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Das letzte Kapitel der Rally Bitcoin-Blase: So nah ist der große Knall

Grafik: ChatGPT

Nach Monaten rasanter Kursgewinne und wachsender Euphorie verdichten sich die Hinweise, dass sich die größte Kryptowährung in der späten Phase einer Bitcoin-Blase befindet. Während Anleger noch auf den nächsten Preisschub setzen, warnen Analysten von Bravos Research vor einem Déjà-vu vergangener Zyklen – jenen Momenten, in denen Euphorie in Panik umschlägt und die Blase platzt.

Die letzte Phase der Bitcoin-Blase

In ihrer neuen Videoanalyse „Dies ist die letzte Phase der Bitcoin-Blase“ zeichnen die Analysten von Bravos Research ein zunehmend angespanntes Bild des Kryptomarkts. Sie ordnen die jüngsten Bewegungen von Bitcoin in einen breiten makroökonomischen Zyklusrahmen ein – mit klaren Hinweisen auf eine fortgeschrittene Blasenbildung. Besonders aufschlussreich ist dabei das Verhalten der sogenannten „starken Hände“, also jener langfristig orientierten Bitcoin-Wale, die traditionell als Indikator für Markttrends gelten.

Seit Juli 2025 zeigt die Kurve ihrer Bestandsveränderung deutlich nach unten – ein Signal, dass selbst die geduldigsten Investoren begonnen haben, ihre Positionen abzubauen. Für Bravos Research ist dies ein markantes Warnzeichen: Historisch haben diese Akteure ihre Bestände stets reduziert, kurz bevor die großen Bitcoin-Rallys ihr jeweiliges Hoch erreichten. Schon in den Zyklen 2017 und 2021 hatten die Langfristinvestoren kurz vor dem Platzen der Bitcoin-Blase Gewinne realisiert – bevor der Kurs jeweils um rund 80 Prozent einbrach.

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Der gegenwärtige Trend deutet nach Einschätzung der Analysten darauf hin, dass sich Bitcoin erneut in einer späten Phase des Zyklus befindet. Die Parallelen zu früheren Marktübertreibungen sind unübersehbar: Euphorie, mediale Aufmerksamkeit und steigende Zuflüsse institutioneller Anleger treffen auf erste Anzeichen von Ermüdung unter den erfahrensten Marktteilnehmern. Ein Szenario, das laut Bravos Research häufig den Übergang in die Endphase einer Blase markiert – kurz bevor die Realität die Spekulation einholt.

Blasen­charakter und Zyklusphase

Bravos Research ordnet die jüngste Kursentwicklung von Bitcoin in das klassische Vier-Phasen-Modell einer Blase ein – ein Muster, das sich laut den Analysten seit Jahrhunderten durch Finanzmärkte zieht. Der Zyklus beginnt in der unscheinbaren „Stealth Phase“, in der vor allem das sogenannte Smart Money erste Positionen aufbaut. Es folgt die Awareness-Phase, geprägt durch den Eintritt institutioneller Investoren und einen stetigen Anstieg der Bewertungen. Danach setzt die Euphorie-Phase ein – ein Stadium kollektiver Euphorie, in dem mediale Aufmerksamkeit, FOMO-getriebene Privatanleger und explosive Kursgewinne die Preisrally beschleunigen. Den Abschluss bildet die Blow-Off-Phase, wenn die Marktteilnehmer überzeugt sind, dass die Preise nur eine Richtung kennen – nach oben – bis die Dynamik abrupt kippt und die Blase platzt.

Im aktuellen Marktumfeld, so Bravos Research, deutet vieles darauf hin, dass Bitcoin sich zwischen der dritten und vierten Phase bewegt. Hohe Liquidität und kräftiger Kaufdruck untermauern weiterhin den Aufwärtstrend – typische Symptome einer späten Euphorie. Gleichzeitig veräußern jedoch die langfristigen Halter zunehmend ihre Bestände, während die Kursentwicklung an Volatilität gewinnt. Dieses Verhalten, kombiniert mit ersten Anzeichen nachlassender Dynamik, lässt laut den Analysten auf eine allmähliche Verschiebung in die Blow-Off-Phase schließen.

Noch sei der Wendepunkt nicht erreicht, betont Bravos Research, doch das Risiko einer abrupten Korrektur wachse. Bitcoin bewege sich in einem Marktumfeld, das stark von Überschwang und Liquidität getrieben werde – zwei Zutaten, die historisch betrachtet selten dauerhaft Bestand haben.

Zwischen Boom und Bruchlinie

Im Blick auf die drei zentralen Treiber – Liquidität, Nachfrage und Momentum – zeichnet Bravos Research ein ambivalentes Bild. Die weltweite Liquidität liegt dank der aggressiven Zinssenkungen zahlreicher Zentralbanken auf einem Rekordniveau, was risikofreudige Anlagen wie Bitcoin beflügelt. Historisch besteht eine enge Korrelation zwischen der Ausweitung des globalen Geldangebots und den Kursanstiegen der Kryptowährung. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage robust: Fonds und börsennotierte Unternehmen mit Bitcoin-Treasury-Strategien stocken weiter auf und verleihen dem Kryptomarkt zusätzlichen Auftrieb.

Doch beim Momentum mehren sich die Warnsignale. Der Bitcoin-Kurs ist unter wichtige gleitende Durchschnitte gefallen – ein Muster, das in früheren Zyklen häufig den Beginn einer Abkühlung markierte. Zwar erholte sich der Preis in ähnlichen Phasen in den Jahren 2024 und 2025 jeweils rasch, doch die aktuelle Kombination aus überbordender Liquidität, anhaltender Nachfrage und schwindender Dynamik deutet auf eine späte Zyklusphase hin – eine Phase, in der Euphorie und Risiko Hand in Hand gehen.

Nach Einschätzung von Bravos Research könnte die Bitcoin-Blase kurzfristig weiter anschwellen – vorausgesetzt, der BTC-Kurs erobert zentrale technische Marken zurück und gewinnt neues Momentum. Mittelfristig jedoch warnen die Analysten vor einer schmerzhaften Korrektur. Ein erheblicher Teil der Nachfrage sei inzwischen kreditfinanziert, was die Stabilität des Marktes verletzlicher mache. Sollte sich die Geldpolitik der Zentralbanken drehen und die Liquidität rasch versiegen, stünde eine Welle erzwungener Verkäufe bevor. Viele Marktteilnehmer müssten dann ihre Bestände liquidieren – ein Dominoeffekt, der den Abschwung beschleunigen und die aktuelle Blase endgültig zum Platzen bringen könnte.

 

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1 Kommentar

  1. Guten Morgen,
    die oben getroffene Feststellung, daß sich Bitcoin in der dritten Phase ( „kollektiver Euphorie, in dem mediale
    Aufmerksamkeit, FOMO-getriebene Privatanleger und explosive Kursgewinne“) bewegen soll, lassen – in Anbetracht eines Crypto Fear&Indexes von historischen niedrigen 21 (!) – am Sachverstand des Autors deutliche Zweifel.

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