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Bank of England aktuell: Leitzins unverändert, Pfund-Schwäche erwünscht?

Die Bank of England verkündet soeben: Der Leitzins bleibt unverändert bei 0,25%. Die Käufe von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen bleiben ebenfalls unverändert bei…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Bank of England verkündet soeben: Der Leitzins bleibt unverändert bei 0,25%. Die Käufe von Staatsanleihen und Unternehmensanleihen bleiben ebenfalls unverändert bei 435 und 10 Milliarden Pfund. Man betont, dass man das Inflationsziel von 2% erreichen will, und gleichzeitig Wachstum und Arbeitsmarkt unterstützt. Daher ist die Tendenz gefühlt wohl erstmal weiterhin ausgerichtet Richtung Zinsschwäche und Laufen lassen der Inflation Richtung 2%. In einer ersten Reaktion fällt das Pfund gegen den US-Dollar von 1,2482 auf jetzt 1,2462.

Hier die Bank of England im aktuellen Originaltext:


In the November Inflation Report, the Committee set out its projections for output, unemployment and inflation, conditioned on average market yields. Output was expected to grow at a moderate pace in the near term, but slow from the beginning of next year. In part that reflected the likelihood that household real income growth would slow and hence weaken household spending. It also reflected uncertainty over future trading arrangements, and the risk that UK-based firms’ access to EU markets could be materially reduced, which could restrain business activity and supply growth over a protracted period. The unemployment rate was projected to rise to around 5½% by the middle of 2018 and to stay at around that level throughout 2019. Largely as a result of the depreciation of sterling, CPI inflation was expected to rise to around 2¾% in 2018, before falling back gradually over 2019 to reach 2½% in three years’ time. Inflation was judged likely to return to close to the target over the following year.

Since November, long-term interest rates have risen internationally, including in the United Kingdom. In part, this reflects expectations of looser fiscal policy in the United States which, if it materialises, will help to underpin the slightly greater momentum in the global economy evident in a range of data since the summer. At the same time, however, the global outlook has become more fragile, with risks in China, the euro area and some emerging markets, and an increase in policy uncertainty.

Domestically, data released since the Committee’s previous meeting continue to indicate that activity is growing at a moderate pace, supported by solid consumption growth. Forward-looking components of business surveys are weaker than those regarding current output, however, suggesting that some slowing in activity is in prospect during 2017. The timing and extent of this slowing will depend crucially on the evolution of wages and how resilient household spending is to the pressure on real incomes from higher inflation.

Twelve-month CPI inflation stood at 1.2% in November, up from 0.9% in October and 1.0% in September. Looking forward, the MPC expects inflation to rise to the 2% target within six months. Since the Committee’s previous meeting, sterling’s trade-weighted exchange rate has appreciated by over 6%, while dollar oil prices have risen by 14%. All else equal, this would result in a slightly lower path for inflation than envisaged in the November Inflation Report, though it is still likely to overshoot the target later in 2017 and through 2018.

The MPC’s Remit requires that monetary policy should balance the speed with which inflation is returned to the target with the support for real activity. The lower level of sterling since the vote to leave the European Union has adversely affected that trade-off. Sterling’s effect on CPI inflation will ultimately prove temporary and fully offsetting it would require exerting further downward pressure on domestic costs, including wages, and would therefore involve lost output and higher unemployment. The Committee continues to judge that such outcomes would be undesirable and, consistent with its Remit, that it would therefore be appropriate to set policy so that inflation returns to its target over a longer period than the usual 18-24 months.

Equally, there are limits to the extent to which above-target inflation can be tolerated. Those limits depend, for example, on the cause of the inflation overshoot, the extent of second-round effects on domestic costs, the evolution of inflation expectations, and the scale of the shortfall in economic activity below potential. Inflation expectations at medium-term horizons had been somewhat below their past average levels, reflecting the period of below-target inflation, although some measures have risen more recently. The Committee continues to monitor the evolution of these expectations closely.

In light of these developments, and in keeping with its Remit, the MPC at its December meeting agreed unanimously that Bank Rate should be maintained at its current level. It also agreed unanimously to continue the previously announced asset purchase programmes, financed by the issuance of central bank reserves.

Earlier in the year, the Committee noted that the path of monetary policy following the referendum on EU membership would depend on the evolution of the prospects for demand, supply, the exchange rate, and therefore inflation. This remains the case. Monetary policy can respond, in either direction, to changes to the economic outlook as they unfold to ensure a sustainable return of inflation to the 2% target.

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Allgemein

Brexit-Einigung? Wie das Pfund letztlich auch auf den Goldpreis abstrahlen kann

Claudio Kummerfeld

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Das Brexit-Wort über dem Union Jack

Auch wenn die Brexit-Verhandlungen jüngst wegen einem Corona-Fall in der EU-Delegation unterbrochen wurden, so legt ein ganz aktueller Artikel im „The Guardian“ nahe, dass der Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der EU doch noch ein Erfolg werden könnte. Über die wichtigsten Punkte gäbe es bereits Einigungen. Also, nehmen wir jetzt mal an, dass wirklich dieses kleine Wunder geschieht, und man sich in den nächsten Tagen wirklich noch auf einen Brexit-Deal einigt.

Brexit-Deal bringt Pfund spürbar nach oben?

Dann, da ist sich die Analystengemeinde relativ einig, sollte dies für das britische Pfund eine spürbare Aufwertung gegenüber US-Dollar und Euro bedeuten. Denn bei einem geregelten und relativ zollfreien Handel mit dem Kontinent wäre das ein kräftiger Pluspunkt für die britische Wirtschaft! Aber kommen wir zu den möglichen Folgewirkungen, die sich bis zum Goldpreis erstrecken können.

Der Dollar-Index ist ein Währungskorb des US-Dollar gegenüber anderen weltweit wichtigen Währungen wie dem Euro, Pfund, Schweizer Franken, Yen usw. Der Euro stellt in diesem Korb gegenüber dem US-Dollar das Schwergewicht dar mit 57,6 Prozent Gewichtung. Das britische Pfund ist in diesem Korb mit 11,9 Prozent Anteil vertreten. Dennoch: Sollte das Pfund dank Brexit-Einigung plötzlich kräftig aufwerten, könnte dies den Dollar-Index spürbar runterziehen.

Fallender US-Dollar bringt Goldpreis zum Steigen

Und ein fallender US-Dollar bedeutet grundsätzlich eine Aufwertung für alle Assets, die global hauptsächlich in US-Dollar gehandelt werden, wie der Ölpreis und auch der Goldpreis. Letzterer ist seit Monaten äußerst sensibel in Bezug auf Bewegungen im US-Dollar. So kann eine kräftige Aufwertung im britischen Pfund daher über einen schwächeren US-Dollar zu einem steigenden Goldpreis führen. Soweit das Szenario. Ob es so kommt, und ob das mit dem Brexit-Deal überhaupt etwas wird… das kann Stand jetzt wohl nicht mal die beste Glaskugel sagen. Im Chart sehen wir den Verlauf des Pfund gegen den US-Dollar seit Mitte 2017.

Chart zeigt Pfund gegen US-Dollar seit dem Jahr 2017

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