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Berichtssaison: Erst abgesenkt, dann übertroffen – der Trick der US-Firmen funktioniert wieder einmal

Das können die Amerikaner. In den Wochen vor der Berichtssaison werden Gewinnaussichten reduziert, es wird tiefgestapelt, um dann am Berichtstag mit den Ergebnissen überraschen zu können.

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Berichtssaison am Beispiel US-Banken

JP Morgan, Bank of America, Goldman Sachs und Co, die US-Geldinstitute hatten vor einer schwierigen Berichtssaison gewarnt, niedrige Aktienumsätze und eine inverse Zinskurve, die die Zinsmarge massiv beeinträchtigt, waren für Jedermann ersichtlich und hätten eigentlich zu enttäuschenden Quartalsberichten führen müssen. Weit gefehlt. JP Morgan legte mit über neun Milliarden Dollar Gewinn ein Rekordquartal hin, die Analysten mussten umgehend auf die Zahlen reagieren und die Ausblicke verändern. Vorgestern überraschten Coca Cola und Texas Instruments mit besser als erwarteten Zahlen.

Jetzt kommen die Dickschiffe aus den USA

Nachdem die derzeitige Nummer eins der Börsen, der Softwarekonzern Microsoft, schon so überzeugt hat, ist man natürlich auf die Ergebnisse von Facebook, Amazon, Apple und Google gespannt, schließlich geht es bei diesen FAANG-Werten um Größenordnungen, die schon dem gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukt entsprechen. Auf alle Fälle hat sich der Spannungsbogen zwischen Aktienbewertung und Zinssenkungshoffnung weiter gespannt. Sollten die Ergebnisse weiter überraschen, wie will Jerome Powell dann die Serie von erwarteten „Rate Cuts“ begründen?

Ergo: Während man erst noch vor Kurzem mit einem kleinen Gewinnrückgang der US-Konzerne gerechnet hat, dürften die Gewinne im S&P 500 im abgelaufenen Quartal um etwa ein Prozent gestiegen sein, wie aus den vorliegenden Refinitiv-IBES-Daten hervorgeht. Bisher haben die Industriewerte eher enttäuscht, während die Halbleiterwerte als Frühindikatoren haussierten. Bald werden wir in aber durch die geballten Berichte etwas schlauer sein.

Hatte nicht erst der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für die USA nach dem überraschend starken Jahresauftakt angehoben? Die Crux ist jetzt möglicherweise, dass die amerikanische Konjunktur weiter robust läuft und der Arbeitsmarkt brummt, aber Trump mit Blick auf seine Wiederwahl unbedingt Vorsorge treffen will, dass dies bis Ende 2020 so bleibt. Daher der ganze Druck auf die Fed, wieder einmal: „Whatever it takes“.

New York Wall Street - Berichtssaison läuft auf Hochtouren
New York Downtown mit der Wall Street. Die US-Berichtssaison läuft auf Hochtouren. Foto: Pixabay / igormattio



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1 Kommentar

  1. In Amerika sieht also alles prima aus. Rezession? Was ist das? Trotzdem könnte man aber rein prophylaktisch die Zinsen senken, denn in Deutschland sieht es nach dem IFO Index nicht ganz so gut aus.

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