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Europa

Bank of England belässt Leitzins bei 0,50% – UPDATE 13:09 Uhr

Die Bank of England hat soeben ihre jüngste Entscheidung verkündet. Der Leitzins bleibt unverändert…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bank of England hat soeben ihre jüngste Entscheidung verkündet. Der Leitzins bleibt unverändert bei 0,50%.

Die Abstimmung fiel mit 9:0 Stimmen eindeutig aus.

GBPUSD reagiert in den ersten Augenblicken mit -20 Pips.

EURGBP reagiert in den ersten Augenblicken mit +14 Pips.

UPDATE 13:09 Uhr

Die BoE schreibt in ihrem Begleittext, dass man davon ausgeht, dass die Inflation mit 3,1% in November ihr Hoch erreicht hat, und längerfristig eher um die 2% liegen wird. Das BIP werde in den nächsten Jahren nur moderat wachsen. Das bedeutet: Leute, alles in Ordnung die explodierenden Preise sind nur eine vorübergehende Erscheinung – wir brauchen erstmal keine weitere Zinsanhebung. Die 9:0 Stimmen zeigen auch eine Einstimmigkeit im Notenbankrat! Hier der BoE-Text im Wortlaut:

In the MPC’s most recent economic projections, set out in the November Inflation Report, GDP grew modestly over the next few years, at a pace just above its reduced rate of potential. Consumption growth remained sluggish in the near term before rising, in line with household incomes. Net trade was bolstered by the strong global expansion and the past depreciation of sterling. Business investment, while affected by uncertainties around Brexit, was projected to continue to grow at a modest pace, supported by strong global demand, high rates of profitability, the low cost of capital and limited spare capacity.

Unemployment was expected to remain low throughout the three-year forecast period, and domestic inflationary pressures were projected to pick up gradually as remaining spare capacity was absorbed and wage growth recovered. Nevertheless, reflecting the diminishing effect of sterling’s depreciation, CPI inflation was forecast to decline from around 3% to approach the 2% target by the end of the three-year forecast period.

The recent news in the macroeconomic data has been mixed and relatively limited. Global growth has remained strong. Domestically, some activity indicators suggest GDP growth in Q4 might be slightly softer than in Q3. The measures announced in the Autumn Budget will lessen the drag on aggregate demand stemming from fiscal consolidation, relative to previous plans. The labour market remains tight, and surveys suggest this will continue. Although it is too early to arrive at a comprehensive view of the effect of November’s rise in Bank Rate on the economy, the impact on interest rates faced by households and firms has been consistent with previous experience.

CPI inflation was 3.1% in November. It remains the case that inflation has been pushed above the target by the boost to import prices that resulted from the past depreciation of sterling. The MPC judges that inflation is likely to be close to its peak, and will decline towards the 2% target in the medium term. In line with the procedure set out in the MPC’s remit, the Governor will be writing an open letter to the Chancellor of the Exchequer, accounting for the overshoot relative to the target and explaining the MPC’s policy strategy to return inflation sustainably to the target. This letter will be published alongside the minutes of the February 2018 MPC meeting and the accompanying Inflation Report.

Developments regarding the United Kingdom’s withdrawal from the European Union – and in particular the reaction of households, businesses and asset prices to them – remain the most significant influence on, and source of uncertainty about, the economic outlook. The Committee noted the progress in the Article 50 negotiations between the United Kingdom and the European Union. In such exceptional circumstances, the MPC’s remit specifies that the Committee must balance any trade-off between the speed at which it intends to return inflation sustainably to the target and the support that monetary policy provides to jobs and activity.

The steady erosion of slack over the past year or so has reduced the degree to which it is appropriate for the MPC to accommodate an extended period of inflation above the target. Consequently, at its previous meeting, the MPC judged it appropriate to tighten modestly the stance of monetary policy in order to return inflation sustainably to the target, while continuing to provide significant support to jobs and activity. At this meeting, the Committee voted unanimously to maintain the current monetary stance. The Committee remains of the view that, were the economy to follow the path expected in the November Inflation Report, further modest increases in Bank Rate would be warranted over the next few years, in order to return inflation sustainably to the target. Any future increases in Bank Rate are expected to be at a gradual pace and to a limited extent. The Committee will monitor closely the incoming evidence on the evolving economic outlook, including the impact of last month’s increase in Bank Rate, and stands ready to respond to developments as they unfold to ensure a sustainable return of inflation to the 2% target.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    m.d

    14. Dezember 2017 13:16 at 13:16

    also heißt das gbp shorten oder long gehen. :)

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Europa

ifo Index mit zweitem Rückgang in Folge – Lage ok, Erwartungen schwächer

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für November veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,7 (Prognose war 90,1; Vormonat Oktober war 92,7) – das ist der zweite Rückgang in Folge nach zuvor fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,0 (Prognose war 87,0; Vormonat war 90,3)

– Erwartungen: 91,5 (Prognose war 93,5; Vormonat war 95,0)

Dazu Wohlrabe von ifo: Dienstleistungssektor spürbar schwächer, Industrie hat sich Abwärtsentwicklung entgegen gestemmt, Handel schwächer

Hier die Pressemitteilung des ifo:

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindikator merklich nachgegeben. Er liegt erstmals seit dem Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung hat sich deutlich eingetrübt. Zudem blicken erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe sind regelrecht abgestürzt.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht nachgegeben. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.“

Der ifo Index ist das wichtgiste deutsche Konjunkturbarometer

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Europa

Deutsche Wirtschaft: Einkaufsmanager – Lage mau, aber Optimismus wegen Impfstoff

Markus Fugmann

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für November) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 52,0 (Prognose war 50,4; Vormonat war ,)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,9 (Prognose war 56,5; Vormonat war 58,2)

Dienstleistung: 46,2 (Prognose war 46,3; Vormonat war 49,5)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 49,1 für Gewerbe (Prognose war 50,1; Vormonat war 51,3) und mit 38,0 für Dienstleistung (Prognose war 37,7; Vormonat war 46,5) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Wie erwartet wirkten sich die neuerlichen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie negativ auf die deutsche
Wirtschaft aus. Die aktuellen PMI-Vorabschätzungen zeigen, dass der Servicesektor aktuell wieder so tief in der Krise steckt wie im Mai.
Die Widerstandskraft der Industrie, die vor allem von den Exportsteigerungen nach Asien profitierte, bekräftigt uns allerdings in der Annahme, dass ein möglicher Abschwung im vierten Quartal 2020 deutlich schwächer ausfallen dürfte als im ersten Halbjahr. Die positiven Nachrichten um die Entwicklung eines Corona-Impfstoffs verliehen der Stimmung unter den deutschen Unternehmen jedenfalls Auftrieb, von denen viele jetzt auf eine Rückkehr zur Normalität in den nächsten zwölf Monaten hoffen. Dies dürfte auch den jüngsten Daten zum Arbeitsmarkt zu Gute gekommen sein, die zeigen, dass sich die Lage in der Industrie der Stabilisierung weiter angenähert hat und die Beschäftigung im Servicesektor weiter gestiegen
ist.“

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Europa

Verbraucherpreise in Eurozone dritten Monat in Folge in Deflation – Zweiteilung des Kontinents

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse in der Klemme

Die europäische Statistikagentur Eurostat hat heute die ausführlichen und endgültigen Ergebnisse für die Verbraucherpreise im Oktober veröffentlicht. Mit -0,3 Prozent im Jahresvergleich hängen sie nun den dritten Monat in Folge in der Deflation (Vormonate -0,3 Prozent und -0,2 Prozent). Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa zu großen Teilen eine Art Deflations-Abwehr darstellt. Wo einige Länder noch nicht den Euro haben, ist Inflation klar erkennbar – oft sogar mehr als deutlich. So hat die Gesamt-EU im Oktober auch einen Wert von +0,3 Prozent hingelegt. Man muss es sich mal vorstellen. Länder wie die Slowakei, Rumänien, Tschechien, Ungarn und Polen liefern Steigerungen der Verbraucherpreise zwischen +1,6 Prozent und 3,8 Prozent (siehe rechter Teil der Grafik).

Grafik zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise pro Land

In den Details für die Eurozone sieht man: Die Verbraucherpreise für Lebensmittel legen zu, jetzt mit einer Steigerungsrate von +2,0 Prozent. Die Energiepreise ziehen mit -8,2 Prozent den Schnitt weiterhin kräftig nach unten. Aber auch die Dienstleistungen sind mit schuldig mit nur noch +0,4 Prozent, wo man noch im Juni Steigerungsraten über 1 Prozent sah. Hier schlägt wohl auch die deutsche Mehrwertsteuersenkung zu Buche, die seit Juli in Kraft ist. Aber abwarten. Ab Januar, wenn die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland wieder rückgängig gemacht wird, dürften die Verbraucherpreise wieder auf die Null-Linie kommen – auch für die Eurozone?

Grafik zeigt Details der Verbraucherpreise

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