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Bei CFD-Anbietern kracht es: Gewinnwarnung von CMC Markets

Anbieter von CFDs stehen nach einer Gewinnwarnung von CMC Markets unter Druck!

Redaktion

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am

 

ESMA-Regeln – Umsatzeinbruch, aber wie stark?

Eines war klar: die neuen ESMA-Vorschriften, die faktisch für fast alle Trader den Hebel im CFD-Handel deutlich reduzieren (ausgenommen sind nur diejenigen, die als „Profi“ eingestuft werden, also ein sehr kleine Minderheit), würde Spuren hinterlassen in den Bilanzen derjenigen Unternehmen, die CFDs anbieten. Aber wie stark der Einbruch dann wirklich sein würde, das war unklar.

 

Gewinnwarnung von CMC Markets

Aber eine gestern veröffentliche Gewinnwarnung von CMC Markets, einem der führenden CFD-Anbieter in Europa, zeigt nun die Dimension der Umsatzrückgänge. So geht CMC nun davon aus, dass die Umsätze in 2019 nicht – wie ursprünglich erwartet- zwischen 10% und 15% geringer sein werden, sondern um ca. 20%. Dabei will das Unternehmen dem Umsastzrückgang durch Einsparung von Kosten (Entlassung von Mitarbeitern?) begegnen:

„Taken alongside the aforementioned reduction in market volatility and range bound markets during a period of the second quarter, contracts-for-difference and spread bet revenue for the full year is now expected to see a circa 20% reduction year-on-year, below previous guidance for a 10% to 15% reduction year-on-year.“

Die Aktie von CMC Markets brach aufgrund der Gewinnwarnung zwischenzeitlich um -20% ein, konnte dann den Verlust aber dann gestern halbieren. Heute aber setzt sich die Schwäche fort:

 


CMC Markets, Chart durch anklicken vergrößern)

 

CMC konstatiert den Umsatzrückgang, sagt aber auch, dass es noch zu früh sei, um die ganze Dimension abschätzen zu können:

„The implementation of the ESMA measures has reduced UK and European retail client activity as expected. However, after just two months it remains too early to draw any real conclusions as to how clients will adapt to the new rules.“

Heute hat die European Securities and Markets Authority (ESMA) bekannt gegeben, dass die Einschränkungen für „“marketing, distribution or sale”, die im August eingeführt wurden, um weitere drei Monate verlängert werden (also bis Ende November). Die Gründe für die Einschränkungen, so die ESMA, würden unverändert fortbestehen:

“Esma considers that a significant investor protection concern related to the offer of CFDs to retail clients continues to exist.”

All das sieht danach aus, als würden die Beschränkungen im CFD-Handel dauerhaft gelten: also reduzierter Hebel, margin close out, Schutz der Kunden, dass das Konto nicht negativ werden kann.

Die Verunsicherung der Branche ist dementsprechend groß. Und diese Verunsicherung wurde nicht gerade geringer durch den überrraschenden Rücktritt des CEOs der IG Group (neben CMC einer der „Dickfische“ am Markt), Peter Hetherington, zu Beginn der Woche. Die Gründe für diesen Schrtt sind noch unklar, aber der Rücktritt platzt in eine Zeit, in der das Geschäftsmodell der CFD-Anbieter durchaus gefährdet ist. Die Aktie der IG Group daher ebenfalls unter Druck:

 

(IG Group, Chart durch anklicken vergrößern)

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Bernd Schneider

    28. September 2018 11:44 at 11:44

    Die Aktie von IG hat seit August auch 30 % verloren

  2. Avatar

    md

    28. September 2018 12:00 at 12:00

    die esma ist schwachsinn. sofort wieder abschaffen.
    da sind spielcasinos oder spielotheken viel gefährlicher. sollen sie dort eine regel finden. gewinnchancen gleich null.

  3. Avatar

    Kenguru

    28. September 2018 13:26 at 13:26

    „Cui bono?“ oder wer profitiert eigentlich von den Richtlinien der ESMA, welche sich ausschliesslich aus erfahrenen, traditionellen Bänkern zusammensetzt, denen der vergleichsweise günstige CFD Handel schon immer ein Dorn im Auge war?
    Weil die Antwort naheliegt muss die Angelegenheit etwas diffiziler verpackt werden. Also auf zum EU Kommissar Oettinger und stakkatoartiges Hervorbringen abgegriffener Argumente („Anleger müssen beschützt werden / 80% aller Privatinvestoren im Minus / blablabla“) nach Möglichkeit auf Englisch, woraufhin jener ohne Verständnis von Sprache und Inhalt die gewünschten Massnahmen einleitet.

    • Avatar

      Bernd Schneider

      28. September 2018 15:47 at 15:47

      Anleger müssen beschützt werden .LOL. Aber 16-Jährige dürfen im Supermarkt so viel Bier kaufen wie sie wollen.

  4. Avatar

    Michael Rutter

    29. September 2018 14:28 at 14:28

    Hab seit die neuen ESMA Regeln gelten, genauso viel Miese gemacht wie vorher!
    Sind die Leute die Handeln nicht alt genug um selbst zu entscheiden wo sie ihr Geld vergraben? Hab nun keine Kohle mehr für einen neuen Diesel mit Euro 6. Drama

  5. Avatar

    Dreamtimer

    29. September 2018 18:42 at 18:42

    Ich empfehle den Lesern einmal die Worte „begrüßen“ und „ESMA“ in die Suchmaschine des Vertrauens einzugeben. Da sind sie dann alle, die CFD-Broker, die die Regulierungen so toll fanden, während man in den CFD-Portalen die Münder hängen ließ. CMCMarkets hatte gleich rumgetönt, wie gut sie auf die ESMA vorbereitet seien. Na dann bin ich ja mal gespannt, wie sie ihren Gewinn wieder steigern wollen.

    Ich werde wohl nie verstehen, warum all die FinTechs Männchen gemacht haben vor EU-Bürokraten. Ich meine, es genügt doch, wenn sie kuschen, sie müssen ihren Weg in Verlustzone ja nicht auch noch öffentlich bejubeln und sich auf deren Seite stellen, statt auf die ihre Kunden und Nutzer.

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