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Bank of England: auf dem falschen Fuß erwischt! Was nun?

Der Grund für die heutige Untätigkeit der Bank of England liegt auf der Hand – indem man nichts tut, suggeriert man den Märkten: entspannt euch, wir kriegen das locker in den Griff, alles halb so wild mit dem Brexit..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Das war für die meisten wohl eine deftige Überraschung: die Bank of England läßt alles, wie es war: keine Zinssenkung, nicht mehr QE. Warum? Der Grund liegt auf der Hand: indem man nichts tut, suggeriert man den Märkten: entspannt euch, wir kriegen das locker in den Griff, alles halb so wild mit dem Brexit.

Man kann davon ausgehen, dass die Entscheidung – Unabhängigkeit der Bank of England hin oder her – mit den neuen Machthabern in der Downing Street eng abgestimmt ist. Es ist vor allem ein politisches Signal, das von dieser Entscheidung ausgehen soll mit dem Tenor: wir sind Herr der Lage, kein Grund zur Panik, daher haben wir keine Notwendigkeit, etwas zu tun. Stimmungen schaffen ökonomische Fakten – das wissen die Verantwortlichen sehr genau!

Für die Märkte ist das im ersten Moment eine schlechte Nachricht, daher der Rücksetzer bei den Aktienindizes. Aber bei zweitem Hinsehen werden die Märkte es so verstehen, wie es gemeint ist: als ein Signal der Beruhigung. Und das wiederum dürfte die Risikobereitschaft wieder anheizen, sprich die Märkte dürften nach dem ersten Schock da weiter machen, wo sie vorher aufgehört hatten..

Hier die ersten heftigen Reaktion im Chartvergleich (Pfund in schwarz, Dax/FTSE in blau/orange):

Pfund Dax FTSE

Nur gibt es mittelfristig eines zu bedenken: das Signal ist ja gut und schön, aber die Realität ist leider anders. Das wird aber erst später klar werden..

9 Kommentare

9 Comments

  1. Avatar

    Beate

    14. Juli 2016 13:42 at 13:42

    irre ich mich oder mutiert der gute fugmann gerade vom bären zum bullen?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      14. Juli 2016 13:45 at 13:45

      @Beate, die Kunst scheint mir darin zu bestehen, bullisch zu sein, wenn die Märkte steigen – und bärisch, wenn sie fallen. Übergeordnet gehe ich davon aus, dass die Märkte die Folgen des Brexit massiv unterschätzen und daher heftige Probleme bekommen werden; es aber dauern wird, bis sie zu dieser Einsicht gelangen. Und bis dahin sind die Bullen jetzt eben noch im Vorteil..

  2. Avatar

    Jochen

    14. Juli 2016 13:50 at 13:50

    Ich hingegen denke, dass sie ihr Pulver nicht jetzt schon verschießen wollten ;)

    • Avatar

      Martin

      14. Juli 2016 14:17 at 14:17

      Und die Phantasie für Maßnahmen bleibt erhalten. Das wird die Märkte in den nächsten Wochen stützen. Nach der ersten Enttäuschung über den ausgebliebenen zinsschritt vermutlich nachhaltiger als wenn die BoE schon einiges an Pulver verschossen hätte.

  3. Avatar

    back2life

    14. Juli 2016 14:05 at 14:05

    Unglaublich wie die Märkte wenn sie nach oben wollen immer einen Grund finden warum es doch gut ist, wenn nicht so dann eben so usw. Für die US Indizes sowieso, die steigen egal was kommt kennen kein Halten mehr, selbst Herrn Fugmann muss sich übergeben…

  4. Avatar

    Wolfgang Koch

    15. Juli 2016 07:36 at 07:36

    Was sind eigentlich „die Märkte“?Ein „Markt“ stellt für mich eine von Angebot&Nachfrage bestimmte Institution zur gerechten Preisfindung dar.Seit die Politbüros der Weltnotenbanken „die Märkte“ als ihr Kerngeschäft ansehen,ist davon so gut wie nichts mehr übriggeblieben!Dass der eigentlich totgeglaubte Kommunismus den Kapitalismus einmal feindlich übernimmt,hatte ich auch nicht auf dem Schirm!

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien

Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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