Vom Rekordhoch bei 126.198 Dollar aus gesehen ist der Bitcoin bis jetzt fast 30.000 Dollar gefallen auf aktuell 96.988 Dollar. Im folgenden BTCUSD Chart sehen wir den Kursverlauf seit Anfang 2024. Der aktuelle Bärenmarkt verschärft sich. Binnen kürzester Zeit fließen enorme Summen aus ETF ab, die in Bitcoin investiert hatten.
Bitcoin: ETF-Anleger ziehen in 24 Stunden 870 Millionen Dollar ab
Nicht nur, dass Anleger derzeit vermehrt Ängste um die Bewertung von Tech-Aktien haben und daher in den Risk Off-Modus umschalten, also Risikoanlageklassen meiden. Auch hat der Krypto-Ausverkauf vom 10. Oktober viel Anlegerkapital vernichtet, weil viele Spekulanten heftig kreditgehebelt bei Bitcoin und Altcoins investiert waren. Zu starke Verluste haben dann deren Krypto-Konten wortwörtlich leergefegt. Nun folgen offenbar Anschlussverkäufe, kritische Stimmen mehren sich. Optimismus, der die Kurse stützen könnte, ist aktuell Fehlanzeige.
Bloomberg berichtet aktuell: Der Kryptomarkt bleibt unter Druck, nachdem am 10. Oktober Liquidationen in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar den Gesamtmarktwert aller Kryptowährungen um über 1 Billion US-Dollar gemindert haben, wie Daten von CoinGecko zeigen. Die Liquidationen halten an: Laut Daten von CoinGlass wurden in den letzten 24 Stunden Krypto-Wetten im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar ausgelöscht. Unterdessen verzeichneten börsengehandelte Fonds, die in Bitcoin investieren, am Donnerstag Nettoabflüsse in Höhe von etwa 870 Millionen US-Dollar, die zweitgrößte tägliche Entnahme seit ihrer Einführung.
Eine kurze Erholung der US-Aktienmärkte zu Beginn dieser Woche, die durch die Erleichterung über das Ende des Regierungsstillstands ausgelöst wurde, ließ schnell nach. Angesichts der Verzögerungen bei der Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten fragen sich Händler, ob die Federal Reserve kurzfristige Zinssenkungen rechtfertigen kann – eine Neubewertung, die neuen Druck auf risikoreichere Bereiche des Marktes ausübt.
Analystenaussagen
„Der aktuelle Ausverkauf korreliert vollständig mit anderen Risikoanlagen, aber das Ausmaß bei Kryptowährungen ist aufgrund ihrer höheren Volatilität größer“, sagte Max Gokhman, stellvertretender CIO bei Franklin Templeton Investment Solutions. „Das Beta von Kryptowährungen gegenüber Makrorisiken wird hoch bleiben, bis sich die institutionelle Beteiligung über Bitcoin und Ether hinaus ausweitet.“ Auch die Liquidität ist stark zurückgegangen. Die Markttiefe bei Bitcoin – die Fähigkeit des Marktes, große Transaktionen ohne große Kursschwankungen zu absorbieren – ist laut Kaiko gegenüber dem diesjährigen Höchststand um rund 30 % gesunken.
„Da Bitcoin seit der Amtseinführung von Präsident Trump nun negativ tendiert und die Gesamtmarktkapitalisierung von Kryptowährungen seit Jahresbeginn eine Rundreise hinter sich hat, gibt es von hier bis zu den niedrigen 90.000 Dollar nicht viel technische Unterstützung, und die Stimmung dürfte bis auf Weiteres gedrückt bleiben“, sagte Augustine Fan, Partner bei SignalPlus. Auf dem Optionsmarkt positionieren sich Händler zunehmend für Volatilität, wobei die Nachfrage nach neutralen Strategien wie Strangles und Straddles steigt, so Nick Ruck von LVRG Research.
FMW/Bloomberg
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