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Bargeldabschaffung nur eine Verschwörungstheorie? Diese IWF-Denkschrift beweist das Gegenteil

Die vor Kurzem ver√∂ffentlichte Denkschrift (Working Paper) des IWF-Mitarbeiters Alexei Kireyev zeigt, wohin der Zug geht, n√§mlich in Richtung einer umfassenden Planung zur Bargeldabschaffung. Obwohl Kireyev genau dar√ľber…

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FMW-Redaktion

Die vor Kurzem ver√∂ffentlichte Denkschrift (Working Paper) des IWF-Mitarbeiters Alexei Kireyev zeigt, wohin der Zug geht, n√§mlich in Richtung einer umfassenden Planung zur Bargeldabschaffung. Obwohl Kireyev genau dar√ľber schreibt, betont der IWF, dass solche „Working Papers“ lediglich laufende Forschungst√§tigkeiten der Mitarbeiter wiederspiegeln und zur Debatte anregen sollen. Auch weist der IWF darauf hin, dass diese Papiere nur die Meinungen der Autoren wiederspiegeln, und nicht die der IWF-Direktoren. Immer wieder sind solche Aussagen erstaunlich, wo doch der Herr Kireyev f√ľr den IWF arbeitet, und die Entscheidungen der Direktoren letztlich immer auf dem beruhen, was deren Mitarbeiter ihnen vorlegen. Aber gut, sei es drum. Der Titel der Denkschrift (Working Paper WP/17/71)¬†ist schon vielsagend:

The Macroeconomics of De-Cashing


Foto: Nic McPhee/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

In der Einleitung schreibt Alexei Kireyev, dass es nur um eine Illustration gehe (?). Im selben Satz schreibt er aber von einer Roadmap (Fahrplan) f√ľr eine systematische Ausarbeitung der Abschaffung des Bargelds (De-Cashing). Zitat:

Starting from a traditional saving-investment balance, the paper develops a four-sector macroeconomic framework. It is purely illustrative and is designed to provide a roadmap for a systematic evaluation of de-cashing.

Unsere grundlegende Kritik an der Bargeldabschaffung, auf die wir ganz am Ende des Artikels eingehen, wird von Kireyev an einer Stelle seiner Denkschrift nicht direkt, sondern nur ganz lauwarm indirekt angesprochen. So schreibt er, dass man Verd√§chtigungen ausr√§umen m√ľsse, dass es beim De-Cashing (Bargeldabschaffung) darum gehen k√∂nnte seitens der Regierungen alle Aspekte des Lebens der B√ľrger zu kontrollieren. Zitat:

A targeted outreach program is needed to alleviate suspicions related to de-cashing; in particular, that by de-cashing the authorities are trying to control all aspects of peoples’ lives, including their use of money, or push personal savings into banks. The de-cashing process would acquire more traction if it were based on individual consumer choice and cost-benefits considerations.

Viele Regierungen h√§tten schon Schritte hin zur Bargeldabschaffung unternommen, darunter neben der Abschaffung gro√üer Noten auch die maximalen Summen bei Cash-Zahlungen sowie Geb√ľhren bei Bar-Transaktionen. Auch wird in der Denkschrift angesprochen, dass wie so ziemlich alle Politiker und Notenbanker es behaupten, Bargeld Geldw√§sche unterst√ľtze. Gr√∂√üere Bargeldnoten w√ľrden es erleichtern gro√üe Geldsummen zu transportieren.

Dazu bringt er das Beispiel, dass 1 Million US-Dollar in bar in 100 Dollar-Noten 22 Pfund wiegen w√ľrden, aber die selbe Summe in 500 Euro-Noten nur noch 3 Pfund. Viele L√§nder wie Singapur, Kanada oder die EU h√§tten ihre gr√∂√üten Banknoten schon abgeschafft. In Schweden, so sein Hinweis, w√ľrden zu Ende 2017 alle alten Banknoten und M√ľnzen au√üer der 10 Kronen-M√ľnze ung√ľltig werden – und nicht alle ung√ľltigen Noten und M√ľnzen w√ľrden durch Neue ersetzt. In der EU diskutiere man derzeit die einheitliche Obergrenze f√ľr Barzahlungen von 5.000 Euro.

Ein weiteres Argument von Alexei Kireyev lautet, dass die Bargeldabschaffung die Transaktionskosten einer Volkswirtschaft derart drastisch absenke, dass diese Kosten von 2% bis 2,5% in Relation zum Bruttoinlandsprodukt spare. Diese Zahl hat er von der Bundesbank. Auch weist er darauf hin, dass die Buchguthaben/convertible deposits (also dann nur noch Bankguthaben) ja nicht gestohlen werden könnten, abgesehen vom elektronischen Hacken von Bankkonten. In dieser Grafik sieht man die Vorteile der Bargeldabschaffung fast ausschließlich auf der Einnahmenseite, vor allem bei Steuern.


Grafik: IWF Working Paper

Fazit IWF (ähhh Alexei Kireyev):

Das „De-Cashing“ (Bargeldabschaffung) hinzu bargeldlosem Geld (transferrable deposits) stelle eine nat√ľrliche Entwicklung dar, die zu wirtschaftlichem Wachstum und mehr Flexibilit√§t f√ľhre. Es gehe hierbei um ein Langzeitprojekt. Auch wenn einige L√§nder schon in wenigen Jahren weitestgehend bargeldlos sein w√ľrden (Schweden zum Beispiel?), solle die Bargeldabschaffung generell schrittweise vorgenommen werden, so Kireyev. Denn, so schreibt er auch, w√ľrde es zu sozialen Spannungen, Vertrauensverlust, Demonstrationen etc kommen, wenn die Regierungen ohne grunds√§tzliche Zustimmungen der B√ľrger Bargeld abschaffen w√ľrden. Daher k√∂nne so eine Abschaffung wie gesagt stufenweise durchgef√ľhrt werden, wie es jetzt bereits durch einige L√§nder gemacht werde, wie zum Beispiel die Abschaffung gr√∂√üerer Banknoten (in der Eurozone der 500er) oder die maximale Summe bei Bargeldzahlungen, wie sie an vielen Orten in Europa schon praktiziert wird.

Fazit FMW:

Den gr√∂√üten Vorteil beziehungsweise den gr√∂√üten Nutznie√üer einer m√∂glichen Bargeldabschaffung hat Kireyev in seinem Text nicht erw√§hnt. Staat & Notenbank k√∂nnten erstens bei dauerhaften Negativzinsen sicher sein, dass die Sparer nicht massenhaft ihr Geld abheben um es unters Kopfkissen zu legen – denn wo kein Bargeld, da keine M√∂glichkeit es abzuheben. Und zweitens g√§be es ebenfalls keinen „bank run“ bei der Angst der Sparer vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems oder einzelner Banken. Staat und Banken h√§tten die Gewissheit, dass die Einlagen der B√ľrger dauerhaft zur Deckung kaputter Bankbilanzen bereit stehen.

23 Kommentare

23 Comments

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  3. Emm wie Meikel

    19. April 2017 16:35 at 16:35

    Weitere Effekte

    Drittens: Staatsfeinden kann einfach das Konto gesperrt werden
    Viertens: Niemand kann mehr Bankgeb√ľhren entgehen, egal wie stark sie steigen
    F√ľnftens: Enteignung per Knopfdruck, wie in Zypern, ohne Fluchtm√∂glichkeit

  4. Gerd

    19. April 2017 16:49 at 16:49

    Das ist schon erschreckend.
    Wenn der Staat will, ist man mit Geld auf dem Konto genauso wenig mobil wie mit ner Immobilie.

    Paar Aktien gef√§lligst? Als effektive St√ľcke ausliefern lassen?

    • Columbo

      19. April 2017 17:34 at 17:34

      Metalle, Steine, Rolexuhren, Bilder, Ming-Vasen, Briefmarken, Whiskyflaschen……
      Wenn schon Paranoia, dann richtig.

      • Gerd

        19. April 2017 18:04 at 18:04

        Da sag ich doch mal wieder, in Zeiten wie diesen sind sie alternativlos – diese Ming-Vasen.

        • Columbo

          19. April 2017 18:33 at 18:33

          ūüėāūüĎć

  5. Raoul H

    19. April 2017 17:55 at 17:55

    Hier muss massiv Widerstand aufgebaut werden. Die Kapitalmacht hat bereits
    mehrere Grenzen massiv √ľberschritten, und die Politik schaut einfach weg !

    • globalvoterorg

      20. April 2017 18:47 at 18:47

      Was einfach nicht verstanden werden will, ist die Realit√§t der Macht! Die Politdarsteller sind gedungene Handlungsgehilfen der vE und derer Vasallen. Der B√ľrger sitzt schon lange nicht und nirgendswo mehr mit am Tisch!
      Die Bargeldabschaffung ist das letzte Mosaiksteinchen zur orwellschen Diktatur 2.0, die schon zu 97% funktioniert!
      Wir alle helfen fleissig mit! (Schon mal gehört: facebook, google, youtube, whatsapp !?)
      Wir, die vE, wissen alles, wie einst die kath. Kirche, mittels der Beichte!
      Wozu die virtuelle Diktatur Total!? Um die Schafe, UNS, zu scheren, d.h., zu enteignen! Das „sch√∂ne“ Schuldgeldsystem geht mal wieder in seinem Zyklus zur Neige. Das m√ľssen die Aktiva und Passiva ausgeglichen werden. Capiche, „re-set“!
      Fr√ľher hat man es mit Kriegen erledigt (WW I und WW II) Eine glatte Enteignung und, naja, plus einer etwas „morbiden“ Konjunkturspritze!
      Wieviel dabei draufgehen, ist den vE egal!!! Hauptsache, die Macht bleibt erhalten, das „Perpetuum Mobile“ des FIAT Money System. Alle sind Mitt√§ter! Nach oben die Hand aufhalten (Schweigegeld, ab einer gewissen Fallh√∂he !) und nach unten „kr√§ftig“ treten.

      • globalvoterorg

        20. April 2017 19:48 at 19:48

        Jetzt kommt noch eine „markante“ These! Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist auch die „Geldfunktion“ der Edelmetalle dahin !!!
        AU/AG werden zu „commodities“ deklariert und abgewertet. Durch die totale, virtuelle Macht! (NV
        WO = New Virtual World Order) Der kleine, aber feine Unterschied wird von den Experten ( Goldseiten/hartgeld/ KWN/Degussa) nicht gesehen, nicht mal diskutiert!
        Die Regierung Clinton, schon, hat das amerk. AU „verdampft“. Die Chinesen/Russen/Inder kaufen alles! Gewissermassen die Feinde!
        Wenn nun das Bargeldsystem durchgesetzt ist (Also kein Crash !),
        wird das Gold „runtergesetzt“. Alle M√§rkte sind heute schon total manipuliert! Die vE machen einen Haufen „Kohle“ mit einer „put-option“ zur rechten Zeit. Den Abw√§rtsgang nach S√ľden, eingelegt, zur genau „ge-time-ten“ Stunde!
        Die physische AU Markt ist heute schon 200 x kleiner, als der virtuelle.

      • globalvoterorg

        20. April 2017 19:54 at 19:54

        Jetzt kommt noch eine „brisante“ These! Wenn es kein Bargeld mehr gibt, ist auch die „Geldfunktion“ (Wertspeicher) der Edelmetalle dahin !!!
        AU/AG werden zu „commodities“ deklariert und abgewertet. Durch die totale, virtuelle Macht! (NVWO = New Virtual World Order)
        Der kleine, aber feine Unterschied wird von den Experten (Goldseiten/hartgeld/ KWN/Degussa) nicht gesehen, nicht mal diskutiert!
        Die Regierung Clinton, schon, hat das amerk. AU „verdampft“. Die Chinesen/Russen/Inder kaufen alles! Gewissermassen die Feinde!
        Wenn nun das Bargeldsystem durchgesetzt ist (Also kein Crash !),
        wird das Gold „runtergesetzt“. Alle M√§rkte sind heute schon total manipuliert! (QE) Die vE machen einen Haufen „Kohle“ mit einer „put-option“ zur rechten Zeit. Den Abw√§rtsgang nach S√ľden, eingelegt, zur genau „ge-time-ten“ endscheidenen Stunde!
        Die physische AU Markt ist heute schon 200 x kleiner, als der virtuelle.

        • Michael

          20. April 2017 21:57 at 21:57

          Eine andere These: Menschen sind es seit Jahrtausenden gewohnt, mittels seltener Steine, M√ľnzen oder am Ende gedruckter Scheine Waren und Dienstleistungen zu bewerten und zu tauschen.
          Ohne Bargeld w√ľrde die Bedeutung von Edelsteinen und -metallen explodieren, weil der „normale“ Mensch ein greifbares, sichtbares Medium ben√∂tigt, um Waren und Leistungen bewerten zu k√∂nnen.
          Ich schlie√üe nicht aus, dass bei einer Abschaffung von Bargeld die physikalischen Reserven von Edelmetallen & Co. in unvorstellbare H√∂hen schie√üen w√ľrden.

  6. Disagio

    19. April 2017 18:23 at 18:23

    Die Bargeldabschaffung ist schon in der Bibel beschrieben….. und auch ihr Ende:

    Offenbarung Kap. 13:15
    15 Und es wurde ihm verliehen, dem Bilde des Tieres einen Geist zu geben, so dass das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 16 Und es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Zeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn, (Offenbarung 19.20) 17 und dass niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher das Zeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
    ….
    Offenbarung Kap 19:20
    20 Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verf√ľhrte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. (2. Thessalonicher 2.8) (Offenbarung 13.11) 21 Und die andern wurden erw√ľrgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde sa√ü, das aus seinem Munde ging; und alle V√∂gel wurden satt von ihrem Fleisch.

    Ihr d√ľrft mich gerne f√ľr verr√ľckt halten, aber irgendwie hat das etwas tr√∂stliches ….

    • Michael

      20. April 2017 19:39 at 19:39

      Die Offenbarung ist ja bekannterma√üen sehr schwer zu verstehen bzw. zu interpretieren, vermutlich deshalb, weil Johannes zu einer Zeit Visionen von Dingen hatte, die er damals unm√∂glich verstehen konnte. Dinge, die mindestens 2000 Jahre und mehr in der Zukunft geschehen w√ľrden und f√ľr die es einfach noch keine Worte und Begriffe gab.
      Aber wo finden sich hier Hinweise auf die Bargeldabschaffung? Und auf das Ende der Bargeldabschaffung??
      Und wer ist das Tier? Draghi? Trump?? Der IWF??? Das Bargeld????

      • Markus Fugmann

        20. April 2017 19:42 at 19:42

        @Michael, historisch gesehen ist das Tier die R√∂mer, die damalige Supermacht; 70 nach Zeitrechnung zerst√∂ren diese Jersusalem nach einem Aufstand der j√ľdischen Bev√∂lkerung..

        • Michael

          20. April 2017 21:44 at 21:44

          Ja, aber wo ist die Verbindung zur Bargeldabschaffung? Hat sich nicht mit den R√∂mern nicht erst dieses System von gepr√§gten M√ľnzen, die einen mehr oder minder definierten Wert besitzen, bis heute etabliert?
          Oder steht der (gescheiterte) Aufstand f√ľr die Abschaffung und dessen Scheitern f√ľr das Ende der Abschaffung?
          Und was ist daran tröstlich: Dass es jemand versucht hat, oder dass dieser Versuch gescheitert ist?
          Ich sitze gerade auf der sehr langen Leitung ūüėČ

          • Disagio

            21. April 2017 17:32 at 17:32

            Der Bezug zur Bargeldabschaffung ist das Zeichen auf der Hand oder auf der Stirn. Wenn Du Dich chippen l√§sst, wo tr√§gst Du dann wohl den Chip? An der Hand! (… und niemand kann kaufen oder verkaufen, der nicht das Zeichen hat…) und der Chip ersetzt das Bargeld!
            Und Draghi ist? Römer!
            Nun ja, lassen wir mal dahingestellt, ob der IWF oder die EZB oder auch Draghi das Tier ist.
            Tr√∂stlich ist, dass der Versuch der Bargeldabschaffung mi√ülingen wird und diejenigen, die das versuchen „in einen feurigen Pfuhl“ geworfen werden…. was das bedeuten k√∂nnte? Selbstmordattent√§ter? Autobombe?
            Keine Ahnung … wie Du selbst sagst hat Johannes Dinge vorausgesehen, die man mit damaligen Worten nur unzureichend beschreiben konnte.
            Ich finde jedenfalls, das viele Fakten gegenw√§rtig be√§ngstigend gut zusammenpassen……

  7. Tino

    19. April 2017 18:52 at 18:52

    Ich gehe noch weiter, die Politik unterst√ľtzt das noch wesentlich, da die Lobbyisten ihre Arbeit machen,.

  8. Pingback: Zwischen Bilanz aus dem parasit√§ren – hoch – kriminellen „EU“ Psychopathen Pool …. – Der Geist der Wahrheit …

  9. Martin

    21. April 2017 07:26 at 07:26

    Die Niedrigzinspolitik der EZB macht zumindest eine Abschaffung des Bestandes an Euro-Banknoten > ‚ā¨ 50 alternivlos. Und f√ľr die √ľberwiegende Mehrheit der Bundesb√ľrger w√ľrde eine derartige Ma√ünahme keine Nachteile mit sich bringen – wer au√üer Olaf Henkel & Kollegen legt sich schon sein Bargeld unters Kopfkissen!
    Bei einem Crash der Finanzsysteme ist dann nat√ľrlich kurzfristig kein „gro√ües“ Geld mehr verf√ľgbar. Der Ausl√∂ser eines derartigen Crashs allerdings w√ľrde die B√ľrger umsoviel mehr besch√§ftigen als die Sorge ums (Bar)geld.

  10. Pingback: Honigmann-Nachrichten vom 28. April 2017 ‚Äď Nr. 1082 | Der Honigmann sagt...

  11. Pingback: Honigmann – Nachrichten vom 28. April 2017 ‚Äď Nr. 1082 | Terraherz

  12. Herbert

    28. April 2017 23:47 at 23:47

    Auch Joseph Stiglitz (den ich bisher durchaus gesch√§tzt habe), ist einer der Bargeldabschaffungsbef√ľrworter. Anscheindend ist der alte Knabe schon etwas gaga.

    Aber so ist das bei vielen Linken. Da wird das Bargeld verteufelt oder das Streben nach einem ausgeglichenen Staatshaushalt (anstatt dar√ľber nachzudenken, an der richtigen Stelle zu sparen) und man vergisst dabei ganz, dass man damit nur das Finanzkapital st√§rkt.

    Ein Bargeldverbot träfe nur die Kleinen. Ob Gauner oder sonstige. Die Großen РGauner und Sonstige (gibt es in diesen Kreisen eigentlich noch Sonstige?) lachen sich ins Fäustchen.

    @ Michael, Disagio:

    Die Offenbarung ist allerdings schwer zu verstehen. Manches ergibt allerdings erst aus heutiger Sicht einen Sinn, wie z.B. der zentnerschwere Hagel. „…seine Plage ist sehr gro√ü.“ Habe als kleiner Junge noch einiges Ruinen des letzten Krieges gesehen …

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Mr. Dax Dirk M√ľller: Es geht nicht um Z√∂lle, es geht zwischen den USA und China um die Voherrschaft in der Welt!

Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote f√ľr den „echten“ Krieg..

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Eine alte Weisheit unter Historikern lautet: der Handelskrieg ist stets ein Vorbote f√ľr den „echten“ Krieg. Faktisch werden sich die beiden Weltm√§chte einen „echten“ Krieg nicht leisten k√∂nnen angesichts des jeweiligen Vernichtungspotentials – aber eines wird immer klarer: der Trump-Administration geht es zwar auch um Z√∂lle, aber es geht ihr vielmehr darum zu verhindern, dass China zur dominanten Weltmacht aufsteigt!

Daher die immense Erh√∂hung des US-Mili√§rbudgets, dessen Mittel vorwiegend dort eingesetzt werden, wo es gilt, China strategisch in Schach zu halten. China wolle, so ein vorgerstern vorgelegtes Papier des Wei√üen Hauses, zur dominanten Weltmacht aufsteigen und bediene sich dabei krimineller Methoden. Dieses Papier ist die theoretische Grundlage daf√ľr, wie die USA dieses Streben zur Vormacht Chinas unterbinden m√ľssen – und k√∂nnen.

Daher sind Z√∂lle nur der Auftakt f√ľr einen Kampf um die Vormachtstellung in der Welt – und die Amerikaner wissen, dass ihnen f√ľr diesen Kampf die Zeit wegl√§uft, weswegen sie schon jetzt milit√§rische Tatsachen schaffen m√ľssen, indem sie ihre strategische Dominanz im s√ľdpazifischen Raum ausbauen und damit die Versorgungswege Chinas (vor allem durch die Stra√üe von Malakka, √ľber die ca. 80% des chinesischen Energiebedrafs transportiert wird) kontrollieren k√∂nnen.

Aus unserer Sicht liegt daher „Mr. Dax“ Dirk M√ľller mit seiner Einsch√§tzung v√∂llig richtig – w√§hrend die Finanzm√§rkte noch von einer schon irgendwie m√∂glichen Vereinbarung zwischen den USA und China tr√§umen:

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Aktuell: Trump k√ľndigt 20% Zoll auf alle europ√§ischen Autoimporte an – Dax und Autotitel verlieren

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Donald Trump macht weiter im Handelskrieg. Ganz frisch droht er via Twitter: Die EU habe die gro√üartigen Firmen und Arbeiter in den USA schon zu lange belastet mit Z√∂llen und Handelsschranken. Wenn diese nicht beseitigt w√ľrden, werden die USA 20% Importzoll einf√ľhren auf alle Autoimporte aus der EU. Und am Ende noch seine Aufforderung an die Europ√§er: Baut eure Autos hier bei uns in den USA! So einfach ist also die L√∂sung. Machen wir doch unsere Fabriken dicht, und produzieren alles in den USA, was die Amerikaner ben√∂tigen. Das Leben kann so einfach sein!

Der Dax (Auto-lastiger Index) fällt aktuell um 67 Punkte auf 12.500. Der Euro fällt um 20 Pips. Die Aktie von Volkswagen rutscht auf einen Schlag um 2 Euro auf 148 Euro. Daimler verliert 70 Cents auf 57,06 Euro. BMW verliert 1 Euro auf 79,50 Euro.

Donald Trump
Donald Trump. Foto: whitehouse.gov

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Griechenland kriegt zum Abschied vom ESM nochmal ordentlich Bares auf die Hand

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Griechenland verl√§sst wie erwartet planm√§√üig das Hilfsprogramm der Eurogruppe und des Rettungsschirms „ESM“. Die letzte Rate von f√§lligen 15 Milliarden Euro wird von dort aus an Griechenland ausgesch√ľttet. Damit hat Athen die gesamten 86 Milliarden Euro des „Rettungsprogramms“ erhalten. Es floss immer nur in Tranchen, weil die Europartner immer erst sehen wollten, ob Griechenland auch wirklich die vereinbarten Reformen umsetzt.

Und offenbar ist man mit der Umsetzung von Reformen zufrieden. Von den jetzt zu √ľberweisenden 15 Milliarden Euro sollen 5,5 Milliarden Euro direkt benutzt werden um Altschulden zur√ľckzuzahlen (also die klassische Dauer-Umschuldung). 9,5 Milliarden Euro sollen auf ein Sonder-Konto flie√üen, wo die griechische Regierung eine weitere Cash-Reserve (f√ľr schlechte Zeiten) anlegen soll. Insgesamt verlasse Griechenland jetzt den Rettungsschirm der Europartner mit einem (so die Eurogruppe im Wortlaut) „beachtlichen Cash-Polster“ in H√∂he von insgesamt 24,1 Milliarden Euro.

Mit diesem Polster sei es der griechischen Regierung m√∂glich auch nach Ende des Hilfsprogramms ab August alle finanziellen Notwendigkeiten (immer wieder auslaufende Schulden zur√ľckzahlen) f√ľr die n√§chsten 22 Monate zu stemmen. Dies bedeute eine immense Sicherheit gegen jedwede Risiken, so die Eurogruppe in ihrer heutigen Ver√∂ffentlichung.

Damit ist klar: Man entlässt Griechenland nicht einfach nur aus dem Programm. Nein, man weiß auch: Selbst wenn die Griechen ab August am freien Kapitalmarkt wenig bis gar nichts alleine hinbekommen, haben sie immer noch die nächsten zwei Jahre genug Luft (Cash), so dass erst einmal aus finanzieller Sicht Ruhe in Athen ist Рalso bis Sommer 2020. Aber wer weiß schon, was in den nächsten Monaten passiert? Kommen die Griechen auf die Idee mit diesem Geldberg Wohltaten zu verteilen? Spontane Rentenerhöhung, Wiederanhebung der Gehälter im Staatsdienst? Da ist ja alles möglich!

Erwartungen an Griechenland

Damit ist die ganze Sache aber nicht erledigt. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici sagte gestern Abend doch allen Ernstes, dass die griechische Krise ab sofort vorbei sei. Die Schulden hat Griechenland jetzt erst einmal, und es geht darum, ob und wie Schuldenerleichterungen umgesetzt werden. Dazu gibt es aktuell konkretere Aussagen. Es wird zehn Jahre sp√§tere R√ľckzahlungen bei Zins und Tilgung √§lterer Kredite geben. Und Griechenland wird Zinsgewinne, welche die Europartner durch griechische Schulden machten, von ihnen zur√ľck√ľberwiesen bekommen. Alleine Deutschland hatte (so die Auskunft der Bundesregierung an die Gr√ľnen) seit 2010 fast 3 Milliarden Euro Zinsgewinn mit Griechenland gemacht. Olaf Scholz zeigte sich jetzt bereit einen Teil der Gewinne abzuf√ľhren – ob nur zuk√ľnftige oder auch alte, ist unklar.

Eurogruppe sowie IWF best√§tigen, dass seitens des IWF keine Beteiligung an Geldfl√ľssen Richtung Athen stattfindet (das klang von Wolfgang Sch√§uble Richtung Bundestag doch mal anders?). Laut EU-Kommission hat Griechenland allein in den vergangenen drei Jahren 450 Einzelma√ünahmen umgesetzt (Reformprozess). Nat√ľrlich erhoffen sich die Kreditgeber, dass das Land sich weiter modernisiert. Ob das ohne Kontrolle der Partner wirklich funktioniert?

Probleme nicht gelöst

Die Grundprobleme sind nicht gel√∂st. Eurogruppe, Griechenland und EU-Offizielle klopfen sich aktuell gegenseitig auf die Schulter. Griechenland habe es geschafft, das Land verlasse das Programm. Das bedeutet konkret aber nur, dass Griechenland aktuell keine weiteren Kredite von der Eurogruppe aufnimmt (bisher flossen 250 Milliarden Euro). Die frischen Kredite kommen ab August vom freien Kapitalmarkt. Das Land hat Schulden in H√∂he von 180% zum Bruttoinlandsprodukt. Die griechischen Banken haben fast 50% notleidender Kredite in ihren B√ľchern – also Kredite, deren Raten nicht bezahlt werden. Wie man sich davon strukturell erholen soll, ist unklar. Und man bedenke: Wir (die Europ√§er) befinden uns derzeit wom√∂glich im absoluten H√∂hepunkt des Konjunkturzyklus. Geht es bergab, wird auch Griechenland das zu sp√ľren bekommen. Aber man hat ja erstmal ein „kleines“ Cash-Polster.

Flaggen von Griechenland und EU
© European Union, 2017 / Source: EC РAudiovisual Service / Photo: Mauro Bottaro

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