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Banken unter Druck – Angst vor Kreditausfällen aus Ölsektor – Deutsche Bank auf neuen Tiefs

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es hat etwas gedauert, aber nun ist sie da, die Angst vor Verlusten durch Kreditausfälle im amerikanischen Ölsektor, der einen Teil des Junk-Bond-Marktes umfaßt. Auslöser ist eine Studie des US-Vermögensverwalters Bernstein, der das Volumen des möglichen Ausfallrisikos bis 2019auf  rund 73 Milliarden Dollar schätzt.

Ganz vorne dabei in Europa wieder einmal Frankreichs Banken (vor allem der Vermögensverwalter Natixis), die schon in Griechenland stark engagiert waren. In UK sind es HSBC mit 1,7 Milliarden Dollar, dahinter Barclays und Liverpool-Sponsor Standard Chartered. Weniger betroffen dagegen spanische und italienische Banken – aber letztere haben auch ohne große Risiken durch Öl-Kredite so ihre Kreditausfall-Problemchen.

Insgesamt liegt das Risiko bei 13 europäischen Banken bei knapp über 13 Milliarden Euro. Wie formulierte ein Deutschbanker einst so schön: „Peanuts“! A propos Deutsche Bank: ihr Risiko beziffert Bernstein auf 1,8 Milliarden Dollar. Im Vergleich zu den Risiken aufgrund von Rechtskosten, die wiederum durch vorbildliche Marktmanipulationen entstanden waren, ist das überschaubar.

Deutsche Bank030216

Damit hat die Aktie der Deutschen Bank, die heute über 4% verliert, erfolgreich ihr Finanzkrisen-Tief durchschritten. Leistung aus Leidenschaft!

Aber auch chinesische und indische Banken sind betroffen, die Bank of China und Bank of India haben mehr als eine Milliarde im Feuer. Sie sind also alle mit dabei im Spiel mit den Junk-Bonds. Das erinnert doch ein bißchen an die Ereignisse beim Platzen der US-Immobilienblase – aber Ähnlichkeiten sind sicher rein zufällig und nicht beabsichtigt. Denn die Märkte haben viel gelernt seit der Finanzkrise. Ja ja.

Aber ruhig Blut. Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Denn noch sind die Kredite nicht verloren. Sie könnten nur verloren gehen. Tun sie aber nicht. Weil der Ölpreis bald wieder auf 100 Dollar steigen wird – gaaanz sicher!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Uwe

    3. Februar 2016 15:35 at 15:35

    Warum gibt es keine gesetzliche Möglichkeit einer Bank (z.B. Deutsche Bank), die ein Milliardenverlust eingefahren hat, die Lizenz zu entziehen ? Scheinbar gibt es nur Kriterien, die man erfüllen muss um eine Bankenlizenz zu bekommen. Ihr diese wieder abzuerkennen, weil z.B. unfähig, geht irgendwie nicht, oder ?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – gute Ergebnisse interessieren nicht

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die aktuell reinkommenden Quartalszahlen stehen im Fokus seiner heutigen Aussagen. Dazu kommen die US-Wahlen und die Coronakrise.

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Das ist der wahre Beherrscher des Internets – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich eigentlich einmal Gedanken gemacht, woher Sie als Nutzer die Daten und Informationen beziehen, wenn Sie etwa auf der Seite der Amazon oder der Seite von Google surfen? Die landläufige Meinung: Das kommt alles aus der Cloud bzw. einem zentralen Großserver, der irgendwo in den USA steht.

Das ist ein Irrglaube. Tatsächlich beziehen wir als Internet-Nutzer unsere Daten aus einem weltweit aufgespannten Netzwerk sog. CDN-Server (Content Delivery Network). Wenn Sie als Nutzer aus Deutschland eine Suchanfrage auf der Google-Seite starten, wird Ihre Anfrage also nicht erst über den Atlantik geschickt und anschließend zurück. Stattdessen werden die Internet-Nutzer von einem Server versorgt, der sich in räumlicher Nähe befindet.

Andernfalls wäre die Google-Seite unendlich langsam oder würde sogar kollabieren, wenn innerhalb weniger Minuten Millionen Anfragen zur gleichen Zeit eintreffen. So muss der Suchdienst im Durchschnitt pro Tag 3,5 Milliarden Suchanfragen pro Tag abarbeiten. Das schafft kein Cloud-Server der Welt. Hier gilt: Auch das digitale Internet unterliegt physikalischen Grenzen.

Hier schafft ein ausgeklügeltes CDN-System Abhilfe. Es verteilt die Anfragen auf unzählige weltweit installierte Einzelserver und sorgt auf diese Weise für einen Lastenausgleich in den Internetleitungen. Dadurch bleiben die Internetauftritte der Unternehmen komfortabel und schnell.

Daneben schafft das CDN-System Sicherheit einerseits für die Unternehmen als auch für die Nutzer. So ist es heutzutage nahezu ausgeschlossen, dass Hacker etwa die Seite der Amazon, der Zalando oder anderer Endkunden-Unternehmen lahm legen können. Tatsächlich werden schlimmstenfalls durch Hackerangriffe einzelne Server im CDN-System ausgeschaltet. Das System erkennt einen solchen Angriff und leitet den Nutzer sofort auf den nächsten noch aktiven Server weiter.

Damit schafft CDN sog. Redundanzen. Anders formuliert: Die dezentrale Struktur sorgt dafür, dass die Internetversorgung nie gänzlich zusammenbricht. Damit leisten die CDN-Netzwerke einen ganz wichtigen Beitrag für die Stabilität und Verfügbarkeit des Internets. Sie bilden also das Rückgrat des modernen Internets.

Wer betreibt diese Netzwerke?

Ein US-Unternehmen dominiert dieses Marktsegment quasi nach Belieben. Man unterhält weltweit 300.000 CDN-Server und kontrolliert damit in der Spitze bis zu 30 % des täglichen globalen Internetverkehrs. Nahezu alle Software- und Internetunternehmen des Silicon Valley schwören auf die Dienstleistungen dieses US-Unternehmens. Die Kundenkartei umfasst Adressen wie etwa Amazon, Apple, Facebook, Google oder Microsoft. In Europa bedient man Unternehmen wie Daimler, Nestlé, Wienerberger, Voestalpine oder etwa den Autozulieferer Schaeffler, um nur die wenigsten aus der üppigen Kundenkartei der Amerikaner zu nennen.

Vor allem für Unternehmen mit Endkundenkontakt und stark frequentierten Internetauftritten ist CDN absolute Pflicht. Denn die Nutzer springen heute rasch ab, wenn sich ein Seite langsam aufbaut oder sogar minutenlang gar nicht erreichbar ist. Ich kann Ihnen versichern, eine stabile und schnelle…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Caterpillar meldet Quartalszahlen: Starker Rückgang, aber über Erwartung

Claudio Kummerfeld

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Der weltweit größte Baumaschinenhersteller ist Caterpillar aus den USA. Die Firma gilt daher als Frühindikator, weil Bauwirtschaft und Industrie auf Baumaschinen angewiesen sind, bevor eine Volkswirtschaft expandieren kann. Steigen also die Firmenumsätze, deutet das auf eine weiter florierende US-Wirtschaft hin, und umgekehrt genau so. Deswegen sind die soeben veröffentlichten Quartalszahlen von Caterpillar so extrem wichtig. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz im letzten Quartal liegt bei 9,88 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 12,76/erwartet 9,8). Der Gewinn liegt bei 1,22 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,66/erwartet 1,12).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,3 Prozent.

Die operative Profitmarge sinkt im Jahresvergleich von 15,8 Prozent auf 10,0 Prozent.

Die rückläufigen Umsätze liegen laut Unternehmensaussage an der rückläufigen Kundennachfrage nach Geräten und Dienstleistungen.

CEO-Kommentar:

“I’m proud of our global team’s performance as we continue to safely navigate the pandemic while remaining firmly committed to serving our customers,” said Caterpillar Chairman and CEO Jim Umpleby. “Our third-quarter results largely aligned with our expectations, and we’re encouraged by positive signs in certain industries and geographies. We’re executing our strategy and are ready to respond quickly to changing market conditions.”

Datenblatt mit Details zu den Quartalszahlen von Caterpillar

Caterpillar-Baumaschine - Caterpillar-Quartalszahlen
Eine Baumaschine von Caterpillar auf der Bauma. Foto: Wald-Burger8 CC BY-SA 3.0

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