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Bitcoin

Bitcoin bricht übers Wochenende um mehr als 9.000 Dollar ein

Claudio Kummerfeld

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am

Bitcoin Symbolfoto

Der Bitcoin ist über das Wochenende um mehr als 9.000 Dollar abgestürzt. Noch am Freitag notierte die weltweit wichtigste Kryptowährung bei 41.985 Dollar (laut Bitstamp). Heute früh sieht man Tiefstkurse bei 32.547 Dollar. Aktuell erholt sich der Bitcoin schon wieder auf 35.5503 Dollar. Was für Kurssprünge. Mal ein paar Tausender rauf, mal runter. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit dem 25. Dezember.

Erst am Freitag hatte ich  geschrieben, dass der Bitcoin für die Anleger offenkundig nicht der „neue sichere Hafen“ für die Anleger sei. Denn er steige, während auch die Aktienmärkte auch neue Rekordhochs steigen. Die Risikoneigung der Aktienanleger ist vorhanden, von daher gäbe es keinen „Fluchtgrund“ hin zum Bitcoin. Ich sprach von dem alten Börsianersprichwort „Die Hausse nährt die Hausse“, welches hier wohl gut zutrifft. Immer mehr gierige Zocker springen auf den Zug auf, und treiben den Bitcoin-Kurs immer höher.

Chart zeigt Bitcoin-Kursverlauf seit 25. Dezember

Bei so einer wilden Fahrt kann es dann bei Gewinnmitnahmen eben zu solchen enormen Kurseinbrüchen kommen, ohne Vorwarnung, einfach so. Damit muss man in diesem Asset einfach leben. Für Spekulanten ist der Bitcoin zudem noch viel weniger berechenbar als Aktien, Gold oder Öl, weil der Bitcoin nicht mit wirtschaftlichen Kennzahlen verknüpft werden kann. Verschlechtert sich die Konjunktur, schwächelt zum Beispiel der Ölpreis, weil die Öl-Nachfrage sinkt.

Beim Bitcoin aber gibt es keinerlei Anhaltspunkte, sondern nur die Gier der Zocker, und ob sich immer neue Anschlusskäufer finden, die den Kurs immer weiter hoch pushen. Gut denkbar ist, dass sich jetzt viele Spekulanten sagen: Gut, endlich mal ein erkennbarer Kursrückschlag. Endlich mal eine Gelegenheit „günstig“ auf den fahrenden Bitcoin-Zug aufzuspringen. Sehen wir schon bald wieder neue Höchstkurse über 42.000 Dollar? Denkbar und möglich ist hier alles, genau so wie weiter fallende Kurse.

Man schaue auf den folgenden Chart. Er zeigt den Kursverlauf im Bitcoin seit dem Jahr 2016. Damals notierte er noch unter 1.000 Dollar. Man sieht gut den astronomischen Anstieg seit Oktober 2020. Und dabei dachte man bereits im Jahr 2017, dass der damalige schnelle Anstieg rauf auf 19.000 Dollar (Spitze links im Chart) eine große Übertreibung war, die sich so schnell nicht wiederholen würde. Aber nach dem Durchbruch über die runde Marke von 20.000 Dollar im Dezember 2020 kannte der Bitcoin kein Halten mehr.

Chart zeigt Bitcoin-Kurs seit dem Jahr 2016

4 Kommentare

4 Comments

  1. Avatar

    rettich

    11. Januar 2021 10:36 at 10:36

    Und deswegen ist das Ding kein Wertaufbewahrungsmittel, sondern ein Spekulationsobjekt. Wenn es einmal eine Währung werden sollte, mag das anders sein.

    Implizit bestätigen das auch die ganzen Fans, die immer auf die enormen Kurssteigerungen verweisen: Ein Wertaufbewahrungsmittel zeichnet sich eben durch relative Wertstabilität aus.

  2. Avatar

    Heissluftbläser

    11. Januar 2021 11:27 at 11:27

    Heute in einer Boulevard Zeitung ist der Bitcoin gross in den Schlagzeilen. SOGAR ELON MUSK STEHT AUF BITCOIN ! Welch eine Referenz ! Bevor die Druckerschwärze trocken ist verliert „ das neue Geld der Idioten“ 20%.
    Erst wenn Olaf Scholz einsteigt werden Kryptos salonfähig. Der oft belächelte Sparbuchbesitzer ist immerhin weniger realitätsfremd als die wundergläubigen Naivlinge.
    Sucht der Teslapumper ein neues Objekt da bei Tesla wohl keine Luft mehr Platz hat?

  3. Avatar

    Brötchen

    11. Januar 2021 14:21 at 14:21

    @ Rettich: Da stimme ich Dir voll und ganz zu.

    Das der Bitcoin mal eine Währung werden sollte, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Eine Währung die innerhalb von einem Tag (wohlgemerkt ein Wochenede) um 20 % Schwankt dürfte für jedes Unternehmen dass mit Währungen zu tun hat kaum handhabbar sein. Und selbst ein Hedging wäre wohl Schweineteuer. Außer jeder und wirklich jeder auf der Welt nimmt Bitcoin als Zahlungsmittel an und will/muss es nicht am Ende doch wieder in USD, EUR, etc. umtauschen. Bevor das passiert greifen FED, EZB, SNB und wie sie nicht alle heißen durch Regularien in den Markt ein. Die Damen und Herren wollen schlißelich ihre Macht und Jobs erhalten. Und die Politik wird den Notenbanken das auch erlauben, denn auch die Politiker wollen ihren Gestaltungsspielraum (der dank Corona eh schon rasant wächst) weiterhin behalten und ausbauen.

    Bloß weil man damit in hippen Kreuzberger Szene Cafes seinen 5,80 € teuren Chai Latte Macchiato bezahlen kann, ist das noch lange keine Währung. Das ist jedenfalls meine Meinung :-)

  4. Avatar

    Lausi

    11. Januar 2021 19:00 at 19:00

    Heiße Luft und kalter Schweiß – so macht Zocken am meisten Spaß! ;-)

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Bitcoin

Aktien: „Janet Yellen macht euch reich!“ Marktgeflüster (Video)

„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Wirklich?

Markus Fugmann

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„Janet Yellen macht euch reich – kauft Aktien“, so lautet das Mantra mit der Amtsübergabe an Biden in sozialen Medien in den USA. Die Logik dahinter: Yellen und die Fed würden Dollar ohne Ende drucken, daher werde der Dollar stark fallen, daher sei die einzige Möglichkeit sich davor zu schützen und sogar reich zu werden, Aktien oder Assets wie Bitcoin zu kaufen. Solche Aussagen kommen häufig unmittelbar vor Korrekturen – Korrekturen wie heute etwa bei Bitcoin. Auffallend: auch heute laufen die Tech-Werte wieder besser, der „Reflations-Trade“ erleidet den nächsten Rückschlag. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Erholung der Konjunktur vielleicht doch nicht so bombastisch ausfallen könnte wie erhofft?

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Kryptowährungen: BaFin veröffentlicht Risikohinweis für Verbraucher

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

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Drei Kryptowährungen als fiktive Münzen

Nein, es ist kein Scherz, aber es hat den Hauch von Realsatire. Hat man bei der BaFin extra noch gewartet, bis sich der Bitcoin in den letzten Wochen mehr als verdoppelte, von unter 20.000 auf über 40.000 Dollar? Es ist die Behörde, die bei so ziemlich allen großen Finanzskandalen der letzten Jahre versagt hat – oder noch schlimmer, davon gar nichts mitbekam, bis es zu spät war? Diese Behörde möchte uns jetzt vor einem Risiko warnen?

Am Tag vor Heiligabend (wohl eine frohe Kunde?) versuchte die BaFin mit einer Veröffentlichung quasi zu erläutern, warum Kreditausfälle bei Banken keine Kreditausfälle sind (mehr dazu hier). Zuletzt zeigte die BaFin vor allem auch mit ihrem Führungspersonal gar kein gutes Bild beim Wirecard-Skandal. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Der Finanzwende-Chef Gerhard Schick hatte erst letzte Woche in einem interessanten Artikel erläutert, dass die BaFin bei fast jedem Skandal geschlafen hat. Es handele sich um eine Kuschel-Aufsicht (mehr dazu hier).

Aber jetzt, da hat die BaFin gelernt? Jetzt greift man „knallhart“ durch mit einem aufklärenden, informativen Hinweis für die unbedarften Verbraucher? Der Risikohinweis für Kryptowährungen ist betitelt mit den Worten „Hype um Kryptowerte – BaFin warnt Verbraucher vor Risiken bei Investments“. Hier die Warnung im Wortlaut:

Die BaFin nimmt die Kursentwicklung auf den Märkten für Kryptowerte zum Anlass, Verbraucherinnen und Verbraucher erneut vor den Risiken solcher Investments zu warnen.

Sie sollten sich nicht von den in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnenden Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Ether, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin blenden lassen. Die BaFin warnt nicht nur vor den Risiken beim direkten Erwerb von Kryptowerten. Riskant sind auch derivative Finanzinstrumente wie finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) und Zertifikate, die den Kursverlauf von Kryptowerten abbilden (siehe BaFinJournal September 2020).

Bei allen diesen Anlagen können Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Kapitalverluste erleiden. Auch ein Totalverlust ist möglich. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen Risiken, die sie bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen müssen.

Bereits in der Vergangenheit haben die BaFin und andere Aufsichtsbehörden vor den Risiken von Kryptowährungen und auch Initial Coin Offerings (ICOs) gewarnt.

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Bricht der Bitcoin nun weiter ein, oder geht die Rally nach kurzer Pause weiter? Ich bin recht optimistisch. Dazu mehr im folgenden Video.

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