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Bitcoin bricht übers Wochenende um mehr als 9.000 Dollar ein

Bitcoin Symbolfoto

Der Bitcoin ist über das Wochenende um mehr als 9.000 Dollar abgestürzt. Noch am Freitag notierte die weltweit wichtigste Kryptowährung bei 41.985 Dollar (laut Bitstamp). Heute früh sieht man Tiefstkurse bei 32.547 Dollar. Aktuell erholt sich der Bitcoin schon wieder auf 35.5503 Dollar. Was für Kurssprünge. Mal ein paar Tausender rauf, mal runter. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit dem 25. Dezember.

Erst am Freitag hatte ich  geschrieben, dass der Bitcoin für die Anleger offenkundig nicht der „neue sichere Hafen“ für die Anleger sei. Denn er steige, während auch die Aktienmärkte auch neue Rekordhochs steigen. Die Risikoneigung der Aktienanleger ist vorhanden, von daher gäbe es keinen „Fluchtgrund“ hin zum Bitcoin. Ich sprach von dem alten Börsianersprichwort „Die Hausse nährt die Hausse“, welches hier wohl gut zutrifft. Immer mehr gierige Zocker springen auf den Zug auf, und treiben den Bitcoin-Kurs immer höher.

Chart zeigt Bitcoin-Kursverlauf seit 25. Dezember

Bei so einer wilden Fahrt kann es dann bei Gewinnmitnahmen eben zu solchen enormen Kurseinbrüchen kommen, ohne Vorwarnung, einfach so. Damit muss man in diesem Asset einfach leben. Für Spekulanten ist der Bitcoin zudem noch viel weniger berechenbar als Aktien, Gold oder Öl, weil der Bitcoin nicht mit wirtschaftlichen Kennzahlen verknüpft werden kann. Verschlechtert sich die Konjunktur, schwächelt zum Beispiel der Ölpreis, weil die Öl-Nachfrage sinkt.

Beim Bitcoin aber gibt es keinerlei Anhaltspunkte, sondern nur die Gier der Zocker, und ob sich immer neue Anschlusskäufer finden, die den Kurs immer weiter hoch pushen. Gut denkbar ist, dass sich jetzt viele Spekulanten sagen: Gut, endlich mal ein erkennbarer Kursrückschlag. Endlich mal eine Gelegenheit „günstig“ auf den fahrenden Bitcoin-Zug aufzuspringen. Sehen wir schon bald wieder neue Höchstkurse über 42.000 Dollar? Denkbar und möglich ist hier alles, genau so wie weiter fallende Kurse.

Man schaue auf den folgenden Chart. Er zeigt den Kursverlauf im Bitcoin seit dem Jahr 2016. Damals notierte er noch unter 1.000 Dollar. Man sieht gut den astronomischen Anstieg seit Oktober 2020. Und dabei dachte man bereits im Jahr 2017, dass der damalige schnelle Anstieg rauf auf 19.000 Dollar (Spitze links im Chart) eine große Übertreibung war, die sich so schnell nicht wiederholen würde. Aber nach dem Durchbruch über die runde Marke von 20.000 Dollar im Dezember 2020 kannte der Bitcoin kein Halten mehr.

Chart zeigt Bitcoin-Kurs seit dem Jahr 2016



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4 Kommentare

  1. Und deswegen ist das Ding kein Wertaufbewahrungsmittel, sondern ein Spekulationsobjekt. Wenn es einmal eine Währung werden sollte, mag das anders sein.

    Implizit bestätigen das auch die ganzen Fans, die immer auf die enormen Kurssteigerungen verweisen: Ein Wertaufbewahrungsmittel zeichnet sich eben durch relative Wertstabilität aus.

  2. Heute in einer Boulevard Zeitung ist der Bitcoin gross in den Schlagzeilen. SOGAR ELON MUSK STEHT AUF BITCOIN ! Welch eine Referenz ! Bevor die Druckerschwärze trocken ist verliert „ das neue Geld der Idioten“ 20%.
    Erst wenn Olaf Scholz einsteigt werden Kryptos salonfähig. Der oft belächelte Sparbuchbesitzer ist immerhin weniger realitätsfremd als die wundergläubigen Naivlinge.
    Sucht der Teslapumper ein neues Objekt da bei Tesla wohl keine Luft mehr Platz hat?

  3. @ Rettich: Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

    Das der Bitcoin mal eine Währung werden sollte, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Eine Währung die innerhalb von einem Tag (wohlgemerkt ein Wochenede) um 20 % Schwankt dürfte für jedes Unternehmen dass mit Währungen zu tun hat kaum handhabbar sein. Und selbst ein Hedging wäre wohl Schweineteuer. Außer jeder und wirklich jeder auf der Welt nimmt Bitcoin als Zahlungsmittel an und will/muss es nicht am Ende doch wieder in USD, EUR, etc. umtauschen. Bevor das passiert greifen FED, EZB, SNB und wie sie nicht alle heißen durch Regularien in den Markt ein. Die Damen und Herren wollen schlißelich ihre Macht und Jobs erhalten. Und die Politik wird den Notenbanken das auch erlauben, denn auch die Politiker wollen ihren Gestaltungsspielraum (der dank Corona eh schon rasant wächst) weiterhin behalten und ausbauen.

    Bloß weil man damit in hippen Kreuzberger Szene Cafes seinen 5,80 € teuren Chai Latte Macchiato bezahlen kann, ist das noch lange keine Währung. Das ist jedenfalls meine Meinung :-)

  4. Heiße Luft und kalter Schweiß – so macht Zocken am meisten Spaß! ;-)

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