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Beyond Meat ist Trendsetter für die Branche der Fleischersatz-Produkte

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Der Börsenerfolg von Beyond Meats beflügelt die Anleger-Phantasie. Das Problem: Beyond Meats Kurs ist bereits sehr ambitioniert und Aktien-Alternativen zu Beyond Meat sind rar. Sie beschränken sich auf Großkonzerne, die auch Fleischersatz-Produkte anbieten. Dazu gehört inzwischen auch Getreide-Großhändler ADM.

Ich selbst lernte ADM als Devisenhändler kennen. Dass ADM eigentlich einer der weltgrößten Lebensmittel-Konzerne ist, der den Devisenhandel vor allem zur Absicherung eigener Währungsrisiken und der der Kunden betreibt, lernte ich erst später. Als Verbraucher werden sie kein Produkt im Supermarkt finden, auf dem ADM als Hersteller genannt wird. Der US-Konzern fungiert vielmehr als Zulieferer, der die Basisprodukte wie Mehl und Öl für die Lebensmittelindustrie liefert. Spezialisiert ist ADM dabei auf alle Produkte, die auf einem Acker wachsen.

Fleischproduzent und Getreidegroßhändler bilden Joint Venture für pflanzliche Burger

Es verwundert daher nicht, dass ADM Chancen in Fleischersatzprodukten sieht. Denn diese Produkte werden mit Rohstoffen hergestellt, die ADM liefern kann: Pflanzliches Protein. Erstaunlicher ist, dass ADM mit Marfrig Global Foods zusammen eine Fabrik für Pflanzenprotein plant. Denn Marfrig ist der zweitgrößte Fleischproduzent der Welt. Doch dem ist es lieber, die Menschen kaufen Fleischersatzprodukte aus dem eigenen Haus statt bei Beyond Meat, wenn sie schon kein Fleisch essen wollen. ADM geht davon aus, dass sich das Marktvolumen für Fleischersatzprodukte in Süd- und Nordamerika in fünf Jahren auf zwei Milliarden US-Dollar pro Jahr verdoppeln wird. Global betrachtet ist das immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein. ADM allein setzt jährlich rund 60 Milliarden US-Dollar um. Es ist vor allem das Wachstum, was ADMs Aufmerksamkeit bekommt. Denn was sich in fünf Jahren auf zwei Milliarden verdoppelt, kann sich auch in acht Jahren auf acht Milliarden vervier- und in zehn Jahren auf acht Milliarden verachtfachen.

Für ADM und Marfrig sind Fleischersatzprodukte kein neues Feld mehr. Die Unternehmen belieferten zum Beispiel bereits Burger King mit fleischfreien Burger Patties. Im neuen Joint Venture, an dem ADM 30% Anteile hält, wird Marfrig für die Produktion der fleischfreien Produkte verantwortlich sein, während ADM Zutaten und technisches KnowHow für die Verarbeitung liefern wird.

Selbst bei Erfolg wird ADM keine Kursrakete wie Beyond Meat

Während Aktionäre von ADM selbst bei einem nach Plan laufenden Wachstum das kaum in den Quartalsberichten bemerken dürften, weil das sonstige Geschäft bei ADM bereits zu mächtig ist, sieht das bei Beyond Meat ganz anders aus. Die Kalifornier haben sich auf nichts anderes als pflanzliche Fleischersatzprodukte spezialisiert und können als Trensetter angesehen werden. Pflanzliche Burger Patties gibt es schon seit mindestens 20, eher 30 Jahren. Doch erst die Produkte von Beyond Meat „bluten“, erzeugen im Mund ein mit Hackfleisch vergleichbares Gefühl und schmecken auch ähnlich. Dafür sind die Produkte aber auch stärker verarbeitet als alle Vorgänger in den vergangenen 20 Jahren. Mit einem natürlichen Produkt haben sie nichts mehr gemein.

Doch der Erfolg gibt Beyond Meat Recht. Es ist eines der wenigen börsennotierten Startups, das seine Kosten im Griff hat und stark wächst. Gleichwohl analysierte ich vor drei Wochen, dass im Aktienkurs bereits üppiges Wachstum eingepreist ist. Das muss den Aktienkurs nicht unbedingt daran hindern, losgelöst von den Fundamentaldaten weiter zu steigen. Es steigert jedoch die Gefahr von erheblichen Rückschlägen, sollte die Börse in der Zukunft entscheiden, sich doch stärker an der fundamentalen Basis des Unternehmens zu orientieren.

Alternativen zu Beyond Meat sind an der Börse rar

Der zweite Platzhirsch auf dem Markt für fleischlose Burger, Impossible Foods, ist bis heute eine nicht börsengehandelte Gesellschaft. Daran dürfte sich in der Krise vermutlich auch wenig ändern, wenngleich für 2020 ein Börsengang erwartet wurde. Impossible Foods Alleinstellungsmerkmal ist ein aus Hefe hergestellter Hämoprotein-Zusatz, der nach Angaben des Herstellers den charakteristischen Fleischgeschmack erzeugt. Bis heute ist der Impossible Burger vor allem in den USA verbreitet, wo ihn bereits diverse Burgerketten ins Programm genommen haben. Sollte Impossible Foods jemals an die Börse gehen, ist das Unternehmen die beste Anlage-Alternative zu Beyond Meat.

Bis dahin müssen sich Anleger darauf beschränken, neben Beyond Meat einige Nahrungsmittelriesen wie ADM oder Tyson Foods ins Portfolio aufzunehmen, die zwar auch pflanzliche Fleischalternativen verkaufen, deren damit erzielte Erfolge sich aber kaum auf den Aktienkurs auswirken dürften.

Ein Burger von Beyond Meat
Beispielfoto eines Burgers von Beyond Meat. Foto: Ofer Kor CC BY-SA 4.0

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Andreas

    29. Mai 2020 13:08 at 13:08

    Hatte Vorgestern zum ersten mal Burgerpatties von Beyond Meat probiert. 2 Stück für 2,50€ vom Lidl. Meine Frau und ich könnten diese stinkenden Produkte leider nicht genießen. Beide Burger mussten in der Biotonne entsorgt werden. Gibt es wirklich Menschen denen diese Erzeugnisse schmecken?

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      Stina

      30. Mai 2020 00:42 at 00:42

      @EtwasAnders, das klingt ja „ausnahmsweise“ mal wieder etwas überheblich und herablassend. Meine Familie und ich können diesen stinkenden Kommentar leider nicht genießen. Sie müssten in der Biotonne bei Fleisch und Wurst für 24 Stunden eingesperrt werden.

      • Avatar

        Lausi

        31. Mai 2020 00:59 at 00:59

        @Stina – über Geschmack lässt sich bekanntermaßen nicht streiten.

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          Stina

          31. Mai 2020 20:43 at 20:43

          @Lausi, über den Geschmack von Kommentaren aber schon. Wenn einer so herablassend in Frage stellt, ob andere Menschen tatsächlich nach seinem rein persönlichen Empfinden „stinkende“ Produkte überhaupt genießen, würdigt er diese herab auf Biotonnen-Niveau. Wen es ihm persönlich nicht schmeckt, ist das ok, sein Ding.

          Die abschließende Frage hätte er sich einfach sparen können, da es offensichtlich ist, dass Millionen von Menschen diese Erzeugnisse kaufen und verzehren. Aber diese Frage war die eigentliche Intention seines Kommentars, so wie wir @andreAss seit Jahren kennen.

          Jedem das seine, so wie er seine Billig-Gammelfleisch-Burger aus der Corona-Hotspot-Schlachtindustrie verzehrt, sollte er auch anderen Menschen ohne abfällige Fragen zugestehen, sich zu ernähren, wie sie es für richtig befinden.

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            Luft-Titti

            1. Juni 2020 09:39 at 09:39

            @Stina, und warum glauben Sie, dass Sie das Recht haben, einen anderen Foristen hier als „Arsch“ (Ass) zu beleidigen?

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            Stina

            1. Juni 2020 14:33 at 14:33

            Eigentlich meinte ich ja die beste und höchste Spielkarte, das Ass. Denn andreAss ist doch immer der Schönste, der Beste, der Größte in seinen Kommentaren. Aber Ihre Idee ist auch gut, gefällt mir 👍 🥰

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Aktien

Tesla: Frank Thelen ist voll des Lobes über den „Battery Day“ -Video

Claudio Kummerfeld

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Innenansicht eines Tesla-Autos

Für die Börsianer war der diese Woche stattgefundene „Battery Day“ von Tesla eine Enttäuschung. Die Produktion viel günstigerer Autos mit sehr langer Batterielaufzeit dauere noch drei Jahre. Und zack, die Aktie von Tesla fiel spürbar. Aber der aus der „Höhle der Löwen“ bekannte Investor und Tech-Experte Frank Thelen singt im folgenden Instagram-Video ein Loblied auf den Battery Day von Tesla. Er sieht hier von A-Z ein sensationelles Konzept, und einen großen Schub hin zu einem wirklich erschwinglichen Auto. Dass so ein riesiger Sprung nach vorne nun mal nicht sofort funktioniere, sondern drei Jahre dauere, sei ganz normal. Aber sehen Sie selbst.

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Aktien: Vermögensreport offenbart, Deutsche investieren mehr

Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik wirkt, die Bürger wenden sich stärker Aktien zu

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Entdecken die Deutschen plötzich ihre Liebe zu Aktien? Der aktuelle Allianz Global Wealth Report hat es dargelegt: Die Notenbankpolitik der Länder wird dazu führen, dass das Vermögen der Wohlhabenden global trotz Corona ansteigen wird – auf 198 Billionen Euro zu Jahresende – FMW berichtete darüber. Der Report zeigt aber auch, dass sich die deutschen Sparer mehr den Aktien als Anlagevehikel zuwenden.

Aktien: Corona und die Vermögensbildung

Die Volkswirte der Allianz werteten Daten aus 57 Nationen aus, zum Vermögen aus Bargeld und Bankeinlagen, angelegtem Geld in Versicherungen und Pensionskassen sowie Anlagen in Wertpapieren und Fonds. Trotz der Pandemie erhöhte sich dies im ersten Halbjahr des Jahres um 1,5 Prozent, der Frühjahrseinbruch von geschätzten 4,3 Prozent ist damit mehr als ausgeglichen. Über die Gründe braucht nicht großartig spekuliert zu werden: Staatliche Rettungsprogramme, die Geldpolitik der Notenbanken, eine erhöhte Sparneigung der Konsumenten und natürlich der Anstieg der Aktien. Noch ein kurzer Blick auf die Vermögensübersicht der Länder pro Bürger:

USA: 209.524 Euro
Schweiz: 195.388 Euro
Singapur: 116.657 Euro

18. Deutschland: 57.097 Euro

An dieser Übersicht wird wieder einmal das Problem einer statistischen Erfassung von Durchschnittswerten ersichtlich. Die vier reichsten Amerikaner besitzen ein Vermögen von über 500 Milliarden Dollar, verteilt auf die 331 Millionen Amerikaner würde dies bereits 1500 Dollar pro Bürger ergeben. Dabei gab es 2019 allein schon 607 Milliardäre in den Vereinigten Staaten. Man bräuchte aus so einer Statistik nur den reichsten Mexikaner, Carlos Slim, aus der Liste entfernen und schon hätte man veränderte Zahlen für das Land. Aber erstaunlich ist diese Vermögensverteilung auf der Welt dennoch. Im Jahr 2019 lagen von den 192 Billionen Euro Weltvermögen nicht weniger als 83,7 Billionen in den USA.

Die Entwicklung in Deutschland

Was bedeutet das für das Land der (Geld-)Sparer, mit deren 2,4 Billionen Euro auf nicht verzinslichen Konten? Die Allianz stellt fest, dass sich die Bankeinlagen um 3,5 Prozent und damit weniger als in anderen Ländern erhöht haben (Frankreich plus 6 Prozent, China plus 9 und die USA plus 10 Prozent).

Dennoch stieg das Vermögen der Haushalte um 1,3 Prozent im ersten Halbjahr und sollte nach der Schätzung der Allianz zum Jahresende 6,8 Billionen Euro erreichen. Da dies nicht am Geldmarkt zu verdienen war, deutet dies auf eine Verhaltensänderung im Sparverhalten hin.

Die langsame Hinwendung zu Aktien

Lange hatte man es eigentlich schon erwartet, dass die Enteignung der Geldsparer durch die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank wirkt und sich die Bürger stärker den Aktien zuwenden. Die Allianz stellt fest, dass die deutschen Sparer in den vergangenen drei Jahren 20 Prozent ihrer verfügbaren Ersparnisse direkt in Aktien angelegt haben. Auf Sechsjahressicht waren dies 5,8 Prozent und das Interessante daran ist, dass US-Bürger in dieser Zeit nur 0,7 Prozent in Aktien investiert haben. Das bevorzugte Investment waren börsengehandelte Indexfonds. Allerdings beziehen sich diese Werte auf die Zeit vor Corona und seither gibt es den großen Hype um die gebührenfreien Brokerdepots – Stichwort RobinHood. Diesen Trend gibt es auch in Deutschland mit der riesigen Zahl neu eröffneter Depots bei günstigen Direktanlagebanken.

Es verändert sich auch der so genannte Home Bias, also die Bevorzugung heimischer Titel. Deutsche Anleger investieren verstärkt in ausländische Aktien, die Quote stieg in den vergangenen sechs Jahren von 25 auf 38 Prozent. Aber noch ist Deutschland weit von der angelsächsischen Aktienpräferenz entfernt.

In den USA liegen 53 Prozent der Ersparnisse auf Wertpapierkonten, in Deutschland 25 Prozent.

Fazit

Auch wenn das Pflänzchen Anlage in Aktien in Deutschland langsam wächst, sind es laut Allianz vorwiegend die Haushalte mit einem höheren Einkommen, die sich an diese Assetklasse heranwagen. 30 Prozent unserer Haushalte besitzen kaum Geldvermögen. So zählt auch Deutschland zu den Ländern, in dem „die Vermögensverteilung relativ ungleich verteilt ist“, so Arne Holzhausen, Leiter Insurance und Wealth Markets bei der Allianz.

Die Deutschen entdecken ihre Liebe zu Aktien

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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