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Bayer-Monsanto-Deal: Deutsche Bank muß leider draußen bleiben

Redaktion

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FMW-Redaktion

Manchmal hat man kein Glück – und dann kommt auch noch Pech dazu! Das ist eine Weisheit des ehemaligen Fußballers Jürgen Wegmann, und sie gilt derzeit ganz offensichtlich auch für die Deutsche Bank. Denn die Deutsche, ohnehin nicht erfolgsverwöhnt in letzter Zeit, muß sich einen Leckerbissen entgehen lassen – die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer.

Denn die Deutsche Bank hat sich vor einiger Zeit entschieden, BASF zu beraten – und kann jetzt nicht die Seiten wechseln und bei dem Deal dem BASF-Konkurrenten Bayer zur Seite stehen, weil das Interessenskonflikte heraufbeschwören könnte.

Bayer will bekanntlich Monsanto für 62 Milliarden Dollar übernehmen – Monsanto hat das Angebot als zu niedrig abgelehnt. Also braucht Bayer eine Menge Geld, unabhängig davon, wie hoch der Aufpreis ausfallen wird, bis sich Monsanto einverstanden erklärt. Dabei sollen die Haupt-Partner von Bayer, Bank of America und Credit Suisse, helfen, dazu kommen dann noch Goldman Sachs, HSBC und JPMorgan Chase, die dem Leverkusener Konzern 63 Milliarden Dollar an Kredit gewähren und bei dem geplanten Deal hilfreich zur Seite stehen sollen, wie Insider berichten.

Damit entgeht der Deutschen Bank nicht nur ein prestigeträchtiger Deal, der die Negativschlagzeilen der letzten Monate etwas in den Hintergrund gerückt hätte. Es entgeht den Deutschbankern vor allem aber auch eine Menge Geld, denn Deals in dieser Größenordnung (der zweitgrößte in der Geschichte deutscher Firmen, nach dem Kauf von Chrysler durch Daimler, bei dem die Deutsche mit an Bord war) sind für betreuende Banken hochlukrativ. Und dieses Geld hätte der Bank sicher nicht schlecht zu Gesicht gestanden.

Damit verliert die Deutsche Bank weiter an Boden – auch die zweitgrößte geplante Fusion in Europa, der Kauf von Syngenta durch die chinesische China National Chemical, findet ohne die Deutsche Bank statt, wodurch die Deutsche auf Platz 7 abrutscht im Ranking der Übernahmen und Akquisitionen (M&A) in Westeuropa – und damit so tief wie seit 2013 nicht mehr. In Deutschland ist man damit nur noch die Nummer 4, trotz der Beteligung an den geplanten Deals mit der Kuka-Übernahme durch Chinesen. 2014 und 2015 war man wenigstens in Deutschland noch die Nummer 1 in diesem Bereich – auch das spricht Bände.

Ein heißes Eisen aber hat die Deutsche Bank noch im Feuer: die geplante Fusion zwischen Deutscher Börse und der London Stock Exchange. Das ist gewissermaßen ein Trostpflaster – falls der Deal zustande kommt (Frankreich schießt massiv dagegen). Trotz der Nicht-Teilnahme an dem Bayer-Monsant-Deal kann der Aktienkurs der Deutschen Bank heute fast 4% zulegen – einfach weil im derzeitigen Risk-On-Modus eine zuletzt stark verprügelte Aktie wie die Deutsche ein gewisses Nachholpotential hat..

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

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Goldman Sachs mit Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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Soeben wurden die Quartalszahlen von Goldman Sachs veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 11,74 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,96/Erwartungen 9,50).

Der Gewinn liegt bei 12,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,69/Erwartungen 7).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft betrug 293 Millionen US-Dollar für das vierte Quartal 2020, 13 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019 und 5 Prozent höher als im dritten Quartal 2020. Das vierte Quartal 2020 enthielt Rückstellungsreduzierungen für Großkundenkredite, laut Goldman Sachs aufgrund einer Stabilisierung im breiteren wirtschaftlichen Umfeld nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Dies wurde teilweise aufgehoben durch höhere Rückstellungen aufgrund des Wachstums von Kreditkartenkrediten
im Vergleich zum vierten Quartal 2019.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +2,2 Prozent.

Kommentar vom Chef:

“It was a challenging year on many fronts, and I am deeply proud of how our people helped clients respond to the economic disruption brought on by the pandemic and the extreme market volatility experienced over the past months. Our people responded admirably to a series of professional and personal challenges, while working from home or in offices that were reshaped dramatically. Thanks to their perseverance, we were able to help clients navigate a difficult environment, and, as a result, achieved strong results across the franchise, while advancing our strategic priorities. We hope this year brings much needed stability and a respite from the pandemic, but we remain ready to handle a wide range of outcomes and are poised to meet the needs of our clients.”
– David M. Solomon, Chairman and Chief Executive Officer

Grafik zeigt die Quartalszahlen von Goldman Sachs

Goldman Sachs-Zentrale in New York
Die Goldman Sachs-Zentrale in New York Downtown. Foto: Youngking11 CC BY-SA 3.0

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Bank of America meldet aktuell Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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am

Soeben wurden die Quartalszahlen der Bank of America veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 20,1 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 22,3/Erwartungen 20,2). Der Gewinn liegt bei 0,59 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,74/Erwartungen 0,56).

Die Rückstellung für Kreditverluste sank auf 53 Millionen US-Dollar, was eine Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 828 Millionen US-Dollar bedeutet. Wie die großen anderen US-Banken auch löst man also Rückstellungen auf, weil man wohl auch dank der gigantischen Stimulus- und Hilfsprogramme an weniger Kreditausfälle glaubt.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,5 Prozent.

CEO-Kommentar:

„During 2020, we witnessed the dramatic effects of the health crisis on the economy and our company’s operations. In the fourth quarter, we continued to see signs of a recovery, led by increased consumer spending, stabilizing loan demand by our commercial customers, and strong markets and investing activity. The latest stimulus package, continued progress on vaccines, and our talented teammates – who performed well helping their customers through this crisis – position us well as the recovery continues.

„In the fourth quarter, we saw higher net interest income, higher Consumer revenue, record asset management fees, strong results from our Global Markets teams, and a stronger balance sheet. In 2020, we earned nearly $18 billion and achieved several key strategic objectives: gaining market share in deposits, expanding our digital leadership, and adding thousands of wealth management clients. In addition, we gained market share in investment banking and supported clients with liquidity and superior trading
execution.

„Also we made progress in support of our communities, committing $300 million of our $1 billion four-year initiative to help drive racial equality and economic opportunity.“

Quartalszahlen der Bank of America

Bank of America Logo
Foto: Brian Katt CC BY-SA 3.0

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