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Bank of America-Quartalszahlen: Umsatz unter, Gewinn über Erwartung – Trump-Effekt drastisch kleiner als bei Citi

Die Bank of America-Quartalszahlen sind soeben veröffentlicht worden. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bank of America-Quartalszahlen sind soeben veröffentlicht worden. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,99 /erwartet 21,3).

Der Gewinn liegt bei 0,47 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,41/erwartet 0,44).

0,47 Dollar ist der bereinigte Gewinn, wo die einmaligen Belastungen durch Trumps Steuerreform schon rausgerechnet sind. Tatsächlich mit den einmaligen Steuermehraufwendungen liegt der Gewinn nur bei 0,20 Dollar. Der Steuereffekt macht also pro Aktie 0,27 Dollar im letzten Quartal aus, oder als Gesamtsumme 2,9 Milliarden Dollar (Citi 18 Milliarden Dollar).

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,61%.

Cosumer Banking-Umsatz +10%.

Global Wealth and Investment Management +7%.

Global Banking +10%.

Global Markets -9%.

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Gerd

    17. Januar 2018 13:56 at 13:56

    Vielleicht habe ich die Erläuterungen auch verpasst. Ansonsten würde ich mich über einen Hinweis freuen, warum die Steuerreform insbesondere bei Banken „Verluste“ hervorruft?

    Ich habe (als Bank) u.U. in 2017 (oder auch in den Jahren davor) einen Verlust, den ich auf das nächste Jahr vortragen darf. Und den ich dann mit dem hoffentlich im neuen Jahr erzielten Gewinn verrechnen kann.
    Das spart im neuen Jahr Steuern. So ist es doch, oder?

    Jetzt liegt der Steuersatz ab 2018 aber nicht mehr bei 35% sondern nur noch bei 21%.
    Also, fällt die Steuerersparnis durch den Verlustvortrag natürlich um den verminderten Steuersatz geringer aus.
    Aber das ist doch kein „Verlust“ – bestenfalls ein Grund für den Verlustvortragenden zu erwähnen, dass seinetwegen die Steuersenkung auch erst ab 2019 wirksam zu werden bräuchte, weil er in 2018 eh keine oder kaum Steuern zu zahlen gehabt haben würde.

    • Avatar

      Wolfgang M.

      17. Januar 2018 15:55 at 15:55

      @Gerd. Es geht bei den Banken um die bereits bilanzierten künftigen Steuerverbindlichkeiten und -forderungen, die nun neu bewertet werden müssen. Durch die Senkung des Steuersatzes von 35 auf 21% entstehen bei der Citigroup, die in der Finanzkrise gigantische Verluste gemacht hat, erhebliche Abschreibungen (fast 22 Mrd. $ ). Klar sinkt die künftige Steuerlast, aber hier sieht man wieder welch riesige Verlustvorträge in der Subprime-Blasé entstanden sind, die nun erheblich weniger wert sind. Gruß

      • Avatar

        Gerd

        17. Januar 2018 16:32 at 16:32

        Wolfgang, du meinst, den Banken wäre erlaubt, schon im Jahr 2017 eine Forderung gegenüber dem Fiskus auf Steuererstattung gewinnwirksam zu bilanzieren, die sie von diesem aber erst im Jahr 2018 bekommen würden. Die sie aber auch nur fiktiv bekommen würden, real würden sie ja im besten Fall nur weniger zahlen.
        Dass sie das dürften, kommt mir schon etwas vage vor. Falls sie 2018 keinen Gewinn machen würden, wäre das ja von vornherein nur eine Luftnummer und sie müssten auf einen steuerbaren Gewinn in 2019 hoffen.

        Und selbst, falls sie am Jahresende 2018 reale Gewinne erzielt haben würden – was eben erst noch zu beweisen ist – die sie dann zu versteuern hätten, dann überweist ihnen die Finanzkasse doch das Geld nicht sondern diese verlangt nur entsprechend weniger von den Banken. Das darf die Bank aber doch nicht in 2017 schon vorausschauend/vorausahnend bilanzieren. Erst im Jahr 2018 hätten die Banken einen entsprechend höheren Nachsteuergewinn, weil sie weniger Steuern zahlen. Aber den haben sie mit der Steuerreform ja auch, weil sie ja eine um 14%-Punkte niedrigeren Steuersatz haben.

        Mein persönliches Fazit leider. Ich habe es noch immer nicht kapiert.
        Aber dir trotzdem ein großes Danke.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          17. Januar 2018 17:13 at 17:13

          Gerd, so wie ich das US-Steuerrecht verstanden habe, ist der Verlustvortrag, der aus der Immoblilienkrise entstanden ist, ein positiver Bilanzposten, der zu einer geringeren Steuerlast führt. Da Trump die Steuerreform noch 2017 verabschiedet hat, ist der geringere Bilanzeffekt noch im 4.Quartal 2017 abzuschreiben. Betroffen davon, neben Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs auch die Deutsche Bank, Barclays, UBS, Credit Suisse u.a. Allerdings hat diese Abschreibung keine Auswirkung auf das Eigenkapital, Sie muss aber noch für das Jahr 2017 erfolgen. So mein Kenntnisstand.

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            Gerd

            17. Januar 2018 19:21 at 19:21

            Also, wenn das soo ist (Immobilienkrise-Verlustvortrag-positiver Bilanzposten), dann ist die weitere Abfolge in der Tat logisch. Obgleich das mit diesem positiven Bilanzposten eigenartig klingt – so wird es aber dann wohl einfach sein müssen.
            Ein erneutes Danke von mir.

            P.S.
            Bei einer Bank wird für mich noch ein Verlust-Topf geführt, der Jahr für Jahr vorgetragen wurde. Wenn ich den bis zum 15.12. nicht abgebaut habe, beantrage ich eine Verlustbescheinigung. Die lege ich aber nicht dem Finanzamt vor, sondern einem Kreditinstitut mit der Behauptung, das sei doch ein Aktivposten. Sie mögen mir daraufhin doch bitte einen ansonsten total ungesicherten Kredit geben.

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Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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