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Beyond Meat: Wachstum ist bereits im Kurs eingepreist!

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In den USA zeichnet sich inzwischen eine interessante Entwicklung ab: Auf den Terminmärkten sinkt der Preis für Fleisch, während er in den Supermärkten steigt. Die Produzenten verdienen weniger, während die Verbraucher mehr bezahlen. Stagflation, Inflation trotz wirtschaftlich schlechten Zeiten, ist ein mögliches Szenario in den USA. Davon unbeeindruckt zeigt sich Beyond Meat, deren Aktienkurs heute um gut ein Viertel stieg!

Fleischpreise crashen am Termin- und explodieren im Supermarkt

Schon am 12. März berichtete ich darüber, dass der Fleischmarkt in den USA die ersten Krisenzeichen aussendet. Schon damals zeigte de Preiskurve für Rindfleisch steil nach unten. Seitdem hat sich einiges getan. Die Anfang März noch sehr optimistischen Fleischproduzenten, die damals trotz Coronakrise voll und ganz auf den Export bauten, dürften inzwischen etwas verstimmter sein. Ihr Verband subventioniert inzwischen sogar den Fleischverkauf in Deutschland. Wer bei einem bekannten Onlinehändler für Fleisch US-Rindfleisch für nur 30 Euro bestellt, bekommt von den US-Amerikanern Versandkosten in Höhe von rund 10 Euro gesponsert. Der Preis, der schon zwischen Dezember und März um mehr als 20% einbrach, gab weitere 10% nach.

Gleichzeitig klagen US-Verbraucher über leere Regale und teils massiv gestiegene Preise. Selbst in den schon wieder veralteten März-Daten des US-Statistikbüros zeigt sich für z.B. Rinderhack ein fast neunprozentiger Preisanstieg. Aktuellere Daten zeigen, dass sich der Preis für verpacktes Rindfleisch an der Ladentheke in den vergangenen Wochen glatt verdoppelte. Der Grund dürfte sein, dass die US-Industrie nicht darauf ausgerichtet ist, den Lebensmittelbedarf der Einwohner praktisch ausschließlich über den Einzelhandel zu decken. Die Restaurant- und Imbisskultur ist in den USA besonders ausgeprägt. Die kaufen jedoch eher 25kg statt 250g Packungen. In der kürze der Zeit ist es nicht möglich, die Warenströme anders zu lenken und zu verpacken. Und so sinkt der Preis für Fleisch an den Terminmärkten, während er im Supermarkt steigt. Verlierer sind dabei alle. Die Verbraucher zahlen deutlich mehr für ihre Lebensmittel, die Bauern müssen aber trotzdem Tiere notschlachten und entsorgen, weil sie das Fleisch nicht verkauft bekommen.

Beyond Meat wächst „nur noch“ um mehr als 150% pro Jahr!

Unerwartet profitiert hat Beyond Meat, die sich auf vegetarische Fleischersatzprodukte spezialisierten. Die Produkte waren ein Foto-Hit in Social Media Kanälen, da sie in der Regel noch in den Kühltheken lagen, als Fleisch bereits restlos ausverkauft war. Doch offensichtlich haben sich trotzdem mehr Kunden als üblich für die teuren Produkte entschieden. Denn Beyond Meat konnte ein überraschend gutes Quartalsergebnis melden. Mehr Umsatz als erwartet und ein kleiner Gewinn statt dem prognostizierten Verlust sind ein Lichtblick in der laufenden Krise. Der Anstieg überrascht nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass im Vorjahr rund die Hälfte des Umsatzes mit Restaurants gemacht wurde und das Wachstumstempo bei Restaurants 312%, im Retail-Bereich jedoch nur 185% betrug. Im 1. Quartal halbierte sich nun das Wachstumstempo bei Restaurants, während das Retailgeschäft mit rund 150% Wachstum nur eine Wachstumsverlangsamung zeigte.

Letztendlich reichte das gute Ergebnis aber nicht, um Beyond Meats Jahresausblick zu halten. Der stützte sich zu wesentlichen Teilen auf Wachstum im Restaurantbereich, der nun jedoch nicht nur nicht wächst, sondern auf nahe Null kollabierte.
Mit einem Quartalsgewinn von 3 Cent pro Aktie bleibt Beyond Meat fundamental gesehen stark überbewertet. Hochgerechnet auf ein Jahr entspricht das einem KGV von etwa 1.000! Der heutige Kurszuwachs von fast 25% hat die Überbewertung sogar noch erhöht.

Wachstum rechtfertigt nur den aktuellen Kurs, nicht aber weitere Kursgewinne

Charttechnisch gesehen ist damit jedoch der Abwärtstrend klar gebrochen und der Trendbruch bestätigt worden. Selbst wenn Beyond Meat künftig nur noch um 100% pro Jahr wachsen sollte, wäre das Tempo noch immer enorm. Und sofern es Beyond Meat gelingt, dabei die Kosten im Griff zu behalten, dürfte sich auch die relative Unternehmensbewertung stark verbessern. Um jedoch von einem KGV von 1.000 auf nachvollziehbare Werte von 25 bis 50 zu kommen, muss noch eine ganze Menge geschehen. Ein beträchtlicher Teil des Umsatz- und vor allem Gewinnwachstums ist also bereits eingepreist.

Ein Beyond Meat Burger
Beispielfoto eines Burgers von Beyond Meat. Foto: Ofer Kor CC BY-SA 4.0

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Aktienmärkte: Corona-Krise und ein heimlicher Star im deutschen Leitindex

Wolfgang Müller

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Normalerweise waren die letzten Jahre die Zeit für Wachstumstitel, also für Growth, wie man es in der Sprache der Aktienmärkte bezeichnet. Eher jedoch nicht für den deutschen Leitindex Dax – aber dort steht ein Wert ganz oben in der Performance, von dem man es noch weniger erwartet hätte: die Deutsche Post. Man profitiert derzeit vom „Stay at Home“ und vielleicht nochmals durch ein logistisches Thema der Superlative.

Die bevorstehende Massenimpfungen

Was werden nicht alles für Zahlen herumgereicht? Die Gesamtbevölkerung der Erde müsse gegen Covid-19 geimpft werden, 7,7 Milliarden Menschen und dies gleich zweimal. Aber gemach, es werden sich nicht alle impfen lassen wollen, und es einige durch Immunität nicht mehr brauchen (oder durch heimische Pharmafirmen versorgt werden) und viele sich in einem Alter befinden, in dem die Gefährlichkeit des Virus unterhalb des Promillebereichs für die Betagten und Gefährdeten liegt. Dennoch: Es gilt Abermillionen von Impfdosen zu transportieren, mit den verschiedensten Transportmitteln, mit speziellen Behältern und mit der Aufrechterhaltung von Kühlketten und überall ist der deutsche Marktführer gut aufgestellt.

Die unauffällige Hausse bei einem Underdog der Aktienmärkte

Die Deutsche Post (DHL Group) feierte gerade den 20. Börsengeburtstag. Der Logistik-Riese, der aus einem Paket- und Postzusteller hervorging, wurde am 20. November 2000 zu 21 Euro an die Börse gebracht. Zu dieser Zeit stand der Dax bei 6609 Punkten. Betrachtet man nun die Kursentwicklung von Index und den Dax-Wert Deutsche Post (gestern 40,39 Euro), so könnte man den Eindruck gewinnen, als wäre der Dax mit seiner Kursverdoppelung besser gelaufen, als der deutsche Logistiker, der es nur auf gut 80 Prozent Kurszuwachs brachte. Rechnet man die Dividendenzahlungen hinzu, käme man bei der Post aber auf circa 268 Prozent Gewinn. Beim Dax als Performance-Index werden die Dividenden einfach hinzugerechnet. Macht eine Rendite der Deutschen Post von 6,7 Prozent p.a. gegenüber dem Index mit seinen 3,5 Prozent. Der Traditionswert ein heimlicher Star der Aktienmärkte – gewiss, denn ein Großteil der Dax-Werte ist noch weit von seinen ehemaligen Höchstständen entfernt. Bis auf fünf Werte, einer davon ist die Marke mit dem auffälligen Gelb.

Dies ist natürlich den Analysten nicht verborgen geblieben: so erwarten Ökonomen von Goldman Sachs einen Umsatzanstieg der Deutschen Post von aktuell 65 Milliarden bis auf 80 Milliarden Euro im Jahr 2024, der Gewinn soll im gleichen Zeitraum von 4,4 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro steigen. Wäre ein einstelliges KGV, hinzu kommt die niedrige Börsenbewertung im Vergleich zu UPS oder Fedex.

Fazit

Obwohl die Aktienmärkte derzeit die Umschichtung von Growth zu Value spielen, kann dies dem deutschen Logistiker relativ egal sein. Man profitiert weiter von den Auswirkungen der partiellen Lockdowns, vermutlich noch durch die Wintermonate, als auch von der neuen Situation um die Mammutaufgabe Impfung der Bevölkerung mit all den personellen und logistischen Herausforderungen.

Jetzt steht in dieser Woche erst einmal der große vorweihnachtliche Hype um den „Black Friday“ und den „Cyber Monday“ auf dem Programm. Angesichts der Pandemie sicherlich mit bisher noch nie gesehenen Umsätzen. Ein DHL-Manager sprach schon davon, dass Covid-19 die Umsätze der Post in das Jahr 2030 hieven werde. Und jetzt kommt noch das Transportthema Impfstoff hinzu. Ein Goldilocks-Szenario? Nicht ganz, denn da gibt es noch einen übermächtigen Konkurrenten aus Übersee, der bis 2021 mit eigenen Paketzentren in Deutschland zulegen will. Der „All-Star“ der amerikanischen Aktienmärkte Amazon, der bereits schon für ein Viertel der Paketsendungen in Deutschland verantwortlich ist.

Die Aktienmärkte in Deutschland und ihr heimlicher Star

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Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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