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Indizes

Banken: Japan – Blaupause für Deutschland?

Ein unseliger Cocktail durch wachsende Konkurrenz, einem Überangebot an Geld sowie der Null- und Minuszinspolitik der Notenbank..

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Wie sieht die Zukunft der deutschen Banken aus? Viele blicken nach Fernost, um Hinweise zu bekommen, wohin es mit der deutschen Wirtschaft insgesamt gehen könnte. Nicht weil sich die Gesellschaften in Japan und Deutschland so ähnlich wären, es gibt große Unterschiede, wie aber auch Gemeinsamkeiten. Die Staatsschulden liegen in Japan fast viermal so hoch wie in unserem Lande und diese befinden sich auch noch vorwiegend in der Hand der heimischen Bevölkerung. Aber beide Länder haben ein demographisches Problem, eine alternde Bevölkerung, die niedrigsten Zinsen auf dieser Welt (die Schweiz einmal ausgenommen) und aufgrund der Nullzinspolitik ein Bankenproblem.

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Moodyˋs Absenkung des Ratings der japanischen Regionalbanken

Von „stabil“ auf „negativ“ senkte die Ratingagentur das Rating für die japanischen Regionalbanken für die kommenden Jahre.

So könnten in den kommenden zehn Jahren 60 Prozent der 106 Regionalbanken in die Verlustzone rutschen, falls die Kreditnachfrage im heutigen Tempo sänke, warnte die japanische Notenbank in ihrem jüngsten Bericht zur Stabilität des Finanzsystems. Die kleineren Banken vergeben die Hälfte der Unternehmenskredite, die Großbanken nur 20 Prozent.

Die Kreditnachfrage der mittelständischen Unternehmen sinkt, dies könnte bis zum Jahre 2030 bis zu 50 Prozent ausmachen, so eine Vorhersage der Finanzaufsicht FSA. Zudem nimmt die Konkurrenz durch neue Internetbanken zu, die Ersparnisse steigen vorerst weiter an, da viele Rentner im Alter weiter tätig sind und ansparen.

Ein unseliger Cocktail durch wachsende Konkurrenz, einem Überangebot an Geld sowie der Null- und Minuszinspolitik der Notenbank. Die Kreditzinsen lagen 2017 im Schnitt in Japan bei einem Prozent. Rund die Hälfte der Banken verliert daher im Kerngeschäft bereits Geld, viele Banken sogar seit mehr als fünf Jahren.

 

Banken: Fusionen der Kleinen eine Lösung?

Während man an der Nullzinspolitik wie in Europa zur Stabilisierung des gigantischen Staatsschuldenstandes nichts ändert, will man der historisch gewachsenen Zersplitterung der japanischen Finanzindustrie zu Leibe rücken.

Die Regierung hat bereits reagiert. Die Besteuerung von Fusionen und das Kartellrecht wurden geändert, um Fusionen zu erleichtern. Man fordert Regionalbanken bereits dann zu Reformen auf, selbst wenn diese noch Gewinne schreiben. Es geht um künftige Gewinnaussichten.

 

Was macht Deutschland bei ähnlichen Problemen mit seinen Banken?

Vieles kommt einem bekannt vor. Die Alterung der Gesellschaft, eine zersplitterte Bankenlandschaft mit Privatbanken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken und einbrechende Gewinne durch die Nullzinsen.

Deutschland ist trotz der Schrumpfung der Anzahl der Banken von gut 2000 (2007) auf 1583 (Ende 2018) noch immer „overbanked“. Die Digitalisierung, die Konkurrenz durch Fintechs und vielleicht auch durch Kryptowährungen, in Kombination mit einer vielleicht noch Jahre andauernden Nullzinsphase lassen einen Kahlschlag in der einstigen, stolzen Geldbranche erwarten.

Fusionen und ein Stellenabbau in großen Dimensionen könnten ein Mittel zur Sanierung werden. Gewinnsteigerungen durch drastische Gebührenerhöhungen erscheinen im jetzigen Umfeld obsolet.

Der radikale Schnitt bei der Deutschen Bank könnte Schule machen.

Sollte jetzt noch eine Rezession auftreten?

 

 

Deutsche Banken vor einer schweren Zukunft

Deutsche Banken, zahlreich versammelt in Frankfurt am Main. Foto: Christian Wolf, www.c-w-design.de CC BY-SA 3.0 de

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Rüdiger Born: Indizes und Euro im Fokus

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Erlahmt der Aufwärtsschwung in den Indizes derzeit? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Aufwärts- und Abwärts-Chancen bespreche ich im Detail. Auch die Lage bei EURUSD will ich ansprechen. Der Dax ist heute mein „Trade des Tages“. Wollen Sie diese und alle kommenden Analysen im Detail lesen, dann melden Sie sich gerne hier an. Der Service ist vollkommen kostenfrei!

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Markus Koch meldet sich aktuell aus dem „Krankenlager“ zum Start an der Wall Street. Er bespricht die konjunkturelle Lage sowie aktuelle Quartalszahlen.

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Indizes

Donald Trump – auch in der Energiefrage zurück im 20. Jahrhundert

In punkto Ökostrom sind die USA quasi ein Entwicklungsland. Donald Trump wird auch nachhelfen, dass es so bleibt..

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Das Motto der Regierungspolitik des US-Präsidenten Donald Trump „Make America great again“ ist derzeit zwangsläufig in aller Munde. Neben des Kampfes um die technologische und wirtschaftliche Vorherrschaft mit China, möchte er durch Zollabgaben die Unternehmen forcieren, Arbeitsplätze der „alten Industrie“ in die USA zurückzuverlangen – Beispiel Stahlverarbeitung.

Was aber fast ein bisschen untergeht, ist seine Einstellung zu den regenerativen Energien, man hat den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen heftig kritisiert, mit selten gesehener Einigkeit. Donald Trump schert das alles nicht, er verfolgt seine schon lange praktizierte Strategie, die da lautet: Möglichst viel von den Verträgen rückgängig machen, die Barrack Obama in seiner Amtszeit angestoßen hat.

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Donald Trump hasst erneuerbare Energien

Vor Kurzem twitterte der Präsident, wie sehr ihn die elf Windräder an der Küste von Aberdeen stören, die man von seinem Lieblingsgolfplatz in Schottland aus sehen kann. Er hatte schon früher eine Klage gegen die Aufstellung der „GROWIANE“ von Vattenfall verloren, vor dem besten Parcours der Welt, wie es Donald Trump in seiner Art auszudrücken pflegt.

 

Der altertümliche Energie-Mix der USA: Mit Donald Trump wird es nicht besser

Die aktuellen Zahlen des US-Energieministeriums zeigen, dass 17 Prozent seines Stroms aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse, gewonnen werden. Über 60 Prozent stammen aus Gas und Kohle und ein Fünftel von Atomkraftwerken. Zum Vergleich Deutschland: Hier lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2018 bei mehr als 40 Prozent, nach neuesten Zahlen betrug der aus Wind-, Solar-, Biomasse- oder Wasserkraftwerken produzierte Strom im ersten Halbjahr 2019 schon 42 Prozent.

In punkto Ökostrom sind die USA quasi ein Entwicklungsland. Donald Trump wird auch nachhelfen, dass es so bleibt, denn er plant im kommenden Jahr nur noch 696 Millionen Dollar für die Forschung in diesem Bereich auszugeben – 70 Prozent weniger als bisher. Dazu wies er die Umweltbehörde EPA an, das Vorhaben in der Klimapolitik Barrack Obamas zu verwerfen, welches vorsah, dass bis zum Jahr 2030 in den USA die Kraftwerke ein Drittel weniger Abgase als im Jahr 2005 ausstoßen. Auch mit Hilfe von Windkraftanlagen.

Der Kampf um die Kohle und um Wählerstimmen

Donald Trump hat im Wahlkampf versprochen, den Bergbau in Bundesstaaten wie Kentucky und Ohio zu reaktivieren, um verlorengegangene Arbeitsplätze zurückzuholen. Dafür lässt er in Wahlveranstaltungen kein gutes Haar an den erneuerbaren Energien. Sie wären mit verantwortlich am Niedergang des Bergbaus, wieder einmal verschweigend, dass dabei die Frackingindustrie einen nicht unerheblichen Anteil hat und auch das billigere Erdgas. Dabei schürt Donald Trump auch Ängste vor einem Blackout, wie jüngst in New York aufgetreten, was aber zumeist nicht dem Windmangel, sondern den maroden Anlagen geschuldet ist.

Es geht bei Trump fast immer um Wählerstimmen und um sein großes Ziel: Wiederwahl 2020. Deshalb habe ich schon öfters die Behauptung aufgestellt, das der Handelsstreit mit China dann sofort „temporär“ an Bedeutung verlieren wird, wenn er zu einem Aktieneinbruch führt und Trumps Wiederwahl gefährdet wäre.

 

Fazit

Wie sehr diese Einstellung des US-Präsidenten schon manische Züge angenommen hat, zeigt seine Twitter-Behauptung gegenüber der Aufstellung von Windrädern – ungeachtet der berechtigten Kritik an deren Nachteilen -, dass das Surren der Rotoren Krebs verursache. Wieder so eine Behauptung von ihm, entgegen jeglicher Faktenlage. Zusammengefasst könnte man in punkto Wirtschafts- und Energiepolitik tatsächlich auf den Gedanken kommen, dass Donald Trump einen Traum verfolgt: „Back to the Eighties!“

Wachstum um jeden Preis. Was kümmern einen 73-Jährigen die Jahre nach 2050?

 

Donald Trump hält nichts von alternativen Energien

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