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Bank of America-Merrill Lynch: Cash halten, Volatilität kaufen – wir sind bereits im Bärenmarkt!

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der nächste in der Reihe der Warner: die Bank of America-Merrill Lynch rät ihren Kunden, Cash zu halten und auf eine steigende Volatilität (die meist mit sinkenden Aktienkursen einhergeht) zu spekulieren. Die bisherigen Abflüsse aus den Aktienmärkten seien noch nicht groß genug, um eine Kapitulation der Investoren zu signalisieren.

So seien 12 Milliarden Dollar aus den globalen Aktienmärkten abgezogen worden – so viel wie seit 18 Wochen nicht mehr. Profitiert haben dagegen die Gedlmärkte (Zufluß von 24 Milliarden Dollar) und die Anleihemärkte (Zufluß von 2 Milliarden Dollar). Dabei konstatiert die Bank of America-Merrill Lynch, dass vor allem aus High-Yield-Bonds und aus Schwellenländer-Anleihen weitere Gelder abgezogen worden seien, die dann in „Qualität“ (Anleihen mit guten Ratings) umgeschichtet worden seien. Erstaunlich ist, dass in der letzten Woche 1,5 Milliarden Dollar in Rohstoffe geflossen sind – offensichtlich in der Erwartung einiger Investoren, die einen Boden bei den Rohstoffpreisen antizipierten. Wohl zu früh, wie sich heute einmal mehr zeigt (Öl, Kupfer etc.).

Michael Hartnett, Chefstratege der Investmentbank, rät daher:

„Wir raten dazu, in Cash und in Volatilität long investiert zu sein, bis sich die vier ‚C‘ verbessern“. Die vier „C“ sind Consumer (Verbraucher), Commodities (Rohstoffe), Credit (gemeint sind Junk-Bonds) und China.

Damit sich die Märkte erholen könnten, bedürfe es besserer Einkaufsmanagerindizes, müsse der Ölpreis sich erholen und der Yuan sich stabilisieren – und das ist bekanntlich derzeit nicht der Fall.

Besonders interessant ist, dass die Investmentbank eine Umfrage unter ihren Kunden durchgeführt hat. Zu dem Ergebnis sagt Michael Hartnett:

„Aber die Kunden wollen auch noch nicht akzeptieren, dass wir uns schon in einer normalen, zyklischen Rezession und in einem Bärenmarkt befinden“, obwohl einige der Befragten auf steigende Risiken in dieser Richtung hingewiesen hätten.

Das bedeutet im Klaretext: die Bank of America-Merrill Lynch geht davon aus, dass die Konjunktur der USA sich bereits in der Rezession, der Aktienmarkt bereits in einem Bärenmarkt befindet!.

Die heutigen US-Konjunkturdaten, vor allem der massive Einbruch beim NY Empire State Index, der symptomatisch für Daten aus dem produzierende Gewerbe der USA seit Monaten ist, bestätigen diese These eindrucksvoll..

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    max

    15. Januar 2016 16:52 at 16:52

    Blöde Frage, aber wie investiere ich in Volatilität möglichst ohne Rollverluste, irgendwann ausgestoppt zu werden etc.?

    Ich hatte mal ein Papier der BoA und hätte mir beinahe böse die Finger verbrannt.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. Januar 2016 17:07 at 17:07

      @max,

      in Deutschland kann man das leider vergessen, die V-Dax-Produkte sind völlig unbrauchbar, um es mal extrem vorsichtig zu formulieren.
      Was am US-Markt gut handelbar ist, ist der Future auf den VIX (also die Vola auf den S&P500)

      Viele Grüsse!

      • Avatar

        R. Blancke, Schweiz

        16. Januar 2016 09:33 at 09:33

        Moin und Grüezi,
        Vermutlich rätselt der Max mit seiner (gar nicht blöden) Frage noch immer.
        Den Tipp vom Markus Fugmann in allen Ehren. Der Handel mit VIX Produkten kann durchaus lukrativ sein. Es gibt hervorragende Strategien, aber die sind nichts für Neulinge. Was aber tun ?
        Wer einen längeren und deutlichen Bärenmarkt erwartet, kann zu inversen ETF greifen.
        Gute und liquide Beispiele für Nasdaq, S&P, Russel und DOW Jones:
        PSQ, SH, RWM, DOG
        Ganz clevere kaufen in den Zwischenrallyes.
        Sogar Covered Calls kann man drauf schreiben. Aber das kriegen wir erst nächstes Jahr ;-)
        Es ist unfein, auf einer Webseite einen Hinweis auf eine andere zu geben.
        Sonst hätte ich die Seite vom blue collar investor genannt. Mache ich natürlich nicht. Herr Fugmann wäre mir auf ewig gram.
        Liebe Grüsse aus der Schweiz ( Endlich Schnee !!! )

  2. Avatar

    Boncas

    15. Januar 2016 17:48 at 17:48

    Interessante indirekte Investments in die Volatilität via Optionsprämienstrategie sind die beiden nachfolgend genannten Fonds, deren Anteilspreise bei schnell und stark steigender Volatilität fallen, bei Normalisierung der Marktverhältnisse aber auch wieder deutlich steigen. Mittelfristig kann man damit im Moment nichts verkehrt machen:

    Antecedo CIS Strategic Invest (ISIN: DE000A0YJL93): fällt in Crash-Phasen stark, steigt danach aber auch wieder stark.

    OptoFlex Y (ISIN: LU0834815879): für Anleger, die es nicht so „zappelig“ wollen.

    Beide Fonds verfolgen eine wirklich interessante Absolute-Return-Strategie, die über einen rollierenden Dreijahreszeitraum gute Renditen verspricht und bisher auch geliefert hat.

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