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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

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Bayer-Desaster: 2 Milliarden Dollar für krebskrankes Paar – Gegenargumente im Wortlaut

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Es ist ein erneutes MEGA-Debakel für Bayer. Erneut möchten wir betonen, dass es doch höchst merkwürdig ist, dass die Lawine von Urteilen gegen Bayer in den USA erst dann losgetreten wurde, nachdem Bayer Monsanto übernommen hatte. Aber egal. Verschwörung hin oder her. Heute Nacht hat ein krebskrankes paar in Kalifornien von einer Jury 2 Milliarden Dollar Schadenersatz von Bayer zugesprochen bekommen. Das Unkraut-Vernichtungsmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat soll schuld an ihrer Krebserkrankung sein.

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Nochmal: Was für ein Desaster für Bayer. Und eine gigantische Welle weiterer Klagen ist ja noch nicht durch verhandelt. Dieses aktuelle Urteil ist das dritte in kurzer Zeit. Und in allen drei Fällen bekamen die Kläger recht. Bayer geht natürlich in Berufung. Und es ist gut denkbar, dass selbst bei Aufrechterhaltung des Urteils die Schadenssumme deutlich reduziert wird. Aber das Thema hatten wir schon mal besprochen. Selbst wenn es „nur noch“ 50 oder 100 Millionen Dollar Schadenersatz sein sollten. Man rechne das mal hoch auf tausende von Klägern, die mutmaßlich größtenteils ihre Prozesse gegen Bayer gewinnen.

Bayer zeigt sich in einer offiziellen Stellungnahme „enttäuscht“ von dem Urteil. Beide Seiten werfen sich (vereinfacht gesagt) vor mit fehlerhaften, unvollständigen oder nur in Auszügen benutzten Studien zu arbeiten. Für die Aktie von Bayer ist dieses Urteil erneut ein Debakel. Wird Monsanto den Bayer-Konzern in seiner Substanz vernichten? Niemand weiß es, solange wichtige Referenz-Urteile noch nicht endgültig durch alle Instanzen verhandelt wurden. Die Bayer-Aktie notiert aktuell bei -4% gegenüber dem gestrigen Schlusskurs.

Hier Bayer im Wortlaut mit seinen Gegenargumenten zum aktuellen Urteil:

Das Jury-Urteil steht in direktem Widerspruch zu der Einschätzung der US-Umweltschutzbehörde EPA, die erst vergangenen Monat im Rahmen der vorläufigen Zulassungsüberprüfung veröffentlicht wurde. Nach Auffassung der EPA sowie weiterer führender Regulierungsbehörden sind glyphosatbasierte Produkte bei sachgerechter Anwendung sicher und Glyphosat ist nicht krebserregend. Diese Einschätzungen basieren auf Erkenntnissen aus 40 Jahren umfangreicher wissenschaftlicher Forschung.

Wir haben großes Mitgefühl für Herrn und Frau Pilliod. Die Beweislage in diesem Fall ist jedoch eindeutig: Beide Kläger hatten eine lange Historie von Vorerkrankungen, die bekanntermaßen erhebliche Risikofaktoren für eine Erkrankung am Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) darstellen. Zudem ist bei den meisten NHL-Erkrankungen die Ursache nicht bekannt. Zur Bejahung der Kausalität in diesem Fall hätte die Jury feststellen müssen, dass die Krebserkrankungen der Kläger ohne den Einsatz von glyphosatbasierten Herbiziden nicht eingetreten wären. Für eine solche Schlussfolgerung gibt es allerdings keine verlässlichen wissenschaftlichen Nachweise.

Der Kontrast zwischen dem heutigen Urteil und der Schlussfolgerung der EPA, dass es „keine Risiken für die öffentliche Gesundheit durch die derzeit zugelassene Verwendung von Glyphosat“ gibt, könnte nicht stärker sein. Die Schlussfolgerung der EPA basiert auf Auswertungen einer Datenbank mit mehr als 800 Studien zu Glyphosat und den glyphosatbasierten Herbiziden von Bayer, die sich auf die Gesundheit von Menschen und Säugetieren beziehen. Im Rahmen ihrer Bewertung zum Krebsrisiko von 2017 untersuchte die Behörde darüber hinaus auch zahlreiche Studien aus der öffentlich verfügbaren Literatur.

Im Gegensatz dazu präsentierten die Kläger der Jury in diesem Fall gezielt ausgesuchte Ergebnisse aus einem Bruchteil der insgesamt verfügbaren Studien. Die präsentierten Studien wiesen erhebliche Defizite auf: So wurde beispielsweise nicht danach unterschieden, welche anderen Pflanzenschutzmittel die Anwender verwendeten. Zudem waren die Ergebnisse nicht statistisch signifikant, bezogen nur eine sehr kleine Gruppe von Anwendern ein oder sind mit dem gesamten Spektrum wissenschaftlicher Erkenntnisse generell unvereinbar. Die Kläger haben sich zudem in erheblichem Umfang auf die Einschätzung der International Agency for Research on Cancer (IARC) aus dem Jahr 2015 bezogen. Wie die EPA jedoch feststellte, war ihre Bewertung des Krebsrisikos „robuster“ und „transparenter“ als die Bewertung der IARC, die nur auf einer Teilmenge der von der EPA berücksichtigten Studien basiert. Die Bewertung der IARC bleibt eine Einzelmeinung, die nicht im Einklang steht mit den Auffassungen internationaler Gesundheitsbehörden und wissenschaftlicher Einrichtungen.

Bayer
Foto: Bayer AG

3 Kommentare

3 Comments

  1. werner

    14. Mai 2019 10:08 at 10:08

    Wird Monsanto den Bayer-Konzern in seiner Substanz vernichten?
    Ja, klar. Und ebenso klar reiht sich diese Story in eine Reihe anderer Vorgänge ein, in denen zwei total verschiedene Rechtssysteme kollidieren.

  2. Hans

    14. Mai 2019 10:20 at 10:20

    Wenn man mit Monsantos Pflanzenschutzmittel zu sehr in Kontakt kommt, wird sicher dass Immunsystem geschwächt. Was als Folge den Ausbruch von Krebs fördert. Bei uns wurde deswegen der Verkauf von z.B. Roundup stark eingeschränkt. Da geht es wohl weniger um die Sache, mehr wer die Stärkste Lobby hat. Wenn die Monsanto Lobby verliert, wird von Bayer wenig übrig bleiben.

  3. Shong09

    14. Mai 2019 11:10 at 11:10

    Solange kein Gewinn- und Verlustabführungsvertrag/ und -deckungsvertrag vorhanden ist einfach Monsanto pleite gehen lassen. Es wurde doch berichtet, dass es als eigenständige Tochter separiert ist.
    Aber ich glaube, dafür sind sie zu blöd, genau so wie VW.
    Aus dem Land zurückziehen und fertig. Bis man 30 Mrd.$ Gewinn da drüben verdient hat…, wird wohl nicht passieren

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Aktuell: Broker sieht „code red“ bei Tesla, Aktie vorbörslich unter 200 Dollar

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Der in Los Angeles beheimatete Broker „Wedbush“ schießt aktuell ganz schön heftig gegen Tesla. Einst war man dort mal ein großer Fan der Aktie. Jetzt aber offenbar nicht mehr. Man stuft die Aktie ab von 275 auf nur noch 230 Dollar. Tesla müsse einen Kilimanjaro-artigen Aufstieg hinlegen, damit die Erreichung der Gewinnzone im zweiten Halbjahr 2019 doch noch erreicht werden könne, so die Worte des Analysten.

Wedbush nennt die aktuelle Lage bei Tesla eine „code red situation“, also Alarmstufe Rot! So sagt der Analyst von Wedbush auch, dass man Bedenken habe zum Verlauf des Wachstums bei den Model 3-Verkäufen und der Nachfrage in den USA. Außerdem verzettele sich Elon Musk derzeit in dubiosen Projektideen wie Robotaxis, Versicherungen usw. Dabei müsste er sich gerade jetzt völlig auf das Model 3 konzentrieren. Aber offenbar hat Wedbush ernsthafte Bedenken an der Ernsthaftigkeit und Fokussierung von Elon Musk.

Die Tesla-Aktie war bereits am Freitag um 17,3 Dollar auf 211 Dollar gefallen. Und dann noch gestern die Aussagen von Wedbush. Vorhin notierte die Aktie auf einem Dreijahrestief! Im vorbörslichen Handel nämlich lag sie vorhin kurzzeitig unter 200 Dollar. Aktuell liegt sie im Vergleich zu Freitag Abend vorbörslich bei 201,80 Dollar, was ein Minus von 4,37% darstellt.

Um einen besseren Überblick zu bekommen, betrachten wir die Tesla-Aktie mal im folgenden Chart seit dem Jahr 2011. Das aktuelle Niveau von grob 200 Dollar haben wir im Chart blau eingezeichnet. Es ist auf lange Sicht eine verdammt wichtige Marke. Viele Unterstützungsniveaus hatte die Aktie in den letzten Wochen schon unterschritten. Und gerade erst hatte Tesla die Aktienbasis über eine Kapitalerhöhung weiter verwässert. Momentan scheinen selbst die blind gläubigen Tesla-Jünger die Aktie nicht aufhalten zu können auf dem Weg nach unten.

Tesla Aktie in Langfristbetrachtung

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Aktien

Aktuell: Deutsche Bank mit Allzeittief, Wirecard klettert weiter nach oben

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Aktuell wollen wir das frische Allzeittief der Deutsche Bank-Aktie besprechen sowie das weitere Ansteigen der Wirecard-Aktie. Aber zunächst zu den Deutschbankern. Die UBS gibt der Aktie aktuell einen kräftigen Stoß. So hat man das Kursziel für die Aktie gesenkt von 6,40 auf 5,70 Euro. Die Einstufung ändert man von „Neutral“ auf „Verkaufen“. Aktuell notiert die Aktie bei 6,62 Euro. Damit hat sie ein neues Allzeittief erreicht, weil sie nun 6 Cents tiefer notiert als im Tiefpunkt aus Dezember 2018.

Die UBS sieht zwei Probleme für die Deutsche Bank. Nach der abgesagten Fusion mit der Commerzbank würden der DB wenig strategische Optionen bleiben. Und wegen den niedrigen Zinsen werde die Ertragsflaute bei der DB wohl anhalten. Daher habe man die Gewinnschätzungen reduziert. Die Gewinne würden sich nur schleppend entwickeln, und die Bank bleibe weiter deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Nach dem Motto (so meinen wir): Warum die DB-Aktie kaufen, wenn sie weiterhin so wenig Gewinne bringt, und die Konkurrenz einfach besser arbeitet?

Wir meinen: Ohaaaaaaaaa, das wird ja immer bedrohlicher. Die Deutsche Bank wird immer billiger für potenzielle Käufer. Die Bank hat jetzt nur noch einen Wert von 14,2 Milliarden Euro. Neben der noch viel billigeren Commerzbank wächst die tatsächliche Gefahr, dass Schnäppchenjäger die ganze Bank mal eben so im Vorbeigehen kaufen, oder zumindest einen bedeutenden Teil der Aktien. Was die Bundesregierung dazu wohl sagen würde – Stichwort „Finanzielle Staatsraison“?

Dazu kommen aktuell noch Nachrichten, dass angeblich Führungskräfte der Deutschen Bank in den USA Meldungen von für Geldwäscheprävention zuständigen Mitarbeitern an Behörden unterbunden haben sollen. Dabei sei es in 2016 und 2017 um verdächtige Transaktionen von Organisationen gegangen, die Donald Trump zugerechnet werden. Droht hier schon die nächste Geldbuße in den USA?

Deutsche Bank
Deutsche Bank-Aktienkurs seit 2002.

Wirecard steigt weiter

Und wo wir eh schon über die Deutsche Bank reden. Es ist heute just diese Bank, die mit ihrer Einschätzung dafür sorgt, dass die Aktien von Wirecard weiter klettern. Sie notieren heute mit +2,1% auf 142,95 Euro. Im folgenden Chart sieht man die Aktie seit September 2018. Der große Abwärtspfeil zeigt die drei kurz nacheinander folgenden Abstürze bei Wirecard aufgrund der drei übelst negativen Berichte der Financial Times (Absturz von 166 bis auf 86 Euro) Bis heute kann niemand zu 100% sicher sein, wer nun recht hat.

Zwar konnte Wirecard einen externen Bericht präsentieren, wonach die Vorkommnisse in Asien im Großen und Ganzen mit rechten Dingen zugehen sollen. Aber so ganz zu 100% ist der Rauch noch nicht verzogen. Bis jetzt konnte sich die Aktie wieder zu großen Teilen erholen, und scheint diese Verluste weiter auszugleichen. Die DB stuft Wirecard hoch von „Halten“ auf „Kaufen“. Das Kursziel steigt von 170 auf 200 Euro. Beachtlich dabei ist: Die Financial Times hat heute erneut negativ über Wirecard berichtet. Dabei werden Aussagen aus April wiederholt. Wirecard haben in den letzten Jahren die Hälfte der Erlöse sowie fast alle Gewinne nur mit drei Partnern erzielt.

Und wenn? Apple hat nur ein einziges Produkt, das den Großteil von Umsatz und Gewinn liefert – und da sagt auch niemand was zu. Man kann fast den Eindruck haben, als seien die „Journalisten“ bei der FT beleidigt, dass niemand mehr auf ihre negativen Artikel hört. Und so versucht man alte Vorwürfe nochmal aufzuwärmen? Es sieht schon sehr merkwürdig aus. Aber wer weiß. Nachher schütteln wirklich alle Beobachter über die FT den Kopf, und ganz am Ende behält sie doch recht? Aber zurück ins Hier und Heute. Die Börse ignoriert die Aussagen der FT und achtet auf die netten Worte der Deutschbanker. Die Wirecard-Aktie ist zur Zeit im Aufwärts-Flow.

Wirecard-Aktie seit September 2018

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Aktien

Giovanni Cicivelli: Trade-Rückblick und Vorschau auf Dax, Forex, Aktien

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An dieser Stelle biete ich eine kurze Vorschau auf mein heutiges ausführliches Video vor dem Marktstart in Frankfurt. Es geht um einen Rückblick, und um heutige Ereignisse bei Dax, Forex, Aktien. Seid ihr noch nicht registriert? Dann bitte einfach hier anmelden, denn es ist völlig kostenfrei! Dann könnt ihr das aktuelle und alle noch kommenden Videos von mir sehen.

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