben und sich wachsender Löhne erfreuen, dann brauchen sie die wachsenden Löhne auch, um als Standort weiter attraktiv für die Arbeiter zu bleiben.

          2. @Felix
            Ich zitiere:
            „Vorausgeschickt also, dass ich Ihre Analyse in keiner Weise bestreite, behaupte ich aber, dass das am Kern Renten – Problems vorbeigeht.

            Denn egal, ob die Kapitalseite oder die Arbeitsseite sich den Gewinn der verbesserten Produktivität einsteckt, beide werden das als das Ergebnis ihrer Arbeitsleistung ansehen und nicht einsehen, dass sie davon überproportional abgeben sollen.
            Das ist die menschliche Grundverfassung, an der der Kommunismus jedes mal zuverlässig scheitert.“

            Vorausgeschickt, dass ich alles andere als eine Kommunistin bin, habe ich nie behauptet, dass irgendeine Seite überproportional abgeben soll. Die Intention meiner Replik zielt ohne Umschweife auf die fragile und dürftige Argumentation von @Di Palma ab. Daher gleich zu Beginn das Zitat und mein unmissverständliches Intro: „Rein rechnerisch und theoretisch vielleicht … „

            An Ihren Kommentaren fällt mir seit längerem auf, dass Sie stets ‚positiv‘ mit einem zustimmenden Nebensatz beginnen, um dann sofort nach dem Komma ein dickes ABER zu platzieren, dem dann kompletter Widerspruch folgt.
            Dabei schweifen Sie meistens sehr weit ab und öffnen möglichst viele neue Fässer. Besonders wichtig scheinen Ihnen die Abkoppelung des Geldes von Golddeckung vor nun fast 55 Jahren, der unterschwellige Vorwurf kommunistischen Gedankenguts und eine persönliche Agenda ‚Alt basht Jung‘ zu sein.

            Sie wollen also entweder immanente Opposition zelebrieren, dulden als ehemaliger Offizier keinen Widerspruch vom subalternen Gewürm oder sehnen sich nach den legendären nächtelangen Kaminrunden studentischer Debattierclubs aus Ihrer eigenen Jugendzeit. Dafür ist dieses Format allerdings leider denkbar ungeeignet.

          3. @Sandra Scheubeck

            Alle Ihre genannten Optionen machen Sinn und Herr Sinn macht ja durchaus Werbung für qualifizierte Migration in den Arbeitsmarkt.

            Aber ohne kontinuierliche Produktivitätssteigerungen wird es schwierig.

            Bis wir das Schlaraffenland mit seinen selbstreproduzierenden Robotern haben.
            Dann ist alles gut. Zumindest materiell ?

      2. Warum sollte man ständig an Rentenkürzungen rumdiskutieren?
        Nicht anderes ist eine Erhöhung ungeachtet der Tatsache, dass man damit immer mehr Arme S. rauskegelt, die das gar nicht schaffen.

        Mit welchem Recht soll der Beitragszahler von heute, gestern, morgen und denen vor 20 Jahren bis heute und die nächsten vielen Jahre weniger bekommen als die Rentner von heute?

        Es gab bereits 3 Kürzungen und die fiese Riesterkacke. Man hat die Leute einfach der Versichungswirtschaft überlassen und die wurden von denen abgezockt. Das Rentennivau wurde bereits auf 48% gesenkt, das Alter erhöht und Steuer auf Rente eingeführt.

        Das ist ein Skandal und mich würde nicht wundern, wenn die Linken zweistellig werden.

        Ich persönlich habe richtig die Nase voll von dem ständigen rumgesäge an meinem „eingelagerten“ Geld ud dass mir irgendwelche Experten die Welt erklären wollen. Ich verstehe die Sache sehr gut udn zwar genau so wie sie ist: Sie wollen uns um unsere Beiträge berauben, es geht um sehr viel Geld.

        1. @Arbeiter; Die Renten sind schon dreimal gekürzt worden, echt ? Erzählen Sie mal.

          1. @Matthias

            Das habe ich doch schon geschrieben. Bitte nehemen Sie mir es nicht böse wenn ich allgemein bleibe, weil da wurde ja schon viel gemacht:

            https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/12.3_Netto-Rentenniveau_1990-2030.pdf

            1. Das Rentenniveau sank von 55% auf jetzt 48%. Viel gell??

            Das Eintrittsalter in die Rente wurde um 24 Monate (gestaffelt) angehoben:

            https://www.bpb.de/themen/soziale-lage/rentenpolitik/291473/heraufsetzung-der-altersgrenzen/

            2. Eintrittsalter um 2 Jahre höher, auch viel!!!

            Rentenbesteuerung:

            https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/Steuerliche_Themengebiete/Rentenbesteuerung/2025-06-16-Rentenbesteuerung-2025.pdf?__blob=publicationFile&v=2

            Alles in allem 3 Kürzungen (gestaffelt mit zahlreichen Unterkürzungen)

            Auf Erbsenzählen habe ich keine Lust. Dazu rege ich mich zu sehr auf. Ich finde es schlimm genug, dass bestimmte Generationen gekürzt werden und andere mehr haben und ausgerechnet jene, die bisher wenn überhaupt kaum was eingezahlt haben das Wort für sich beanspruchen wollen.

            Das reicht mal und sollte auch wieder zurück gedreht werden, weil das ist nicht generationengerecht.

          2. @Arbeiter
            Ein stark vereinfachtes Rechenexempel mit folgenden Annahmen:
            Arbeitnehmer A und B arbeiten bei Unternehmer Z.
            A verdient 2.000 Euro, B 4.000 Euro. Das zugrundeliegende Durchschnittsentgelt beträgt somit 3.000 Euro.
            Das Rentenniveau liegt bei 50 %.
            Daraus ergibt sich eine Standardrente von 1.500 Euro für Rentner Q.

            Nun kommt ein dritter Arbeitnehmer C hinzu: Die Tochter von A hat ihr Studium abgeschlossen und übernimmt als angestellte (echte) Betriebsleiterin die Verantwortung, weil sich Z vermehrt um seine Immobilien, Jachten und jungen weiblichen Bediensteten in südlichen Ländern kümmern muss.
            C verdient 6.000 Euro (bei fehlendem zweiten X-Chromosom wären es bei gleicher Leistung sogar 8.000 Euro) 🙄

            Damit steigt das Durchschnittsentgelt auf 4.000 Euro.
            Plötzlich und ohne weiteres Zutun würde Rentner Q 2.000 Euro Rente, also 33,33 % mehr erhalten.
            Das Rentenniveau wird daher um 10 % abgesenkt.
            Q erhält trotz der „dramatischen“ Senkung 1.600 Euro, was immer noch einer Steigerung von 6,7 % entspricht.

        2. @ Arbeiter

          An diesem Kommentar von Ihnen erlaube ich mir, es zu verdeutlichen. Der letzte Satz ist falsch.
          Richtig müßte er lauten:

          Sie sind bereits um Ihre Beiträge beraubt worden (sorry, Geld und Zeit sind weg).
          Ihre Lösung dafür soll jetzt sein, ihre Nachfolger ebenfalls zu berauben. Ich glaube nicht, dass Sie das wirklich wollen

          1. @Felix
            Das ist erneut ein maximal unqualifizierter Kommentar von Ihnen. Dessen wilde Behauptungen müssten Sie erst einmal belegen, um ernst genommen werden zu können. Vermutlich liegen Ihre Prioritäten aber ganz woanders?!

          2. @Felix

            Sie meinen, nur weil ich beraubt werde soll ich nicht die anderen berauben wollen?

            Die Frage ist aber moralisch hoch gehängt. Wollen Sie die politisch korrekte Antowort? Nein, die Frage ist falsch gestellt: Will ich beraubt werden? Die Antwort ist Nein!

            Diese Diskussionen sind meiner Meinung nach „gewollt“. Es wird eine Generationengerechtigkeit unterstellt, die auch existiert. Genau das ist das Problem. Die Lösung ist eigentlich trivial:

            Die Rente wird zu einem bestimmten Prozentsatz des Bruttoarbeitslohns fixiert und bleibt da auch und zwar für alle Generationen und auch das Renteneintrittsalter wird eingefroren, es sei denn wir werden mal 150.

            Dann bleibt die Frage der Finanzierung, und hier kann man nur sagen: Die muss gerecht verteilt werden und da ist das Steuersystem nunmal eine gute Grundlage.

            Was da nicht reinpasst, das kann ich jetzt schon sagen, ist die Aktivrente und die Minijobs und die tollen Schlupflöcher für viele Großgeldbesitzer, einschl. Beamten und Pansionen etc..

            Will man es gerecht machen, dann muss das alles in einen Topf. Die Arbeitnehmer sind aktuell die am meisten gebeutelte Gruppe und die hetzt man noch gegeneinander auf, erfolgreich!

          3. @ Arbeiter und Frau Scheubeck

            Dann sind Sie beide sich also einig, dass wir einfach den Jüngeren alle Lasten aufhalsen und vielleicht noch den etwas erfolgreicheren Menschen etwas mehr wegnehmen?

            Das wird nicht funktionieren.

            Da können Sie rumpöbeln wie Sie wollen. Die Menschen gehen bereits. Entweder verlassen sie direkt das Land, oder sie investieren im Ausland, oder sie suchen sich eine Nische und gehen in die Innere.
            Wir sind mit „sozial“ am Anschlag. Noch mehr davon bedeutet im Ergebnis weniger.

            Aber Sie müssen sich nicht aufregen. Sie bekommen beide Ihren Willen, so wie es aussieht. Und werden wir alle sehen, ob das gut wird.

          4. @ Arbeiter

            Und für Sie noch einmal: Sie sind bereits beraubt worden.

            In dem man ihnen ein kaputtes System zwangsweise verordnet hat. Man kann die Renten nicht per Gesetz festlegen, jedenfalls nicht in realer Kaufkraft.

            Für das, was sie wollen braucht es zu jeder Zeit genügend viele und willige Einzahler (in die Rente und Steuerzahler), die ihrerseits gut verdienen.

            Es sind aber zu wenige, dokumentiert ab 1970.
            Unsere Zuwanderung ist im Durchschnitt schlecht qualifizierter, als die „die schon länger hier sind“.
            Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Menschen willig sind für weniger zu arbeiten.
            Sie verdienen schon jetzt nicht gut genug, um Gesellschaft und Wirtschaft am Laufen zu halten. (Aber nicht weil „Reiche“ sich die Kippen voll machen – die deutschen Reichen sind unter den Reichen der Welt auch die Armen.)

            Deutschland lebt von Industrien, die aus dem Kaiserreich stammen und gemeinsam haben, dass sie günstige Energie benötigen. Die brechen durch die Politi der Ampel gerade weg.

        3. @Arbeiter
          Ihre Betrachtungen sind undifferenziert und von Verärgerung motiviert.
          Niemand diskutiert über Rentenkürzungen, sondern nur über das Tempo von Rentenerhöhungen.

          1. Die Absenkung des Rentenniveaus bedeutet keine Kürzung. Die sog. ‚Rentengarantie‘ stellt sicher, dass eine Senkung der Renten sogar bei sinkenden Löhnen per Gesetz ausgeschlossen ist. Selbst wenn das Rentenniveau sinkt, können die Renten steigen, allerdings nicht im gleichen Maße wie die Erwerbseinkünfte.
          Die Renten sind faktisch trotz sinkendem Rentenniveau kontinuierlich gestiegen, nur nicht immer so schnell wie der Durchschnittslohn:

          1975 lag das Rentenniveau bei 55,2 %, das Durchschnittsentgelt bei 817 Euro = 451 Euro Standardrente*
          2025: 48 % | 3.359 Euro = 1.613 Euro Standardrente*

          * Standardrente ist die verfügbare Rente vor Steuern, aber nach Abzug der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.
          Die Standard(real)rente stieg seit 1975 etwa 1,6 mal stärker als die Verbraucherpreise.

          2. Das Renteneintrittsalter wurde moderat erhöht, weil die Lebenserwartung deutlich mehr gestiegen ist.
          Jeder Rentner erhält über die Dauer seines Rentnerdaseins wesentlich länger und daher mehr Leistungen.
          Die Rentenbezugsdauer ist etwa auf das 10-fache der Erhöhung des Eintrittsalters gestiegen.

          3. Die Besteuerung der Rente wurde lediglich nachgelagert.
          Weiterhin existiert ein Rentenfreibetrag, bis zu dem keinerlei Steuern anfallen.
          Bis 2004 wurden in Deutschland Renten nur mit dem sogenannten Ertragsanteil besteuert. Komplett steuerfrei waren sie also nie. Dafür war der Arbeitnehmeranteil während des Berufslebens als Bestandteil des Bruttogehalts der Einkommensteuer unterworfen bzw. durch Sonderausgabenabzug nur in geringem Umfang steuerlich absetzbar.
          Seit 2005 sind die Vorsorgeaufwendungen während des Berufslebens in voller Höhe steuerlich absetzbar. Der höhere verfügbare Betrag kann jahrzehntelang in einer privaten Altersvorsorge angespart bzw. investiert werden.

          1. Zum Undifferenzierten möchte ich ergänzen, dass Sie einfach mal so die Inflation fallen lassen. Wo haben Sie denn den Faktor 1,6 und den 55,2% her?

            https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61842/entwicklung-des-rentenniveaus-grv/

            „Die Durchschnittsrente (bzw. Standardrente für 45 Beitragsjahre) lag 1975 in Westdeutschland bei etwa 950 DM brutto pro Monat. Das entsprach einem Rentenniveau von rund 59 % des durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens – der höchste Wert wurde 1977 mit 59,8 % erreicht.“

            Der Betrag von 451 EUR lassen wir mal so stehen aber es waren 59% Rentenvieau (im Vgl. zum Bruttolohn).

            Ich finde Ihre Argumentationskette komplett überflüssig. 59%-49% macht 10% weniger. Natürlich sind die Renten schon wegen Inflationsausgleich etc. gestiegen…
            Aber zu behaupten, dass die den Faktor 1,6 höher sind als damals, das ist ja voll schräg. Nein Sie sind 10% niedriger im Vergleich zum Arbeitsentgelt (nicht höher).

            Es gibt einen Grund warum man das daran koppelt. Da sind Inflationsgeschichten etc. schon drin.

          2. Vilen Dank für die Fleißarbeit, Frau Scheubeck! Ich hoffe, das hilft allen, die Dinge sachlicher zu sehen.

            Allerdings bei der Inflation muss ich ein Veto einlegen: die offizielle Inflation ist stets niedriger ausgeworfen, als die reale Inflation.
            Natürlich rechnen die Ämter korrekt aber die vorgegebenen Warenkörbe und Berechnungsmodalitäten enstsprechen nicht dem tatsächlichen Bedarfen.

            Das ist politisch gewollt, um mit der Inflation eine Art unsichtbarer Steuer als zusätzliche Staatseinnahme zu haben und überall so. Es schürt aber im Alltag der Menschen das Gefühl, dass es ihnen schlechter geht (was auch stimmt), ohne dass sich das jeder erklären kann.

          3. Und ich möchte noch ergänzen, dass wir für die 48% zwei Jahre länger arbeiten müssen. Jeder der das nicht schafft enthält noch weniger. Sie behaupten aber wir bekommen durch die 2 Jahre mehr?

            ME stehen hier die 48% zur Debatte und das sind weniger als 59%.

          4. @Arbeiter
            In Ihrem eigenen verlinkten BPB-Artikel sehen Sie in der Tabelle „Entwicklung des Rentenniveaus (GRV)“ ganz rechts in der letzten Spalte 55,2 % im Jahr 1975 und 5.417 Euro Jahresrente (=451 Euro p.m.) in der Mitte.

            Die Standardrente ist zwischen 1975 und 2025 von 5.417 auf 19.356 Euro (22.032 brutto) gestiegen = Faktor 3,6.
            Der Verbraucherpreisindex stieg in dem Zeitraum um den Faktor 2,2.
            Somit stieg die Standardrente seit 1975 etwa 1,6 mal stärker als die Verbraucherpreise.
            Real nach Kaufkraft sind die Renten also um diesen Faktor gestiegen.

            https://www.vermoegenszentrum.de/wissen/wie-hoch-ist-die-durchschnittsrente-nach-45-jahren
            https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Preise/Verbraucherpreisindex/Publikationen/Downloads-Verbraucherpreise/verbraucherpreisindex-lange-reihen-pdf-5611103.html
            https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4913/umfrage/verbraucherpreisindex-fuer-deutschland-seit-1948

            Das prozentuale Niveau zum Durchschnittsentgelt bedeutet natürlich nicht, dass ein Rentner nun nur noch 48 % seines eigenen, persönlichen Durchschnittslohns erhält, während es 1975 noch 55 % waren. Hier verwechseln Sie vielleicht zwei Größen oder haben diesen Basiswert missverstanden.

            Und natürlich erhält inzwischen jeder Rentner aufgrund der deutlich höheren Lebenserwartung und damit Rentenbezugsdauer in Summe wesentlich mehr Leistungen, als es noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war. Deshalb sind die 2 Jahre an längerer Arbeitszeit ein vergleichsweise geringes ‚Opfer‘.

          5. @Sandra Scheubeck: In den MINT-Fächern nicht so aufgepasst? Es geht nicht um die nominale Rentensteigerung seit 1975. Auch nicht darum mittels zweier Zahlen die Realität abbilden zu wollen (was apriori nicht geht). Es geht darum, dass die Rente nur noch 48% plus Steuern beträgt, was für diejenigen ohne Reserven eine ernste Beeinträchtigung des Lebensstandards bzw. schon eine kritische Grenze darstellt. Und das bei teilweise länger Arbeitszeit von 45 Jahren. Das konnte 1975 in dem heutigen Rentensystem keiner geschafft haben.

          6. @Capablanca
            Nominale Rentensteigerung?
            Was genau ist an dem Satz „Real nach Kaufkraft sind die Renten also um diesen Faktor gestiegen“ so schwer zu verstehen?
            Seit 1975 beträgt die reale Steigerung der Standardrente 60 % (Faktor 1,6).

            Siehe auch hier:
            „Schaut man noch weiter zurück, bis ins Jahr 1957, als die umlagefinanzierte Rentenversicherung eingeführt wurde, hätten sich „die Renten ganz deutlich erhöht. Auch real – also bereinigt um die Preisentwicklung – ist die Standardrente immerhin rund zweieinhalbmal so hoch wie 1957“, sagte ein Sprecher der DRV auf Anfrage von ihre-vorsorge.de.“
            https://www.ihre-vorsorge.de/rente/nachrichten/renten-in-20-jahren-staerker-gestiegen-als-die-inflation

            Und nochmal: Das Absinken des Rentenniveaus bedeutet nicht, dass die Renten sinken.
            Selbst wenn das Rentenniveau sinkt, können die Renten steigen, nur eben nicht im gleichen Maße wie die Erwerbseinkünfte.
            Anders als oft irrtümlich angenommen beschreibt das Rentenniveau nicht, wie hoch die eigene tatsächliche Rente im Verhältnis zum letzten Bruttogehalt ist. Das Rentenniveau bezieht sich allgemein auf das Verhältnis der durchschnittlichen Rente zum Durchschnittseinkommen der Erwerbstätigen in Deutschland.

            Somit ist das Rentenniveau ein Prozentsatz, der das Verhältnis zwischen Renten und Gehältern beschreibt. Das Rentenniveau gibt keine Auskunft darüber, welche Leistungen jemand von der gesetzlichen Rentenversicherung erwarten kann oder wie sich die Rente im Laufe des Ruhestands verändert.

            Frau Kathie Worst hat dieses Prinzip etwas weiter oben anhand eines sehr einfachen Rechenbeispiels beschrieben, sodass es auch der puerilste Leser verstehen sollte 😉
            Wenn Sie mit meinen Daten und Berechnungen nicht einverstanden sind, steht es Ihnen gerne offen, eigene Alternativen zu veröffentlichen. Pauschale Fundamentalkritik aus affektiven Motiven hilft dagegen wenig weiter.

            Leider finde ich nicht den ganzen Tag Zeit und Lust, mich hier zu erklären. Ich zähle nämlich zur arbeitenden Bevölkerung und erwirtschafte Tag für Tag die Sozialbeiträge für diejenigen, die hier rund um die Uhr ihre mehr oder minder schlauen Meinungen zum besten geben (können).

          7. @ Frau Scheubeck

            Sie illustrieren hier bestens das Problem, das einige haben: Sie nehmen die Aussage eines Berichts als Tatsache an, der behauptet, die realen Renten wäre gestiegen.

            Das ist schlicht falsch. Der Bericht legt die offiziellen Inflationszahlen zugrunde und ich unterstelle natürlich, dass richtig damit gerechnet wurde.

            Aber jeder wirtschaftlich orientierte Mensch weiß, dass die offiziellen Inflationszahlen stets zu niedrig sind.

          8. @Felix
            Wie @Capablanca steht es auch Ihnen gerne offen, eigene Alternativen mit ‚korrekten‘ Inflationszahlen zu veröffentlichen.
            Als wirtschaftlich orientierter Mensch haben Sie da sicher Ihre ganz eigenen, vertrauenswürdigen Quellen 😉

            Bis dahin betrachte ich Ihr diffuses Genörgel weiterhin als alternative Fakten aus einem Paralleluniversum.
            Ich kann mich an keinen einzigen Kommentar von Ihnen erinnern, in dem Sie ansatzweise einmal Quellen und Belege geliefert hätten. Nur nebulöses Geschwurbel wie: Das finden Sie in Büchern, da gibt es viele Hinweise auf Elons X, misstrauen Sie allen Berichten und Medien außer den alternativen, dafür sind Sie noch zu jung…

          9. @Bürgergeldbezieher hat ein schönes Beispiel als Diskussionsgrundlage gebracht.

            Eine Gesellschaft mit zehn Leuten, drei Bäcker, drei Rentner, zwei Kinder, ein Beamter, ein Bürgergeldbezieher.

            Wenn die drei Rentner drei der zehn gebackenen Kuchenstücke (zwei aus Sozialversicherungsbeiträgen, eins aus Steuermitteln) bekommen, wie hoch ist dann das Renten-Niveau, dreissig Prozent ?
            Wie sich die drei Stücke innerhalb der drei Rentner aufteilen, ist eine andere Frage.

            Wenn die drei Rentner im nächsten Monat nur noch zwei Stücke bekommen, ist das Renten-Niveau gesunken, obwohl einer der drei Rentner vielleicht mehr bekommen hat als im Vormonat.

            Vielleicht haben einige Rentner im Laufe der Jahre auch noch unbegrenzt haltbaren Schiffszwieback gebunkert, als private Zusatzrente …

          10. Frau Scheubeck

            Das die offiziellen Inflationszahlen zu niedrig sind, ist Allgemeinbildung.

          11. @Di Palma
            Das Beispiel ist extrem schwammig und hinkt an allen Ecken und Enden, solange nicht klar definiert ist, was der Kuchen in seiner Gesamtheit eigentlich repräsentiert. Ist damit das BIP gemeint, der Bundeshaushalt, die Einnahmen der Rentenkasse plus Steuerzuschüsse oder eine kuchenteigartige Vermengung von allem?

            Das Rentenniveau bemisst sich am Durchschnittseinkommen sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer. In dem Beispiel können das nur die Bäcker sein, falls sie nicht alle selbständig sind. In dem Fall gäbe es keine umlagefinanzierte Rente, weil keine sozialversicherungspflichtigen Arbeiter oder Angestellten existieren. Es sei denn, die Selbständigen leisten freiwillige Beiträge in die Rentenkasse.

            Letzteres schließen wir der Einfachheit halber im Kuchenbeispiel einmal aus.
            Das zutreffendste Szenario wären also zwei angestellte und ein selbständiger Bäcker sowie die restlichen genannten Personen. Da Sie den gesamten Kuchen verteilen, scheint es sich dabei um den Bundeshaushalt plus Einnahmen der Rentenkasse inkl. Steuerzuschüssen zu handeln. Eine sehr undifferenzierte Betrachtung also, die für das Rententhema wenig Sinn ergibt.

            Die Anzahl der Kuchenstücke spielt für das Rentenniveau keine Rolle. Somit liegt es nicht bei 30, sondern bei 48 %, weil es gesetzlich so festgelegt ist. Entscheidend ist nur die Größe der Kuchenstücke von den Bäckern. Werden die in der Summe größer, weil einer oder beide eine Lohnerhöhung erhalten, gibt es zwei Möglichkeiten:

            1.) Auch die Kuchenstücke der Rentner werden größer, wenn die ‚Haltelinie‘ von 48 % bestehen bleibt. Der Kuchen muss also insgesamt deutlich größer gebacken werden. Im Beispiel wären das höhere Steuereinnahmen plus Mehreinnahmen der Rentenkasse durch höhere Sozialbeiträge (beides durch die Lohnerhöhungen bedingt) plus höhere Steuerzuschüsse (und ggf. mehr Neuverschuldung und/oder Einsparungen bei Kindern und Bürgergeld).

            2.) Die Kuchenstücke der Rentner bleiben gleich, indem das relative Rentenniveau abgesenkt wird. Die Rentner haben in absoluten Zahlen keinen Nachteil. Der Kuchen muss dennoch etwas größer gebacken werden, als zuvor, weil die Stücke der Bäcker wachsen. Im Beispiel wären das höhere Steuereinnahmen plus Mehreinnahmen der Rentenkasse durch höhere Sozialbeiträge aufgrund der Lohnerhöhungen.

            So oder so ist es wegen der gesetzlichen Schutzklausel nicht möglich, dass die Rentner nur noch zwei Stücke erhalten – es sei denn, einer von Ihnen stirbt. Dann kann der Kuchen trotz größerer Stücke für die Bäcker (und im Fall 1. sogar für die Rentner) etwa gleich groß bleiben.

          12. @Kathie Worst

            Der Kuchen ist in diesem simplen das BIP, das, was heute produziert wurde und als Einkommen an die Gesamtbevölkerung von zehn Personen verteilt wird. Die Kuchenstücke sind alle gleich groß.
            Von den zehn Kuchenstücken geht eines als Steuer an den Beamten, eines als Steuerzuschuss an die Rentner, zwei aus Sozialversicherungsbeiträgen an die Rentner, der Rest als Einkommen an die Bäcker und die Kinder.
            Das Beispiel unterstellt vollkommen gleichmäßige Verteilung des Kuchens auf alle zehn Einwohner.

            Wenn zwei der drei Bäcker angestellt sind, dann ist das Durchschnittseinkommen der sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer demnach ein (?) Stück Kuchen.
            Wenn das Rentenniveau bei 50% läge, bekäme jeder Rentner nur ein halbes Stück Kuchen aus den Beitragszahlungen, die zweite Hälfte müsste aus höheren Steuern kommen ?

            Worauf ich hinaus will:
            Egal welches Rentensystem wir haben, Umlage oder was auch immer, die Bäcker und Nicht-Bäcker können immer nur das erhalten, was die Bäcker produziert haben. Ein kluger Sozialist sorgt dafür, dass sich die Bäcker wohlfühlen und viel Kuchen backen, ein dummer Sozialist schikaniert sie mit unsinnigen Vorschriften und übersieht die Schmerzgrenze bei den Abgaben.

          13. @Di Palma
            Wie bereits gesagt, das Beispiel hinkt an allen Ecken und Enden.
            “Das Beispiel unterstellt vollkommen gleichmäßige Verteilung des Kuchens auf alle zehn Einwohner.“ Spätestens ab dem Punkt müsste man die Diskussion wegen phantasmagorischen Trugbildern beenden. Wie Sie völlig richtig geschrieben haben, sind Ihre Annahmen rein “subjektiv gefühlt.“

            Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso das BIP eines Landes vollständig an die inländische Bevölkerung verteilt wird, und das auch noch zu gleichen Teilen. Das erinnert eher an planwirtschaftlichen Kommunismus in einem abgeschotteten Land oder ist bestenfalls ein rein theoretisches, rechnerisches Synonym für für BIP pro Kopf.

            Der Arbeitgeber (in dem Fall sei das exemplarisch der selbständige Bäckermeister) der beiden angestellten Bäcker wird das größte Kuchenstück erhalten. Deren Durchschnittseinkommen wiederum ist nicht ein Stück Kuchen, sondern die durchschnittliche Größe ihrer Kuchenstücke. Die Rentner erhalten drei Kuchenstücke, die allerdings nur halb so groß sind. Niemand bezahlt denen über Steuerzuschüsse ein größeres Stück als ursprünglich vereinbart.
            Der Bürgergeldempfänger bekommt das kleinstmögliche Stück, das gerade noch zum Überleben reicht.

            Die Bäcker werden sich nie zu gleichen Teilen wohlfühlen. Der Selbständige hätte gerne möglichst geringe Einkaufspreise für Mehl, Eier, Zucker und Milch sowie Energiekosten für lau. Die Folgekosten dafür trägt am besten die Allgemeinheit.
            Als Arbeitgeber wäre er mit Niedrigstlöhnen am glücklichsten, die beiden Angestellten dagegen mit Tariflöhnen am oberen Ende.

            Der Beitragssatz für Rentenabgaben ist seit 10 Jahren niedriger als noch 2014.
            Die Einkommensteuerbelastung ist heute deutlich geringer als vor 20 Jahren. Der Eingangssteuersatz wurde von ehemals über 20 % auf heute 14 % gesenkt, der Spitzensteuersatz von 51 % auf 42 %.
            Die ‘Schmerzgrenze‘ hat sich also nicht erhöht – ganz im Gegenteil.

            Alles in allem wäre es angebracht, die Kampfkeule von ‘Sozialismus‘ deutlich weniger wild zu schwingen. Dann müssten wir hier nicht über derart abstruse Beispiele diskutieren 🙄

          14. @Kathie Worst

            Wir können das Beispiel abwandeln, indem drei Stücke exportiert und im Gegenzug drei Stücke importiert werden.
            Die drei Rentner bekommen nur zwei statt drei Stücke aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.
            Der Bürgergeldempfänger nur ein halbes Stück, der Beamte und die Bäcker zusammen nur dreieinhalb Stücke.
            Die restlichen vier Stücke fliessen als Gewinne an die Anteilseigner der Bäckerei.

            Wir wissen nicht, wer diese Anteilseigner sind.
            Vielleicht gehört die Hälfte der Anteile den Rentnern, dann hätten sie zwei Stücke aus kapitalgedeckter Rente.

            —–

            Und was ist die perfekte Lösung ?

            Wenn die zehn Kuchenstücke pauschal erst als Steuern an den Beamten gehen, der sie dann nach vernünftigen Kriterien verteilt, wie sähe die Lösung aus ?

            Oder wollen Sie sagen, es gibt keine Lösung, und jede Diskussion ist Zeitvertreib und Spielerei ?

    2. Bürgergeldbezieher ( exKuchenbäcker)

      @ Di Palma, in der Theorie ja , in der Praxis nein. Wenn am Schluss 30% Wertschöpfer für die ganzen 100% aufkommen müssen und es ihnen nach allen Abgaben nicht besser geht als den andern 70% werden sie die Seite wechseln.Dazu kommt,dass in der wundersamen Finanzindustrie mit Geldvermehren mehr verdient werden kann als beim herkömmlichen Wertschöpfenden.
      3 Kuchenbäcker backen den Kuchen und 7 Zuschauer streiten sich um die grössten Stücke.

      1. @Bürgergeldbezieher, da haben Sie natürlich recht.

        Korrektur:
        Die hundert BASIS-WARENKÖRBE für die hundert Einwohner werden von fünfzig Werktätigen produziert statt wie bisher von sechzig. Dann sind zehn Rentner mehr kein Problem.
        Die hundert (?) zusätzlichen Luxus-Warenkörbe teilen die fünfzig Werktätigen unter sich nach Leistung auf.

        Übertragen auf Ihr Beispiel:
        3 Kuchenbäcker backen den Obstkuchen für sich und die sieben Zuschauer.
        Die Sahntorte, die sie zusätzlich backen, teilen die drei Kuchenbäcker unter sich auf.

        In D ist es zumindest subjektiv gefühlt so, dass mir die sieben vom Backen-keine-Ahnung-Habenden Zuschauer dreinreden wollen, wie ich Kuchen und Torte backe und die Torte dann für sich, ihre Gäste und die Leute im Nachbarort haben wollen.

  2. Ich verstehe die ganze Diskussion um den Auftritt von Frau Bas nicht. Von gut unterrichteter Stelle ist mir mitgeteilt worden, daß Frau Bas für den humorvollen Auftritt gebucht worden sei. Und dann setzt sie eine Pointe, die zündet und das Publikum zum Lachen bringt, und dann schnappt sie ein. Das ist komisch, sie hat ihren Auftritt offensichtlich völlig mißinterpretiert – sie war dort als Lachnummer geordert, und das hat sie super geliefert.

  3. @Felix:

    „Dann sind Sie beide sich also einig, dass wir einfach den Jüngeren alle Lasten aufhalsen und vielleicht noch den etwas erfolgreicheren Menschen etwas mehr wegnehmen?“

    Nein absolut nicht. Vermutlich sind Sie etwas jünger und ich kann verstehen, dass Sie nicht indie gleiche Falle laufen, in der die ganzen Generationen über Ihnen schon gelaufen sind.

    Warum verstehen Sie das so? Warum sehen Sie eine Ungerechtigkeit gegenüber der jüngeren Generation?

    Wenn wir das Rentennivau und das Alter generationsübergreifend fixen und gleichzeitig die Rentenbeiträge stabil haten, dass ist in dieser Gleichung nur Gerechtigkeit.

    Die Frage wie man die Finanzierung macht ist eine andere Baustelle. Natürlich ist das die relevante Frage aber ich bin sicher, dass es machbar ist, wenn man will. Natürlich muss die Rente gestützt werden, es ist halt so. Nach unten ist auch kein Spielraum mehr, dann landen die Armen später beim Bürgergeld (nichts gewonnen).

    Ich denke es ist für sehr viele Menschen in den älteren Generation wichtig, dass sie für sich sagen können, ihr leben lang gearbeitet zu haben und nicht auf Stüze angewiesen zu sein.

    Ich finde alles andere wäre ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.

    Meiner Meinung nach sollten wir einen Teil mit Schulden finanzieren, einen anderen Teil mit „fairem“ Steuergeld. Es macht doch gar keinen großen Sinn im Euro der Sparmeister zu sein, die Währung wird den Bach runter gehen.

    Wenn die Jungen gegen eine Fixierung sind, dann schießen die doch gegen ihre eigene Rente, das muss man auch mal verstehen.

    Es ist Aufgabe der Politik hier eine gesamttragfähige Finanzierungslösung zu finden und die Angst aus der Gesellschaft zu nehmen. Die Parteien nutzen das Thema für sich und nur die Arbeiter hetzten gegeneinander. Durch eine Ausweitung auf das Steuersystem haben Sie die Finanzierung auf ganz andere Kreise erweitert, also einen viel breiten Einzug.

    Bei den Krankenkassen haben wir das gleiche Spiel. Die Bürgergeldempfänger (von denen halt noch mal viele dazugekommen sind (warum auch immer das so lange dauert hier mal die Leute in Lohn und Brot zu kriegen)) werden durch die Beitragszahler mitfinanziert, was genau die gleiche Gruppe trifft.

    Die Gerechtigkeitsdebatte ist komplett falsch geführt. Es geht nicht um Jung und Alt. Es ist die gemeinsame Gruppe in der sich diese Junge und Alte befinden, die sich gegeneinander aufhetzen lassen.

    1. @ Arbeiter

      Vielen Dank für den ausdrücklichen Versuch, sich zu erklären.

      Sie haben auf jeden Fall in dem Punkt Recht: wenn man eine ganz „flache“ Politik weitermacht, dann nützen persönliche Opfer niemandem. Die Politik wird das alles verfrühstücken um sich möglichst lange vor der Aufgabe zu drücken. Deswegen müssen alle Versager aus der Politik abgewählt werden.

      Ich bin nicht jünger. Ich sehe die Probleme aber schon lange. Wenn wir jetzt über Steuern und höhere Rentenbeiträge die Renten in der nahen Zukunft stabil halten, fehlt uns dieses Geld, um Kapital zu bilden, damit die nicht leer ausgehen, die erst später in Rente gehen.

      Man kann ein Rentenniveau nicht fixen. Sie müssen sich klar machen, dass das unmöglich ist. Weil es unmöglich ist, wird es die Jüngeren übervorteilen. Es geht nicht. Es wäre nur eine weitere Lüge. Wir würden die Jungen so berauben, wie wir beraubt worden sind.

      Die Jungen benötigen zwei Maßnahmen:

      1. Sie müssen selbst Vorsorge betreiben.
      2. Der Staat muss Vorsorge für sie betreiben, wie das üblich und richtig ist: die Rentenkasse kauft von ihren Einzahlungen Aktien, Anleihen, Gold und für ca. 1 bis 3 % spekulative Anlagen. Aus den Erträgen wird dann dauerhaft Rente bezahlt. DAS ist die richtig Lösung. Sie ist die einzige, die man managen kann.

      Die Älteren benötigen eine möglichst hohe Versorgung aus Steuermitteln. Man hat sie ein totes Pferd füttern lassen. Es ist Zeit, den armen Gaul zu begraben. Da für die Älteren kein Kapital gebildet wurde, und man sie belogen hat, ist es vertretbar, „Unschuldige“ in vertretbarem Umfang heranzuziehen und Steuern zu Hilfe zu nehmen.
      Alles nach dem Motto: so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Denn diese Steuern vernichten unsere Wirtschaft.

      Sie sehen schon, das ist alles angefüllt mit unbestimmten Begriffen. Es hängt also davon, wie gut alle zusammen an einem Strang ziehen und wie überzeugend die Regierung agiert.
      Logisch: wenn man die Überzeugung gewinnen kann, dass ein Problem ein für allemal gelöst wird, ist man viel eher bereit, einen größeren Beitrag zu leisten, als wenn es so aussieht, dass die Politik das Problem wieder nur unter Verschwendung von mehr Geld ein paar Jahre in die Zukunft verschiebt.

  4. @Sandra Scheubeck

    „Und natürlich erhält inzwischen jeder Rentner aufgrund der deutlich höheren Lebenserwartung und damit Rentenbezugsdauer in Summe wesentlich mehr Leistungen, als es noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war. Deshalb sind die 2 Jahre an längerer Arbeitszeit ein vergleichsweise geringes ‚Opfer‘.“

    Also doch ein Opfer und nicht ein Mehr durch mehr Arbeit!

    Ich kann den Ansatz Ihrer Argumentation im Prinzip schon nachvollziehen, die Kopplung an das Durchschnittseinkommen macht dennoch am meisten Sinn. Dadurch fallen diese missverständlichen Argumentationen, dass die Rente nominal gestiegen ist weg. Die Versuche das mit Inflation zu relativieren verzerren nur das Bild und sind meiner Meinung nach falsch. Das interpretieren Sie ebenfalls so. Daher besteht ja die Kopplung.

    Ich erlaube mir das Zitat aus der Überschrift des Artikels:

    „Das Verhältnis zwischen der Standardrente und dem durchschnittlichen Jahresarbeitsentgelt ist seit Ende der 1970er-Jahre rückläufig, seit 2012 liegt das Rentenniveau durchgehend bei weniger als der Hälfte des durchschnittlichen Arbeitsentgelts. In Verbindung mit der Entwicklung der Verbraucherpreise ist die reale Standardrente im Zeitraum 2003 bis 2014 sogar gesunken, das heißt, dass sich die Kaufkraft in diesen Jahren insgesamt verringerte. In den Folgejahren stieg die reale Standardrente wieder an und erreichte 2020 das Niveau von 2003“

    Sie sprechen von Opfer, längerer Lebensarbeitszeit. Ja das sind jetzt Begründungen dafür, warum man die Kürzung „hinnehmen“ könnte. Über diesen Sinn kann man gesondert diskutieren. Sie haben aber das so beschrieben, dass die Renten „gestiegen“ sind und darauf habe ich Bezug genommen. Betrachtet man die Kopplung, dann sind sie gefallen, deutlich. Mein Eingangskommentar bezog sich auf Rentenkürzungen. Ich denke das wurde nun meinerseits belegt.

    Was denn jetzt?

  5. „Die Gerechtigkeitsdebatte ist komplett falsch geführt. Es geht nicht um Jung und Alt. Es ist die gemeinsame Gruppe in der sich diese Junge und Alte befinden, die sich gegeneinander aufhetzen lassen.“
    Präziser: Das Umlagefinanzierte System basiert auf Vertrauen. Nicht nur darauf das es qualitativ überhaupt etwas gibt, sondern das es auch quantitativ ausreicht. Ist das Vertrauen zerstört, fällt es zusammen. Möglichkeiten der Einzahler, sich den System zu entziehen, gibt es genug.

    1. @ Capablanca

      Genau so ist es.

      Die Älteren sind nachvollziehbar verärgert, aber die Jüngeren haben das existenzielle Problem. Das erkennt man schon daran, dass auch die Arbeitnehmer durch die gesamte betrachtete Zeit hindurch ein sinkendes Realeinkommen haben.
      48% Rente heute sind nicht nur weniger als 58%, sie sind vor allem auch viel weniger, als 48% Rente vor 50 Jahren. Selbst die Witwen konnten vor 50 Jahren noch gut von ihren anteiligen Renten leben, die sie nach dem Tod ihrer Männer erhielten.

  6. Sozialisten sind asozial

    @ Di Palma, der letzte Abschnitt ihres Kommentars trifft den Nagel auf den Kopf. Die Sozialisten sind wirtschaftsfeindlich und widersprüchlich, sie behindern die Kuchenbäcker, möchten aber möglichst viel Kuchen auch in die ganze Welt verteilen. Aber nicht nur das, sie möchten den Kuchen, den fleissige Leute für die Not angespart haben ( Vermögen ) auch noch enteignen und unter sich verteilen. Damit zerstören sie auch den Mittelstand, der ihren ganzen Selbsbedienungsladen finanziert. Und nicht vergessen, in der Wirtschaft werden 80 bis 90% der Arbeitsplätze von KMU bereitgestellt, die man überhaupt nicht ernst nimmt oder eben schikaniert. Wenn der Staat dann grosse Firmen mit Steuergeldern der kleinen Betriebe subventioniert ist das wohl sehr medienwirksam aber arbeitsplatzmässig unbedeutend.

  7. BIP ( Buntes Intelektuellen Produkt)

    @ Di Palma, der letzte Abschnitt ist phänomenal und einleuchtend, leider machen die gebildeten Sozis genau das Gegenteil. Sie sind wirtschaftsfeindlich, sie schikanieren die Kuchenbäcker wo sie nur können und möchten sehr viel Kuchen verteilen, sogar ausserhalb des Landes. Mit Gelddrucken wird dann sogenannt „ Künstlicher Kuchen“ verteilt, der dann erst später von der nächsten Generation nachgebacken werden muss. Balthasar Becker hats gesagt, das System ist krank, wenn ein Bitcoin- Schürfer in einem Jahr mehr verdienen kann als ein wertschöpfenden Kuchenbäcker in einem ganzen Leben,werden alle Handwerksberufe und Wertschöpfer ( Mittelstand) aussterben und die Kryptoschürfer und Geddrucker werden das BIP erschaffen und die Sozis als Geldverteiler- Spezialisten werden es verteilen.

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