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Banken unter Manipulationsverdacht

Von Markus Fugmann

Die Serie von Manipulationsvorwürfen gegen Banken reisst nicht ab: das U.S. Department of Justice und die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) haben laut einem Bericht des Wall Street Journal eine Untersuchung gegen mindestens zehn Banken eingeleitet. Der Vorwurf: die betreffenden Banken hätten möglicherweise die Preisbildung bei den Metallen Gold, Silber, Platin und Palladium manipuliert. Laut Wall Street Journal sind folgende Banken betroffen:

Bank of Nova Scotia, Barclays PLC, Credit Suisse Group AG , Deutsche Bank AG , Goldman Sachs Group Inc., J.P. Morgan Chase & Co., Société Générale SA, Standard Bank Group Ltd., HSBC Holdings PLC und die UBS AG.

Faktisch sind viele Schwergewichte der Branche betroffen, einmal mehr ist auch die Deutsche Bank dabei, auch die derzeit unter Beschuß stehende HSBC steht erneut auf der Liste. Bei der HSBC scheinen die Vorwürfe besonders konkret: die CFTC hatte die Bank gestern aufgefordert, Unterlagen zu ihrem Edelmetall-Handel einzureichen. Die britische Großbank musste sich bereits im letzten Jahr vor einem US-Gericht verantworten wegen des Vorwurfs der Preismanipulation bei Metallen im Umfeld des täglichen Fixings.

Europäische Regulierungsbehörden hatten zuvor Manipulationsvorwürfe in den genannten Märkten untersucht, fanden dafür jedoch keine Belege. Es ist davon auszugehen, dass die US-Behörden akribischer untersuchen werden als ihre europäischen Kollegen. Damit droht – nach den Vorwürfen der Manipulation an Devisenmärkten, beim Libor und anderen Märkten und Derivaten – den betroffenen Banken eine empfindliche Strafe, wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten.



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2 Kommentare

  1. Falls es wirklich so war/ist, das die Banken den Libor manipuliert haben sollen, wie werden hier die „Kleinen“ Häuslbauer profitieren können? Die Banken machen was sie wollen, zahlen muss der „kleine“ das was ihm vorgeschrieben wird.
    Bin gespannt ob es eine Vereinigung gibt die sich für die „kleinen“ Häuslbauer dann einsetzt, sodass der vielleicht zuviel bezahlte Libor rückerstattet wird.

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