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Beruhigung wegen Italien – ist das nachhaltig?

Heute Beruhigung an den Märkten wegen Italien – ist das nachhaltig?

Markus Fugmann

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am

Heute Beruhigung an den Märkten wegen Italien: so plant die neue italienische Regierung zwar weiterhin mit einem Defizit von 2,4% des BIP, will dann aber 2020 das Defizit auf 2,2% und 2021 schließlich auf 2,0% verkleinern.

Das sorgte für Erleichterung, nachdem sich Vertreter der neuen italienischen Regierung und EU-Verantwortliche zuletzt immer wieder verbale Schlagabtäusche geliefert hatten. Die Verkleinerung des Defizits gilt als Entspannungssignal – dementsprechend reagiert der Euro erleichtert:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

Die Rendite der 10-jährigen italienischen Anleihe sinkt (und der Kurs steigt) – aber Euphorie sieht anders aus:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Die Rendite nun bei 3,326% – gestern zum Marktschluß lag die Rendite noch bei 3,47%.

Inzwischen hat Italiens Innenminister Salvini die Zahlen für den Haushalt 2020 und 2021, die zuvor nur von einer italienischen Zeitug kolportiert worden waren, bestätigt – gleichzeitig aber noch einmal mit der Anmerkung, er schere sich nicht um Drohungen der EU, wieder verbal eine Attacke gegen Brüssel geritten.

So oder so: nach wie vor ist unklar, ob die EU-Kommission das Budget Italiens für 2019 mit dem 2,4%-Defizit absegen wird – die Kuh ist also noch lange nicht vom Eis. Durch die wechselseitigen verbalen Attacken ist jedenfalls die Gesprächs-Atmosphäre zwischen Rom und Brüssel schwer gestört!

Nun heißt es abwarten, was die Wall Street macht – die sich bekanntlich nicht wirklich für Italien interessiert..

 

Matteo Salvini

By Presidenza della Repubblica, Attribution, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68046608

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    asyoulike

    3. Oktober 2018 10:14 at 10:14

    Moin, moin,

    das wird schon klappen mit Italien und die relative „Ruhe“ wird zurückkommen. Wer in Brüssel und oder Berlin möchte schon ewig wegen Italien in den Schlagzeilen stehen? Niemand. Also, findet sich doch sicher ein (fauler) Kompromiss, mit den alle Beteiligten leben können. Und mit guten Worten von Junker und „Mutti“ wird daraus dann der Deal des Jahrhunderts. Denn beachten sollte man m.E., dass niemand sich ein wirkliches Scheitern mit Italien leisten kann.
    Fazit: Die Schuldenparty geht weiter

  2. Avatar

    zimmermann

    3. Oktober 2018 13:15 at 13:15

    Ich kann die Panikmache nicht nachvollziehen. Das wird schon. Ich bin diesbezüglich tiefentspannt. Die Euro-Zone mus gerettet werden. Es wir immer eine Lösung präsentiert werden.

  3. Avatar

    Wolfgang M.

    3. Oktober 2018 15:06 at 15:06

    Ein populistische Regierung kommt an die Macht und verspricht ihren Wählern
    Wohltaten (die Sinnhaftigkeit sei mal dahingestellt) und möchte dies in einem Regierungsprogramm umsetzen. Leider fehlen die finanziellen Mittel zur Umsetzung, die Regularien gestatten derartige Sonderwege nicht – aber man stellt sich zuerst kämpferisch, um der eigenen Wählerschaft Stärke zu beweisen. Dann kommen die Finanzmärkte und die Ratingagenturen, die die Kreditkonditionen für die notwendigen Schulden in schwindelnde Höhe treiben.
    Zur Erinnerung: Im Jahre 2011 war der Spread zwischen den deutschen und italienischen 10-Jährigen schon mal auf 500 Basispunkte gestiegen (gestern 297) und der ewige Silvio Berlusconi musste zurücktreten, Italien stand vor der Staatspleite.
    Jetzt fängt man an zurückzurudern, indem man langfristig Sparwillen verspricht (bis 2021) und hofft schlussendlich auf einen gesichtswahrenden Kompromiss. Hatte nicht erst der große Herrscher in Ankara mit seiner Behauptung niedrige Zinsen wären hilfreich im Kampf gegen die Inflation Schiffbruch erlitten?
    Wie oft wurden denn in der Eurozone schon die berühmten Maastrichtkriterien gebrochenen und man kam auf konsensuale Lösungen? Kommt es wieder zu einem berühmt-berüchtigten Kuhhandel?

    In Italien dürfte es allen Beteiligten, auch dem ignorantesten Politiker klar sein: Bis zum Junk-Status für italienische Anleihen ist es kein weiter Schritt.
    Was haben wir seit der Euroeinführung nicht schon alles erlebt?

  4. Avatar

    Lausi

    3. Oktober 2018 20:24 at 20:24

    Wenn die EU-Spezis schlau wären, würden sie von Italien als Gegenleistung für eine Lockerung der Defizitgrenze Strukturreformen fordern! Die sind nämlich dringend notwendig in Bella Italia!

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

Einladung zum LIVE Webinar am 24.09.2020
Das Thema lautet: „Forex-Handelssignale mit AUTOMATISCHER Umsetzung“.
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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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am

Von

Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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