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Über die Absurdität unseres Finanzsystems Bankenkrise: Die „sicherste Bank der Welt“ ist seit Tagen pleite! Marktgeflüster (Video)

Bankenkrise eskaliert auch in Europa

Die Bankenkrise nimmt immer absurdere Züge an: die seit Freitag letzte Woche insolvente Silicon Valley Bank wirbt nun damit, die „sicherste Bank der Welt“ zu sein – eben weil ihre Einlagen vom US-Staat garantiert sind (vorbehaltlich der Zustimmung des US-Kongresses). Dennoch geht die Bankenkrise ungebremst weiter und erreicht nun mit den Turbulenzen um die Credit Suisse mit voller Wucht auch Europa. Das sorgt nun für einen Abverkauf der lange so robust erscheinenden Aktienindizes in Europa, auch und gerade beim Dax, der zwischenzeitlich mehr als 500 Punkte verliert. Turbulenzen auch an den Anleihemärkten: die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe mit dem größten Fall seit dem Jahr 1990, die Rendite der 2-jährigen US-Anleihe mit der Fortsetzung eines historischen Absturzes – die US-Zinskurve versteilt sich immer mehr und deutet damit auf eine nahende Rezession. Nun gehen die Märkte davon aus, dass aufgrund der Banken- Turbulenzen weder die EZB morgen noch die Fed in der nächsten Woche die Zinsen um 0,5% anheben werden – manche erwarten sogar, dass die Fed die Zinsen senken wird..

Hinweise aus Video:

1. Sichere Geldanlage gesucht? Gehen Sie doch zur Silicon Valley Bank

2. Bankenbeben – Die Feuerwehr löscht ihren Brand

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17 Kommentare

  1. Keine Woche ohne Gamechanger. Ich frag mich ja wie es möglich ist, dass bei den ganzen Gamechangern, Tsunamis und Erdbeben die Finanzmärkte überhaupt noch existieren. Und jetzt alle zusammen: Aaaaaa-pooooo-kalypse, Aaaaaaaaa-poooooo-kalypse ;-)
    Mein Tipp: Fed 25 Basispunkte und EZB 50 Basispunkte, die Welt dreht sich danach wundersamer Weise trotzdem weiter und in diversen Kellern sitzen frustrierte Untergangspropheten und streicheln ihre Goldbarren.

  2. Ein Anlageberater von UBS rät seinen Kunden, ihre Barbestände zu verteilen (er meint, Kantonalbanken sind besonders stabil). Das Schweizer Bankensystem ist aber stabil!

  3. herrrlicher Beitrag…sehrr unterhaltsame,..geiles cabaret ;-))
    Dankeee

  4. Solange Aktien wie Apple, Visa und die Top Bubble Stock Microsoft nicht 50% korrigieren, bleibt der US Markt viel zu teuer.
    Jetzt hat man wieder einen Katalysator gefunden, AI. Wenn demnächst Earnings rauskommen dann gehts nur noch nach Norden.

    1. Mit der Einstellung wird man allerdings dann auch weiterhin jede Rallye verpassen statt jede Rallye zu verkaufen. Ich versteh zwar nicht, was eine Microsoft oder Apple zum Top Bubble Stock macht, aber dafür hast du bestimmt eine ganz spezielle Erklärung, die nur du und vielleicht noch 2-3 Gesinnungsgenossen sehen. Ich freu mich jedenfalls schon Jahre über meine Microsoft Aktien, während Leute wie du alle vor Gewinnen warnen. Der Gefahr von Gewinnen sollte man sich auch echt besser nicht aussetzen ;-)

      1. „Mit der Einstellung wird man allerdings dann auch weiterhin jede Rallye verpassen statt jede Rallye zu verkaufen.“

        Da haben Sie recht.

        Es ist besser die Dinge nüchtern zu betrachten und Chancen Risiko gegenüberzustellen.

        Ihr Nickname deutet aber darauf hin, dass Sie die Rally nach der letzten Finanzkrise in die Zukunft fortschreiben und eben nicht die Rally verkaufen.

        Nach dem Motto, was bisher funktionierte muss weiterhin funktionieren.

        Stellen Sie sich einfach vor Sie müssten hunderte Millionen Kundeneinlagen verwalten. Aktuell haben Sie die Möglichkeit mit geringem Risiko 2 Jahre laufende US Treasury mit einer Verzinsung von aktuell 4 Prozent zu halten.
        Und sollten die Renditen dieser Anleihen jetzt sinken, dann werden die Kurse steigen.

        Viele Frühindikatoren deuten auf eine nahende Rezession hin. Und als erfahrener Manager wissen Sie, dass Aktienkurse dann sinken werden, wenn die Arbeitslosenzahlen steigen und eine Rezession bestätigen. Ergo, eine erwartbare Rezession wäre ein hohes Risiko für ihre Aktien im Portfolio.

        Warum sollte so jemand jetzt nicht in Anleihen investieren und Aktien gegenüber Anleihen Untergewichten?
        Die letzten Jahre waren Aktien alternativlos. Mittlerweile sind Anleihen gegenüber Aktien und Immobilien eine sehr gute Alternative, wenn man nicht zocken möchte oder kann.

        Und wie gesagt, das sind die Wale am Markt, welche Maßgeblich und Längerfristig die Kurse bestimmen und nicht die kleinen zockenden Fische.

        Die Folge ist ein Bärenmarkt, der einen Nixbär tendenziell nicht wohlhabender machen wird.

        1. Also zunächst mal würde ich nicht versuchen jemand anhand eines albernen und recht willkürlich gewählten Nicknames im Internet einzuschätzen ;-) Vielleicht ist der Nixbär ja auch nur ein rationalerer Verwandter des Permabären oder vielleicht auch etwas zwischen Bär und Bulle, denn so wie Sie das beschreiben wäre das dann ja eher ein Bulle ;-)

          Grundsätzlich könnte Ihre Einschätzung so eintreffen und untergewichten ist ja auch ganz was anderes als Crash. Allerdings wird es auch in einem untergewichteten Markt einige Gewinner geben und wenn man nicht ausschließlich Indizes handelt, kann man damit trotzdem ganz gut fahren. Letztendlich kommt es auf viele Faktoren an, insbesondere den eigenen Zeithorizont. Auf 2 Wochen gesehen wäre ich kein Permabulle, auf 20 Jahre schon eher. Ich persönlich halte es so, dass ich den Teil meines verfügbaren Kapitals darauf verwende bei deutlichen Abschwüngen Positionen aufzubauen und bei Anstiegen Teile dieser Positionen wieder abzubauen, eine Grundposition aber immer zu erhalten. Dadurch baut sich dann eine mit der Zeit an Größe zunehmende, langfristig angedachte, im Einstiegspreis fallende Positionierung auf und sobald der Bullenmarkt beginnt schaue ich mir das Ganze größtenteils nur noch an.
          Ich rechne jetzt auch noch nicht damit, dass der Bullenmarkt bereits begonnen hat, will es aber auch nicht ausschließen, denn wenn es immer eindeutig wäre, dass ein neuer Bullenmarkt begonnen hat, dann wäre es ja leicht verdientes Geld ;-) Dementsprechend sollte man besser auf alles vorbereitet sein und sich nicht stur in eine Richtung positionieren, zumindest kurz- bis mittelfristig. Wer immer nur auf den Crash wartet, wird so oft daneben liegen und dabei so viel Geld verlieren, dass es selbst dann nicht wirklich was bringt, wenn der Crash dann wirklich mal passiert.

  5. Sollte der FED/EZB Pivot nun wirklich gekommen sein, und das während die Inflation weiter galoppiert, dann stecken wir potenziell in großen Schwierigkeiten. Man erinnere sich an Anfang 2022 als die Zinsen zu stiegen anfingen und viele in einer Art Torschusspanik, in der Erwartung weiter steigender Zinsen, sich noch schnell mit günstigen Krediten vollsogen. Besonders im Immobilienbereich war dieser Effekt zu beobachten.
    Wenn die Zinsen nun fallen, respektive die Notbanken eine Pause einlegen, werden sich viele denken: „dann warte ich noch ein paar Monate bis die Zinsen wieder bei Null sind, bevor ich einen Kredit aufnehme“. Das klassische Gespenst der Deflation.
    Das wird den Kreditimpuls abwürgen und damit auch der Realwirtschaft den Rest geben. Das wiederum wird zu einer Beschleunigung des Zinsabfalls führen um die Erwartung der Nullzinshaltung möglichst schnell zu erfüllen um damit eine Kreditnachfrage in der Real-Wirtschaft zu generieren.
    Eine erneute Nullzinspolitik (am besten noch mit QE) bei gleichzeitig hoher Inflation, wird wiederum zu einem Melt-Up bei Assetklassen wie Aktien, Gold und Immobilien führen, was nichts anderes als eine massive Assetprice Inflation bedeutet und damit eine Entwertung des FIAT Geldes. Um sich u.a. Wohnen dann noch leisten zu können, wird die Entwertung des FIAT Geldes durch Lohn-Preisspiralen weiter nach oben Katapultieren, mit anderen Worten: Hyperinflation. Mehr oder wenig das gleiche ist in Argentinien passiert.

    1. Ihr solltet vielleicht einfach mal nicht immer in Extremen denken, denn die Extreme treten nur extrem selten auf, weswegen sie Extreme heißen ;-) Wenn man so denkt ergibt sich daraus, dass man zwangsläufig meistens daneben liegt und je extremer man denkt desto öfter und extremer liegt man daneben ;-)

      1. Neee, stimmt nicht, Extremwetter, Extremregen, Extremhitze usw. sind jetzt zur Normalität geworden und somit das Wort extrem. Oder gibt es noch Unwetter ?
        Das „extrem“ was Extremes ist sind althergebrachte Vorstellungen und Wortgebräuche.

  6. Nur ein Ordentliches weltweites Steuersystem und Austrpcknen aller Steueroasen zieht Liquidität aus dem Markt.

    1. Steueroasen austrocknen ? dagegen werden die Angelsachsen sein. Höchstens werden sie andere austrocknen.

  7. Der Joe Biden möchte nächstes Jahr noch nicht ins Altersheim. Er wird alles dafür tun, dass es nicht zum Chaos / Crash kommt. Und die Janet wird als ehemalige Chefin vom Jerome gewaltigen Einfluss bei der Fed nehmen. Da kann man nur lachen über die Unabhängigkeit der der Notenbank. Mit dieser Einflussnahme wird die Korrektur / der Crash aber leider nur hinausgezögert und wird dadurch umso heftiger ausfallen.
    Sicherlich fällt denen auch noch ein, dass die 2% Inflation, langfristig gesehen auch 3% sein können.

    Ich lese immer wieder: “ die dummen Märkte“ usw.. Aber die viel bescholtenen Märkte (da gehören wir übrigens alle dazu), sind aus meiner Sicht hochintelligent, denn Sie machen genau das wofür sie da sind, sie maximieren die Kurse, und das in hoher Effizienz bis zur Schmerzgrenze. Ein Markt ist eben dazu da, Gewinne zu erzielen – nämlich etwas zu einen höheren Preis als zum Einkaufspreis zu verkaufen. Die Märkte sind sogar sehr schlau, denn sie haben schon vor einem halben Jahr gewusst, dass die Fed mit den Zinserhöhungen an gewisse Grenzen kommt. Deswegen haben wir eine Rally nach der anderen gesehen, obwohl die Basiszahlen das eigentlich nicht hergegeben haben. im Übrigen sorgen voreilige und überhastete Short-Positionen immer wieder für Squeezes in die Aufwärtsrichtung. Diese Short-Seller sind aber wiederum die, die sich über die „bösen Bullen “ aufregen.

    Meine seit einigen Wochen laufende Dax-Wette, mit Start bei 15450 Punkten, Short mit Ziel auf die Marke bei 12500 Punkten, nimmt Fahrt auf. Ich habe gewusst, dass es ein wenig Geduld erfordert, aber dass der Abverkauf dann zügig vonstatten geht. Seit Ende Februar habe ich zudem Short auf überkaufte Finanz- und Versicherungswerte gesetzt – in den letzten Tagen ist dieses Investment ein einziger Traum :-) Mit einigen Pharmawerten setze ich den Short Positionen ein Long-Gewicht entgegen. Auch das sieht gut aus. von mir aus kann es so weitergehen, auch wenn es immer wieder zu heftigen Gegenbewegungen kommen wird. Dann heisst es Kurs halten!

  8. Schöner Shortsqueeze

    1. Viel wichtiger als der Einstiegspunkt ist es, den richtigen Ausstieg zu finden. Und noch wichtiger ist es Zwischengewinne mitzunehmen und in den Squeeze-Phasen die Short- Positionen zu reduzieren. Die Zwischengewinne meiner Wetten sind jetzt schon so hoch, dass ich das Risiko deutlich reduzieren kann. Aber zugegeben, es ist ein Balanceakt.

  9. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    „To Big To Fail“ gilt immer noch. Das galt in der Bankenkrise 2008/09 in der Griechenland – und Eurokrise und jetzt wieder in der Bankenkrise 2.0 !

    Alles wiederholt sich regelmäßig.

    Es gibt sogar schon erste Wetten, wann denn das neue QE startet.

    Es ist der Fluch unserer Zeit, das nach dem Zusammenbruch von Bretton Woods,die Notenbanken quasi unbegrenzt Geld drucken können.

  10. Ami = Krisengewinner und Verursacher

    Klarstellung des besten Kennerrs der Situation bei der CS. Ein Professor der die Rettung der UBS 2008 untersucht hat.
    Also die CS Bilanz ist nicht so schlecht, das Problem ist der Abfluss der Gelder wegen Vertrauensverlustes und die Amis haben mit der Anzweiflung des Geschäftsberichts wohl noch mitgeholfen. Die CS hat also einzig ein Liquiditätsproblem, das jetzt mit einer ersten Stufe von 50Mia. entschärft werden sollte. Bei Bedarf könnte auch noch mehr gesprochen werden.
    Die Rettung der UBS war schlimmer, denn die hatten wirklich tonnenweise minderwertige US- Hypothekenpapiere am Hals. ( wer war schuld?)
    Die UBS wurde mit 60 Mia. gerettet und am Schluss konnte die Rettung sogar mit Gewinn für den Retter abgeschlossen werden.
    Ich denke die CS sollte jetzt am Tiefpunkt angelangt sein und der Retter ist da.
    Jetzt könnte man fragen wo die Billionen von Anleihen liegen, die noch immer zu betrügerischen Buchwerten bilanziert werden?
    Da gibt es also sehr viele Banken und Finanzinstitute die noch echte unrealisierte Verluste vor sich herschieben dürfen ,das meiner M. nach viel schlimmer ist als ein Liquiditätsproblem.
    Beide Krisen wurden von den Notenbanken mit der Orchestrierung der FED herbeigeführt, ich hoffe nur ,dass die Amis diesmal nicht wieder als grosse Gewinner hervorgehen.

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