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Bargeldabschaffung nur eine Verschwörungstheorie? Diese IWF-Denkschrift beweist das Gegenteil

Die vor Kurzem ver√∂ffentlichte Denkschrift (Working Paper) des IWF-Mitarbeiters Alexei Kireyev zeigt, wohin der Zug geht, n√§mlich in Richtung einer umfassenden Planung zur Bargeldabschaffung. Obwohl Kireyev genau dar√ľber…

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FMW-Redaktion

Die vor Kurzem ver√∂ffentlichte Denkschrift (Working Paper) des IWF-Mitarbeiters Alexei Kireyev zeigt, wohin der Zug geht, n√§mlich in Richtung einer umfassenden Planung zur Bargeldabschaffung. Obwohl Kireyev genau dar√ľber schreibt, betont der IWF, dass solche „Working Papers“ lediglich laufende Forschungst√§tigkeiten der Mitarbeiter wiederspiegeln und zur Debatte anregen sollen. Auch weist der IWF darauf hin, dass diese Papiere nur die Meinungen der Autoren wiederspiegeln, und nicht die der IWF-Direktoren. Immer wieder sind solche Aussagen erstaunlich, wo doch der Herr Kireyev f√ľr den IWF arbeitet, und die Entscheidungen der Direktoren letztlich immer auf dem beruhen, was deren Mitarbeiter ihnen vorlegen. Aber gut, sei es drum. Der Titel der Denkschrift (Working Paper WP/17/71)¬†ist schon vielsagend:

The Macroeconomics of De-Cashing


Foto: Nic McPhee/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

In der Einleitung schreibt Alexei Kireyev, dass es nur um eine Illustration gehe (?). Im selben Satz schreibt er aber von einer Roadmap (Fahrplan) f√ľr eine systematische Ausarbeitung der Abschaffung des Bargelds (De-Cashing). Zitat:

Starting from a traditional saving-investment balance, the paper develops a four-sector macroeconomic framework. It is purely illustrative and is designed to provide a roadmap for a systematic evaluation of de-cashing.

Unsere grundlegende Kritik an der Bargeldabschaffung, auf die wir ganz am Ende des Artikels eingehen, wird von Kireyev an einer Stelle seiner Denkschrift nicht direkt, sondern nur ganz lauwarm indirekt angesprochen. So schreibt er, dass man Verd√§chtigungen ausr√§umen m√ľsse, dass es beim De-Cashing (Bargeldabschaffung) darum gehen k√∂nnte seitens der Regierungen alle Aspekte des Lebens der B√ľrger zu kontrollieren. Zitat:

A targeted outreach program is needed to alleviate suspicions related to de-cashing; in particular, that by de-cashing the authorities are trying to control all aspects of peoples’ lives, including their use of money, or push personal savings into banks. The de-cashing process would acquire more traction if it were based on individual consumer choice and cost-benefits considerations.

Viele Regierungen h√§tten schon Schritte hin zur Bargeldabschaffung unternommen, darunter neben der Abschaffung gro√üer Noten auch die maximalen Summen bei Cash-Zahlungen sowie Geb√ľhren bei Bar-Transaktionen. Auch wird in der Denkschrift angesprochen, dass wie so ziemlich alle Politiker und Notenbanker es behaupten, Bargeld Geldw√§sche unterst√ľtze. Gr√∂√üere Bargeldnoten w√ľrden es erleichtern gro√üe Geldsummen zu transportieren.

Dazu bringt er das Beispiel, dass 1 Million US-Dollar in bar in 100 Dollar-Noten 22 Pfund wiegen w√ľrden, aber die selbe Summe in 500 Euro-Noten nur noch 3 Pfund. Viele L√§nder wie Singapur, Kanada oder die EU h√§tten ihre gr√∂√üten Banknoten schon abgeschafft. In Schweden, so sein Hinweis, w√ľrden zu Ende 2017 alle alten Banknoten und M√ľnzen au√üer der 10 Kronen-M√ľnze ung√ľltig werden – und nicht alle ung√ľltigen Noten und M√ľnzen w√ľrden durch Neue ersetzt. In der EU diskutiere man derzeit die einheitliche Obergrenze f√ľr Barzahlungen von 5.000 Euro.

Ein weiteres Argument von Alexei Kireyev lautet, dass die Bargeldabschaffung die Transaktionskosten einer Volkswirtschaft derart drastisch absenke, dass diese Kosten von 2% bis 2,5% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt spare. Diese Zahl hat er von der Bundesbank. Auch weist er darauf hin, dass die Buchguthaben/convertible deposits (also dann nur noch Bankguthaben) ja nicht gestohlen werden könnten, abgesehen vom elektronischen Hacken von Bankkonten. In dieser Grafik sieht man die Vorteile der Bargeldabschaffung fast ausschließlich auf der Einnahmenseite, vor allem bei Steuern.


Grafik: IWF Working Paper

Fazit IWF (ähhh Alexei Kireyev):

Das „De-Cashing“ (Bargeldabschaffung) hinzu bargeldlosem Geld (transferrable deposits) stelle eine nat√ľrliche Entwicklung dar, die zu wirtschaftlichem Wachstum und mehr Flexibilit√§t f√ľhre. Es gehe hierbei um ein Langzeitprojekt. Auch wenn einige L√§nder schon in wenigen Jahren weitestgehend bargeldlos sein w√ľrden (Schweden zum Beispiel?), solle die Bargeldabschaffung generell schrittweise vorgenommen werden, so Kireyev. Denn, so schreibt er auch, w√ľrde es zu sozialen Spannungen, Vertrauensverlust, Demonstrationen etc kommen, wenn die Regierungen ohne grunds√§tzliche Zustimmungen der B√ľrger Bargeld abschaffen w√ľrden. Daher k√∂nne so eine Abschaffung wie gesagt stufenweise durchgef√ľhrt werden, wie es jetzt bereits durch einige L√§nder gemacht werde, wie zum Beispiel die Abschaffung gr√∂√üerer Banknoten (in der Eurozone der 500er) oder die maximale Summe bei Bargeldzahlungen, wie sie an vielen Orten in Europa schon praktiziert wird.

Fazit FMW:

Den gr√∂√üten Vorteil beziehungsweise den gr√∂√üten Nutznie√üer einer m√∂glichen Bargeldabschaffung hat Kireyev in seinem Text nicht erw√§hnt. Staat & Notenbank k√∂nnten erstens bei dauerhaften Negativzinsen sicher sein, dass die Sparer nicht massenhaft ihr Geld abheben um es unters Kopfkissen zu legen – denn wo kein Bargeld, da keine M√∂glichkeit es abzuheben. Und zweitens g√§be es ebenfalls keinen „bank run“ bei der Angst der Sparer vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems oder einzelner Banken. Staat und Banken h√§tten die Gewissheit, dass die Einlagen der B√ľrger dauerhaft zur Deckung kaputter Bankbilanzen bereit stehen.

23 Kommentare

23 Comments

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  3. Emm wie Meikel

    19. April 2017 16:35 at 16:35

    Weitere Effekte

    Drittens: Staatsfeinden kann einfach das Konto gesperrt werden
    Viertens: Niemand kann mehr Bankgeb√ľhren entgehen, egal wie stark sie steigen
    F√ľnftens: Enteignung per Knopfdruck, wie in Zypern, ohne Fluchtm√∂glichkeit

  4. Gerd

    19. April 2017 16:49 at 16:49

    Das ist schon erschreckend.
    Wenn der Staat will, ist man mit Geld auf dem Konto genauso wenig mobil wie mit ner Immobilie.

    Paar Aktien gef√§lligst? Als effektive St√ľcke ausliefern lassen?

    • Columbo

      19. April 2017 17:34 at 17:34

      Metalle, Steine, Rolexuhren, Bilder, Ming-Vasen, Briefmarken, Whiskyflaschen……
      Wenn schon Paranoia, dann richtig.

      • Gerd

        19. April 2017 18:04 at 18:04

        Da sag ich doch mal wieder, in Zeiten wie diesen sind sie alternativlos – diese Ming-Vasen.

        • Columbo

          19. April 2017 18:33 at 18:33

          ūüėāūüĎć

  5. Raoul H

    19. April 2017 17:55 at 17:55

    Hier muss massiv Widerstand aufgebaut werden. Die Kapitalmacht hat bereits
    mehrere Grenzen massiv √ľberschritten, und die Politik schaut einfach weg !

    • globalvoterorg

      20. April 2017 18:47 at 18:47

      Was einfach nicht verstanden werden will, ist die Realit√§t der Macht! Die Politdarsteller sind gedungene Handlungsgehilfen der vE und derer Vasallen. Der B√ľrger sitzt schon lange nicht und nirgendswo mehr mit am Tisch!
      Die Bargeldabschaffung ist das letzte Mosaiksteinchen zur orwellschen Diktatur 2.0, die schon zu 97% funktioniert!
      Wir alle helfen fleissig mit! (Schon mal gehört: facebook, google, youtube, whatsapp !?)
      Wir, die vE, wissen alles, wie einst die kath. Kirche, mittels der Beichte!
      Wozu die virtuelle Diktatur Total!? Um die Schafe, UNS, zu scheren, d.h., zu enteignen! Das „sch√∂ne“ Schuldgeldsystem geht mal wieder in seinem Zyklus zur Neige. Das m√ľssen die Aktiva und Passiva ausgeglichen werden. Capiche, „re-set“!
      Fr√ľher hat man es mit Kriegen erledigt (WW I und WW II) Eine glatte Enteignung und, naja, plus einer etwas „morbiden“ Konjunkturspritze!
      Wieviel dabei draufgehen, ist den vE egal!!! Hauptsache, die Macht bleibt erhalten, das „Perpetuum Mobile“ des FIAT Money System. Alle sind Mitt√§ter! Nach oben die Hand aufhalten (Schweigegeld, ab einer gewissen Fallh√∂he !) und nach unten „kr√§ftig“ treten.

      • globalvoterorg

        20. April 2017 19:48 at 19:48

        Jetzt kommt noch eine „markante“ These! Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist auch die „Geldfunktion“ der Edelmetalle dahin !!!
        AU/AG werden zu „commodities“ deklariert und abgewertet. Durch die totale, virtuelle Macht! (NV
        WO = New Virtual World Order) Der kleine, aber feine Unterschied wird von den Experten ( Goldseiten/hartgeld/ KWN/Degussa) nicht gesehen, nicht mal diskutiert!
        Die Regierung Clinton, schon, hat das amerk. AU „verdampft“. Die Chinesen/Russen/Inder kaufen alles! Gewissermassen die Feinde!
        Wenn nun das Bargeldsystem durchgesetzt ist (Also kein Crash !),
        wird das Gold „runtergesetzt“. Alle M√§rkte sind heute schon total manipuliert! Die vE machen einen Haufen „Kohle“ mit einer „put-option“ zur rechten Zeit. Den Abw√§rtsgang nach S√ľden, eingelegt, zur genau „ge-time-ten“ Stunde!
        Die physische AU Markt ist heute schon 200 x kleiner, als der virtuelle.

      • globalvoterorg

        20. April 2017 19:54 at 19:54

        Jetzt kommt noch eine „brisante“ These! Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist auch die „Geldfunktion“ (Wertspeicher) der Edelmetalle dahin !!!
        AU/AG werden zu „commodities“ deklariert und abgewertet. Durch die totale, virtuelle Macht! (NVWO = New Virtual World Order)
        Der kleine, aber feine Unterschied wird von den Experten (Goldseiten/hartgeld/ KWN/Degussa) nicht gesehen, nicht mal diskutiert!
        Die Regierung Clinton, schon, hat das amerk. AU „verdampft“. Die Chinesen/Russen/Inder kaufen alles! Gewissermassen die Feinde!
        Wenn nun das Bargeldsystem durchgesetzt ist (Also kein Crash !),
        wird das Gold „runtergesetzt“. Alle M√§rkte sind heute schon total manipuliert! (QE) Die vE machen einen Haufen „Kohle“ mit einer „put-option“ zur rechten Zeit. Den Abw√§rtsgang nach S√ľden, eingelegt, zur genau „ge-time-ten“ endscheidenen Stunde!
        Die physische AU Markt ist heute schon 200 x kleiner, als der virtuelle.

        • Michael

          20. April 2017 21:57 at 21:57

          Eine andere These: Menschen sind es seit Jahrtausenden gewohnt, mittels seltener Steine, M√ľnzen oder am Ende gedruckter Scheine Waren und Dienstleistungen zu bewerten und zu tauschen.
          Ohne Bargeld w√ľrde die Bedeutung von Edelsteinen und -metallen explodieren, weil der „normale“ Mensch ein greifbares, sichtbares Medium ben√∂tigt, um Waren und Leistungen bewerten zu k√∂nnen.
          Ich schlie√üe nicht aus, dass bei einer Abschaffung von Bargeld die physikalischen Reserven von Edelmetallen & Co. in unvorstellbare H√∂hen schie√üen w√ľrden.

  6. Disagio

    19. April 2017 18:23 at 18:23

    Die Bargeldabschaffung ist schon in der Bibel beschrieben….. und auch ihr Ende:

    Offenbarung Kap. 13:15
    15 Und es wurde ihm verliehen, dem Bilde des Tieres einen Geist zu geben, so dass das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 16 Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Zeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, (Offenbarung 19.20) 17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Zeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
    ….
    Offenbarung Kap 19:20
    20 Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verf√ľhrte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. (2. Thessalonicher 2.8) (Offenbarung 13.11) 21 Und die andern wurden erw√ľrgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde sa√ü, das aus seinem Munde ging; und alle V√∂gel wurden satt von ihrem Fleisch.

    Ihr d√ľrft mich gerne f√ľr verr√ľckt halten, aber irgendwie hat das etwas tr√∂stliches ….

    • Michael

      20. April 2017 19:39 at 19:39

      Die Offenbarung ist ja bekannterma√üen sehr schwer zu verstehen bzw. zu interpretieren, vermutlich deshalb, weil Johannes zu einer Zeit Visionen von Dingen hatte, die er damals unm√∂glich verstehen konnte. Dinge, die mindestens 2000 Jahre und mehr in der Zukunft geschehen w√ľrden und f√ľr die es einfach noch keine Worte und Begriffe gab.
      Aber wo finden sich hier Hinweise auf die Bargeldabschaffung? Und auf das Ende der Bargeldabschaffung??
      Und wer ist das Tier? Draghi? Trump?? Der IWF??? Das Bargeld????

      • Markus Fugmann

        20. April 2017 19:42 at 19:42

        @Michael, historisch gesehen ist das Tier die R√∂mer, die damalige Supermacht; 70 nach Zeitrechnung zerst√∂ren diese Jersusalem nach einem Aufstand der j√ľdischen Bev√∂lkerung..

        • Michael

          20. April 2017 21:44 at 21:44

          Ja, aber wo ist die Verbindung zur Bargeldabschaffung? Hat sich nicht mit den R√∂mern nicht erst dieses System von gepr√§gten M√ľnzen, die einen mehr oder minder definierten Wert besitzen, bis heute etabliert?
          Oder steht der (gescheiterte) Aufstand f√ľr die Abschaffung und dessen Scheitern f√ľr das Ende der Abschaffung?
          Und was ist daran tröstlich: Dass es jemand versucht hat, oder dass dieser Versuch gescheitert ist?
          Ich sitze gerade auf der sehr langen Leitung ūüėČ

          • Disagio

            21. April 2017 17:32 at 17:32

            Der Bezug zur Bargeldabschaffung ist das Zeichen auf der Hand oder auf der Stirn. Wenn Du Dich chippen l√§sst, wo tr√§gst Du dann wohl den Chip? An der Hand! (… und niemand kann kaufen oder verkaufen, der nicht das Zeichen hat…) und der Chip ersetzt das Bargeld!
            Und Draghi ist? Römer!
            Nun ja, lassen wir mal dahingestellt, ob der IWF oder die EZB oder auch Draghi das Tier ist.
            Tr√∂stlich ist, dass der Versuch der Bargeldabschaffung mi√ülingen wird und diejenigen, die das versuchen „in einen feurigen Pfuhl“ geworfen werden…. was das bedeuten k√∂nnte? Selbstmordattent√§ter? Autobombe?
            Keine Ahnung … wie Du selbst sagst hat Johannes Dinge vorausgesehen, die man mit damaligen Worten nur unzureichend beschreiben konnte.
            Ich finde jedenfalls, das viele Fakten gegenw√§rtig be√§ngstigend gut zusammenpassen……

  7. Tino

    19. April 2017 18:52 at 18:52

    Ich gehe noch weiter, die Politik unterst√ľtzt das noch wesentlich, da die Lobbyisten ihre Arbeit machen,.

  8. Pingback: Zwischen Bilanz aus dem parasit√§ren – hoch – kriminellen „EU“ Psychopathen Pool …. – Der Geist der Wahrheit …

  9. Martin

    21. April 2017 07:26 at 07:26

    Die Niedrigzinspolitik der EZB macht zumindest eine Abschaffung des Bestandes an Euro-Banknoten > ‚ā¨ 50 alternivlos. Und f√ľr die √ľberwiegende Mehrheit der Bundesb√ľrger w√ľrde eine derartige Ma√ünahme keine Nachteile mit sich bringen – wer au√üer Olaf Henkel & Kollegen legt sich schon sein Bargeld unters Kopfkissen!
    Bei einem Crash der Finanzsysteme ist dann nat√ľrlich kurzfristig kein „gro√ües“ Geld mehr verf√ľgbar. Der Ausl√∂ser eines derartigen Crashs allerdings w√ľrde die B√ľrger umsoviel mehr besch√§ftigen als die Sorge ums (Bar)geld.

  10. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 28. April 2017 ‚Äď Nr. 1082 | Der Honigmann sagt...

  11. Pingback: Honigmann – Nachrichten vom 28. April 2017 ‚Äď Nr. 1082 | Terraherz

  12. Herbert

    28. April 2017 23:47 at 23:47

    Auch Joseph Stiglitz (den ich bisher durchaus gesch√§tzt habe), ist einer der Bargeldabschaffungsbef√ľrworter. Anscheindend ist der alte Knabe schon etwas gaga.

    Aber so ist das bei vielen Linken. Da wird das Bargeld verteufelt oder das Streben nach einem ausgeglichenen Staatshaushalt (anstatt dar√ľber nachzudenken, an der richtigen Stelle zu sparen) und man vergisst dabei ganz, dass man damit nur das Finanzkapital st√§rkt.

    Ein Bargeldverbot träfe nur die Kleinen. Ob Gauner oder sonstige. Die Großen РGauner und Sonstige (gibt es in diesen Kreisen eigentlich noch Sonstige?) lachen sich ins Fäustchen.

    @ Michael, Disagio:

    Die Offenbarung ist allerdings schwer zu verstehen. Manches ergibt allerdings erst aus heutiger Sicht einen Sinn, wie z.B. der zentnerschwere Hagel. „…seine Plage ist sehr gro√ü.“ Habe als kleiner Junge noch einiges Ruinen des letzten Krieges gesehen …

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Bundesbank: Schuldenquote sinkt erstmals seit 16 Jahren unter 60%, Hochkonjunktur in Deutschland geht weiter

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Es gibt zwei Maastricht-Kriterien, an denen man sich eigentlich in der EU halten wollte. Fast niemand hielt sich aber wirklich strikt daran. Staaten sollen sich pro Jahr nicht mit mehr als 3% in Relation zum BIP neu verschulden, und Staaten d√ľrfen in Relation zum BIP nicht mehr als 60% Schulden haben. Die Neuverschuldung in Deutschland ist schon lange unter der 3%, und hierzulande baut man sogar Schulden ab. Das zweite Kriterium wird man wohl im laufenden Jahr wieder erf√ľllen.

Zuletzt war dies 2002 der Fall, dass man weniger als 60% Schuldenquote hatte. Nat√ľrlich wird dieses Ziel wieder erreicht, weil keine neuen Schulden hinzukommen. Wichtiger scheint aber noch zu sein, dass durch die jahrelang brummende Wirtschaft das Bruttoinlandsprodukt stetig weiter w√§chst, und somit die Bezugsgr√∂√üe f√ľr die prozentuale Berechnung der Schuldenlast immer gr√∂√üer wird. In Windeseile schrumpft die deutsche Schuldenquote, die 2010 mit 81% ihren h√∂chsten Stand erreicht hatte. Mitte des Jahres 2018 war man bei 61,5%, und vielleicht ist man jetzt gerade dabei die „magische“ Schwelle von 60% zu unterschreiten. Zitat Bundesbank aus ihrem heute ver√∂ffentlichten Monatsbericht:

Die deutschen Staatshaushalte profitieren weiterhin von sehr guten Rahmenbedingungen. Im laufenden Jahr zeichnet sich ein deutlich steigender gesamtstaatlicher √úberschuss ab (2017: +1,0% des Bruttoinlandsprodukts (BIP)). Auch strukturell, also ohne konjunkturelle und tempor√§re Einfl√ľsse gerechnet, d√ľrfte sich die Haushaltslage nochmals verbessern. Die Schuldenquote bleibt auf ihrem Abw√§rtspfad und k√∂nnte bereits im laufenden Jahr unter 60% sinken. Bis zur Mitte des Jahres fiel sie auf 61,5%, nach 63,9% Ende 2017. Die Einnahmen aus Steuern und Sozialbeitr√§gen steigen dabei im laufenden Jahr weiter dynamisch. Auf der Ausgabenseite entf√§llt gegen√ľber 2017 die R√ľckerstattung der Kernbrennstoffsteue) Au√üerdem entlasten die sinkende Arbeitslosigkeit und fallende Zinsaufwendungen. Diese positiven Faktoren sind gewichtiger als deutliche Zuw√§chse in anderen Ausgabenbereichen.

Hochkonjunktur geht weiter

Die Bundesbank ist aktuell der Auffassung, dass die j√ľngste Konjunkturdelle durch Soderfaktoren in der Automobilindustrie verursacht wurden, die nur tempor√§rer Natur waren. Die Hochkonjunktur w√ľrde daher weiter laufen. Zitat Bundesbank:

Die deutsche Wirtschaftsleistung hat sich im Sommer 2018 leicht verringert. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegen√ľber dem zweiten Quartal um 0,2 Prozent. Grund daf√ľr sei vor allem ein starker tempor√§rer Sondereffekt in der Automobilbranche gewesen, hei√üt es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. Bei der Einf√ľhrung eines EU-weiten Emissionstestverfahrens gab es erhebliche Probleme, die zu umfangreichen Produktionsausf√§llen gef√ľhrt h√§tten. ‚ÄěUngeachtet dieser vor√ľbergehenden Sondereinfl√ľsse dauert die Hochkonjunktur in Deutschland an‚Äú, schreiben die Expertinnen und Experten.

Durch den kr√§ftigen Produktionsr√ľckgang in der Kfz-Branche habe das verarbeitende Gewerbe entscheidend zu der schwachen Wirtschaftsleistung im Sommervierteljahr beigetragen, so die Bundesbank-Fachleute. Die Industrieproduktion verbuchte saisonbereinigt einen R√ľckgang um 1¬Ĺ Prozent. Nach Bundesbank-Berechnungen k√∂nnte dies das BIP-Wachstum im dritten Vierteljahr sch√§tzungsweise um 0,4 Prozentpunkte gedr√ľckt haben. Negative Auswirkungen auf andere Branchen √ľber Produktionsverflechtungen wurden dabei au√üer Acht gelassen. Die Produktion im Baugewerbe expandierte langsamer als im Fr√ľhjahr, wuchs mit ¬Ĺ Prozent aber immer noch sp√ľrbar. Auch bei den Dienstleistungen ging es wohl leicht aufw√§rts.

Ausblick f√ľr Inflation und BIP

Die Bundesbank ist der Ansicht, dass die Inflation im Rahmen bleibt, und dass die Wirtschaftsleistung wieder anzieht. Zitat:

F√ľr die kommenden Monate geht die Bundesbank davon aus, dass die Inflationsrate schw√§cher ausfallen wird, weil die Preise f√ľr Energie und Nahrungsmittel weniger stark steigen werden. Nach der Delle im dritten Vierteljahr sehen die Fachleute der Bundesbank die deutsche Wirtschaft zum Jahresende wieder auf Expansionskurs. So rechnen sie bei der Kfz-Produktion sowie beim Export von Kraftfahrzeugen mit einer Normalisierung. ‚ÄěFerner d√ľrfte der private Verbrauch seine Rolle als wichtige konjunkturelle Triebkraft wiedererlangen‚Äú, schreibt die Bundesbank.

Bundesbank Zentrale in Frankfurt
Bundesbank-Zentrale in Frankfurt. Foto: Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany CC BY-SA 3.0 de

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Gunnar Heinsohn: „China √ľberholt alle ‚Äď und Europa schaut zu“ – Lesetipp

Gunnar Heinsohn √ľber die zuk√ľnftigen Perspektiven f√ľr Deutschland und Ostasien..

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Gunnar Heinsohn z√§hlt zu den kreativsten Denkern in Deutschland. Die thematische Bandbreite seiner Publikationen ist fast un√ľberschaubar: ob eine Erkl√§rung des Holocaust („Warum Auschwitz“); der starke Anstieg der Bev√∂lkerung Europas an der Wende der Neuzeit durch die kirchliche Diffamierung von „Kr√§uterfrauen“, jenen Experten f√ľr Geburtenkontrolle, die als „Hexen“ tituliert und ausradiert wurden („Die Vernichtung der weisen Frauen“); oder eine demografische Erkl√§rung f√ľr weltweite Konfliktherde („S√∂hne und Weltmacht“) bis hin zu √∂konomischen Themen („Eigentum, Zins und Geld“; zusammen mit Otto Steiger). Man k√∂nnte die Reihe noch lange fortsetzen..

Heinsohn ist ein Querdenker – und hebt sich damit vom Mainstream ab. In einem Artikel f√ľr die „NZZ“ zeigt Heinsohn das Problem westlicher L√§nder auf: Bildung. Ostasien geh√∂re daher die Zukunft:

„Die Schere zwischen kompetenten und inkompetenten Menschen klafft weltweit immer weiter auseinander. In Ostasien werden die L√§nder insgesamt wettbewerbsf√§higer. Im Westen hingegen teilen sich die Staaten zunehmend in Kompetenzfestungen und Einwanderungsl√§nder ‚Äď mit nachhaltigen Folgen.“

Und Heinsohn √ľber die zuk√ľnftigen Perspektiven f√ľr Deutschland und Ostasien:

„Angesichts des deutschen Bildungsfiaskos kann niemand die Ostasiaten davon √ľberzeugen, dass Niveauabsenkung ihre Konkurrenzf√§higkeit verbessert. Alle zusammen nehmen j√§hrlich nicht einmal 100 Asylbewerber auf. Weil sie sp√ľren, dass tendenziell Unbeschulbare keinen brauchbaren Ersatz f√ľr ihre Rentner liefern, setzen sie auf Roboter und stehen mit √ľber 60 Prozent der installierten Kunstmenschen an der Weltspitze.“


Lesen Sie bitte den hoch interessanten Artikel von Heinsohn in der NZZ vollständig hier!


Gunnar Heinsohn
Von Freud – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29218949

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„Wenn Italien sich nicht dem Euro anpasst, dann passt sich der Euro eben Italien an“

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In der Eurozone befinden wir uns derzeit in einer Banknotenunion, und nicht in einer W√§hrungsunion. Und es sei nicht die Frage ob, sondern wann der Euro zerfallen wird. Das behauptet Prof. Dr. Thomas Mayer vom Verm√∂gensverwalter Flossbach von Storch in einem aktuellen Vortrag. Sein Thema hei√üt Italien. BIP und Industrieproduktion in Italien sind nachweislich seit der Finanzkrise r√ľckl√§ufig. Das Land k√∂nnte eine neue Parallelw√§hrung als gro√ües Erpressungspotenzial gegen die Euro-Partner in Aussicht stellen. Die Euro-Partner w√ľrden dazu getrieben werden Italien zu finanzieren, damit der Euro nicht untergeht. Italien habe derzeit schlicht keine M√∂glichkeit der W√§hrungsabwertung, um hier√ľber seine Wettbewerbsf√§higkeit f√ľr die Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Es werde also zwangsl√§ufig etwas in Italien passieren. Professor Mayer bietet auch hochinteressante L√∂sungsans√§tze f√ľr die Eurozone, wobei die EZB eine entscheidende Rolle spielt. Bitte den Vortrag schauen ab Minute 2:20.

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¬© European Union, 2017 / Source: EC ‚Äď Audiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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