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Bank run in Kanada – was geht da vor sich? Corona und Deglobalisierung

Bank run in Kanada? Corona und Deglobalisierung

In Kanada spielt sich offenkundig aktuell ein bank run ab – es werden massenhaft Gelder von Konten abgehoben! Hintergrund sind die Proteste der Trucker, die in den letzten Tagen die Hauptstadt Ottawa belagert hatten.

Kanadas Ministerpräsident Trudeau hatte mittels eines Notstandsgesetzes versucht, die Proteste der Trucker zu beenden: ihnen können die Bank-Konten eingefroren werden, zumindest zeitweise, wie Trudeau formulierte („time-limited“, „reasonable and proportionate“). Juristische Handhabe für die Maßnahme ist „das 1988 verabschiedete, aber noch nie angewandte Gesetz“ (tagesschau.de), womit die vorübergehende Aussetzung der Bürgerrechte zur Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung geregelt ist.

Dagegen regt sich heftiger Protest – nicht nur der Trucker. Letztere protestieren gegen die Corona-Maßnahmen der Trudeau-Regierung: unter anderem gegen das Verbot, die Grenze Kanada-USA ohne Impfung nicht passieren zu können (hier O-Töne der kanadischen Trucker bei Deutschlands führendem Qualitäts-Blatt..).

Bank run in Kanada als Antwort auf Trudeau

Der aktuell offenkundig zu beobachtende Bank run in Kanada kommt mit Ansage. Es ist der Versuch der Trucker und deren Sympathisanten, den harschen Maßnahmen der Trudeau-Regierung gewissermaßen die Schlagkraft zu nehmen, nach dem Motto: wenn ihr uns die Konten sperrt, dann heben wir alle das Geld ab und machen einen orchestrierten bank run.

Ein solcher Bank run ist bekanntlich System-gefährdend: wenn sehr viele Menschen in kurzen Zeitraum Geld abheben, können Banken schnell kippen. Das gilt jedenfalls im Falle eines klassischen Bank run, bei dem die Kunden um die Solvenz ihrer Bank fürchten und daher ihr Geld möglichst schnell abheben wollen.

Denn faktisch hat ein Kunde mit dem Geld, das er auf seinem Bank-Konto hat, der Bank eigentlich einen Kredit gegeben. Fürchten die Kunden der Bank (also die Gläubiger), dass der Schuldner (die Bank) nicht zahlungsfähig ist, kommt es zu diesem bank run (so in der Weltwirtschaftskrise, in Argentinien, während der Finanzkrise etc.).

In Kanada erfolgte dieser bank run jedoch nicht aufgrund des Verdachts der Kunden, dass ihre jeweilige Bank in Zahlungsschwierigkeiten sein könnte – sondern eben als offenkundig geplante Aktion gegen die Trudeau-Regierung, also aus politischen Motiven.

Dass die Entwicklung Dynamik gewinnt, zeigen etwa Google-Daten für Kanada: dort schießt der Suchbegriff „bank run“ massiv nach oben:

Die Folge: Viele Bank-Automaten scheinen derzeit „leer“ zu sein, man kann also kein Geld mehr von diesen Bank-Automaten abheben:

Corona als game changer: Deglobalsierung und Spaltung

Man darf gespannt sein, wie die Entwicklung weiter geht – für Kanada zeichnet sich offenkundig eine politische Zerreißprobe ab: Notstandsgesetze gegen bank run. Wer hätte so etwas noch vor wenigen Jahren für möglich gehalten?

Im historischen Rückblick dürfte man erkennen, dass Corona ein absoluter game changer war – anders etwa als 09/11. Denn mit und durch Corona ändern sich Strukturen grundlegend, driften nicht nur gesellschaftliche Gruppen weiter auseinander, sondern auch Staaten durch eine Art Deglobalsierung.

Faktisch beendet Corona also die Ära der Globalisierung – und damit auch eine deflatorische Ära. Die Deglobalslierung aber ist der Beginn eines Jahrzehnts der Inflation..



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11 Kommentare

  1. Der bank run in Kanada könnte eine gewisse Eigendynamik entwickeln.
    Mitbürger,die nicht „mitgemacht“haben,könnten sich näher mit der Qualität einer Fiat Währung
    auseinandersetzen.Dies könnte sich selbst auf den Goldpreis auswirken oder tut es das gerade heute ?

  2. Hansueli Wermelinger

    Autsch, der Schuss von Trudeau geht voll hinten los. Anstatt die Situation via Notrecht in den Griff zu bekommen, rennen die Leute um ihr Geld, das wollte der Globalist sicherlich nicht. Scheint nicht mehr alles so zu laufen, wie man es geplant hatte.

  3. Ein Bank run ist in Europa wirklich kaum möglich, denn es existiert gar nicht so viel Bargeld, dass auch nur etwa 5 % des Geldes von der Bank abgeholt werden könnte.
    Naja, mit den Lissabon-Verträgen von 2009, ist in Europa sogar die Todesstrafe wieder eingeführt worden. Auch das explizit „Aufrührer“ auf der Straße erschossen werden dürfen.
    Wer ein „Aufrührer“ war, werden die Einschüsse dann belegen.
    Die Eliten wissen schon seit vielen Jahren was da auf uns zukommt.

    Viele Grüße aus Andalusien Helmut

  4. Schon erstaunlich, wie rasant schnell auch etablierte System kollabieren können. Ich war bislang überzeugt, dass nur die „schlechten“ Systeme (Ifan, Irak, Russland….) kollabieren können und sollten, aber jetzt auch die „guten“, das kann nicht sein.

  5. Bankrun ist auch nicht nötig – in D reicht es schon aus, wenn keiner mehr mit Karte bezahlen würde…

    Freundliche Grüße

    Ingo

  6. Genauso schärft man das Bewusstsein im Volk, dass das Geld auf der Bank in Krisenzeiten eben
    nicht sicher ist.
    Kanada könnte sich noch als „Butterfly-Effekt“ herausstellen – also der Flügelschlag, der
    am anderen Ende der Welt einen Orkan auslöst.

    Brandgefährlich was da gerade passiert, da es kaum jemand auf dem Schirm hat.
    Unbedingt weiter beobachten!

    1. „nicht auf dem schirm hat“, gut geschrieben. kein wunder, es wird in den mainstreammedien ja auch alles dafür getan, es nicht auf dem schirm zu haben.

  7. Wenn wundert es da noch, dass Zentralbanken die Einführung von digitalem Notenbankgeld vorantreiben, welches quasi auf Knopfdruck abgeschaltet werden kann? Gleichzeitig wird das Bargeld immer weiter verteufelt (Geldwäsche) und sogar eine schrittweise Abschaffung ist nicht auszuschließen. In Griechenland ist z. B. der Höchstbetrag für Bargeldgeschäfte bereits auf 500 EUR gedeckelt und selbst in Frankreich sind es nur noch 1000 EUR.

  8. Enteignungskünstler

    Ich habe schon tausendmal geschrieben, wenn das gemeine Volk einmal die Umverteilung und Enteignung erkennt wird es knallen, denn das Impfproblem ist damit verglichen nur ein Fliegenschiss.Gewisse Politiker,die diese MMT noch fördern wären nämlich die Vertreter genau dieser Volksgruppe, die an der Umverteilung am meisten leiden.Somit ein grosser Widerspruch.

  9. Trudeau sollte sich mal In Argentinien erkundigen, wie so ein bank run in den Griff zu bekommen ist… ;-)

  10. Der Autor des Artikels irrt, wenn er glaubt, dies ist kein klassischer Bankrun.
    Es ist einer.
    Die Leute heben ihr Geld ab, weil sie befürchten, dass es ansonsten weg ist.
    Ob die Bank mir mein Geld nicht mehr gibt, weil sie zahlungsunfähig ist oder
    weil ich vielleicht aufgrund böswilliger Verleumdung auf einer politisch schwarzen Liste stehe, ist komplett irrelevant.
    Beide Male ist das Vertrauen in die Bank als sicherer Ort meines Vermögens zerstört.

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