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Aktien

Beate Sander bei Markus Koch – verführerisch einfache Börsenlogik

Redaktion

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Beispielfoto Geldmünzen

Beate Sander ist bekannt als Deutschlands bekannteste „Börsen Oma“, die einfach und verständlich grundsätzliche Ratschläge zum Thema Aktien gibt. Auch die BILD-Zeitung bietet ihr regelmäßig eine große Bühne (siehe hier), wie auch andere Medien. Bespricht sie zum Beispiel einzelne Aktien-Investments, mit denen sie gute Gewinne gemacht hat, dann ist daran natürlich inhaltlich nichts auszusetzen.

Hat Beate Sander recht?

Nur kann man dazu erwähnen: Jeder, der in den letzten Jahren Aktien gekauft hat, und totale Nieten wie zum Beispiel Steinhoff oder Deutsche Bank gemieden hat, kann sicherlich gute Ergebnisse vorweisen. Wenn der ganze Aktienmarkt jahrelang durchgehend richtig gut läuft, kann so ziemlich jeder Anleger relativ problemlos mit guten Gewinnen glänzen. Beate Sander hat mehrere Grundsätze, die sie im folgenden Gespräch mit Markus Koch (Video am Ende des Artikels) auch bespricht. Die ersten fünf Minuten des Videos kann man überspringen. Ihre Grundsätze lauten „Breit gestreut, nie bereut“ und „Langfristig anlegen, kein Fluch sondern Segen“.

Da klingelt doch irgendwas? Es klingt fast so als wäre Beate Sander die Reinkarnation von Andre Kostolany und seinen Börsenweisheiten. Der sagte in den 90ern Land auf Land ab im Fernsehen sogar bei Harald Schmidt „Aktien kaufen, liegen lassen, und schlafen, schlafen, schlafen“. Das sage heute mal jemand einem Anleger, der als erste Erfahrung die T-Aktie zu völlig überteuerten Preisen kaufte. Damit wäre man selbst heute noch brutal im Minus. Aber man vergesse ja nicht die Weisheit „Breit streuen“.

Die Börsenlogik von Beate Sanders ist verführerisch einfach. Man muss sich etwas umschauen, viele einzelne Aktienpositionen aufbauen, und dann die Aktien lange im Depot liegen lassen. Den Rest macht der Markt schon von alleine. Wie gesagt, das klingt verführerisch einfach, weil das auch wirklich jeder Anleger umsetzen kann, der jetzt mit seinem Sparbuch dank Inflation jedes Jahr Verlust macht. Auch hat Beate Sander sicher Recht, wenn sie auf Statistiken verweist, dass man nie Verluste mit Aktien gemacht hat, wenn man mindestens 14 Jahre lang breit gestreut investiert war. Auch erwähnt sie im folgenden Video gute jährliche Durchschnittsrenditen, die sicherlich richtig sind.

Also, alles rein in Aktien, Sparbücher auflösen, und los gehts? Nun ja. Man schaue auf den folgenden Dax-Chart seit dem Jahr 2004. Auch nach der Finanzkrise und dem üblen Abfall von 8.000 auf unter 4.000 Punkte konnte sich der Dax erholen und hat Niveaus von über 13.000 Punkten erreicht. Geht man nach diesem Chart, muss man Beate Sander Recht geben.

Dax langfristig immer weiter gestiegen - hat Beate Sander Recht?

Aber es gibt eben auch den folgenden Chart. Er zeigt den japanischen Aktienindex seit Ende der 80er-Jahre. Wer wie Beate Sander damals als japanischer Anleger breit gestreut auf japanische Qualitätsaktien setzte, liegt auch heute noch im Minus! Nur weil die langfristig immer weiter steigenden Kurse in Deutschland, USA etc die letzten Jahrzehnte als einfache Argumentationshilfe immer funktioniert haben, muss das nicht ewig so weiter gehen, wie Japan als warnendes Beispiel zeigt.

Japan Aktienindex seit 80er Jahren

Sehr hohe Kursniveaus

Abschließend kann man sagen: Sicherlich sind die Ratschläge von Beate Sander grundsätzlich nicht falsch. Aber sie sind gerade auf dem aktuellen Kursniveau verführerisch einfach. Denn wenn die Musik aufhört zu spielen, bleibt nicht für jeden Anleger ein Stuhl übrig. Man weiß vorher nie, wo der absolute Höhepunkt im Markt erreicht ist. Läuft der Markt immer weiter nach oben? Gut möglich. Aber wenn man Beate Sander jetzt folgt und vielleicht doch auf einem Hochpunkt investiert, könnte man wie auch in Japan noch 30 Jahre später im Minus liegen. Bisher ging es im Dax auch nach Krisen immer weiter nach oben. Also bisher (Erfahrungswerte aus der Vergangenheit) lagen die Kostolanys und Sanders richtig mit der einfachen Taktik „Kaufen, liegen lassen, Geduld, Ruhe bewahren in Krisenzeiten“.

Aber es kann eben auch eines Tages laufen wie in Japan. Und dann würden die Anleger diese verführerisch einfachen Ratschläge rückwirkend verfluchen. Wir wollen hier niemanden von Aktienkäufen oder langfristigen Investments in Aktien abhalten – Gott bewahre! Nur muss man sich immer Gedanken über das Japan-Szenario machen. Und dem Anleger muss bewusst sein, auf welch einem extrem hohen Niveau man einsteigen würde. Auch wäre der jetzige Zeitpunkt das Peak nach einem zehn Jahre anhaltenden Konjunkturaufschwung. Heißt es an der Börse nicht „niedrig kaufen, hoch verkaufen“? Jetzt zu kaufen wäre eher das Gegenteil. Aber jetzt genug mit der „Schwarzmalerei“. Bilden Sie sich bitte ihr eigenes Urteil, denn wir wissen auch nicht wo die Kurse in 30 Jahren stehen!

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4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    Realist

    25. November 2019 13:59 at 13:59

    Ich finde es gut, dass FMW warnt, dass solche Märchen auch anders ausgehen können.Die besprochene Phase fällt nämlich in die grösste Zinssenkungsphase, die es je gab.
    Angenommen es würde nächstens 50% korrigieren, wäre interessant zu wissen, wie die Bilanz aussieht.Sie spricht ja eher für sämtliches Durchstehen der Baissen , da es bis jetzt ja immer wider höher ging.
    Wenn wie gesagt JAPANISCHE VERHÄLTNISSE auftreten würden ,sähe es dann anderst aus.Die Zutaten zu diesen Verhältnissen sind ja etwa gleich wie sie in Japan waren.
    Die früher erfolgreiche Strategie von KAUFEN U.EWIG HALTEN muss man in der schnelllebigen Zeit hinterfragen.Auch Buffett verkauft heute öfter u.schichtet hin u.wieder um.Vor allem Tech-Firmen haben oft kurze Halbwertszeiten.
    Übrigens wer vor dem Jahr 2000 ein Haus gekauft hätte u.den Ertrag immer reinvestiert hätte, wäre heute mit weniger Risiko nicht schlechter gestellt.
    Übrigens mag ich ihr den Erfolg wie jedem Anderen sehr gönnen. Es tönt aber so einfach u.könnte bei einem Erstkauf jetzt Enttäuschungen bringen.

  2. Avatar

    Brett

    25. November 2019 14:52 at 14:52

    Wie wunderbar das ist man konnte noch nie Geld vermieren wenn
    Man 14 Jahre investiert war, sagen Sie das dem Japaner mal….diese Geschichten gehen immer gut bis Sie mal nicht mehr gut gehen, eine ähnliche Nichtssagende Weissheit die ganz gut dazu
    Passt

  3. Avatar

    Shorti

    25. November 2019 18:41 at 18:41

    Der Anleger, der jetzt vielleicht am Hoch einsteigt, eine grössere Baisse erlebt, und 14 Jahre auf den Einstandspreis warten müsste, wäre sicher glücklich über diese Börsen- Weisheit ( Dummheit).
    Es gobt noch Viele Andere die solche Weisheiten von sich geben.Vielleicht werden mit den neuen Notenbankregeln auch gewisse Börsenregeln ungültig.

  4. Avatar

    Roberto

    25. November 2019 20:47 at 20:47

    Am ATH wird es immer Crash- und Hausseprophten geben. Das ist vollkommen normal. Die einen sind der Ansicht das es zu weit gelaufen ist und die andere sind der Ansicht das es gerade anfängt zu steigen, ganz nach dem Motto : ein ATH ist das stärkste technische Kaufsignal. Wenn es seit 11 Jahren nur steigt ( zwischendurch kleinere Korrekturen eingestreut)dann ist die Wahrnehmung das es auch mal eine richtige Bereinigung geben sollte völlig normal. Mann muß nur geduldig sein können, weil die irrationale Börse sehr lange irrational bleiben kann. Am besten ist man vertraut NUR seinem eigenen Verstand und lässt sich durch solche „Gurus“ nicht vom Weg abbringen. Im Nachhinein sind wir ALLE schlauer. Das lässt sich immer gut verkaufen.

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

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Aktien

Aktienmärkte: Warum einige aktive Fonds 2020 den Markt schlagen

Wolfgang Müller

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Die Aktienmärkte sind Schauplatz eines Kampfes, der von Jahr zu Jahr härter wird: Der Wettstreit zwischen den aktiven Fonds und den preisgünstigen, passiven Indexfonds (ETFs). In diesem Jahr haben einige der aktiv gemanagten Investmentfonds die Nase vorn. Ein Grund dafür ist die auch die ungewöhnliche Konzentration der Anleger allgemein auf marktschwere Titel.

Aktienmärkte: Das Dauerduell aktiv gegen passiv

Was hatte sich der in diesem Jahr verstorbene Gründer des passiven Investierens, John Bogle, anfangs für Feinde gemacht, zumeist wurde er milde belächelt! Mitte der Siebziger war Mittelmaß als Ziel eines Investments absolut verpönt, alle wollten noch die Aktienmärkte schlagen.

Doch Bogle hatte seine Mitarbeiter beauftragt, alle im S&P 500 enthaltenen Aktien entsprechend ihrer Gewichtung zu kaufen und damit den bekannten Börsenindex einfach nachzubilden.

Damit schuf Bogle den ersten Indexfonds (Vanguard 500), mit einem aus heutiger Sicht mickrigen Volumen von 11,3 Millionen Dollar.

Doch von Jahr zu Jahr steigt die Anlagesumme in die passiven Anlagevehikel, vor gut zehn Jahren wurde die Billionen-Grenze überschritten, mittlerweile ist die von BlackRock, Vanguard, State Street dominierte Branche bei weit über sechs Billionen Dollar angelangt.

Natürlich lässt es sich auf Dauer nicht verheimlichen, dass es kaum einem aktiven Anlagevehikel jenseits der 10-Jahresfrist gelingt, den Index und damit auch den entsprechenden Exchange Traded Fund zu schlagen. Am allerwenigsten den Leitindex der Aktienmärkte, den S&P 500 als Benchmark – insgesamt liegt die Underperformance bei über 90 Prozent in den großen Märkten.

Ich habe es vor kurzem in einem Artikel dargelegt, welche Folgen es hat, wenn man in einem Jahrzehnt auch nur die zehn besten Handelstage der Aktienmärkte versäumt.

2020 und die extreme Outperformance von Growth

Blicken wir nun auf den heimischen Markt, wo die Entwicklung natürlich einmal mehr den amerikanischen Vorbildern folgt. Hier gibt auch BlackRock den Ton an mit seinen iShares, gefolgt von Lyxor und den XTrackers von DWS, einer Tochter der Deutschen Bank. Gefolgt von UBS, Amundi, Invesco und Deka Investments und damit sind auch die deutschen Sparkassen im Geschäft.

Wie eine Auswertung des Fondsverbands BVI zeigt, haben in den Privatanleger-Depots es einige der alten Namen aus der aktiven Branche geschafft, ihre Vergleichsindizes zu schlagen. Produkte der DWS, der Deka oder der Allianz Group und aus dem Kreise derer, die schon über ein Jahrzehnt am Markt sind. Und dies gilt auch schon für ein paar Jahre, obwohl für diese Produkte die teuren Konditionen mit dem Ausgabeaufschlag und der jährlichen Jahresgebühr von deutlich über ein Prozent p.a. gelten. Wie ist diese Performance zu erklären?

Es waren zum Teil die internen Vorschriften, die den aktiven Fondsmanagern geholfen haben – und nicht die besondere Aktienauswahl.

Man hatte innerhalb der Aktienmärkte auf Aktien gesetzt, die eine hohe Marktkapitalisierung aufwiesen, so genannte Blue Chips – und was lief in den letzten Jahren besonders gut?

Klar, der Tech-Bereich mit Titeln wie Amazon, Apple oder Microsoft, Aktien, die in den Fonds zum Teil noch stärker gewichtet waren, als zum Beispiel im S&P 500 oder im MSCI World. Aber bereits seit Anfang September ist so etwas wie eine Branchenrotation feststellbar, verstärkt durch das Ergebnis des Wahlausgangs in den USA sowie den letzten Ereignissen im Zusammenhang mit der Impfstoffentwicklung.

Anders ausgedrückt: Was passiert, wenn die Big Player wieder auf ein „normales“ Wachstumstempo zurückfallen, um nur eine milde Kursentwicklung zu prognostizieren?

Fazit

Aus den letzen Überlegungen wird deutlich, wie schwierig es in Zukunft bleiben wird, mit spezieller Aktien-Einzelauswahl die Aktienmärkte zu schlagen. Wird es zu einer bleibenden Branchenrotation von Growth zu Value kommen, oder hält sich das Wachstum der Big Seven, oder auch der FAANG-Aktien noch eine Weile?

Man braucht sich nur den explosiven Anstieg einiger Corona-Aktienopfer seit der Impfstoffmeldung von BioNTech/Pfizer zu betrachten. Wie stark wird es noch zu großen Umschichtungen in den großen Depots, insbesondere zum Jahreswechsel kommen? Der 9. November könnte bedeutsamer gewesen sein, als bisher angenommen. Der Anstieg des Nasdaq 100 von seinem Tief vom 6. März 2009 bis zu seinem Hoch am 2. September 2020 mit sagenhaften 1154 Prozent sollte irgendwann korrigiert werden, Kurse (speziell von Indizes) wachsen nie in den Himmel. Der Dax brachte es in diesem Zeitraum auf bescheidene 354 Prozent.

Die Aktienmärkte und die aktiv verwalteten Fonds

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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