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Bayer-Quartalszahlen: Umsatzsprung bei Crop Science nur durch zwei Sondereffekte – Aktie fällt

Redaktion

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Bayer hat seine Quartalszahlen veröffentlicht – die Aktie fällt um -2,4%. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 9,48 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 8,7).

Der Gewinn (EBITDA vor Sondereinflüssen) liegt bei 2,33 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 2,24). Der Nettogewinn sinkt von 1,22 Milliarden auf 799 Millionen Euro.

Die Kernbereiche Pharma und Consumer Health haben jeweils kleine Umsatzrückgänge zu verzeichnen.

Der Umsatz in der Sparte Crop Science stieg dafür aber deutlich von 2,16 auf 3 Milliarden Euro. Verantwortlich dafür waren zwei Effekte, die beide mit der Monsanto-Übernahme zu tun haben. Zitat Bayer:

Im Agrargeschäft (Crop Science) setzte Bayer 3,011 Milliarden Euro um. 543 Millionen Euro davon kamen anteilig durch die Übernahme von Monsanto zum 7. Juni 2018 hinzu, 468 Millionen Euro trugen die im August an BASF veräußerten Geschäfte bei.

Wichtig: Bayer hat ja vor Kurzem eine Verbraucherklage in den USA wegen Monsanto verloren. Es gibt zwar noch eine Revision, aber weitere Klagen und eventuelle Zahlungen in Milliardenhöhe sind möglich. Von Rückstellungen für solche Zahlungen war im Quartalstext von Bayer heute nichts zu lesen! Hier aktuelle Aussagen von Bayer im Wortlaut zu den heutigen Zahlen:

Den Konzern-Ausblick hat Bayer um die Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Monsanto ab dem Zeitpunkt der Übernahme angepasst. Das Unternehmen strebt für 2018 eine Dividende je Aktie mindestens auf dem Niveau des Vorjahres an. Bayer hat den Erwerb von Monsanto am 7. Juni 2018 abgeschlossen – für 63 Milliarden US-Dollar inklusive übernommener Schulden. „Die Akquisition von Monsanto hat zwei starke Geschäfte zusammengebracht, die sich in hohem Maß ergänzen: Das innovative chemische und biologische Pflanzenschutzportfolio von Bayer und das herausragende Wissen von Monsanto in den Bereichen Saatgut und Pflanzeneigenschaften“, sagte Baumann.

Hier der Ausblick im Wortlaut von Bayer:

Da die Übernahme von Monsanto später erfolgte als erwartet, wird Bayer aufgrund des saisonalen Geschäftsverlaufs von Monsanto im Jahr 2018 gegenüber der im Februar veröffentlichten Prognose geringere Erträge erfassen. „Das akquirierte Geschäft erzielt Umsatz und vor allem Ergebnis größtenteils im ersten Halbjahr“, erklärte Baumann.

Für den Bayer-Konzern wird nun ein Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro erwartet (bisher: unter 35 Milliarden Euro). Hiervon entfallen mehr als 5 Milliarden Euro auf das übernommene Monsanto-Geschäft. Durch die Veräußerung bestimmter Aktivitäten an BASF mindert sich der geplante Umsatz um etwa 1 Milliarde Euro. Dies entspricht nun wpb. einer Steigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich).

Für das EBITDA vor Sondereinflüssen prognostiziert Bayer nun einen Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich (bisher: Verringerung im unteren einstelligen Prozentbereich). Wb. entspricht dies einem Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich (bisher: Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich).

Beim bereinigten Ergebnis je Aktie werden nun 5,70 bis 5,90 Euro erwartet (bisher: Vorjahresniveau).

Bayer-Quartalszahlen
Foto: Bayer AG

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Big Tech mit „enttäuschend guten Ergebnissen“

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

Claudio Kummerfeld

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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