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Bayer nach der HV – volle Kanne „Glyphosat-Wette“

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Bayer hat heute seine Hauptversammlung hinter sich gebracht. Das Management wird sich wohl gesagt haben: Augen zu und durch. Wie man Vor Ort-Berichten entnehmen kann (siehe hier und hier), war es ein Image-Desaster für Bayer. „Fridays for Future“-Proteste vor der Tür, Landwirte als Aktionäre in der Halle. Proteste von allen Seiten, gegen Bayer, irgendwie gegen alles was Bayer gerade macht.

Es gab vor der Übernahme von Monsanto schon genug Warnungen. Aber nun trifft das Bayer-Management die volle Breitseite, gegen Kapitalismus, gegen die „Vernichter der Artenvielfalt“, gegen Werte-Vernichter (Aktienkurs stark gefallen), gegen Krebs-Verursacher (Roundup mit Wirkostoff „Glyphosat“). Das Motto von Bayer ist trotz aller Proteste der Aktionäre ab heute unumstößlich (sinngemäß): Wir ziehen das jetzt durch, es gibt eh kein Zurück mehr. Die Monsanto-Übernahme sei richtig gewesen, und werde Bayer auf lange Sicht gesehen richtig gut nach vorne bringen, so vereinfacht ausgedrückt die Aussagen des Bayer-Vorstands.

Im Zentrum aller Probleme steht die große „Glyphosat-Wette“, so möchten wir es bezeichnen. Zwei Prozesse hat Bayer in den USA Schon verloren gegen an Krebs erkrankte Menschen. Die Wette besteht darin, ob höhere Instanzen Bayer recht geben, oder die Urteile aus erster Instanz bestätigen. Es geht letztlich nur um diese eine Sache. Wenn die Urteile bestand haben, könnten auf Bayer womöglich dutzende Milliarden an Schadenersatzforderungen zukommen.

Aber Bayer ist in dieser Sache bester Dinge, oder auch guter Hoffnung, wie man es ja umgangssprachlich gerne ausdrückt. Klingt doch besser als „verzweifelt“. Der Aktionär kann sich dieser Hoffnung anschließen und auf steigende Kurse hoffen. Oder eben auch nicht!

Zitat Bayer von heute:

Auf der anderen Seite hätten die Aktionäre erhebliche Verluste im Aktienkurs hinnehmen müssen. „Da gibt es nichts zu beschönigen. Die Klagen und die ersten Urteile zu Glyphosat lasten schwer auf unserem Unternehmen und verunsichern viele Menschen“, sagte Baumann. Der wahre Wert des Unternehmens spiegele sich im aktuellen Kurs nicht wider. Bayer arbeite mit Hochdruck daran, sich in den Berufungsverfahren und den kommenden Gerichtsverhandlungen erfolgreich zu verteidigen.

Auch sagt man heute (schon mal Rechtfertigung aufbauen?):

Basierend auf allen verfügbaren Informationen habe der Vorstand das Haftungsrisiko im Zusammenhang mit Glyphosat als gering bewertet, so Baumann. Insgesamt habe der Vorstand dabei in jeder Hinsicht pflichtgemäß gehandelt. Zu dieser Einschätzung kommt ein externes Gutachten der renommierten Anwaltskanzlei Linklaters, das der Aufsichtsrat im September 2018 in Auftrag gegeben hatte, sowie ein zweites unabhängiges Gutachten von Prof. Mathias Habersack von der Universität München aus dem Frühjahr 2019.

Und zur Monsanto-Übernahme sagt man heute auszugsweise im Zitat:

Der Vorstandsvorsitzende ging noch einmal ausführlich auf die Übernahme von Monsanto ein. Bayer sei heute das führende Unternehmen im Agrarbereich. „Aufgrund der hervorragenden Aufstellung unserer Geschäfte, dem großen Potenzial für unsere Kunden, den Möglichkeiten für eine nachhaltigere Landwirtschaft sowie auch im Hinblick auf die wirtschaftliche Logik war und ist der Erwerb von Monsanto der richtige Schritt“, sagte Baumann. Die Integration verlaufe schneller als geplant und insgesamt erfolgreich. Zudem begründete Baumann die Übernahme als wichtigen Schritt in der strategischen Entwicklung des Unternehmens. „Wir haben unsere Geschäfte in den vergangenen Jahren konsequent an langfristigen Wachstumstrends in attraktiven Märkten ausgerichtet und damit Bayer zu einem fokussierten sowie wachstums- und ertragsstarken Unternehmen entwickelt.“ Die Transaktion lohne sich auch finanziell: „Wir werden aus der Übernahme von Monsanto ab 2022 Synergien in Höhe von jährlich einer Milliarde Euro realisieren“, sagte Baumann. Mit den kartellrechtlich geforderten Verkäufen an BASF sei ein attraktiver Preis in Höhe von 7,3 Milliarden Euro und ein Gewinn von 4,0 Milliarden Euro erzielt worden. Auch die Finanzverschuldung sei inzwischen deutlich geringer als erwartet.

Bayer Werk Leverkusen
Bayer-Werk in Leverkusen. Foto: Rolf Heinrich Creative Commons Attribution 3.0 Unported license GNU Free Documentation License, Version 1.2

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Aktienmarkt beantwortet gerade eine wichtige Frage

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Downtown New York City - der globale Aktienmarkt achtet auf die Wall Street

Der aktuelle Rücksetzer am Aktienmarkt mitten in der Jahresendrally wird Klarheit darüber bringen, welche Faktoren die Märkte dominieren und wie es in den nächsten Wochen und Monaten an den Börsen weitergeht.

Der Lackmustest für den Aktienmarkt hat begonnen

Nach dem gestern zunächst erfolgten Ausbruch des DAX 30 aus der kurzen Seitwärtskonsolidierung wurden die Kurse im Laufe des Handelstages von überraschend negativen Daten zum US-Einzelhandel sowie schwindenden Hoffnungen auf einen Handelsdeal stark eingebremst. Unabhängig davon, auf welcher Seite man am Aktienmarkt positioniert ist, werden die Kursverläufe der nächsten Stunden und Tage eine wichtige Frage beantworten: Welche Impulse sind am Markt dominierend? Genau jetzt wird von den großen Aktienindizes die Frage beantworten, ob die Pro- oder die Contra-Argumente mehr Durchsetzungskraft besitzen – und zwar nachhaltig.

Die Contra-Argumente

Gestern wirkten mitten in dynamisch hochlaufende Aktienkurse, speziell beim DAX, einige Nachrichten von der fundamentalen Front belastend und führten zu einem heftigen Intraday-Reversal. Dabei trafen diese News auf einen stark überkauften Markt mit hoher Vertrauensseligkeit der Bullen, die zum Teil auf signifikanten Buchgewinnen saßen. Es war also kein Wunder, dass kurzfristig der Sell-Button betätigt wurde. Aber war die der Beginn einer längeren Korrektur oder folgt der Wiederanstieg der Aktienkurse auf dem Fuße?

Was belastete den Markt so plötzlich?

Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Abwärtsimpulse der letzten 48 Stunden für den Aktienmarkt:

– Die US-Einzelhändler Home-Depot (HD) und Kohl´s (KSS) lieferten enttäuschende Zahlen.
– Die US-Einzelhandelsumsätze (Red-Book, Umfrage unter 9.000 Einzelhändlern) offenbarten eine deutlich schwächere Wachstumsrate bei den Einzelhandelsumsätzen in der letzten Woche, nachdem bereits der Gesamtumsatz der Branche für den Monat Oktober das zweite Mal in Folge rückläufig war.
– Der Ölpreis gab aus drei Gründen signifikant nach und erzeugte latente Konjunktursorgen in Anbetracht der Nachfrageschwäche nach fossilen Energieträgern.
– Die Positionen im Handelskrieg driften weiter auseinander
– Die Proteste in Hongkong drohen zum Belastungsfaktor für die Beziehungen Chinas und den USA zu werden.
– Gewinnmitnahmen und die starke Überkauftheit (Markttechnik und Sentiment) beschleunigten die Gewinnmitnahmen bzw. den Aufbau von Short-Positionen.
– Im Dax erwies sich der Kurssprung vom Vormittag zunächst als charttechnischer Fehlausbruch.

Die Pro Argumente

Doch sofort reagierten andere Märkte durch Interdependenzen positiv im Sinne einer erneuten Unterstützung der Aktienmarktrallye…..

Bitte klicken Sie hier um Teil 2 des Artikels zu lesen
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Markus Koch LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – Handelskrieg und Quartalszahlen

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Handelsstart an der Wall Street. Handelskrieg und Hongkong beeinflussen die Stimmung. Auch aktuelle Quartalszahlen werden besprochen.

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Es ist amtlich: VW schafft den Otto-Motor ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

haben Sie sich schon Ihren neuen VW ID.3 gesichert? Wenn nicht, dann müssen Sie sich zunächst noch etwas gedulden. Die erste Produktionstranche, die im Juni 2020 zur Auslieferung ansteht, ist nämlich bereits seit Anfang September restlos ausverkauft, und dass, obwohl das neue E-Auto noch keinen Meter auf öffentlichen Straßen gemacht hat. Der Hype um das erste richtige E-Modell aus Wolfsburg kennt derzeit keine Grenzen. Dem VW-Konzern liegen 30.000 Reservierungen vor, die Fachwelt ist entzückt. Was macht diesen ID.3 so außergewöhnlich?

VW hat diesmal keine halben Sachen gemacht, sondern für denn ID.3 gleich eine eigene Plattform entwickelt. Zur Erinnerung: Die Verbrenner des VW-Konzerns basieren auf dem sog. Modularen Querbaukasten MBQ. Die ersten VW-Stromer – wie etwa der E-Golf – bauten ebenfalls auf dieser Plattform auf. Das konnte nicht gutgehen, weil ein E-Auto nun einmal anders funktioniert als ein Verbrenner. Die neue Plattform trägt den etwas sperrigen Namen Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB). Wie der Name schon verrät auf dieser Basis können nur E-Autos produziert werden. Und die MEB-Plattform bringt alle natürlichen Vorzüge eines E-Autos voll zur Geltung. So sitzt die schwere Akkubatterie künftig in…..

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