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Binäre Optionen-Verbot und CFD-Beschränkung: Startdatum steht fest

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Die EU hat den Binären Optionen den Kampf angesagt und sie verboten. Ebenso wird der CFD-Handel für „unbedarfte“ Privatanleger eingeschränkt. Heute hat die europäische Finanzaufsicht ESMA das Startdatum veröffentlicht. Ab 2. Juli sind Binäre Optionen in der EU endgültig Geschichte – dann sind sie verboten. Kaum jemand, der nur halbwegs ernsthaft an der Börse handelt, wird ihnen auch nur eine Träne nachweinen. Wer als EU-Bürger aber dennoch weiterhin diesen Schrott als Instrument nutzen möchte, muss auf Offshore-Anbieter (Karibik etc) ausweichen, wo die Bedingungen noch viel dubioser sind als bei bisherigen Anbietern in der EU.

Die Beschränkungen für den CFD-Handel tritt in Kraft ab 1. August. Wir hatten Ende März schon darüber berichtet. Wichtig dabei ist: Diese Änderungen sind erst einmal nur für drei Monate gültig und werden danach wohl überprüft. Aber dann, so darf man es annehmen, wird es eh eine Verlängerung der Beschränkungen geben. Wichtig ist, dass sie nur für unbedarfte Privatkunden gelten, von denen staatliche Institutionen grundsätzlich annehmen, dass sie zu dumm sind um Risiken abzuschätzen – anders kann man die Beschränkung dieser Maßnahmen auf Privatkunden nicht verstehen.

Zu den wichtigsten Änderungen gehört erst einmal die Abschaffung der Nachschusspflicht. Der Kunde kann nicht mehr Geld verlieren, als er/sie eingezahlt hat. Dann wäre da noch die Margin Close Out Rule, wonach pro CFD-Tradingkonto ab 50% Verlust Positionen vom Broker geschlossen werden müssen. Die wichtigste Änderung ist aber die Reduzierung der Hebel. Bei Devisen-CFDs sind es ab 1. August „nur noch“ maximal 30:1 bei Hauptwährungspaaren, 20:1 bei exotischen Währungen sowie bei Gold und Indizes. 10% beträgt der Maximalhebel bei Rohstoffen und kleineren Indizes. 5:1 wird der Hebel bei Aktien-CFDs sein und 2:1 bei Kryptowährungen.

 

Die ESMA feiert sich heute nochmal selbst ab für die neuen Vorschriften. Es sei ein großer Schritt hin zu mehr Kundenschutz. Teilweise mag das zutreffen. Aber im Grunde genommen nimmt man auch vielen Tradern, die sich des Risikos bewusst sind (wir meinen hier nur den CFD-Handel), ihre Freiheit das zu tun, was sie wollen!

Die ESMA im Wortlaut:

Steven Maijoor, Chair, said:
“The measures ESMA has taken today are a significant step towards greater investor protection in the EU. The new measures on CFDs will, for the first time, ensure that investors cannot lose more money than they put in, restrict the use of leverage and incentives, and provide understandable risk warnings for investors.

“ESMA’s prohibition on the marketing, distribution or sale of binary options to retail investors addresses the significant investor protection concerns caused by the characteristics of this product.

“This pan-EU approach is the most appropriate way to address this major investor protection issue. NCAs will monitor the impact of these measures during their application and will assess, with ESMA, what next steps are required.”

EU CFD-Beschränkung
© European Union, 2015 / Source: EC – Audiovisual Service / Photo: Etienne Ansotte

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Aktien

General Electric mit Kursdebakel – eine gute Kaufgelegenheit?

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General Electric war jahrelang schon genug gebeutelt worden. Der Siemens-Konkurrent in den USA ist immer noch ein gigantischer Mischkonzern, aber die Geschäfte laufen seit geraumer Zeit schlecht. Vor einem Jahr wurde die Aktie von General Electric aus dem Dow 30-Index gestrichen, und durch eine Apothekenkette ersetzt. Was für eine Demütigung für die altehrwürdige GE-Aktie. Dadurch verlor GE enorm an Aufmerksamkeit. Der Vorteil für den Gesamtmarkt aber ist: Fällt GE weiter kräftig in den Keller, kann das den Dow nicht mehr nach unten ziehen.

General Electric mit größerem Betrug als Enron?

Da ist es für die Bullen wohl besser, dass die Aktie von General Electric seit einem Jahr nicht mehr im Dow enthalten ist? Denn im Herbst 2018 rauschte sie gewaltig in den Keller. Und jetzt nach einer langen Phase einer „kleinen“ Erholung rauschte sie gestern erneut nach unten. Alleine gestern verlor die GE-Aktie 1,02 Dollar oder 11,3% an Wert. Grund dafür ist ein Whistleblower, der schon den Madoff-Skandal aufdeckte (größtes Schneeballsystem aller Zeiten).

Der Privatermittler Harry Markopolos behauptet nämlich General Electric habe seine Bücher frisiert. In einer ausführlichen Studie behauptet er GE habe Verluste in Höhe von 38,1 Milliarden Dollar verschleiert. Der Betrug bei General Electric sei ein größerer Fall als Enron. Beobachter erinnern sich noch an diesen gigantischen Skandal, der die US-Börse erschütterte. Sein Team habe sieben Monate lang die Bücher von GE analysiert, so Markopolos.

General Electric Aktie seit September 2018

General Electric weist Vorwürfe zurück- Kaufgelegenheit?

 

In einer offiziellen Stellungnahme weist General Electric die Anschuldigungen als „wertlos“ zurück (hier nachzulesen). Auch würde Markopolos mit einem Hedgefonds zusammenarbeiten, der auf fallende Kurse bei GE setzen würde. Gegenüber dem WSJ sagte Markopolos man würde mit einem nicht genannten Hedgefonds kooperieren. Tja, jetzt dürfte wohl ein Rechtsstreit zwischen beiden Seiten folgen? Eine Schlammschlacht? Fest steht nur: Die Börse ist verunsichert. Ist was dran oder nicht an den Vorwürfen? Ist dieser tiefe Kurs von GE eine Kaufgelegenheit, oder wird die Aktie nun in eine lange Phase der „Abwärts-Lethargie“ eintreten, weil auf lange Zeit niemand weiß, ob die Vorwürfe fundiert sind oder nicht?

Auf lange Sicht gesehen (folgender Chart seit 1997) hängt die Aktie derzeit an ihrem Tief aus dem Jahr 2009. Fällt sie darunter, kann es ganz düster werden. Der Chef von General Electric Larry Culp hat gestern jedenfalls für 2 Millionen Dollar GE-Aktien gekauft – offenbar als Vertrauensbeweis des Chefs in die Aktien des Unternehmens, um die Märkte zu beruhigen. Der Kaufpreis lag bei 7,93 Dollar – also unter dem Tagesschlusskurs von gestern Abend. Da hat er ja schon mal einen kleinen Gewinn erzielt (Scherz).

General Electric Aktie seit 1997
Hier die GE-Aktie seit 1997.

General Electric
GE Gelände in Schenectady, New York. Foto: UpstateNYer CC BY-SA 3.0

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Quiz-Frage: Was sieht man in diesem Chart?

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Konnten Sie es erraten nur beim Betrachten des Vorschaubildes zu diesem Artikel? Gut, wir wollen nicht zu viel Spannung aufbauen. Der Chart zeigt seit September 2018 im steigenden Kurs die zehnjährige deutsche Bundesanleihe. Immer mehr Geld rennt in die Staatsanleihe. Der Kurs steigt, und die Rendite fällt. Heute haben wir mal wieder ein historisches Tief von -0,66% in der Rendite. Was für ein Wahnsinn!

Und die beiden fallenden Kurse zeigen die Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank. Die Korrelation ist klar erkennbar. Je tiefer die Rendite, desto tiefer auch die Aktienkurse. Denn die EZB wird die Zinsen aller Voraussicht nach weiter senken, und die Zinsmargen der Banken werden somit noch schlechter aussehen. Außerdem indizieren die steigenden Anleihekurse auch die zunehmende Rezessionsangst, welche somit auch auf die Bankaktien negativ einschlägt. Rezession bedeutet mehr Kreditausfälle, weniger Börsengänge usw. Die ohnehin kaum vorhandenen Profite der beiden Banken dürften in einem zunehmend schlechteren Konjunkturumfeld schrumpfen oder sogar ganz aufgefressen werden. So nimmt es der Kapitalmarkt wohl an.

Nur noch 8 Cents ist die Aktie der Deutschen Bank von ihrem Allzeittief aus Juni entfernt. Und die Commerzbank-Aktie, die hatte erst gestern ihr Allzeittief erreicht (eigentlich jeden Tag ein neues), und ist aktuell nur 5 Cent davon entfernt. Also, findet sich irgendwann durch Zufall mal irgendeine Bank aus dem Ausland, der im Vorbeigehen die beiden Schnäppchen namens DB und CoBa aufkauft? Die Ertragsaussichten der Banken dürften auf jeden Fall erst einmal kaum besser werden.

Deutsche Bank und CoBa vs Bundesanleihe

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Walmart-Quartalszahlen: Besser als erwartet, Aktie +6,3%

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Die Walmart-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Sie sind deswegen extrem wichtig, weil Walmart der größte Einzelhändler der USA ist. Für die Konsumgesellschaft USA ist das der Gradmesser in Sachen Konjunktur! Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 130,38 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 128/erwartet 130).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,29/erwartet 1,22).

 

Die Aktie notiert vorbörslich mit +6,3%.

Die Aussichten hat man jetzt nur minimal nach unten angepasst. Für den Markt offenbar eine freudige Überraschung, dass es kein Debakel gibt!

Walmart-Quartalszahlen

Walmart-Quartalszahlen - Walmart Logo
Foto: MikeMozartJeepersMedia CC BY-SA 3.0

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