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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Gold/Silber

Bären lassen vom DAX ab und nehmen sich Gold vor!

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Der Dax schält sich, nach der Auflösung der ätzenden Strukturen am gestrigen Morgen, nun aus der Umklammerung der Bären. Diese haben sich seit geraumer Zeit ein neues Opfer gesucht, den Gold-Chart:

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Allgemein

Gold fundamental und charttechnisch

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Von Naeem Aslam, chief market strategist bei ThinkMarkets

Der Goldpreis hat seinen Glanz verloren und wird aufgrund der Stärke des Dollars niedriger gehandelt. Die bisherige Performance des gelben Metalls seit Jahresbeginn war schwach mit nur um 0,31%.

Interessanterweise sehen wir trotz eines gedämpften Interesses an den risikoreicheren Anlagen immer noch keine Aufwärtsbewegung des Goldpreises, und zwar deshalb, weil die Ertragssaison für dieses Quartal starke Ergebnisse geliefert hat. Abgesehen von den US-Einzelhandelsumsätzen waren die Wirtschaftsdaten in den USA robust, und den Anlegern fällt es schwer zu glauben, wie die Fed ihre aktuelle Geldpolitik neutrale beibehalten will.

Auch der Handelskonflikt zwischen den USA und China scheint wieder auf Kurs zu sein, was einer der Hauptgründe dafür war, dass der Goldpreis zuvor stark gestiegen ist. Wir sind jedoch noch nicht aus dem Schneider, weil chinesische Medien eine härtere Haltung gegenüber den USA signalisiert haben. Erst wenn wir eine noch stärkere Reaktion aus China sehen, dürften die Auswirkungen im Goldpreis sichtbar werden.

Blickt man auf die Preisaktion bei Gold, so scheint es, dass der Preis keine starke Dynamik hat. Dies ist der Grund dafür, dass der Kurs das kritische Niveau von 1300 derzeit nicht überschreiten kann.

Technisch gesehen handelt der Goldpreis unter dem gleitenden 50- und 100-Tagelinie, aber über dem gleitenden 200 Tages-Durchschnitt. Dies bedeutet, dass die Bullen die Kontrolle über den Preis verloren haben, aber es besteht immer noch die Hoffnung, dass sie die Kontrolle zurückerhalten, denn der Preis liegt immer noch über dem großen gleitenden Durchschnitt, dem 200-Tage-SMA. Die kurzfristige Unterstützung liegt bei 1266 und der Widerstand bei 1303.


Naeem Aslam


Foto: Stevebidmead – https://pixabay.com/en/gold-ingots-golden-treasure-513062/ Gemeinfrei

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Aktien

Aktuell: Gold mit Sprung, Uber-Aktie verliert desaströs weitere 9%

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Zack, kaum haben die Chinesen ihre Gegenmaßnahmen zu den US-Zöllen verkündet, fallen die Aktien-Indizes. Und siehe da, Gold ist auf einmal gefragt, als sicherer Hort in Krisenzeiten. In wenigen Minuten sprang der Goldpreis von 1.284 auf 1.298 Dollar. Dieser Gold-Chart seit Ende März zeigt, dass der aktuelle Anstieg der stärkste Move seit Wochen ist!

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Gold vs USD

Uber

Meine Güte. Erst vor wenigen Stunden berichteten wir über den desaströsen Börsenstart der Uber-Aktie am Freitag. Bei 45 Dollar emittiert, dann bei 42 Dollar in den Handel gestartet, und dann sogar noch unter 42 Dollar geschlossen. Schlimm. Und heute? Die Aktie verliert in den ersten Handelsminuten weitere 9% auf aktuell 38 Dollar (große Kurssprünge). Was für ein Debakel! Ist der böse Markt schuld? Nun ja, Dow und S&P 500 verlieren aktuell 1,7%, und der Nasdaq verliert 2%. Also warum dann -9% in der Uber-Aktie? Es ist offenbar ein Zeichen dafür, dass die 82 Milliarden Dollar Emissions-Börsenwert doch viel, viel, viel zu hoch angesetzt waren für diesen „Highflyer“? Abwarten, was in den nächsten Tagen passiert. Wo kann in dieser Aktie bitteschön ein Boden liegen? Die Aktie des kleineren Uber-Konkurrenten Lyft verliert heute übrigens weitere 3%. Die Aktie ist seit ihrem Börsengang Ende März ein Voll-Debakel.

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Gold/Silber

Die USA auf dem Weg zur Zollfestung – ein paar Zahlen

Mit immer neuen Zöllen und weiteren Zolldrohungen – ist am 18. Mai Europa an der Reihe? – versucht Donald Trump das US-Handelsbilanzdefizit abzubauen

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Amerika lebt auf Pump

Mit immer neuen Zöllen und weiteren Zolldrohungen – ist am 18. Mai Europa an der Reihe? – versucht Donald Trump das US-Handelsbilanzdefizit abzubauen.

Aus mehrerlei Hinsicht ein Unsinn, denn einerseits lebt Amerika auf Pump und lässt sich dies von anderen Ländern finanzieren – und andererseits gibt es eine negative Korrelation zwischen Handelsbilanzdefizit und der Arbeitslosigkeit in den USA. Ob der Präsident sich darüber schon mal tiefgründigere Gedanken gemacht hat?

Sei’s drum. Die US-Unternehmen sollen vollständig in den USA produzieren, dann gäbe es kein Zollproblem, so Trump. Dumm nur, dass eine Studie besagt, dass jeder in den USA geschaffene Arbeitsplatz in der Industrie dem Steuerzahler 900 Tausend Dollar kostet. Aber für die neuen Schulden hat man ja die neue „Modern Money Theory“ (MMT).

Doch nun zur Entwicklung der Zölle.

 

Eine Studie der Deutschen Bank in New York

Der Studie zufolge lag das US-Zollniveau über alle Produkte hinweg im Januar 2017, dem Beginn von Trumps Amtszeit, bei unter zwei Prozent und damit auf einer Höhe mit Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. Nach der Einführung von Zöllen auf Stahl und Aluminium sowie der Bezollung chinesischer Waren in Höhe von 200 Milliarden Dollar mit 10% stieg das Niveau auf 3 Prozent.

Mit der am Freitag verkündeten Anhebung von 10 auf 25% steigt das Level auf mehr als vier Prozent. Damit überholen die USA China und bewegen sich in Richtung Saudi-Arabien. Bei einer Umsetzung der Bezollung der restlichen 325 Milliarden Dollar China-Einfuhren mit 25 Prozent würde man Indien überholen und hätte nur noch den Spitzenreiter unter den größeren Nationen, Brasilien vor sich.

Was für ein Ranking für einen ehemaligen Verfechter des Freihandels.

 

Wer bezahlt die höheren Ausgaben?

Natürlich sind diese erst einmal höhere Kosten für den Importeur, der diese Kosten an den Verbraucher weitergeben kann oder die Importe zurückfahren muss. Beides hätte eigentlich fatale Wirkungen für die 70-Prozent-Konsumökonomie der USA mit ihren verschuldeten Bürgern. Trump jubelt zunächst über die möglichen Zolleinnahmen von 100 Milliarden Dollar und eine Berechnung zeigt tatsächlich, dass Amerikas Zolleinnahmen im Oktober 2018 im Jahresvergleich auf 5,5 Milliarden $ gestiegen sind – ein Plus von rund 40 Prozent. Dies berücksichtigt monokausal aber nur eine Seite und nicht die Auswirkungen auf den Welthandel als Ganzes.

Leitragender ist bei jeglicher Verschlechterung der Handelsströme das Exportland Deutschland. Im Falle der Eskalation des Konflikts durch chinesische Gegenzölle wären besonders deutsche Autobauer wie BMW und Daimler betroffen, die von ihren Werken in den USA im großen Stil nach China exportieren. Gar nicht erst zu reden von möglichen Zöllen ab 18. Mai gegen die EU und damit wiederum gegen Deutschland.

Bereits vor Monaten habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass es eine Person in der Hand hat, quasi im Alleingang, die Weltwirtschaft zum Straucheln zu bringen. Eigentlich möchte ich in dieser Sache nicht recht bekommen, denn eine Rezession hat viele Verlierer, auch solche, die nichts mit Aktien am Hut haben.

 

Nüchtern betrachtet: eine Rezession ist notwendig, um Fehlentwicklungen zu korrigieren

 

Ganz nüchtern betrachtet, wäre eine Rezession jedoch überfällig, um die vielen Fehlentwicklungen zu korrigieren, denn je später sie kommen wird, desto stärker dürften auch die Verwerfungen werden. Der Treppenwitz an der Sache, nach Lage der Dinge, wäre aber, dass der große Visionär, der die Superhausse verlängern, beziehungsweise steigern will, ausgerechnet derjenige wäre, der sie maßgeblich beendet.

 

Von Cliff – originally posted to Flickr as U.S. Bullion Depository, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9586948

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