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Bargeld besser als Kartenzahlung – offizielle Bestätigung der Bundesbank

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Vor drei Wochen war die Info über einen Vortrag mit Folien der Bundesbank an die Öffentlichkeit durchgesickert (wir berichteten darüber). Nun werden diese Fakten zum Thema Bargeld auch von der Bundesbank höchstoffiziell bestätigt. Entgegen den vollmundigen Versprechungen der Anti-Bargeld-Lobby ist Bargeld besser als die Bezahlung mit Karten.

Bargeld funktioniert für den Kunden schneller beim Bezahlen, und die Transaktionskosten im Hintergrund auch für die Einzelhändler sind günstiger als bei Kartenzahlung. Das sollte so manchen Einzelhändlern zu denken geben, die ihre Kunden unbedingt dazu umerziehen wollen ganz auf Bargeld zu verzichten. Es gibt inzwischen sogar Cafes in Deutschland, die nur noch Kartenzahlung akzeptieren. Ob sie unwissentlich Geld verlieren, weil ihnen die Karten-Lobby Honig um den Mund geschmiert hat?

Die Bundesbank sagt heute in ihrer Headline-Aussage Zitat:

An der Ladenkasse ist Bargeld schneller und günstiger als andere Bezahlverfahren.

Die entscheidenden Aussagen zu Kosten- und Zeitvergleich hier im Wortlaut der Bundesbanker:

„An der Ladenkasse ist die Barzahlung noch immer das schnellste und kostengünstigste Zahlungsmittel“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann bei der Vorstellung der Studie.

22 Sekunden für Barzahlung
Eine durchschnittliche Bezahlung an der Ladenkasse dauert der Studie zufolge rund 22 Sekunden. Bei der Kartenzahlung mit PIN-Eingabe sind es rund 29 Sekunden, mit Kartenzahlung und Unterschrift sogar rund 38 Sekunden. Wie die Studie zeigt, wirkt sich jedoch die Höhe des Zahlungsbetrags auf die Bezahldauer aus. Bis zu einem Zahlungsbetrag von 100 Euro sind Bargeldzahlungen am schnellsten. Bei Beträgen darüber erweisen sich Kartenzahlungen als schneller.

Auch bei den Kosten, die Händlern für eine einzelne Transaktion entstehen, schneidet Bargeld am besten ab. Insbesondere Barzahlungen bis 50 Euro seien günstiger, da die Fixkosten bei Barzahlungen im Durchschnitt niedriger seien. Der Studie zufolge kostet eine Barzahlung im Durchschnitt 24 Cent, mit der girocard beziehungsweise beim Lastschriftverfahren entstehen Kosten von 33 beziehungsweise 34 Cent. Zahlungen mit Kreditkarte und PIN beziehungsweise Kreditkarte und Unterschrift sind mit 97 Cent beziehungsweise 1,04 Euro je Transaktion am teuersten. Enthalten sind darin jeweils ganz unterschiedliche Kosten, darunter die Arbeitszeit von Kassenpersonal, Transportkosten für Bargeld oder Versicherungsprämien gegen Zahlungsausfall von Kartenzahlungen.

Bargeld
Euro-Banknoten. Foto: Europa credito urgente CC BY-SA 4.0

9 Kommentare

9 Comments

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    Andre

    13. Februar 2019 16:31 at 16:31

    Das ist jedoch nur die Seite der Medaille. Mit Karte geben Kunden jedoch mehr
    aus. Bei McDonalds z.B. erhöhte sich der durchschnittliche Verzehr mit
    Einführung der Kartenzahlung von $4,50 auf $7,00…so gerechnet fallen die
    hohen Karten-Gebühren (für den Händler) dann nicht mehr ins Gewicht.

    • Avatar

      Gixxer

      14. Februar 2019 10:43 at 10:43

      Selbst wenn sich die durchschnittlichen Ausgaben eines jeden erhöhen, bleibt die Frage, ob nicht auch welche aufgrund der Kartenzahlung gar nicht mehr in das Restaurant gehen.
      Ich zum Beispiel war seit der Einführung der Terminals mit Kartenzahlung nicht mehr in einem Mc.Donalds Restaurant und das auch bewusst, weil ich das nicht unterstütze. Ich zahle immer bar und möchte auch einen Ansprechpartner bei meiner Bestellung haben.

      Vielleicht bin ich ja allein auf weiter Flur, aber wenn noch viele andere genauso vorgehen, ist der erhöhte Einkauf eines einzelnen aufgrund der weniger einkaufenden wieder ausgeglichen.

      • Avatar

        Harry von Hattnix und Kriegtnix

        14. Februar 2019 12:09 at 12:09

        Das ist auch meine Einstellung und sie sind nicht allein auf weiter Flur ganz im Gegenteil.

  2. Avatar

    leftutti

    13. Februar 2019 17:12 at 17:12

    @Andre, ob McDonalds nun als repräsentativ für den gesamten Einzelhandel gelten kann, weiß ich nicht. Aus Ihren Zahlen geht auch nicht hervor, wieweit die teilweise utopischen Preiserhöhungen eine Rolle spielen. Die Umsätze in Deutschland zumindest, und davon reden wir ja in diesem Artikel, stagnieren seit 2011. Sie hingegen führen $-Preise an, evtl. beziehen Sie sich auf die USA?

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    Andre

    14. Februar 2019 19:27 at 19:27

    @leftutti, denke mal, es ging um den amerikanischen Markt,
    aber nachfolgend die Quelle:

    https://www.geld-magazin.info/mit-kreditkarten-geben-die-verbraucher-mehr-geld-aus/

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    Prognostiker

    15. Februar 2019 02:41 at 02:41

    Sie geben nicht mehr Geld aus als sie haben, 40% der Amis leben am Limit u.haben keine 400 Dollar Reserve für eine unvorhergesehene Ausgabe.Für Konsumkredite bezahlen Sie 14 bis 20% .Einige Banken leben gut davon.Obama wollte Restriktionen für diese Geschäfte.Der gute Freund des normalen Volkes (Donald) will die Restriktionen abschaffen . Es ist bekannt, dass die profitierenden Banken sehr gute Wahlkampfspender waren.
    Wenn das oberste Ziel eines Präsidenten hohe Aktienkurse sind, ist der Absturz programmiert.Die Chinesen haben leichtes Spiel.Wie schon von Leftutti erwähnt. müssen sie nur warten bis der Elefant den Porzellanladen genug zertrampelt ( verschuldet) hat.

    • Avatar

      Jonas

      27. März 2019 02:42 at 02:42

      Im Jahre 2019 zu behaupten, Bargeld ist besser als Kartenzahlung, ist lächerlich. Kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Smartphone ist deutlich schneller und einfacher, als mit Bargeld zu zahlen. Es müssen keine Münzen herausgekramt, nichts in die Kasse einsortiert werden und es muss kein Wechselgeld gegeben werden. In anderen europäischen Ländern kann man überall kontaktlos mit Karte/Smartphone bezahlen, doch Deutschland hängt da leider etwas hinterher (wobei wir uns auf dem richtigen Weg befinden). Zusätzlich muss Bargeld u.a. hergestellt, im Portemonnaie herumgetragen und aus Geldautomaten abgehoben werden.

      Früher oder später wird es kein Bargeld mehr geben.

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    Kritisch on fire

    27. März 2019 08:16 at 08:16

    Ich bin schon sehr neugierig darauf wie die Online-Freaks schauen wenn es früher oder später richtig scheppert und durch die ganze Verschuldungs-und Zinssituation die Banken und im Anschluss daran die Staaten krachen. Konsequenz – direkter Zugriff der Gesetzgebung auf die Kontobestände der Bürger, Zwangssteuern auf Guthaben, Beschränkungen auf Mittelverwendung, etc. Da hab ich doch schon lieber Bargeld in verschiedenen Währungen, Edelmetalle (Goldukaten, Krugerrand, udgl.) zur Verfügung um die Chaosphase einfach nur zu überleben und sitze in einer lastenfreien Immobilie mit autonomer Energie,-Wasser und möglicher Nahrungsversorgung. Natürlich wünsche ich mir, dass es nicht zum Crash kommt aber ich bin lieber vorbereitet wenn es doch passiert und unsere lieben Volksvertreter arbeiten ja mit Hochdruck daran. Da ich auf Grund meines Alters und meiner Vita schon solche Szenarien erlebt habe kann ich nur den Appell an alle richten: „Leute (vorallem die jüngeren Zeitgenossen) verlasst euch doch nicht auf irgendwelche Versprechungen und glaubt nicht alles was man euch erzählt – schaltet eueren Verstand ein, seid kritisch und vorallem seid vorbereitet“! Abschaffung von Bargeld hat nichts mit Bequemlichkeit, Zeitgemäßheit oder Sicherheit zu tun. Es ist nur ein weiterer Schritt in den Orwell-schen Überwachungsstatt und ein wesentlicher Schritt in die Zerstörung von Selbstbestimmung und Freiheit.

  6. Avatar

    Quintus

    27. März 2019 09:56 at 09:56

    Es gibt noch Hoffnung, bei einem Blick auf Schweden:
    In einer Stellungnahme zu Regierungsplänen für die Umsetzung einer Richtlinie der EU zum allgemeinen Zugang zu Bankkonten mit Basisfunktionen, fordert die Notenbank die Aufnahme einer Vorschrift in das Gesetz, die Banken zwingt für die Deckung des Bedarfs der Bevölkerung an Bargeld zu sorgen. In der von Notenbankpräsident Stefan Ingves unterschriebenen Stellungnahme für das Finanzministerium heißt es, die Banken hätten ihre Bargelddienstleistungen zu schnell heruntergefahren, was allgemein, vor allem aber in gering bevölkerten Gebieten zu Problemen geführt habe.

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/587-sveriges-riksbank-bargeld?&format=pdf

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Industrie und Gewerkschaften: Dramatisch mehr staatliche Investitionen bitte! Hallo Clemens Fuest!

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Gerade erst heute Vormittag hatten wir in einem Artikel die relativ große Bedeutungslosigkeit öffentlicher Investitionen für das Anwachsen der gesamten Wirtschaftsleistung besprochen. Clemens Fuest, Chef des ifo-Instituts und damit Nachfolger des hochgeschätzten wie auch umstrittenen Hans-Werner Sinn, hatte in einem Vortrag (Video hier sehen) klar aufgezeigt, wie klein und unwichtig die staatlichen Investitionen im Vergleich zu privatwirtschfaftlichen Investitionen sind, die ungefähr das zehnfache Volumen haben. Laut Clemens Fuest wäre es viel wichtiger zu schauen, wie private Investitionen stimuliert werden können, anstatt krampfhaft zu versuchen den Staat zu mehr Ausgaben zu bewegen. Selbst große Steigerungen bei staatlichen Ausgaben hätten im großen Bild nur minimale Wirkungen. Und laut Fuest würden solche unter massivem Druck stattfindenden öffentlichen Investitionen auch oft zu völlig sinnlosem Geldausgeben animieren (Steuergeldverschwendung ohne jeden Nutzen).

Aber jetzt ganz aktuell haben sich Vertreter von Industrie und Gewerkschaften dazu durchgerungen, gemeinsam den deutschen Staat zu mehr öffentlichen Ausgaben aufzufordern. Sie haben sogar eine gemeinsame Erklärung herausgegeben. Wann hat es sowas schon mal gegeben? BDI und DGB betiteln ihre Forderung mit den Worten „BDI und DGB verlangen ambitionierte Investitionsoffensive der öffentlichen Hand“. Anmerkung: Wie Clemens Fuest es richtigerweise erwähnt hat, merkt auch der BDI in seiner Forderung an, dass 90% der Investitionen aus dem Privatsektor kommen, und dass auch dieser Sektor stimuliert werden müsse. Der DGB denkt eher nur an staatliche Mehrausgaben. Hier Aussagen aus der gemeinsamen Erklärung, auszugsweise:

Demnach ist die Einrichtung eines Investitionsfonds ein möglicher Weg, um zu deutlich mehr Investitionen zu kommen. Der Analyse von IW und IMK zufolge steigert eine Erhöhung des staatlichen Infrastrukturbestands um zehn Milliarden Euro das Bruttoinlandsprodukt dauerhaft um rund 2,5 Milliarden Euro im Jahr. „Es geht nicht in erster Linie darum, Symptome einer Rezession zu bekämpfen, sondern Ursachen einer Wachstumsschwäche anzugehen“, sagte der BDI-Präsident. „Die Politik steht in der Pflicht, den Industriestandort Deutschland zu bewahren und zu verbessern, um dauerhaft Wohlstand und Beschäftigung zu sichern.“ Notwendig dafür sei vor allem politische Berechenbarkeit. „Aus Sicht des BDI fehlen schon heute öffentliche Investitionen in Höhe von einem halben Prozentpunkt der Wirtschaftsleistung. Dabei sind die Zusatzanforderungen für den Klimaschutz noch nicht berücksichtigt“, kritisierte Kempf. In vielen Feldern seien diese Voraussetzung für höhere und effiziente private Investitionen, etwa im Verkehr oder der digitalen Infrastruktur.

Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann stellte klar: „Nur ein umfangreiches, langfristiges öffentliches Investitionsprogramm sichert die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft – und damit die guten Arbeitsplätze von morgen.“ Das gelte insbesondere angesichts des strukturellen Wandels, der durch Digitalisierung, Klimawandel und Globalisierungsprozesse getrieben wird. „Wir können es uns nicht länger leisten, den Wohlstand künftiger Generationen durch eine veraltete Infrastruktur und ein unterfinanziertes Bildungssystem zu gefährden. Öffentliche Investitionen stärken den sozialen Zusammenhalt und fördern gleichwertige Lebensbedingungen in ganz Deutschland“, betonte Hoffmann.

IW liefert Basis für Forderungen und will 450 Milliarden Euro bis 2030

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) fordert aktuell, dass die Schuldenbremse modifiziert werden müsse, damit der Staat bis runter auf die Kommunen bis 2030 insgesamt 450 Milliarden Euro investieren könne. So könne ein Investitionsstau aufgelöst werden. Die Aussagen des IW sind auch Basis der Forderungen von DGB und BDI. Aber mal ehrlich. Auch ohne diese Aussagen des IW hätten Gewerkschaft und Industrieverband ihre Forderungen formuliert, nicht wahr? Zitat auszugsweise vom IW:

Um Wirtschaft und Gesellschaft zukunftsfähig mit Blick auf Digitalisierung, Verkehrsinfrastruktur, Klima- und demografischen Wandel zu machen, sollte der deutsche Staat jährlich rund 45 Milliarden Euro gezielt zusätzlich investieren. Und zwar über mindestens zehn Jahre. Mit den insgesamt gut 450 Milliarden Euro könnten bis 2030 nicht nur der Investitionsstau in den Kommunen aufgelöst werden, sondern auch dringend nötige Fortschritte in der Qualität des Bildungssystem, bei Daten- und Verkehrsnetzen sowie bei der Dekarbonisierung des Landes erzielt werden. Eine derartige Investitionsoffensive würde deutliche wirtschaftliche Vorteile über Jahrzehnte bringe – etwa weil teure Energieimporte wegfallen oder weil eine höhere Produktivität durch bessere Bildung und effektivere Technik die geringere Anzahl an Arbeitskräften in einer alternden Gesellschaft teilweise ausgleichen kann. Weil künftige Generationen so von diesen Investitionen profitieren, ist es sinnvoll, solche Investitionen zumindest zum Teil über Kredite zu finanzieren – zumal der deutsche Staat aktuell auch für Finanzierungen über lange Zeiträume kaum oder keine Zinsen zahlen muss. Die Regelungen zur Schuldenbremse sollten so schnell wie möglich modifiziert werden, um den notwendigen Spielraum für Kredite zu ermöglichen.

Fehlende Investitionen in die Bahn - das Symbol schlechthin in Deutschland
Bahnschienen als Symbol für jahrzehntelang ausgebliebene Investitionen.

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Immobilien: Zinsen auf Rekordtief, Kredite sprudeln, Boom läuft weiter

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Beispielbild für Einfamilienhaus - Boom bei Immobilien läuft auf Hochtouren

Die Preise für Immobilien kennen nur eine Richtung. Der aktuellste Preisindex von Flossbach von Storch vom letzten Freitag geht immer weiter nach oben mit kräftigen Steigerungsraten, wie auch der Europace Hauspreisindex. Je nach Betrachtung liegen die Preiszuwächse für Immobilien im Jahresvergleich bei bis zu 10%. Aber trotz der immens steigenden Preise, sind die Kaufwilligen auch weiterhin gierig auf neue Wohnungen und Häuser? Geht der Nachfrageboom weiter? Dazu schauen wir mal auf den Monatsbericht der Bundesbank, der heute Mittag veröffentlicht wurde. Auf Seite 33 findet man Aussagen der Bundesbanker zum Punkt Kreditnachfrage. Hier geht es auch um Kredite für Immobilien. Zitat auszugsweise:

So erreichten die Zinsen für Wohnungsbaukredite mit langen Zinsbindungsfristen zum Ende des dritten Quartals mit 1,2 % einen neuen historischen Tiefstand. Hinzu kam, dass die privaten Haushalte die Aussichten auf dem Wohnungsmarkt sowie die Entwicklung der Preise für Wohneigentum weiterhin positiv einschätzten. Im Ergebnis stieg die Jahreswachstumsrate der Kredite an private Haushalte weiter leicht auf 4,2 % zum Quartalsende und lag damit ½ Prozentpunkt höher als vor einem Jahr. Die jüngsten Ergebnisse des BLS deuten darauf hin, dass die Vergabepolitik der Banken gegenüber Privatkunden im Berichtsquartal weitgehend unverändert blieb. Hier gaben die befragten Banken an, ihre Kreditstandards unverändert gelassen zu haben. Allerdings verschärften sie die Bedingungen für Wohnungsbaukredite in der Gesamtbetrachtung zum zweiten Mal in Folge, nachdem sie diese seit Anfang 2017 nahezu kontinuierlich gelockert hatten.

Also: Die Zinsen für Wohnungsbaukredite sind auf einem Rekordtief angekommen. Gleichzeitig haben die Banken ihre Bedingungen für diese Kreditart aber zum zweiten Mal verschärft. Und auch gleichzeitig ist das Volumen der herausgereichten Kredite trotzdem kräftig angestiegen. Das zeigt: Nicht nur der Preisboom bei Immobilien ist weiterhin voll intakt, sondern auch die reale Nachfrage der Käufer. Somit wird der Tanz auf dem Vulkan immer wilder. Es geht weiter, und weiter, und weiter. Bis irgendwann die Musik ausgeht und nicht nur einer, sondern mehrere Käufer keinen Stuhl mehr abkriegen beim rechtzeitigen Ausstieg. Man hat dann zu absoluten Höchstpreisen gekauft. Da nützt auch eine noch so günstige Finanzierung nichts. Crashen die Preise für Immobilien  irgendwann in der Zukunft überraschend schnell in den Keller, und man arbeitet noch zufällig bei einem Autozulieferer in Baden-Württemberg… dann ist die Katastrophe perfekt, wenn man seinen Job verliert, und das Häuschen zwangsversteigert werden muss. Der Erlös fällt dann katastrophal gering aus. So, das war nun das Worst Case Szenario in Kurzform. Nun aber mal Schluss mit den negativen Gedanken. Der Boom bei Immobilien läuft doch gerade auf vollen Touren. Also Lächeln bitte!

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Handelskrieg aktuell: China pessimistisch, glaubt nicht mehr an Deal

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Laut der bisher immer sehr zuverlässigen Eunice Yoon (CNBC-Korrespondentin in Peking) hat China die Hoffnung auf einen Deal faktisch aufgegeben. Peking sei entmutigt durch die Weigerung Trumps, bestehende Zölle schrittweise abzubauen, so Eunice Yoon unter Berufung auf Regierungs-Insiderin Peking.

Man wolle nun abwarten, wie das Impeachment-Verfahren weiter gehe – bzw. auf den Ausgang der Wahl 2020 warten:

Gestern hatte – laut Global Times – erneut ein Gespräch zwischen Liu He und Mnuchin/Lighthyzer stattgefunden. Offenkundig wurde Peking durch dieses Gespräch klar, dass die Trump-Administration nicht bereit ist, bestehende Zölle wieder aufzuheben..

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