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Baupreise mit größtem Anstieg seit 52 Jahren! Hier die Details

Hausbau

Die Baupreise in Deutschland steigen derzeit so kräftig wie seit 52 Jahren nicht mehr. Dies zeigen heute veröffentlichte Daten des Statistischen Bundesamts. Im November 2021 stiegen die Preise (Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude) im Vergleich zu November 2020 um 14,4 Prozent. Dies ist der höchste Anstieg der Baupreise seit August 1970 (damals +17,0 Prozent). Auf den Anstieg der Baupreise wirkten sich laut den Statistikern neben dem Basiseffekt durch die befristete Mehrwertsteuersenkung im 2. Halbjahr 2020 zusätzlich die stark gestiegenen Materialpreise aus. Ohne die Mehrwertsteuersenkung (und die danach folgende Erhöhung auf das frühere Normalniveau) hätte der Preisanstieg rein rechnerisch immer noch 11,6 Prozent betragen.

Baupreise im Detail

Die Details der Baupreise zeigen, dass es im Bausektor ein Preisanstieg auf breiter Front ist. Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von November 2020 bis November 2021 um 15,7 Prozent. Den stärksten Anstieg gab es dabei bei den Zimmer- und Holzbauarbeiten. Sie sind aufgrund der erhöhten Nachfrage nach Bauholz im In- und Ausland um 38,9 Prozent teurer geworden. Die Preise für Entwässerungskanalarbeiten stiegen um 18,2 Prozent, für Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten erhöhten sie sich um 17,1 Prozent und für Klempnerarbeiten um 16,8 Prozent. Betonarbeiten verteuerten sich um 16,5 Prozent.

Die Preise für Ausbauarbeiten nahmen um 13,5 Prozent zu. Für Metallbauarbeiten erhöhten sie sich um 17,3 Prozent, für Estricharbeiten um 15,6 Prozent. Tischlerarbeiten kosteten 14,6 Prozent mehr. Bei Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden stiegen die Preise um 14,5 Prozent. Die Baupreise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden nahmen gegenüber dem Vorjahr um 14,2 Prozent zu. Die Neubaupreise für Bürogebäude stiegen um 15,0 Prozent und für gewerbliche Betriebsgebäude um 15,6 Prozent. Im Straßenbau erhöhten sich die Preise um 9,0 Prozent gegenüber November 2020.

Grafik zeigt Entwicklung der Baupreise seit dem Jahr 2012



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1 Kommentar

  1. Ja, und wer dann glaubt, dass wir mit einer offiziellen Inflationsrate von unter 10% und einer wirklichen Inflation von unter 15% davonkommen, der wird zur Schlachtbank der Inflation geführt.
    Gottseidank glauben die meisten Menschen an die Versprechungen der EZB, und den Meldungen von ARD und ZDF, und von Prof, Marcel Fratzscher.
    Denn nur wenn mind. 90 % nicht an eine hohe Inflation glauben, bzw., es zu sät merken, kann eine echte Entschuldung stattfinden.

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