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Bei Steinhoff geht es drunter und drüber – dann doch lieber in Bitcoins zocken?

Haben Sie die letzten Tage die Steinhoff-Aktie gehandelt? Für Pennystock-Spekulanten gibt es hier einiges zu tun. Oder doch besser Bitcoins handeln, wenn sich die…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Haben Sie die letzten Tage die Steinhoff-Aktie gehandelt? Für Pennystock-Spekulanten gibt es hier einiges zu tun. Oder doch besser Bitcoins handeln, wenn sich die Nachrichtenlage ständig ändert, und niemand weiß, was nächste Woche ansteht? Gut, bei Bitcoins handelt man nur Luft, bei Steinhoff sind es wenigstens Möbel. Aber immerhin Möbel mit vermeintlich großen Luftlöchern in der Bilanz.

Vorgestern teilte Steinhoff mit den Jahresabschluss für 2016 ganz neu erstellen zu wollen. Gestern trat der größte Aktionär und gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender Christo Wiese zurück. 98,4 Millionen Steinhoff-Aktien, die Wiese als Sicherheit an Banken überschrieben hatte, haben diese inzwischen verkauft. Das dürfte in den letzten Tagen den fallenden Kurs teilweise erklären!

Und heute nun (jeden Tag was neues) erklärt „Steinhoff Africa Retail“, eine im September ausgegliederte und in Südafrika an die Börse gebrachte Tochter, dass man einen Kredit über gut 1 Milliarde Euro an die Mutter Steinhoff vorzeitig zurückzahlen wolle. Wie soll das gehen? Letztlich reicht man die Verantwortung nur weiter. Die Mutter holt sich das Geld von der noch teilweise Tochtergesellschaft. Die wiederum pumpt Banken an, um diese Summe vorzeitig aufbringen zu können. So soll die südafrikanische FirstRand eine Gruppe von Banken zusammenstellen, die diese Finanzierung bereitstellt.

Alles noch ungewiss, vieles ist unklar. Der nächste große Akt wird am kommenden Dienstag den 19. Dezember bei einem Gläubigertreffen mit Banken ausgetragen. Es wird vermutlich entscheidend, was hier verkündet wird – denn wie man weiß, sind es ja stets die Gläubiger, die über das Überleben von Unternehmen entscheiden. Vielleicht erfährt man dann auch endlich Genaueres über das Ausmaß des Bilanzskandals?


Die Steinhoff-Aktie seit dem 5. Dezember. Vom 5. auf den 6. Dezember war sie schlagartig von 3 auf unter 1 Euro abgestürzt.

11 Kommentare

11 Comments

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    baeuerin

    15. Dezember 2017 18:16 at 18:16

    Bei den Brexitverhandlungen,regiert Merkel weiterhin vor sich hin…obwohl gar keine Regierung zustande kam!!Sie laedt Afrika nach DE ein!!
    Solange Merkel weiterhin als Geschaeftsfuehrerin taetig sein darf,sind Wahlen in Zukunft ein Fake!
    Der Beweis,dass der Michl ,wie bisher und auf weiteres…verarscht wird!!
    Hr.Fugmann,den Weg zur Wahlurne,haette man sich sparen koennen!
    Solche Leute wollen euch den Hahn abdrehen und ihr lasst sie noch gewaehren….was ist mit euch los????
    Man spricht in den Medien schon von nordkoreanischen Verhaeltnissen in DE!!
    Hr.Fugmann,dass ist KEIN FAKE!
    …also nicht Grenzwertig!
    Diese Alte…ich koennte ko….n…..

  2. Avatar

    leftutti

    15. Dezember 2017 21:17 at 21:17

    @Bauer, jetzt wird es langsam aber echt bedenklich seltsam, was Sie da von sich geben. Welche Medien schauen oder lesen Sie denn, wenn bei Ihnen nicht gerade Stromausfall herrscht? Nordkoreanische Verhältnisse in DE, wie krank ist das denn?

    • Avatar

      baeuerin

      15. Dezember 2017 21:45 at 21:45

      @lefti,
      ich will Sie ja nicht als Computer-Nerd im Keller bezeichnen…aber bekommen sie Anhand ihrer Frage an mich..,gar nichts mehr mit??
      Ist es so,dass sie noch etwas zu jung auf der Brust,sorry sind,um die NUR letzten 12 Jahre Revue passieren zu lassen??

      • Avatar

        leftutti

        15. Dezember 2017 22:02 at 22:02

        @Bauer, ich wollte doch nur wissen, welche Medien (in TV, Presse, Internet) „von nordkoreanischen Verhaeltnissen in DE“ sprechen. Oder ist es nur Ihre eigene Phantasie, die Ihnen solche Streiche im Gehirn spielt?
        Also wo jetzt? Wer spricht wo in den Medien „schon von nordkoreanischen Verhaeltnissen in DE“?
        Wer ist „man“ und seit wann und wo? Frage verstanden?
        Antworten Sie mir bitte darauf mit Fakten, nicht mit lol ha ha und den üblichen Ausreden.

        • Avatar

          Michael

          15. Dezember 2017 23:06 at 23:06

          @leftutti, Bitte den „Mistgabelreiter“ nicht überfordern, derart konkrete sachliche Fragen könnten als Belehrungsversuch, ständige Kritik und Besserwisserei interpretiert werden, lol, ha ha

        • Avatar

          baeuerin

          16. Dezember 2017 09:46 at 09:46

          https://www.meinbezirk.at/amstetten/politik/zustaende-wie-in-nordkorea-d481048.html

          Fugmann,ist das recht so!!!!
          Zuckt der Loeschfinger schon wieder!!
          @lefti,
          …und jetzt mach einen Abgang!

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            baeuerin

            16. Dezember 2017 09:56 at 09:56

            http://weltexpress.info/nordkoreanische-verhaeltnisse-in-der-spd-oder-broder-als-formel-1-fahrer-verhindern/

            Soll ich weiter Beweise liefern?
            Man achte auf die Ueberschrift…@tutifrutti

          • Avatar

            Bademeister

            16. Dezember 2017 12:32 at 12:32

            Also Bäuerin, der Artikel stammt aus Anfang 2013…über einen bäuerlichen Kommunalpolitiker aus Kleingöpfriz, der bezogen auf seinen Berufsstand auch noch der falschen Partei angehört! Mittlerweile sind fast fünf Jahre vergangen, auch Pröll ist Geschichte.
            Mit Mikl-Leitner ists jetzt auch nicht besser geworden und die FPÖ hat, zumindest nach aussen hin und für ein Viertel der Wähler, eine 180 Grad Drehung vollzogen….als jetzt führend verunstaltende Kraft im Land….leider.
            Nordkorea war im 13er Jahr in den meisten Köpfen noch nicht soo manifestiert und zementiert wie heute, die Bedrohung war wesentlich geringer als heute. Dasselbe trifft übrigens auch auf die FPÖ zu. Ganz ehrlich….ich schäme mich für das Land und die vielen Menschen, die dieses Gsindl an die Macht gebracht haben. Leider gibts halt auf absehbare Zeit keine Alternative, das was an Opposition noch da ist hat leider schon vorher dazu beigetragen, dass das Land jetzt von diesem MOB unter Leitung eines „unschuldigen Kindes“ vier Jahre lang geführt werden darf….eine echte Katastrophe ist das!

          • Avatar

            Bademeister

            16. Dezember 2017 13:02 at 13:02

            Die Geschichte wiederholt sich zwar selten, aber reimen tut sie sich leider allzuoft. Ich finde es auch schlimm, dass 13 jährige Kinder einer Schulklasse, die der ca. 30 Jahre alten Religionslehrerin erklärten, dass Hitler Arbeitsplätze geschaffen habe und einen Wirtschaftsaufschwung inizierte, einfach als Naziklasse vor der gesamten Lehrerschaft stigmatisiert werden…ohne wenn und aber….und ohne weiter zuzuhören, nachzufragen oder überhaupt Stellung zu beziehen. FPÖ…AfD…ja sowas gibt es…aber warum werden solche Kräfte immer stärker werden?…und das werden sie ja. Es läuft vieles schief in Europa, und daran sind nicht zuletzt auch die „Religionslehrer“ und der nicht mehr vorhandene gsunde Menschenverstand schuld.

          • Avatar

            Bademeister

            16. Dezember 2017 13:22 at 13:22

            Muss es wirklich ein drittes Mal in der näheren Geschichte notwendig werden, dass ein Österreicher den Deutschen zeigt, wie es nie und nimmer funktionieren kann und wird?
            Wiird es wieder geschehen, dass alle oppositionellen und führenden Kräfte mit wehenden Fahnen gutgläubig scheitern werden, weil Merkel, Schulz, Kern, Hollande oder sonst irgendein Vollpfosten an den tatsächlichen Bedürfnissen einer ganzen Bevölkerung vorbeiregieren? Ist das unser unumkehrbar sich immerwiederholendes Schicksal? Ich behaupte mal ja, das ist es…und jeder ist zu seinem kleinen Teil selbst daran schuld!

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Aktien

Aktien: Die Rally und die Cocktail-Theorie von Peter Lynch

Ibrahim Sonay

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am

Klar, Corona ist das Gesprächsthema Nummer-Eins, doch dicht auf den Fersen folgt derzeit schon das Thema Aktien!

Aktien: Woher stammt die Cocktail-Theorie?

Der berühmte Magellan-Fonds Manager Peter Lynch, ein Maestro der Investment-Welt aus den 80er-Jahren, stellte damals die Interessante Cocktail-Theorie auf, um die unterschiedlichen Marktprognosen darzulegen, die er über Jahre entwickelt hatte, während er auf Partys herumstand.

Phase Eins

Gar nicht über Aktien sprechen die Leute in der ersten Phase, eines leichten Marktanstiegs, nachdem sie längere Zeit am Boden lagen, ohne Bewegung und Beachtung. Fragte man Lynch auf der Party, was er denn so beruflich treibe, antwortete er, dass er einen Aktienfonds manage. Daraufhin nickten die Leute freundlich und gingen weiter, um sich mit dem Nächsten auf der Party über Belangloses zu unterhalten. War dies der Fall, so wusste Lynch, dass der Markt vor einer Erholung stand.

Phase Zwei

Nachdem Lynch seinen Beruf nannte, blieben die Partygäste meist etwas länger – aber auch nur so lange, um ihn klar zu machen, wie gefährlich doch Aktien seien. Danach sprachen die Partygäste wieder übere andere Themen. Auch dies beobachtete er und stellte somit fest, dass die Börse in der zweiten Phase steckt, denn die Aktien stiegen bereits, doch es interessierte (noch) niemanden.

Phase Drei

Der Markt war bereits um 30 % gestiegen und Lynch wusste, dass ihn auf der Party eine neugierige Schar von Menschen umringen würde. Viele euphorische Zeitgenossen nahmen ihn beiseite, um herauszufinden, in was sie denn nun investieren sollten und fast jeder sprach von Aktien. Damit war klar, Phase Drei ist erreicht.

Phase Vier

In der vierten Phase umzingelten ihn die Leute erneut, aber diesmal nicht um zu erfragen, worin sie investieren sollten, sondern um ihn Tipps und Ratschläge zu geben, welche Aktien er kaufen solle. Erfuhr er Tage später, dass die Empfehlungen der Partygäste aufgingen, so erkannte Lynch, dass der Markt in Phase Vier steckt: Das Hoch war erreicht – ein Rückschlag der Märkte stand kurz bevor.

Das aktive Zuhören kann sehr wertvoll sein. Halten Sie also ihre Augen und Ohren auf. Auf lange Sicht sollte jeder für sich selber entscheiden, worin er sein Geld investieren möchte – ob er dabei Prinzipien, Ethik oder Trends berücksichtigt. Eines zeigt uns die Vergangenheit der Aktienmärkte jedoch: wenn man Aktien von Qualitäts-Unternehmen findet und das zu einem guten Preis, erzielt man über Jahre Rendite.

Aktien und die Cocktail-Theorie

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Aktien: Die 2020-er, wieder das Jahrzehnt der Aktie?

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Wolfgang Müller

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am

Die Jahre 2010 bis 2020 war ein Jahrzehnt für die Aktien – den Notenbanken sei Dank! Aber wie sieht es für die 2020er-Jahre aus?

Derzeit wird viel spekuliert über die Zukunft nach Corona. Ein Jahrzehnt hat begonnen, in dem die Schulden weltweit auf noch nie gesehene Höhen gestiegen sind. Für einen Dollar Wachstum mussten in den USA bisher bereits sieben Dollar neue Schulden aufgenommen werden, um dieses zu generieren – die Demographiefalle schlägt in vielen Industriestaaten unbarmherzig zu. Deshalb sollte es schwierig werden, das Potenzialwachstum der letzten Jahrzehnte überhaupt zu halten. Man kann sich vieles vorstellen und darüber diskutieren, es gibt aber ein paar fundamentale Gesetzmäßigkeiten in neuzeitlichen Gesellschaften. Auch wenn das durch Geldhäuser ausgerufene Jahrzehnt der Aktien recht interpretationsbedürftig ist.

Aktien: Die Wirtschaft ist der Ast, auf dem wir alle sitzen

Bei allen Dikussionen über das FIAT-Geld, über Schulden und einem Auseinanderdriften der Gesellschaften in der Einkommensverteilung, darf man eines nicht übersehen: Ohne eine funktionierende Wirtschaft, ohne Steuereinnahmen funktioniert kein Gemeinwesen. Die Aufwendungen für einen Staat mit seiner Regierung, seiner Verwaltung, seiner Justiz, seiner Polizei, seinem Militär, seinem Gesundheits- und Bildungssystem, können nicht durch die Druckerpresse der Notenbanken produziert werden, zumindest nicht für lange. Die Kosten müssen durch Steuereinnahmen der Unternehmen und bei den Bürgern erwirtschaftet werden.

Was passiert denn in einem Staat, in dem durch Krieg oder Aufstände Polizei und Militär ausgeschaltet werden? Eine erste Reaktion in einem solchen Land (beispielsweise nach den Umstürzen im Irak oder Lybien) sind stets sofort Plünderungen, aber auch Vergewaltigungen und andere Abscheulichkeiten.

Anleihen können auf null gesetzt und entwertet werden, Schulden durch Währungsreformen vernichtet, aber ein Teil der Wirtschaft bleibt immer erhalten und damit auch der Aktienmarkt und die Aktien.

Denn was stellt der Aktienmarkt dar? Die Beteiligung an Unternehmen, an der Volkswirtschaft, bei allen stets immer wieder zu korrigierenden Entgleisungen. Damit wird auch im Jahrzehnt nach Corona höchstwahrscheinlich der Spruch von Warren Buffett, aus den letzten Jahren des 20. Jahrhunderts weiter gelten:

“Langfristig werden die Aktienmärkte für gute Nachrichten sorgen. Im 20. Jahrhundert durchlebten die USA zwei Weltkriege und weitere traumatische und teure militärische Konflikte. Eine Depression, mehrere Rezessionen, Börsenpaniken, Ölschocks, Virenpandemie und den Rücktritt eines Präsidenten. Dennoch stieg der Dow Jones von 66 auf 11.497.”

Sondersituation Deutschland

Deutschland wird im Anleihebereich als ein sicherer Hafen angesehen – mit fatalen Folgen für Sparer und Vorsorgesysteme. Denn wie sollen selbst bei leicht steigenden Zinsen Vorsorgeleistungen, Versicherungs- und Pensionsleistungen erwirtschaftet werden? Deutschland sitzt inmitten von Ländern, die sich keine höheren Zinsen leisten können. Der Zinseszinseffekt schafft erst ab einem Zinssatz von drei Prozent in überschau- und erlebbaren Zeiträumen einen Vermögensaufbaueffekt. Aber wie würden die Belastungen für die Staatshaushalte ausfallen, wenn die Renditen für Staatsanleihen in diese Regionen zurückkehren sollten. Die europäische Staatengemeinschaft mit ihrer Zentralbank wird also versuchen über die Zeit aus diesem Dilemma herauszukommen. Die Anleihelaufzeiten auf 30/50 Jahre plus verlängern, wie in Griechenland im Ansatz geschehen.

Die erzielbaren Renditen reichen nicht für das bisherige Vorsorgesystem. Wird man etwa den norwegischen Weg gehen und die Quote an Aktien erhöhen? Das Börsen-Urgestein Gottfried Heller (Partner von André Kostolany) hat auf einem Börsentag schon vor zwei Jahren die Prognose gewagt, dass Versicherer ihre Statuten ändern werden (müssen), um eine auskömmliche Rendite zu erwirtschaften und ihren ständigen Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die langlaufenden Anleihen im Bereich von 10 Jahren und mit ertragreichen Kupons, sind am Auslaufen. Allzu viele 30-jährige hat man sicher nicht in den Portfolios. Also wohin mit den Kundengeldern in Zukunft? In grüne Projekte, Private Equity u.ä.?

Was macht eine Allianz, eine der großen Dividendenzahler (4,8 Prozent aktuell), wenn es nicht einmal mehr am (nicht nutzbaren) Markt für Junk Bonds solche Renditen gibt? Der Zyklus der sinkenden Zinsen seit dem Jahr 1980 ist mit den großen Zinsschritten in den USA im März am Ende angelangt. Bis zuletzt konnte man wegen der Durationseffekte stets Gewinne mit den Anleihen erwirtschaften, so auch noch einmal im Jahr 2020. Aber wenn die Zinsen nicht unter null fallen, gibt es künftig kaum noch etwas – keine Kupons und keine Kursgewinne bei fallenden Zinsen.

Was machen Großfirmen mit ihren Betriebsrenten, Stiftungen mit ihren Anlagegeldern in den nächsten Jahren? Es spricht sehr viel für die Dividendentitel in diesem Jahrzehnt. Mit all ihren Schwankungen und vermutlich sind die jahrelangen Renditen von acht Prozent plus per annum auch bei Weitem nicht mehr realistisch. Aber wo sind die Alternativen?

Fazit

Obwohl ich absolut nichts davon halte, größere Zukunftsprognosen zu stellen – daran verbrennen sich schon ständig ganze Organisationen und Thinktanks die Finger, mit einer Heerschar von Professoren – so bin ich schon davon überzeugt, dass das jetzige Jahrzehnt wieder das Jahrzehnt der Aktien sein wird. Mit großen Schwankungen, Crashs, die Exzesse bereinigen werden, aber auch begründet in der Tatsache, dass man zwar Geldsysteme verändern und vernichten kann, aber nicht die Produktionsanlagen oder die Betriebe in einer Volkswirtschaft, ohne die es kein Überleben gibt, apokalyptische Szenarien einmal ausgenommen.

Es ist aber auch wahrscheinlich, dass es ein wesentlich langsameres Wachstum an den Börsen geben wird, nach Preisexzessen und deren Bereinigung, wie man es in Japan seit 31 Jahren nun schon beobachten kann. Aber selbst wenn Euro oder Kryptowährungen scheitern, wofür hat man nach 250 Staatsbankrotten seit 1800 (sowie 68 internen Pleiten) noch keinen Ersatz gefunden? Für Aktien..

Werden die 2020er-Jahre ein Jahrzehnt für Aktien?

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Aktien

JP Morgan-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet – Milliarden-Rücklagen für faule Kredite aufgelöst

Claudio Kummerfeld

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am

Soeben wurden JP Morgan-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen. Der Umsatz liegt bei 30,16 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 29,2/Erwartungen 28,7). Der Gewinn liegt bei 3,79 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,57/Erwartungen 2,62).

In der Grafik unten sieht man es in der dritten Spalte. JP Morgan hat im letzten Quartal die Risikofürsorge für faule Kredite um 1,9 Milliarden Dollar reduziert, wodurch natürlich der Gewinn erhöht wird. JPM ist der Meinung, dass sich das wirtschaftliche Umfeld (im Sinne der Zahlungsmoral der Kunden) bessert, und vor allem dass Firmenkunden nach wie vor frisches Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können. Insgesamt spricht die Bank davon, dass sogar 2,9 Milliarden Dollar an Kreditreserven umgewandelt und in den Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar verschoben wurden. Ohne diese Buchung wären es nicht 3,79, sondern nur 3,09 Dollar Gewinn pro Aktie, so die Headline-Aussage der Bank.

Zitat aus dem aktuellen Bericht von JPM:

The provision for credit losses was a net benefit of $1.9 billion, compared to an expense of $1.4 billion in the prior year driven by reserve releases in the current quarter. The Wholesale reserve release was $2.0 billion, reflecting an improvement in the macro-economic scenarios and the continued ability of clients to access liquidity and capital markets. The Consumer reserve release was $0.9 billion, in Home Lending, primarily due to improvements in HPI expectations and portfolio run-off. The prior year included a net reserve release in the Consumer portfolio and a net reserve build in the Wholesale portfolio. Net charge-offs of $1.1 billion were down $444 million from the prior year, driven by Card.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,7 Prozent.

Hier das Headline-Statement von JPM-CEO Jamie Dimon:

Jamie Dimon, Chairman and CEO, commented on the financial results: “JPMorgan Chase reported strong results in the fourth quarter of 2020, concluding a challenging year where we generated record revenue, benefiting from our diversified business model and dedicated employees. While we reported record profits of $12.1 billion, we do not consider the reserve takedown of $2.9 billion to represent core or recurring profits – essentially reserve calculations, while done extremely diligently and carefully, now involve multiple, multi-year hypothetical probability-adjusted scenarios, which may or may not occur and which can be expected to introduce quarterly volatility in our reserves. While positive vaccine and stimulus developments contributed to these reserve releases this quarter, our credit reserves of over $30 billion continue to reflect significant near-term economic uncertainty and will allow us to withstand an economic environment far worse than the current base forecasts by most economists.”

Dimon added: “In Consumer & Community Banking, deposits grew 30% or over $200 billion driven primarily by growth in the Federal Reserve’s balance sheet and the continuation of modest market share gains. Within our consumer lending franchise, auto and retail mortgage originations were both up more than 20%. Consumer spending continued to recover, as reflected in combined debit and credit card spend being up for the full quarter. The Corporate & Investment Bank delivered another impressive quarter with growth in Global Investment Banking fees of 34% and Markets revenue of 20%. With a record quarter, Commercial Banking earned $3.3 billion of investment banking revenue in 2020, surpassing its previous $3 billion long-term target. In Asset & Wealth Management, AUM grew 17% due to higher asset values and net inflows of over $190 billion into long-term and liquidity products over the last twelve months.”

Dimon concluded: “We ended the year with a CET1 ratio of 13.1% (vs. 12.4% at the beginning of the year) and capital above $200 billion, providing us with meaningful capacity to further invest in our business and communities, while returning capital to
our shareholders. This increase in capital was after raising over $2 trillion of credit and capital for our consumer and institutional clients around the world, which includes nonprofits and U.S. government entities, including states, municipalities, hospitals and universities and adding net $12 billion to credit reserves. We also hold $1.4 trillion of cash and marketable securities, which is currently over $450 billion in excess of what is required. We opened branches in new markets, improved our digital capabilities, and made acquisitions that will enhance our product offerings and deepen our engagement with our customers. We also continued to invest in our communities – for example, through our initial commitments to support those most impacted by the pandemic and our longer-term commitment to advance racial equality and promote economic growth. Our earnings power and healthy capital position also provide us the flexibility to pay dividends and return excess capital to shareholders through share repurchases. I want to end by thanking our frontline colleagues and those working from home who quickly adapted to the pandemic and safely helped our clients, customers, communities and governments.”

Grafik zeigt aktuelle JP Morgan-Quartalszahlen

JP Morgan-Quartalszahlen - Jamie Dimon
Jamie Dimon. Foto: Steve Jurvetson Creative Commons Attribution 2.0

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