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Bank of England aktuell: Zinsanhebung um 0,25% auf 0,50% – UPDATE 13:08 Uhr

Die Bank of England hat soeben beschlossen den Leitzins von 0,25% auf 0,50% anzuheben. Die Abstimmung fiel mit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bank of England hat soeben beschlossen den Leitzins von 0,25% auf 0,50% anzuheben. Die Abstimmung fiel mit 7:2 Stimmen eindeutig dafür aus!

Die Erwartungen für die heutige Sitzung lagen bei 6 gegen 3 Stimmen für Zinsanhebung im Notenbankrat. Bei der vorigen Zinsentscheidung lag das Verhältnis noch 7 gegen 2 für eine Beibehaltung der Zinsen bei 0,25%.

Die Stimmung hat sich einfach gedreht. Die Inflation ist inzwischen zu hoch.

UPDATE 13:08 Uhr

Die Anleihekaufprogramme laufen normal weiter.

Der Inflationsausblick im November bleibe unverändert zum Report aus August, so die Bank of England.

Man erwarte, dass die Inflation im letzten Monat knapp über 3% seinen Höhepunkt gefunden habe.

Mag das der Grund dafür sein, dass das Pfund aktuell in einer ersten Reaktion gegen den US-Dollar um 80 Pips auf 1,3145 nachgibt? Denn die Phantasie für weitere Zinsanhebungen wäre damit erst mal futsch.

Der Euro steigt gegen das Pfund um 70 Pips auf 0,8874.

Hier der Text zur Zinsentscheidung:

The MPC’s outlook for inflation and activity in the November Inflation Report is broadly similar to its projections in August. In the MPC’s central forecast, conditioned on the gently rising path of Bank Rate implied by current market yields, GDP grows modestly over the next few years at a pace just above its reduced rate of potential. Consumption growth remains sluggish in the near term before rising, in line with household incomes. Net trade is bolstered by the strong global expansion and the past depreciation of sterling. Business investment is being affected by uncertainties around Brexit, but it continues to grow at a moderate pace, supported by strong global demand, high rates of profitability, the low cost of capital and limited spare capacity.

CPI inflation rose to 3.0% in September. The MPC still expects inflation to peak above 3.0% in October, as the past depreciation of sterling and recent increases in energy prices continue to pass through to consumer prices. The effects of rising import prices on inflation diminish over the next few years, and domestic inflationary pressures gradually pick up as spare capacity is absorbed and wage growth recovers. On balance, inflation is expected to fall back over the next year and, conditioned on the gently rising path of Bank Rate implied by current market yields, to approach the 2% target by the end of the forecast period.

As in previous Reports, the MPC’s projections are conditioned on the average of a range of possible outcomes for the United Kingdom’s eventual trading relationship with the European Union. The projections also assume that, in the interim, households and companies base their decisions on the expectation of a smooth adjustment to that new trading relationship.

The decision to leave the European Union is having a noticeable impact on the economic outlook. The overshoot of inflation throughout the forecast predominantly reflects the effects on import prices of the referendum-related fall in sterling. Uncertainties associated with Brexit are weighing on domestic activity, which has slowed even as global growth has risen significantly. And Brexit-related constraints on investment and labour supply appear to be reinforcing the marked slowdown that has been increasingly evident in recent years in the rate at which the economy can grow without generating inflationary pressures.

Monetary policy cannot prevent either the necessary real adjustment as the United Kingdom moves towards its new international trading arrangements or the weaker real income growth that is likely to accompany that adjustment over the next few years. It can, however, support the economy during the adjustment process. The MPC’s remit specifies that, in such exceptional circumstances, the Committee must balance any trade-off between the speed at which it intends to return inflation sustainably to the target and the support that monetary policy provides to jobs and activity.

The steady erosion of slack has reduced the degree to which it is appropriate for the MPC to accommodate an extended period of inflation above the target. Unemployment has fallen to a 42-year low and the MPC judges that the level of remaining slack is limited. The global economy is growing strongly, domestic financial conditions are highly accommodative and consumer confidence has remained resilient. In line with the framework set out at the time of the referendum, the MPC now judges it appropriate to tighten modestly the stance of monetary policy in order to return inflation sustainably to the target. Accordingly, the Committee voted by 7-2 to raise Bank Rate by 0.25 percentage points, to 0.5%. Monetary policy continues to provide significant support to jobs and activity in the current exceptional circumstances. All members agree that any future increases in Bank Rate would be expected to be at a gradual pace and to a limited extent.

There remain considerable risks to the outlook, which include the response of households, businesses and financial markets to developments related to the process of EU withdrawal. The MPC will respond to developments as they occur insofar as they affect the behaviour of households and businesses, and the outlook for inflation. The Committee will monitor closely the incoming evidence on these and other developments, including the impact of today’s increase in Bank Rate, and stands ready to respond to changes in the economic outlook as they unfold to ensure a sustainable return of inflation to the 2% target.

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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