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Berenberg: Commerzbank Kursziel 5 Euro – Zweifel über Zweifel..

Gestern hatte die Commerzbank ihre neue Strategie „Commerzbank 4.0“ vorgestellt – die Berenberg Bank hält das für reichlich optimistisch..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Auch das noch: die Hamburger Berenberg Bank hat heute das Kursziel für die Commerzbank auf 5 Euro gesenkt. Berenberg war schon länger sehr skeptisch gegenüber der Coba – und sieht sich nun in dieser Haltung bestätigt!

Die heute vorgelegt Einschätzung von Berenberg zur Commerzbank trägt den süffisanten Titel „An inevitabel outcome“ (eine unvermeidliche Entwicklung) – und darin benennt man punktgenau die Phantastereien der neuen Strategie „Commerzbank 4.0“.

Die Strategieänderung sei die logische Folge von fatalen Entwicklungen:

„Given the likely persistent margin pressure, weak solvent credit demand,
and an increasing cost of risk from deteriorating shipping exposures, it was
inevitable that Commerzbank would eventually need to revise its strategy.“

Vor allem bei Schiffskrediten stehe der Coba noch einiges ins Haus:

„Concurrently, slowing global trade and low oil prices continue to put pressure on the shipping sector. Commerzbank guides to increased loan losses from itsshipping book, which currently represents 1.2% of total lending and is c23% non-performing.“

Man hält aber die Einsparungsziele der Coba bei Berenberg für realistisch – und sieht daher den fairen Wert der Aktie bei 5 Euro:

„We cut our 2016 and 2017 estimates on the back of expected
restructuring charges and one-offs. We reduce our price target to EUR5.00,
based on a clean valuation, which implies Commerzbank meets its 2020 cost
target (but not its revenue target) alongside the exclusion of expected
restructuring charges/one-offs.“

Und wir sind optimistisch, dass die Commerzbank wenigstens dieses Ziel erreicht..

coba300916

Gestern hatte die Commerzbank für 2020 äußerst optimistische Ziele genannt – Berenberg kauft diese Optimisten-Story nicht angesichts des schwierigen Umfelds für die Bank:

„While we welcome the cost programme, we fail to see how the bank can achieve its 6%
RoTE target given the revenue and cost of risk headwinds.“

Daher sagt die Berenberg: Finger weg von der Aktie!

„Revenue headwinds, strategic plan execution risks and zero capital return in the near term make Commerzbank an unattractive investment for now, in our view.“

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    30. September 2016 11:46 at 11:46

    Es ist immer amüsant zu beobachten, wie sich die Branche selbst innerhalb Deutschlands gegenseitig an die Gurgel geht. Berenberg, ein Mini-Laden mit knapp 5 Mrd. Bilanzsumme (soll übrigens laut Wikipedia in den Panama-Papieren besonders lobend erwähnt worden sein) wird es ja wissen.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      30. September 2016 11:48 at 11:48

      @Leser, aber Berenberg ist inzwischen auch in London schon eine Hausnummer. Und in der Hamburger Zentrale sind die Pinkelbecken aus Marmor – man hat also viel viel hanseatischen Stil :)

      • Avatar

        leser

        30. September 2016 12:13 at 12:13

        Mag sein. Sie wirbt ja damit, die älteste Privatkundenbank Deutschlands zu sein. Aber Alter schützt bekanntlich nicht vor Torheit (diese Erfahrung hat die Montei dei Paschi gerade gemacht). Und in London und New York sitzen diejenigen, die gerne ohne jede Konkurrenz weltweit das Banking betreiben wollen. Und wenn Berenberg dort eine Hausnummer ist, dann wird die Attacke zumindest verständlicher.

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Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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am

Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Robuste Ergebnisse auf breiter Front

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die gemeldeten und heute Abend anstehenden Quartalszahlen sind heute ein wichtiges Thema.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP in der Krise: Ist das eine Chance für uns? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war ganz harte Kost, die der europäische Software-Riese SAP am 26. Oktober für seine Aktionäre hatte. Die Cloud-Sparte blieb überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Einzelne Anwendungen wie die Software Concur (Verwaltung und Organisation von Geschäftsreisen) floppten völlig. Und noch mehr: Die Walldorfer kassierten auch gleich die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre, wie wir aus dem Quartalsbericht entnehmen mussten.

So kam es wie es kommen musste. Die Aktie des DAX-Schwergewichts kollabierte an jenem Tag binnen weniger Sekunden und verlor 20 % ihres ursprünglichen Marktwertes. Per saldo sank die SAP-Aktie von über 140 Euro unter 100 Euro ab. Milliarden Euro waren plötzlich durch den Schornstein.

Ungefähr im gleichen Zeitraum meldete die US-Konkurrenz bestes Zahlenwerk. Oracle und Salesforce nutzten die Dollarschwäche des vergangenen Jahres und griffen den deutschen Software-Riesen in seinem europäischen Heimatmarkt an. Die Analysten hängten wie üblich ihr Mäntelchen in den Wind und urteilten vernichtend über das Software-Unternehmen. Der Tenor: Eine Wachstumsgeschichte geht zu Ende. SAP bringt es nicht mehr.

In der Tat befindet sich die Walldorfer Software-Schmiede in einer veritablen Krise. So wird der Umsatz 2021 kaum noch wachsen, der Gewinn wird großer Wahrscheinlichkeit sogar rückläufig sein.

Das sind die Stärken der SAP

Aber gemach! SAP ist unverändert ein großartiges Unternehmen, dessen Software-Anwendungen weltweit in rund 25 Branchen genutzt werden. Bei Großunternehmen sind die Deutschen immer noch das Maß aller Dinge. 9 von 10 Playern nutzen mindestens eine kleine SAP-Anwendung. Die Kundenkartei der Walldorfer liest sich imposant. Dort finden Sie typische Traditionsunternehmen wie Chevron, Ford oder AT&T. Aber auch die…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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