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Krypto-Währungen

BaFin verleiht Kyptowährungen offiziellen Status – Bitcoin-Kurs schießt kräftig nach oben

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Bitcoin Kryptowährungen Beispielfoto

Wohl ungewollt geschieht dies, aber es geschieht. Die BaFin hat den Kryptowährungen als “Gattung” quasi einen offiziellen Status als Finanzinstrument verliehen. Ab 14:15 Uhr gibt im Bitcoin-Kurs einen sprunghaften Anstieg von 460 Dollar auf 7.690 Dollar (aktuell 7.480 Dollar). Wir haben uns umgeschaut. In anderen Finanzmedien wie zum Beispiel Zerohedge wird zu diesem Anstieg erwähnt, dass der Grund für diesen Anstieg unklar sei. Auch verweist man auf Ereignisse vom Vortag, was aber wohl kaum heute so einen plötzlichen Sprung im Bitcoin-Kurs auslösen kann. Schaut man sich den zeitlichen Zusammenhang an, dann stimmt die BaFin-Meldung exakt mit diesem Kursanstieg überein.

Denn, wir kommen zurück zum Thema… was die BaFin da schreibt, ist eine Art Kategorisierung der “dubiosen” Branche als Finanzinstrument. So schreibt die BaFin nämlich, dass das “Kryptoverwahrgeschäft eine neue Finanzdienstleistung” laut deutschem Kreditwesengesetz (KWG) sei, und das ab Januar 2020. Es habe im KWG Eingang gefunden mit der aktuell verkündeten Verlautbarung. Grund hierfür sei die Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur vierten EU-Geldwäscherichtlinie. Unternehmen, die das Kryptoverwahrgeschäft dann erbringen wollen, benötigen eine Erlaubnis der BaFin. Die BaFin bittet interessierte Unternehmen bereits jetzt um eine formlose und unverbindliche Interessenbekundung.

Das Interessante daran ist: Indem die BaFin diesen Markt reguliert und um Anmeldungen für das Verwahren von Krypto-Assets bittet, sagt sie damit ja automatisch, dass es sich hierbei um Finanzinstrumente handelt, und nicht um bloße Luftbuchungen oder technische Spielereien. Dies kann bei Tradern in Markt vorhin sprunghaft für diese Euphorie gesorgt haben. Man merkt: Die BaFin möchte die Branche aus der Schmuddelecke rausholen und in einen kontrollierbaren Rahmen gießen. Hier der weitere offizielle Text der BaFin aus der heutigen Meldung:

Anträge für die Erlaubnis zur Erbringung des Kryptoverwahrgeschäftes kann die BaFin erst entgegennehmen, wenn das Gesetz in Kraft ist. Gleichwohl bittet die BaFin bereits jetzt um Interessenbekundungen von Unternehmen, die bereits das Kryptoverwahrgeschäft erbringen oder die Erbringung beabsichtigen.

Diese Interessenbekundungen sollten neben dem Namen des Unternehmens und der Ansprechpartner auch ein kurze Beschreibung des Geschäftsmodells von maximal einer Seite enthalten. Weitere Informationen sind vorläufig nicht einzureichen.

Die Interessenbekundungen sind vorzugsweise per E-Mail oder postalisch an folgende Adresse zu senden:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Gruppe IT-Aufsicht – Kryptoverwahrgeschäft
Graurheindorferstraße 108
53117 Bonn
E-Mail: Kryptoverwahrung@bafin.de
Bitte beachten Sie die Hinweise zur gesicherten Kommunikation per E-Mail mit der BaFin.

Die BaFin möchte mit diesem Verfahren einen reibungslosen Übergang auf die neue Rechtslage ermöglichen und frühzeitig einen Überblick über den Markt erhalten. Die Unternehmen werden auf ihre Interessenbekundung keine unmittelbare Eingangsbestätigung oder Einschätzung zu den eingereichten Angaben erhalten.

Es ist beabsichtigt den Unternehmen, die ihr Interesse bekundet haben, nähere Informationen und Hinweise mitzugeben, sobald die BaFin ihre Verwaltungspraxis zu der Zulassung und der laufenden Aufsicht für die neue Finanzdienstleistung konkretisiert hat. Grundsätzlich richtet sich das Erlaubnisverfahren für das Kryptoverwahrgeschäft nach § 32 Abs. 1 KWG, weshalb das bereits bestehendeMerkblatt der Deutschen Bundesbank über die Erteilung einer Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen vom 06.07.2018 berücksichtigt werden kann. Die Unternehmen sind daher eingeladen ihre Interessenbekundung ist formlos und unverbindlich. Sie ist zudem freiwillig und hat keine Auswirkungen auf ein zukünftiges Erlaubnisverfahren.

Die Interessenbekundung ersetzt nicht die förmliche Anzeige nach § 64y KWG n.F. Das Gesetz sieht in § 64y KWG n.F. verschiedene Übergangsbestimmungen für bereits tätige Unternehmen vor. Für ein Unternehmen, das auf Grund des neuen Erlaubnistatbestands Kryptoverwahrgeschäft ab dem 01.01.2020 zum Finanzdienstleistungsinstitut wird, gilt die Erlaubnis für den Betrieb dieses Geschäfts als zu diesem Zeitpunkt vorläufig erteilt, wenn es bis zum 30. November 2020 einen vollständigen Erlaubnisantrag stellt und wenn es die Absicht, einen Erlaubnisantrag zu stellen, bis zum 31. März 2020 der Bundesanstalt schriftlich anzeigt. Die gesetzliche Vorgabe in § 64y KWG n.F. setzt nach ihrem Wortlaut eine schriftliche Absichtsanzeige voraus.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

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    Übelkeit

    4. Dezember 2019 18:34 at 18:34

    Ein Ritterschlag ist das nicht. Derivate gelten ebenso als Finanzprodukt, wo doch jeder weiß das es eher Zockerprodukte ohne inneren Wert sind.

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Bitcoin

Bitcoin: Der Tag nach dem Halving – steht die große Kursrally an?

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Reines Smybolbild eines Bitcoin als Münze

Gestern Abend gab es ein Ereignis für den Bitcoin, das es zuletzt 2016 gab. Das Halving. Im Bitcoin-Netzwerk wurden insgesamt 630.000 sogenannte Blöcke generiert. Es gibt die sogenannten Miner. Dies sind ganz normale Menschen wie Du und Ich, die mit ihrem Computer oder zusammengeschalteten Computern durch reine Rechenleistung neue Bitcoin-Datenblöcke erzeugen. Dafür werden diese Miner belohnt, in dem ihnen neue Bitcoins (BTC) zugeteilt werden. Sozusagen eine Entlohnung für geleistete Arbeit. Die Gesamtanzahl des Bitcoin ist mathematisch auf 21 Millionen Stück festgelegt.

Belohnung der Bitcoin-Miner wird halbiert

Damit diese Menge nicht all zu schnell erreicht wird, gibt es das Halving. Das Halving beschreibt die Halbierung der Belohnungsmenge für die Miner. Wurden sie anfangs noch mit 50 Bitcoins belohnt, waren es zuletzt 12,5. Seite heute Nacht sind es nur noch 6,25 Bitcoins. Es wird also weniger attraktiv für die Miner die weltweit bekannteste Kryptowährung zu erzeugen, was die Vermehrung bis zur Maximalmenge verlangsamen sollte? Die Halbierung der “Belohnung” ist fest im Bitcoin-Code verankert. Sie geschieht immer dann, wenn wieder 210.000 neue Blöcke erzeugt wurden.

Dieses Szenario der möglichen geringeren Aktivität der Neu-Schürfung dieser Kryptowährung könnte den Bitcoin für Spekulanten und Anleger auf der Suche nach Alternativen für ihre persönliche Geldanlage attraktiver machen. Denn begrenzte Güter wie Gold und auch der mathematisch begrenzte BTC sind attraktiv. Alles was in seiner Menge begrenzt ist wie zum Beispiel Sportwagen, die in limitierter Menge hergestellt werden, können deutlich im Preis steigen. Und zwar immer dann, wenn es viele Nachfrager nach diesem bestimmten Anlagegut gibt. Je mehr Nachfrager bei nicht oder nur langsam wachsender Angebotsmenge, desto höher der Preis.

Stark steigender Kurs?

Und was hat der Bitcoin von gestern auf heute gemacht? Der Kurs notierte gestern (ganz grob gesagt) um die Niveaus von 8.700 Dollar herum, und heute auch (aktuell 8.724 Dollar). Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Bitcoin in US-Dollar seit dem Jahr 2012. Auch das Krypto-Branchenportal BTC-Echo titelt heute “Nach dem Halving – Warten auf die Explosion”. Ganz kurzfristig in den ersten Stunden nach dem Halving bleibt die Kursexplosion aus. Aber das Szenario, dass durch die hier beschriebenen Änderungen diese bekannteste aller Kryptowährungen attraktiver wird, könnte den Kurs immer noch beflügeln. Erst in Tagen, oder Wochen, oder Monaten? Man sollte diesen Markt im Blick behalten.

Bitcoin Kurs seit 2012

Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle einen Artikel von Dirk Schuhmanns vom 29. Januar, warum das Halving kein Problem für Bitcoin-Besitzer werden wird!

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Bitcoin

Warum der Goldpreis zusammen mit Aktien und Bitcoin fällt – der Überblick

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Beispielbild für Gold Barren

Der Goldpreis ist jüngst gemeinsam mit den Aktienmärkten in den Keller gerauscht. Dabei sah es lange Zeit gar nicht mal so schlecht aus. Im folgenden Chart haben wir den Goldpreis in rot-grün übereinander gelegt mit dem Dow 30 auf CFD-Basis. Man kann den Aktiencrash beginnend ab dem 21. Februar gut erkennen. Zeitweise konnte der Goldpreis während des Crash seitwärts laufen, und zeitweise ist er sogar auf über 1.700 Dollar angestiegen von 1.575 Dollar Mitte Februar. Also, Gold konnte gut dagegen halten, während die Aktien richtig übel gecrasht sind. Aber vor allem zuletzt konnte der Goldpreis dann nicht mehr stand halten.

Risk Off funktioniert derzeit nicht, Goldpreis fällt mit nach unten

Trotz Absturz steht Gold immer noch gut da. Wo der Dow in den letzten Tagen 24 Prozent verloren hat, da hat der Goldpreis im selben Zeitraum nur 1,5 Prozent verloren. Man kann also immer noch von einer Stabilität im Gold sprechen, obwohl der Preissturz vor allem gestern kurzfristig deutlich ausfiel, mit einem Rückfall von 1.635 auf 1.560 Dollar. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.583 Dollar, und zeigt sich zusammen mit den Aktienkursen über Nacht kurzfristig ganz leicht erholt, nachdem die Federal Reserve gestern eine Abend eine Mega-Cash-Injektion in den Repo-Markt bekannt gab.

Wie Markus Fugmann (hier sein Marktkommentar von heute früh) es in einem Wort ausdrückt: Es geht um Deleveraging! Es ist also eine Enthebelung der Märkte. Viel wurde auf Kredit gezockt, und solche Marktmodelle sind die letzten Tage wohl oft brutal kollabiert. Die Trader, vor allem Institutionelle, brauchen jetzt vor allem Cash. Das ist in Kurzform ausgedrückt der Grund, warum der Goldpreis derzeit nicht seine Funktion als sicherer Fluchthafen ausüben kann, und zusammen mit den Aktienmärkten gefallen ist, anstatt zu steigen. Vor allem am Terminmarkt gab es seit geraumer Zeit hohe Long-Positionen, von denen wohl jüngst viele Kontrakte glattgestellt wurden, um an Cash zu kommen. Aber wir möchten daran erinnern. Das Gesamtbild spricht weiterhin für Gold. Die Zinsen sinken weltweit weiter in den Keller, was Gold grundsätzlich attraktiver macht. Hier zur aktuellen Gesamtmarktlage von heute früh der Kommentar von Milan Cutkovic von Axitrader im Wortlaut:

Ein weiteres Mal heißt es am Tag danach Wunden lecken und einen klaren Kopf bekommen. Übersetzt in die Kursentwicklung dürfte es sich daher heute Morgen eher um eine technische Gegenbewegung nach den massiven Verlusten als um eine nachhaltige Erholungsrally handeln. Den DAX sehen wir aktuell rund 250 Punkte im Plus bei 9.410 Zählern. Die Spekulanten, die auf fallende Kursverluste gesetzt haben, wollen vor dem Wochenende noch ihre Gewinne verbuchen. Ein Ende des Abwärtstrends ist jedoch weiterhin nicht in Sicht, auch weil sich die Gesundheitskrise kurzfristig wahrscheinlich weiter verstärken dürfte, vor allem in den USA. Die Investoren in Europa sind außerdem von der Europäischen Zentralbank enttäuscht. Anders als in den Vereinigten Staaten entschied sich die neue Präsidentin Christine Lagarde gegen Zinssenkungen und signalisierte damit, dass es nun an den Regierungen in Europa sei, der aktuellen Krise mit Hilfe der Fiskalpolitik zu begegnen.

Also, ist heute (zumindest nach aktuellem Stand) ein Tag des Durchschnaufens angesagt nach dem gigantischen Absturz in den bisherigen vier Tagen dieser Woche? Das könnte auch eine kleine Erholung für den Goldpreis bedeuten. Bitcoin gilt natürlich nicht als Sicherer Hafen in Crash-Zeiten. Aber eigentlich hat sich in den letzten Jahren eine riesige Gemeinde von Tech-Freaks und Tradern zusammengetan (so wollen wir es mal salopp formulieren), um den Bitcoin und andere Kryptowährungen als eine Alternative zu bisherigen Assetklassen zu definieren. Eigentlich hätte von der Logik her auch eine Flucht von Aktien hin zum Bitcoin einsetzen können oder sollen? Aber nein, auch der Bitcoin ist gerade gestern übel in den Keller gerauscht. Auch hier haben Anleger wohl Kasse gemacht, um in diesen Crash-Zeiten Cash vorhalten zu können. Bitcoin fiel alleine gestern von 7.400 auf 4.300 Dollar (hier im Chartverlauf). Auch wenn sich der Kurs aktuell auf 5.509 Dollar erholt hat, so zeigt der gestrige Tag doch, wie anfällig die Kryptos sind!

Goldpreis vs Dow 30 seit Anfang Februar

Schweizer Franken und Staatsanleihen als Fluchthäfen

Der Goldpreis fiel zuletzt also. Gold als Sicherer Hafen konnte kurzfristig nicht funktionieren. Aber der Schweizer Franken als Fluchtwährung und Staatsanleihen haben in dem Sinne funktioniert. Die Anleger nutzen sie als vermeintlichen Hort der Sicherheit. Mit heute früh 1,0538 notierte der Euro gegen den Schweizer Franken so tief wie seit 2015 nicht mehr! Im Chart sehen wir EURCHF seit Oktober 2019. Der Franken wertet immer weiter auf. Seit 21. Februar, wo der Crash bei den Aktien begann, strömten die Anleger unter anderem auch in die deutschen Staatsanleihen. Die wichtigste Laufzeit mit zehn Jahren hatte dementsprechend am 21. Februar noch eine Rendite von -0,44 Prozent, und erreichte Anfang dieser Woche mit -0,90 Prozent ihr Allzeittief (Kaufdruck sorgt für steigende Kurse und damit folgerichtig für eine fallende Rendite). Aktuell zeigt sie sich etwas erholt auf -0,63 Prozent.

Euro vs Schweizer Franken seit Oktober

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Krypto-Währungen

Ripple, IOTA und CO – was unterscheidet die einzelnen Coins voneinander?

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Der Markt der Kryptowährungen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt und es kamen mehr und mehr Währungen hinzu. Das änderte bisher nichts daran, dass der Bitcoin nach wie vor die unumstrittene Nummer 1 unter den Kryptowährungen ist. Dennoch besteht für Trader und Investoren inzwischen ein umfangreiches Angebot mit vielerlei Coins und Token.
So mancher Einsteiger stellt sich dabei jedoch die Frage, was für Möglichkeiten die einzelnen Kryptowährungen bieten und welche Unterschiede es zwischen diesen gibt. Der folgende Text liefert hierzu die Antworten auf verschiedene Fragen und hilft bei einer ersten, grundlegenden Orientierung.


Abbildung 1: Welche Kryptowährungen sind außer dem Bitcoin interessant? Die Auswahl ist nahezu endlos. Bildquelle: Thought Catalog / Unsplash.com

Einzelne Kryptowährungen im Überblick und Vergleich

Die Zahl der Bitcoin-Alternativen ist so unerschöpflich, dass ein Komplettüberblick kaum möglich erscheint. Aus diesem Grund werden mit Ripple, Ethereum und IOTA drei interessante Coins gezeigt:

1. Ripple

Der Bitcoin war der Einstieg in die Welt der Kryptowährungen und ist bis heute das Maß aller Dinge. Ripple hingegen kam erst später, sorgte aber für eigene, neue Maßstäbe im Bereich der Kryptowährungen. Seit 2012 gibt es Ripple und die Währung basiert dabei ebenso wie der Bitcoin auf der Blockchain.

Allerdings hatte Ripple von Beginn an ein klares Ziel: man will damit Zahlungsabläufe einfacher machen, die zwischen Banken und anderen Institutionen abgewickelt werden. Auch Kosten sollen sich durch den Einsatz von Ripple sparen lassen. Derartige Transaktionen sind derzeit nämlich (noch) ziemlich teuer und zudem auch zeitaufwändig.

Ripple unterscheidet sich allein durch den Umstand vom Bitcoin, dass die Währung für einen bestimmten Zweck geschaffen wurde. Eine öffentliche Blockchain gibt es hierbei nämlich nicht und es gibt auch kein dezentrales Hosting. Als normaler Benutzer besteht zudem keine Gelegenheit, Ripple zu minen.

Als pre-minded Kryptowährung wurden alle Coins – unter der Bezeichnung XRP – direkt mit der Erstellung der Blockchain ausgegeben. Ripple wird von Ripple Labs mit Sitz in San Francisco, USA entwickelt und dies erfolgt somit zentral.
Die Blockchain betreibt Ripple Labs eigenständig und arbeitet dazu mit einigen Partnern zusammen. Nach derzeitigem Stand ist Ripple die drittwichtigste Kryptowährung weltweit – man verfügt aktuell über eine Marktkapitalisierung von ungefähr 15,5 Milliarden US-Dollar.

Wer Ripple kaufen möchte, kann dies über viele gängige Kryptobörsen oder auch per CFD-Trading. Der Ripple Kurs hatte zuletzt wieder etwas an Wert verloren, nachdem es zu Beginn des Jahres 2020 erst einmal steil bergauf ging.

2. IOTA

Auch IOTA ist eine Alternative zum Bitcoin und verfolgt ebenso ein eigenes Ziel. Man will sich als Währung für das Internet der Dinge (englisch: Internet oft Things, IOT) etablieren und in diesem Zusammenhang auch als Kommunikationsmittel dienen. Anders als der Bitcoin setzt IOTA nicht auf eine Blockchain, sondern stattdessen auf eine Tangle. Diese bietet Vorteile bei der Skalierbarkeit und der Geschwindigkeit. Aktuell hat bereits der Konzern Bosch in IOTA investiert, zudem arbeitet die IOTA Stiftung auch mit Volkswagen zusammen.

Seit dem Jahr 2016 gibt es IOTA und das System soll hierbei vor allem Transaktionen zwischen Fahrzeugen, Geräten sowie Maschinen im Internet der Dinge möglich machen. Insbesondere die private Wirtschaft zeigte bereits anfangs großes Interesse an der Währung – dies trug auch dazu bei, dass die Währung mit Unterstützung großer Unternehmen vorangebracht wurde. Auch Jaguar, Fujitsu und weitere Konzerne waren daran beteiligt. Die Unternehmen erhoffen sich hierdurch eine sichere Infrastruktur für die Transaktionen zwischen unterschiedlichen Geräten.

IOTA basiert entweder auf Value Transactions oder Data Transactions – diese unterscheiden sich zwischen Wert- sowie Datenübermittlungen. Somit kann man mit Hilfe von IOTA sowohl bezahlen als auch Informationen übermitteln.

3. Ethereum

Auch Ethereum gibt es als Alternative zum Bitcoin – dabei ist diese Währung zur Zeit der wohl größte Konkurrenz für den Platzhirsch. Bei Ethereum handelt es sich um die zweitbeliebteste Kryptowährung der Welt – diesen Status konnte Ethereum bereits sieben Monate nach der Einführung im Sommer 2015 erreichen. Da gab es bereits eine Marktkapitalisierung von rund 500 Millionen US-Dollar.

Wenige Wochen später überschritt Ethereum die Grenze von einer Milliarde Dollar, heute sind es mehr als 32 Milliarden US-Dollar.
Großer Beliebtheit erfreut sich Ethereum vornehmlich bei Start-Ups. Diese agieren durch Initial Coin Offerings (ICO) und umgehen dadurch die Kapitalvergabe durch Banken und erhalten hierdurch ihr Kapital.

Eine Gemeinsamkeit zwischen Ethereum und Bitcoin besteht darin, dass es sich hierbei um digitale Währungen handelt, die nur online gekauft werden können. Zudem sind beide Währungen unabhängig von Banken und anderen öffentlichen Institutionen. Dennoch können Ethereum und Co. auch zum Bezahlen verwendet werden und sie sind in vielen Ländern als offizielle Zahlungsmittel zugelassen.

Ethereum unterliegt ebenfalls der Blockchain und wird dezentral verwaltet. Somit ist die Datenübertragung verhältnismäßig sicher und frei von Fälschungen möglich.


Abbildung 2: Der Bitcoin ist und bleibt die Nummer 1 und den Kryptowährungen. Bildquelle: @ Thought Catalog / Unsplash.com

Fazit: Alternativen zum Bitcoin gibt es einige

Nach wie vor ist der Bitcoin aktuell die beliebteste Kryptowährung – und das weltweit. Dennoch gibt es inzwischen auch viele andere Coins und Token, die als Alternativen in Frage kommen.

Durch Spezialisierungen sind diese teilweise nur für bestimmte Bereiche am Markt von großer Relevanz, können von Investoren und Tradern allerdings durchaus zum Handeln verwendet werden. Somit ergibt sich hieraus ein entsprechendes Potential und es lässt sich mit Ripple, IOTA und auch Ethereum Handel betreiben – oder aber die Währungen werden zum Bezahlen verwendet.

Die meisten Kryptowährungen basieren dabei auf der Blockchain, das gilt jedoch längst nicht für alle Angebote. IOTA arbeitet zum Beispiel mit einer Tangle, die jedoch auch wieder auf dem Prinzip einer Blockchain basiert.

Um mit Kryptowährungen zu handeln oder diese in den täglichen Alltag mit einzubeziehen, lohnt es sich letzten Endes durchaus, einen Blick über den Bitcoin-Tellerrand zu werfen und somit auch die Alternativen im Fokus zu haben.

Ripple, IOTA und Ethereum bieten hierbei – wie auch weitere Währungen wie Litecoin und Co. – ein durchaus großes Potential und entwickeln sich stetig weiter. Über Kryptobörsen besteht dabei die Gelegenheit, die einzelnen Währungen zu kaufen oder deren Kurse immer im Fokus zu behalten.

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