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Bayer offenkundig kurz vor Übernahme von Monsanto

FMW-Redaktion

Der deutsche Konzern Bayer steht offenkundig kurz vor der Übernahme von Monsanto – und damit vor einem Deal, der unsere Lebensgrundlagen durchaus verändern könnte angesichts der dann absehbaren Dominanz des neuen Mega-Unternehmens (vorausgesetzt die Zustimmung der Kartell-Behörden).

Nun heißt es aus Insider-Kreisen, dass man kurz vor der Einigung stehe. Gestern Abend hatte sich der Vorstand von Monsanto zusammengesetzt und beraten – offenkundig liegt ein erneuertes Angebot von Bayer von 129 Dollar pro Monsanto-Aktie vor – kürzlich hatte Bayer offiziell das Angebot auf 127,50 Dollar pro Monsanto-Aktie erhöht.

Derzeit, so zwitschern Kenner der Materie, sehe es so aus, dass man sich dann auf 128 Dollar einige – Bayer habe das Agreement bereits unterschrieben. Sollte der Deal nicht zustande kommen, müsste Bayer demnach eine Entschädigung von zwei Milliarden Dollar an Monsanto zahlen (break up fee). Käme der Deal zustande, wäre Bayer hoch verschuldet – aber dann emittiert man eben ein paar Anleihen, die dann von der EZB gekauft werden..

Die Aktionäre von Bayer scheint das sehr zu freuen:

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Aber sollten wie uns darüber auch freuen? Einst im Mai erlaubten wir uns dazu folgenden Kommentar:

„Der amerikanische Konzern Monsanto ist gerade bei Umwelaktivisten und anderen Klardenkenden nicht gerade sehr beliebt: man stellt vorwiegend Planzenschutzmittel her und ist beim Thema genveränderte Lebensmittel ganz weit vorne. Hurra, wenn´s schee macht, wie einst eine Dame aus der Lindenstraße meinte. Andere aber meinen, macht eher krank – aber das ficht Monsanto nicht so wirklich an. Dass Landwirtschaft übrigens auch ohne Gifte funktionieren kann, zeigt das Beispiel Kuba: abgeschottet von anderen Märkten durch das US-Embargo mussten die Kubaner Wege finden, auch ohne Chemieeinsatz auszukommen – heraus gekommen ist eine Landwirstchaft, die ganzheitlich funktioniert, etwa, indem man Schädlinge dadurch reduziert, indem man ihre natürlichen Feinde fördert.

Das alles ist aber im Westen nicht der Fall – daher wissen die Wenigsten, wie eine Tomate wirklich schmeckt, schmecken kann (das konnte man lange noch etwa in Osteuropa erleben, wo es keine so ausgeprägte Lebensmittelindustrie gibt!).“



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2 Kommentare

  1. Haben Sie sich mal die Aktionärsstruktur beider Unternehmen angesehen?
    Ein Schelm, wer dabei böses denkt………

  2. 19 Mrd. Euro teure Kapitalerhöhung plus Pflichtwandelanleihen. Verwässerung erster Klasse! Dazu kommen 57 Mrd. Euro an Krediten…

    Ich bleibe dabei das dieser Deal eine massive Vernichtung von Aktionärsvermögen darstellt.

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