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Bitcoin: 100.000 Dollar – oder doch Richtung 0?

Eine sehenswerte Kontroverse zu Bitcoin

bitcoin Blocktrainer Stagge

Bitcoin ist zuletzt stark unter Druck gekommen und droht unter die Marke von 20.000 Dollar zu fallen. Gestern hat die Krypto-Börse Coinbase angekündigt, 18% der Belegschaft zu entlassen. Dazu stoppte die Peer-to-Peer-Plattform für Kryptos, Celsius, Auszahlungen seiner Kunden – Probleme gab es kurzfristig auch bei Binance. Ist Bitcoin also doch nicht das digitale Gold? All das unterminiert das Vertrauen der Investoren und ist ein großes Problem für die Krypto-Industrie. Damit wird nämlich zunehmend wahrscheinlich, dass die Aufsichtsbehörden Regularien erlassen werden und so den bisherigen „Wilden Westen“ bei Kryptos beenden.

Bitcoin unter Druck – warum?

Warum aber fälllt Bitcoin,  warum geraten Player in diesem Sektor wie Celsius in Schieflage? Blickt man auf die Kursentwicklung der Kryptos, so zeigen sich geadezu parabolische Anstieg mit Beginn der ultralaxen Geldpolitik der Notenbanken in Reaktion auf den Corona-Crash. Damit wurde viel Liquidität in die Märkte gespült, dazu kamen in den USA Helikopterschecks – viel Geld wurde daher in Bitcoin und Co investiert. Mit der geldolitischen Wende – dem monetären Klimawandel – aber passiert nun das Gegenteil: Liquidität wird aus dem System abgesaugt. Was vorher also stark gestiegen war, tendiert nun dazu, zu fallen.

Auffallend ist auch, dass Bitcoin trotz der extrem hohen Inflation beim „Fiat-Geld“ fällt – also scheint auch das Mantra in sich zusammen zu fallen, dass diese dezentrale Währung als Inflations-Schutz fungieren wird.

Pro und Contra

Steigt Bitcoin dennoch wieder in Richtung 100.000 – oder haben wir das Allzeithoch bei über 68.000 Dollar im Herbst letzten Jahres bereits gesehen? Ist Bitcoin vielleicht sogar die größte Blase der Finanz-Geschichte mit einem zwischenzeitlichen Anstieg von sage und schreibe 1600%?

Bitcoin und Blasen der Finanzeschichte

Andre Stagge, Ex-Fondsmanager, geht davon, dass Bitcoin nicht noch einmal ein neues Allzeithoch erreichen kann. Anders dagegen sieht das Roman Reher alias „Der Blocktrainer“: er betreibt den meist frequentierten Youtube-Kanal in diesem Bereich und ist ein Anhänger von Bitcoin mit Leib und Seele, der gelegentlich geradezu „religiöse Brandreden“ zur Verteidigung seine Lieblings-Assets hält. Gleichwohl ist er – wie ich in einem Interview mit ihm hautnah erleben konnte – immer Gesprächs- und Denkoffen. Diese Denk-Offenheit zeigt er auch in diesem durchaus konfrontativen, aber dennoch respektvollen Gespräch mit Andre Stagge:



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4 Kommentare

  1. Ja eben Andre Stagge prophezeit das schon länger, er war auch schon im letzten Mai sicher das es das gewesen ist und dann im Agust nochmals….

    Andre Stagge ist nun, gemäss Track Reccord im Bitcoin, keine nennenswerte grösse…

  2. Krypto hat ein Vertrauensverlust erlitten, von den er sich sehr schwer erholen kann.
    Terra/Luna so einfach Milliarden weg, tausende Existenzen vernichtet. Bei Celsius sieht es nicht anders aus .
    Das alles in wenigen Tagen -jetzt noch irgend was „hoddddddeln “ – gehts noch .
    –wohl schon, aber das ist dann eher Religion

  3. Soeben gelesen, 1% der Amis besitzen 30% der Vermögenswerte, sehr krass, aber 0,01% Bitcoin Besitzer besassen 27% des ganzen Schneeballs ( Lawine). Logischerweise haben sehr Wenige den ganzen Markt beherrscht und nach Belieben hochgetrieben. Somit sind wir an dem Punkt angelangt wo wenige der sehr wenigen Schlaumeier ihre hart verdienten Gewinne sichern wollten.Somit war der Zerfall nur eine Frage der Zeit. Der Spruch“ Die LETZTEN WERDEN VON DEN HUNDEN ( Bullen) gebissen „ gilt also weiterhin auch bei Aktien und allen andern Investitionen.Da die Warner ( Crashpropheten) und sogenannten „ Nichtversteher „ jahrelang kritisiert wurden, wäre es jetzt an der Zeit die Förderer und Erbauer dieser Kartenhäuser zu denunzieren.Obwohl die VOLKSVERARSCHUNG kein Hochschulfach ist, hat es unter diesen Volksabzockern sehr viele Gebildete , was für mich immer stossend war.
    P.S Merken jetzt vielleicht die 99,9 Jünger ,dass sie von wenigen Milliardären missbraucht wurden?

    1. @Kryptowitz. Das ist genau der Geburtsfehler des Bitcoin. Wenn 2 Prozent der Wale 50 Prozent des Bitcoinbestandes halten (und nicht anrühren), ist das System von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wenn Satoshi Nakamoto selbst etwa eine Million Bitcoins besitzt, die am Anfang 11 Cent gekostet haben, sowieso. Wieso sollen Millionen Menschen ihr Kapital in Bitcoin anlegen, wenn ein paar Urinvestoren dann immer reicher würden und den Markt nach Belieben manipulieren können? Zum Beispiel Verkauf einer größeren Position an charttechnischen Marken. Was für leichtes Spiel für die Wale. Bei Bitcoin = 1 Mio. Dollar hätten wir eine neue Weltordnung, aber was für eine!

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