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Banken: Die Jahresprognosen für 2020

Die Banken und ihr Ritual der Jahresprognose – die Resultate sind meist miserabel!

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Jetzt ist es wieder Zeit für die großen Ausblicke der Banken auf das Jahr 2020 – was wird es uns bringen? Dabei prognostizieren die Banken den Dax, den Dow Jones, den Dollar und andere Märkte. Das könnte man sich nach den miserablen Prognose-Ergebnissen der letzten Jahre eigentlich sparen: Stets sucht man den Mittelweg und will sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen – wenn die Prognose schief geht, kann man immer sagen: wer hätte das ahnen können, andere haben es doch auch nicht vorhergesehen. Also bleiben die Banken stets ein paar Prozent über oder unter dem aktuellen Niveau. Faktisch verkauft man eher Optimismus.

Banken: Ihr Ausblick vom letzten Jahr auf das Jahr 2019

Bevor wir uns den Projektionen der Banken für das Jahr 2020 zuwenden, zunächst noch einmal ein kurzer Blick auf das letzte Jahr.

Die 20 befragten Großbanken hatten für den kommenden Jahreswechsel im Durchschnitt mit folgenden Marken gerechnet:

Dax: 12431 Punkte

Dow Jones: 26963 Punkte

S&P 500: 2958 Punkte

Gold in $: 1281

Brent Öl in $: 70

Euro/Dollar: 1,19

10-jährige Bund: 0,85 Prozent (im Plus wohlgemerkt)

10-jährige US-Tr.: 3,26 Prozent

BIP Deutschland: 1,4 Prozent

BIP USA: 2,5 Prozent

Sieht nicht nach Punktlandung aus, wenngleich einige Institute (Helaba Dax-Prognose 13200 Punkte, Santander 13400) zumindest dem momentanen Stand des Dax schon recht nahe kommen. Wenn wir noch auf zwei Vorjahre zurückblicken, fällt auf, wie schwer es für die Banken offenkundig ist, Wirtschafts- und Börsendaten zu prognostizieren. Das zeigt ein Blick auf die Jahresprognosen für den Dax der letzten beiden Jahre:

  • Prognose-Durchschnitt Dax 2018: 14008 – Endstand 10599
  • 2017 Prognose Dax: 11629 – Endstand 12917

 

Die Prognosen für das Jahr 2020

Dax: 13920 Punkte

Dow Jones: 28892 Punkte

S&P 500: 3251 Punkte

Gold in $: 1570

Brent Öl in $: 61,47

Euro/Dollar: 1,15

10-jährige Bund: minus 0,33 Prozent

10-jährige US-Tr.: 1,83 Prozent

BIP Deutschland: 0,86 Prozent

BIP USA: 1,64 Prozent

 

Fazit

Noch sind es gut 10 Börsentage, um ein paar Zielvorgaben durch eine Korrektur noch zu erreichen. Aber bei einigen Konjunkturdaten beweist sich wieder einmal, dass Wirtschaftsdaten auch mit größtem Aufwand nicht seriös zu prognostizieren sind. Die großen Institute haben in den letzten Jahrzehnten nicht eine einzige Rezession in nutzbarer zeitlicher Nähe voraussagen konnten.

Auch Wirtschaften entwickeln sich nicht nach naturwissenschaftlichen Gegebenheiten, sondern werden in einem chaotischen Umfeld von zahllosen Individuen und Variablen „reflexiv“ gestaltet. Und was chaotische Individuen angeht, sehen wir gerade ein höchst aktives Beispiel an vorderster Stelle der Wirtschaftsfront (gemeint ist natürlich Donald Trump).

Seien wir also vorsichtig und misstrauisch gegenüber Prognosen, vor allem, „wenn sie die Zukunft betreffen!“

Die Banken und ihr Ritual der Jahresprognosen

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Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Immer mehr zusätzliche Luft für die Aktienblase, Branchenrotation dank Biden

Claudio Kummerfeld

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Derzeit gibt es immer mehr zusätzliche Luft zum weiteren Aufblähen der globalen Aktienblase, so ein Experte im folgenden Gespräch mit Manuel Koch. Notenbanken und Stimulus-Maßnahmen würden die Blase weiter befeuern. Dabei würden sich die Börsenbewertungen immer mehr von der realwirtschaftlichen Wirklichkeit entfernen. Deswegen sollten die Anleger Bestände gegen Verluste absichern. Auch interessant sind die Aussagen über eine Branchenrotation bei US-Aktien. Dank des neuen US-Präsidenten Joe Biden würden Branchen wie Pharma und alternative Energien profitieren, dafür könnte zum Beispiel die Ölindustrie verlieren.

Im Video auch besprochen werden zwei Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Bei Netflix könne man market kaufen, und bei Microsoft könne man über das Vehikel einer Stop-Buy-Order auf steigende Kurse setzen.

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Rüdiger Born: Nasdaq-Charttechnik im Detail

Rüdiger Born

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Auch heute bespreche ich das Aufwärts-Szenario für den Nasdaq. Im folgenden Video gehe ich bei der Charttechnik mal so richtig ins Detail.

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