Der Bitcoin steht erneut an einem Scheideweg. Die Parallelen zur legendären Rally von 2017 nähren die Hoffnung auf einen weiteren Höhenflug, zumal institutionelle Großinvestoren derzeit aggressiv zukaufen. Gleichzeitig ziehen erfahrene und langjährige Bitcoin-Halter jedoch Milliarden aus dem Markt ab. Wer behält Recht? Die Spannung wächst: Steht ein parabolischer Anstieg bevor – oder der nächste tiefe Absturz?
Bitcoin: Parabolischer Anstieg oder tiefer Absturz?
In ihrem neuen Video „Genau dann wird Bitcoin parabolisch steigen” bewerten die Analysten von Bravos Research die aktuelle Lage von Bitcoin. Während historische Muster und institutionelles Kapital den Kurs antreiben, gibt es Signale von langfristigen Haltern, die zur Vorsicht mahnen. Ihrer Meinung nach steht Bitcoin damit an einer entscheidenden Weichenstellung.
Die aktuelle Dynamik rund um den Bitcoin erinnert zunehmend an den spektakulären Bullrun von 2017, als die Kryptowährung innerhalb von nur zwei Jahren um 10.000 Prozent stieg. Auffällig ist, dass sich das Marktverhalten in vier klar abgegrenzte Konsolidierungsphasen unterteilte, bevor im Herbst der finale Kursschub einsetzte. Zwischen September und Dezember 2017 legte der Kurs um weitere 500 Prozent zu, bevor die Rally abrupt endete.
Ein Blick auf die Gegenwart zeigt ein erstaunlich ähnliches Muster: Seit Beginn des aktuellen Bullenmarkts Ende 2022 lassen sich ebenfalls vier Konsolidierungsphasen beobachten. Die jüngste davon erreichte im September bei einem Kursstand von circa 108.500 USD ihren Tiefpunkt, bevor eine Erholung einsetzte. Folgt der Markt tatsächlich dem historischen Fahrplan, könnte die aggressivste Phase des Anstiegs unmittelbar bevorstehen – mit entsprechend großen Chancen, aber auch einigen Risiken.
Entscheidende Faktoren
Eine wichtige Rolle spielt dabei die wachsende Bedeutung institutioneller Investoren. Unternehmensbilanzen von Strategy (ehemals MicroStrategy) und anderen halten inzwischen rund eine Million Bitcoins, was knapp fünf Prozent des Gesamtangebots entspricht. Zu Jahresbeginn waren es nur 300.000. Dieses aggressive Aufstocken von Treasury-Beständen könnte als Vertrauensbeweis in die weitere Aufwertung des Bitcoins verstanden werden.
Demgegenüber steht jedoch das Verhalten langfristiger Krypto-Hodler. Seit Anfang 2024 haben sie Gewinne in Höhe von mehr als 375 Milliarden US-Dollar realisiert – ein Niveau, das historischen Spitzenphasen wie 2013, 2017 oder 2021 entspricht und damals jeweils eine drastische Korrektur von bis zu 85 Prozent einleitete. Vor 10 Tagen kam es zudem zu einer Mega-Liquidation von Long-Positionen, die den Kryptomarkt kurzfristig erschütterte – ein Warnsignal?
Der Markt befindet sich somit im Spannungsfeld zweier diametraler Kräfte: institutionelles Kapital, das auf weitere Preissteigerungen setzt, und erfahrene Anleger, die aussteigen. Welches Lager am Ende recht behält, hängt maßgeblich von makroökonomischen Faktoren ab. Zum einen von der Entwicklung der US-Aktienmärkte, die seit dem April-Tief um 40 Prozent gestiegen sind und traditionell eng mit der größten Kryptowährung Bitcoin korrelieren. Zum anderen vom US-Dollar, der seit Jahresbeginn mehr als zwölf Prozent verloren hat. Historisch betrachtet war eine schwächere US-Währung stets ein Treiber für riskante Anlagen wie Kryptos und Aktien.
Bitcoin vor Aufholjagd?
Genau hier setzt Bravos Research mit seinem Bewertungsmodell an. Unter Einbezug von Aktienmarkt und Dollarentwicklung berechnen die Analysten eine faire Wertentwicklung der Kryptowährung. Nach diesem Modell hätte Bitcoin in den vergangenen sechs Monaten rund 150 Prozent zulegen müssen. Tatsächlich liegt das Plus bei lediglich 35 Prozent. Diese Divergenz gilt als Indikator einer möglichen Nachholbewegung, wie sie in den Jahren 2020 und 2023 bereits beobachtet wurde. Bravos Research interpretiert die aktuelle Schwäche daher weniger als Vorboten einer Blase, sondern eher als Startpunkt für einen erneuten Schub. Ihrer Meinung nach könnten die Zinssenkungen der Fed den nächten Turbo für Bitcon zünden und Anstiege bis auf 150.000 bis 170.000 USD ermöglichen.
Die kommenden Monate könnten somit zur entscheidenden Weichenstellung werden. Sollte sich die Geschichte wiederholen, stünde Bitcoin vor einem parabolischen Anstieg, getragen von einem freundlichen Börsenumfeld und expansiver Geldpolitik. Gelingt dieser „Melt-up“, wäre ein Überschreiten früherer Höchststände wahrscheinlich. Andernfalls droht jedoch die Wiederholung des Szenarios von 2021 mit einem tiefen Absturz. Der Markt balanciert somit zwischen Euphorie und Ernüchterung – ein Spiel, das Anlegern einmal mehr extreme Bewegungen abverlangen dürfte.
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bitcoin?
letztens fragte ich einen bitcoinjünger,
wann er zuletzt seiner frau ein bitcoingeschmeide zum geschenk machte …….